19. Mai
Rating:3

Todesstrafe - Ja oder Nein? Dieses Buch regt zum Nachdenken an

Der Titel klingt so unglaublich spannend und auch das Thema hat mich interessiert. Nach einem tollen Anfang, zog sich das Buch im Mittelteil dann doch ein wenig. Den Schreibstil und die vielen Perspektivwechsel habe ich als anstrengend empfunden. Mir stellten sich frühzeitig die Fragen: Wie ist es, wenn ein Mensch als Kind etwas so Furchtbares erlebt hat, dass er mit seinem Leben gar nicht mehr klarkommt und sich dann zum Serienmörder entwickelt? Ist die Todesstrafe überhaupt eine Strafe für den Verurteilten oder kann diese Person sich so aus der Verantwortung ziehen (gezogen werden)? Wäre eine Therapie möglich gewesen und wie stünden dann die Erfolgsaussichten? Interessant fand ich die Erzählperspektive aus der Sicht des Verurteilten. Unglaublich, dass er auch im Gefängnis versucht, Menschen zu manipulieren und sich seiner Sache sehr sicher ist. Welche Wahrnehmung seiner Umwelt hat dieser Mensch? Insgesamt ist die Story interessant, auch wenn ich es nicht als Thriller, sondern eher als spannenden Roman empfunden habe. Kleine Schockmomente mit Gänsehaut waren dabei, sie ließen Handlungen erahnen, leider wurde ich dann enttäuscht, weil nichts passiert ist.

Notes on an Execution
Notes on an Executionby Danya KukafkaOrion Publishing Group
23. Apr.
Rating:3.5

Ein Countdown in den Abgrund, der lieber die Schatten statt das Monster beleuchtet.

Danya Kukafka wählt für diesen Roman einen bemerkenswert kühlen, fast schon klinisch präzisen Schreibstil, der die drückende Atmosphäre des Todestrakts spürbar macht. Das Setting ist minimalistisch und beklemmend, während die Autorin durch bildhafte Metaphern versucht, die Kälte der bevorstehenden Exekution einzufangen. Man spürt beim Lesen sofort dieses unangenehme Kribbeln im Nacken, da der Fokus nicht auf blutigen Details liegt, sondern auf der psychologischen Dekonstruktion eines Schicksals. Es ist ein literarisch anspruchsvoller Einstieg, der den Leser jedoch durch die distanzierte Sprache manchmal etwas zu weit vom Geschehen wegstößt, was den Lesefluss stellenweise zäh wirken lässt. Die Charakterdynamik ist das Herzstück und gleichzeitig die größte Schwachstelle des Werks. Ansel Packer wird als manipulativer Vollpfosten gezeichnet, dessen vermeintliche Genialität sich bei näherem Hinsehen als die Leere eines Mannes entpuppt, der ohne Empathie durch die Welt stolpert. Er ist kein charismatischer Film-Killer, sondern eher eine bemitleidenswerte Wurst, die verzweifelt nach Bedeutung sucht. Spannend ist der Fokus auf die Frauen in seinem Umfeld, doch genau hier schwächelt die Authentizität. Während die Ermittlerin Saffy als starke Gegenspielerin überzeugt, wirken andere weibliche Figuren phasenweise wie bloße Projektionsflächen für Ansels Taten. Man möchte sie schütteln, weil ihre Handlungen im Angesicht dieses menschlichen Abgrunds manchmal schwer nachvollziehbar bleiben. Insgesamt ist der Roman ein interessantes Experiment, das das True-Crime-Genre hinterfragt und den Fokus mutig von der Tat auf die betroffenen Leben verschiebt. Der Lesespaß leidet jedoch unter dem hohen moralischen Anspruch, den das Buch an sich selbst stellt, was zu einigen Längen im Mittelteil führt. Das emotionale Resümee bleibt zwiespältig, da die versprochene Tiefe der Frauenfiguren oft hinter der dominanten Präsenz des Täters verblasst. Ich empfehle das Buch Lesern, die Lust auf ein entschleunigtes Psychogramm und gesellschaftskritische Töne haben, aber keinen klassischen, rasanten Thriller erwarten. Wissenswertes Danya Kukafka, die selbst als Literaturagentin arbeitet, wollte mit diesem Roman (Originaltitel: Notes on an Execution) bewusst das kulturelle Narrativ des "faszinierenden Serienmörders" brechen. Das Buch wird oft im Genre des literarischen Thrillers eingeordnet, da es die klassischen Grenzen zwischen Krimi und anspruchsvoller Prosa verwischt und dabei das US-amerikanische Justizsystem kritisch unter die Lupe nimmt.

