Ein gelungener Abschluss!
Ursprünglich eigentlich nicht geplant, kommt Kira Gembri dem Wunsch vieler Leser entgegen und schreibt die Fortsetzung zu ihrem Buch "Verbannt zwischen Schatten und Licht". Wir treffen hier in etwa fünf Monate nach den Ereignissen des ersten Teils wieder auf Rasmus und Lily. Noch immer ein Paar, sehen sie sich den ersten typischen “Problemchen” einer jungen Beziehung, wie das erste Äußern der drei magischen Worte oder den passenden Zeitpunkt für den nächsten wichtigen Schritt in Liebesdingen, gegenüber. Gerade mit Lilys noch immer tollpatschigen Art sind dabei gewisse Pannen und witzige Szenen beinahe schon vorprogrammiert. Doch als wäre ein Teenager nicht sowieso schon völlig überfordert mit derlei schwerwiegenden Beziehungsentscheidungen, gerät auch noch das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse aus den Fugen. Lily und Rasmus scheinen wieder mitten zwischen den Fronten – dem Kampf zwischen Schatten und Licht – zu stehen. Darüber hinaus bleibt ihnen nichts anderes übrig als sich mit einem unliebsamen alten Bekannten rumzuschlagen. Oder hat dieser sich etwa vielleicht doch geändert? Der Schreibstil hat mit dem zweiten Teil nichts an Witz und Humor eingebüßt – ganz im Gegenteil, kommt man auch hier wieder voll auf seine Kosten. Schon nach den erste Zeilen ist man wieder mitten drin im Geschehen und völlig vertraut mit den Charakteren. Als Bonus bekommt gar der ein oder andere Charakter ein wenig mehr Farbe. Einen Punkt Abzug gibt es, weil die Beziehung zwischen Lily und Rasmus dann leider doch nicht ohne das klischeehafte, vorhersehbare Drama aus kommt. Auch bin ich nicht sicher, ob mir so manche Charakterentwicklung (allen voran Sam) und daraus resultierende Beziehungsentwicklungen wirklich realistisch erscheint oder nicht doch ein wenig zu stark ist. Nichtsdestotrotz ein gelungener Fortsetzungsband, der trotz für mich genannter Schwachstellen sicher jeden zu unterhalten weiß, der bereits den ersten Teil verschlungen hat.



