Ein "slow burn" wie man sagt. Es fängt spektakulär an und drückt dann doll auf die Bremse. Nur um einen dann immer wieder zu überraschen. Wer herkömmliche Spannung im Krimistyle erwartet, wird enttäuscht sein. Wer Charakterstudien mag, den wird dieses Buch fesseln.
Im Gegensatz zu anderen Rezensionen finde ich nicht das Oliver entschuldigt wird. Man merkt die zutiefst subjektiven Perspektiven in denen man seine eigene Entscheidung treffen muss, ob er nun ein "Monster" ist oder ein Opfer seiner Umstände. Es bleibt bis zum Schluss offen, wer aufgrund seiner Perspektive oder seines Charakters ein unzuverlässiger Charakter ist und wer nicht. Schmerzlich vermisst man Alice Stimme und es ist eine erstaunliche Entscheidung, dass sie einem bis zum Schluss fremd und ein Rätsel bleibt.