Notes on an Execution
Notes on an Executionby Danya KukafkaOrion Publishing Group
12. Apr.
Rating:3

Sehr gewöhnungsbedürftig

Die Story an sich ist gut. Die Vorgeschichte, die Entwicklungen und das Ende. Natürlich wird im Buch jedes Klischee eines Mädchenmörders mit schlimmer Kindheit bedient, da gibt es nicht viel Neues. Was ich aber sehr schwierig fand, war der Schreibstil der Autorin. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Die Abschnitte über Ansel in seiner Zelle sind in der 2. Person Singular geschrieben. Ständig "du" im Buch zu lesen war sehr befremdlich. Dazu wollte die Autorin wohl sehr philosophisch daher kommen und viele Passagen sind so verkrampft voll gestopft mit philosophischen Redewendungen, dass es oft einfach nur lächerlich wirkte.

Notes on an Execution
Notes on an Executionby Danya KukafkaOrion Publishing Group
19. März
Rating:5

Ich bin ehrlich: Ich bin in dieses Buch gestartet und dachte mir nur so: „Ja… mal schauen, ob das was wird.“ 😶 Und dann? Dann hat es mich komplett zerstört. Emotional. Psychisch. Innerlich. 💔🫠 Dieses Buch ist kein klassischer Thriller. Vergesst alles, was ihr über Serienmörder-Geschichten kennt. Wirklich. ❌ Denn hier geht es nicht um den Täter. Hier geht es um die Frauen. Und genau das macht dieses Buch so unfassbar besonders. 🤍 Wir begleiten die letzten Stunden eines verurteilten Serienmörders. 12 Stunden bis zur Hinrichtung. ⏳ Aber das ist nur der Rahmen. Die eigentliche Geschichte gehört den Frauen, die er zurückgelassen hat: Frauen, die geliebt haben. Frauen, die gelitten haben. Frauen, die überlebt haben. Und Frauen, die es nicht durften. 🕊️ Was dieses Buch mit mir gemacht hat? Es hat mich wütend gemacht. 😤 Es hat mich traurig gemacht. 😢 Und es hat mich auf eine ganz leise, brutale Art wachgerüttelt. Denn ein Satz ist mir so im Kopf geblieben, dass er mich nicht mehr loslässt: Dass die Opfer oft vergessen werden – weil die Welt lieber auf das Monster schaut. Und genau das ist der Punkt. Wie oft reden wir über Täter? Wie oft kennen wir ihre Namen? Und wie selten sprechen wir über die Menschen, denen alles genommen wurde? 💔 Dieses Buch dreht das um. Radikal. Ehrlich. Schonungslos. Die Geschichten der Frauen sind roh. Ungefiltert. Teilweise schwer auszuhalten. Und genau deshalb fühlen sie sich so real an. Hier wird nichts romantisiert. Nichts beschönigt. Manchmal sind Szenen unangenehm. Manchmal will man wegschauen. Aber genau das ist der Punkt: 👉 Man soll nicht wegschauen. Was mich komplett zerstört hat, war das Ende. 🫠 Diese leisen Gedanken daran, was hätte sein können… Welche Leben diese Frauen geführt hätten… Welche Zukunft ihnen genommen wurde… Ich habe wirklich geweint. 😭🤍 Und das passiert mir nicht oft. Dieses Buch ist kein „Ich lese mal schnell einen Thriller“. Das ist ein Buch, das dich mitnimmt und nicht mehr loslässt. Es ist laut in seiner Aussage, aber leise in seiner Erzählweise. Und genau deshalb trifft es so tief. 🎯 ⭐ 5 Sterne Ein Jahreshighlight. Ohne Diskussion. Ein Buch, das nicht nur erzählt – sondern etwas verändert. 🖤📚🔥 Und ganz ehrlich? Das ist kein Buch über einen Serienmörder. Das ist ein Buch über die Menschen, die er niemals hätte zerstören dürfen. 💔

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Notes on an Executionby Danya KukafkaOrion Publishing Group
11. März
Rating:4

Stellt man den Täter in den Vordergrund und verliert dadurch den Blick auf die Opfer und ihre Leben?

Was macht das Todesurteil und die Hinrichtung mit dem Gedenken an die Opfer? Vergessen wir hierbei die Leben hinter den Opfern und stilisieren nur noch den Täter? Heroisieren ihn gar? Ein Buch, welches einen über über die Sinnhaftigkeit der Todesstrafe und der daraus resultierenden Folgen für Opfer- und Täterverwandtschaften sinnieren lässt.

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Notes on an Executionby Danya KukafkaOrion Publishing Group
8. März
Rating:4

Das Buch erzählt die Geschichte eines Mannes, der wegen mehrerer Morde im Gefängnis sitzt und auf seine Hinrichtung wartet. Die Handlung springt zwischen verschiedenen Perspektiven und Zeiten. Ich mag den Schreibstil und die etwas anderer Erzählart. Es geht weniger um den Täter selbst, sondern um die Auswirkungen seiner Taten auf die Menschen. „Es gibt Gutes und es gibt Böses, und der Widerspruch lebt in jedem. Das Gute ist einfach das Zeug, das es wert ist, in Erinnerung behalten zu werden.“ „Trauer war ein Loch. Ein Portal zum Nichts.“ „Man muss nicht alles haben. Man muss nur herausfinden, wie viel genug ist.“

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Notes on an Executionby Danya KukafkaOrion Publishing Group
28. Feb.
Rating:4.5

4,5⭐️

Ich habe schon wirklich sehr viele Thriller gelesen, und zuletzt war irgendwie jedes Buch in die Richtung für mich gleich. Der Schreibstil von Danya Kukafka war für mich in dem Genre wirklich etwas Neues. Es liest sich insgesamt wie eine Mischung aus Drama und Thriller, mit unterschiedlichen Akten und interessanten Verstrickungen, die sich für die Leserin erst nach und nach ergeben. Ich fand es sehr erfrischend dass der Protagonist immer weiter „auseinandergepflückt“ wurde, sodass man ihn gleichzeitig kennenlernt und zu dem Entschluss kommt, dass er es nicht wert ist ihm zu glauben. Das einzige was mich (sehr) gestört hat waren die ganzen Rechtschreibfehler und das (relativ) unbefriedigende Ende. Insgesamt sehr empfehlenswert, wenig explizit und sensationslüstern.

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Notes on an Executionby Danya KukafkaOrion Publishing Group
19. Feb.
Rating:3.5

Wie verbringt ein Serienkiller seine letzten Stunden?

Ansel Packers letzte 12 Stunden sind ein Rückblick auf sein Leben und vor allem die Frauen darin. Der Schreibstil und die Grundidee fand ich richtig gut. Aber ein bisschen wenig Spannung kam für mich gesamt auf und manches blieb mir bei zu wenig Tiefe. Daher hatte es am Ende ein paar Längen für mich und war nicht ganz rund.

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31. Jan.
Rating:3.5

Diese Geschichte hat mich von Anfang an komplett gefesselt. Sie ist wirklich toll. Das letzte Drittel war dann aus meiner Sicht etwas schwächer, weil es dort Längen gab und die Story einfach nicht mehr so dicht erzählt war wie am Anfang. Dennoch ist das ein wirklich guter Kriminalroman mit einem besonderen Ansatz. Der Klappentext des Buches wird dem komplexen Inhalt nicht gerecht übrigens.

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28. Jan.
Selten bei einem Buch so viele Emotionen auf einmal gefühlt
Rating:5

Selten bei einem Buch so viele Emotionen auf einmal gefühlt

Was. für. ein. gutes. Buch! Endlich mal wieder eine Geschichte die mich richtig gefesselt hat und nicht so schnell loslässt. Ich hab's (in meinem langsamen Tempo haha) verschlungen!! Ekel, Abscheu, Wut, aber auch tiefes Mitleid habe ich für Ansel empfunden. Irgendwie nicht zu beschreiben einfach.

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16. Jan.
Notizen zu einer Hinrichtung ist ein zutiefst verstörender, zugleich faszinierender Roman, der sich lange nach der Lektüre nicht abschütteln lässt. Aus wechselnden Perspektiven nähert sich das Buch einer bevorstehenden Hinrichtung  und genau darin liegt seine große Stärke: Es geht nicht um Schuld oder Unschuld allein, sondern um die feinen, beunruhigenden Risse im moralischen Gefüge. Die Stimmen der Frauen, die den Täter kannten, überlagern sich und zeichnen ein beklemmend vielschichtiges Bild. Die Atmosphäre ist düster, abgründig, fast klaustrophobisch. Besonders verstörend ist, wie der Text es schafft, ungewolltes Mitgefühl zu erzeugen, ein Mitfühlen, das man sich selbst übelnimmt. Kukafka zwingt ihre Leser:innen, genau dort hinzusehen, wo es weh tut: in die Grauzonen zwischen Gewalt, Herkunft, Verantwortung und menschlicher Sehnsucht nach Bedeutung. Ein literarisch kluger, emotional fordernder Roman.
Rating:5

Notizen zu einer Hinrichtung ist ein zutiefst verstörender, zugleich faszinierender Roman, der sich lange nach der Lektüre nicht abschütteln lässt. Aus wechselnden Perspektiven nähert sich das Buch einer bevorstehenden Hinrichtung und genau darin liegt seine große Stärke: Es geht nicht um Schuld oder Unschuld allein, sondern um die feinen, beunruhigenden Risse im moralischen Gefüge. Die Stimmen der Frauen, die den Täter kannten, überlagern sich und zeichnen ein beklemmend vielschichtiges Bild. Die Atmosphäre ist düster, abgründig, fast klaustrophobisch. Besonders verstörend ist, wie der Text es schafft, ungewolltes Mitgefühl zu erzeugen, ein Mitfühlen, das man sich selbst übelnimmt. Kukafka zwingt ihre Leser:innen, genau dort hinzusehen, wo es weh tut: in die Grauzonen zwischen Gewalt, Herkunft, Verantwortung und menschlicher Sehnsucht nach Bedeutung. Ein literarisch kluger, emotional fordernder Roman.

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6. Jan.
Rating:4

Ein Buch, dass mich mehr bewegt hat, als ich dachte.

Warum genau kann ich gar nicht sagen. Aber die persönliche Ansprache in Ansels Kapitel und insbesondere das Schicksal der Mädchen - und was sie hätten sein können - hat dafür gesorgt, dass ich sehr emotional aufgewühlt zurückbleibe.

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31. Dez.
Rating:5

Eine mitreißende Geschichte, die wirklich ins Mark geht. Dadurch, dass die lesende Person von Beginn an weiß, dass der Protagonist bereits in der Todeszelle sitzt, weiß man, dass der Protagonist früher oder später gestellt werden wird. Der Weg dahin wird uns eindrücklich beschrieben. Wirklich ein tolles Buch! Hat mir sehr gut gefallen und mich sehr bewegt!

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27. Dez.
Rating:4.5

Ungewöhnlicher und spannender Roman, der den Fokus vom Täter auf die Betroffenen verschiebt

Obwohl man in "Notizen einer Hinrichtung" von Danya Kukafka von Beginn an weiß, wer der Mörder ist, entfaltet der Roman eine ganz eigene Form von Spannung. Diese speist sich weniger aus der Frage nach dem „Wer“, sondern vielmehr aus dem Bedürfnis, die Hintergründe und Auswirkungen von Ansel Packers Handeln zu verstehen. Kukafka wählt dafür einen ungewöhnlichen erzählerischen Ansatz: Die Geschichte des Täters wird primär aus der Perspektive dreier Frauen erzählt, die in sehr unterschiedlicher Weise mit ihm verbunden waren. Diese Perspektivverschiebung rückt nicht den Täter selbst, sondern die Menschen in den Fokus, die von seinen Taten betroffen sind. Zentral ist dabei die Frage, ob ein Mensch ausschließlich böse sein kann und wie durchlässig die Grenzen zwischen Gut und Böse sind. Der Roman thematisiert zudem kritisch die gesellschaftliche, oft unverhältnismäßige Faszination für weiße (!) Serienmörder und stellt dieser Fokussierung bewusst andere Stimmen entgegen. Besonders stark fand ich die Entscheidung, den Roman nicht mit den letzten Worten des Täters enden zu lassen, sondern den Betroffenen das Schlusswort zu überlassen. Auch sprachlich ist "Notizen einer Hinrichtung" bemerkenswert: Der Ton ist stellenweise roh, unverblümt und hart, um dann wieder überraschend zart und beinahe poetisch zu werden. Diese sprachlichen Kontraste unterstreichen aus meiner Sicht die emotionale Vielschichtigkeit des Romans und machen die Lektüre trotz der schweren Thematik eindringlich und nachhaltig.

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Notes on an Executionby Danya KukafkaOrion Publishing Group
26. Dez.
Rating:4.5

Das Buch geht unter die Haut

Man liest atemlos und hat permanent ein ungutes Gefühl. Zwischenzeitlich hatte ich fast Angst vor dem Protagonistin, gleichzeitig tat er mir leid. Man will nicht, dass sich alles was ihm zugestoßen ist so auf sein Leben und das seiner Umgebung auswirkt. Ich habe am ersten Feiertag sehr viel Zeit mit dem Buch verbracht. Große Leseempfehlung, auch wenn es sicherlich Bücher gibt, die einem ein wohligeres Gefühl geben 😅

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Notes on an Executionby Danya KukafkaOrion Publishing Group
25. Dez.
Rating:4

Wenn die Moral ins Wanken gerät und richtig und falsch verschwimmen...

Über viele Jahre hinweg und aus vielen Perspektiven wird man ruhig durch die Geschichte von Ansel, bis zu seiner Hinrichtung geführt. Gerade der Perspektivwechsel hat mir sehr gut gefallen. Man kann sich in alle Protoganisten sehr gut hineinfühlen. Alles fügt sich nach und nach zusammen, es gibt Überraschungen, manches ist vorhersehbar. Man will Ansel hassen, trotzdem hinterfragt man gegen Ende die menschliche, gesellschaftliche und politische Moral komplett. Ein Buch, das nicht auf Spannung und Schnelligkeit beruht, sondern zum tiefgründigen Nachdenken anregt. Trotz der sensiblen Themen ist Kukafkas Schreibstil sanft und philosophisch. Mir hats gefallen!

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Notes on an Executionby Danya KukafkaOrion Publishing Group
18. Dez.
Rating:2

Das Buch hat zwar ein wichtiges Thema, aber es fühlt sich oft ziemlich langgezogen und anstrengend an.

Durch die vielen Perspektivwechsel kommt man nicht richtig rein und die Emotionen treffen einen leider kaum. Viele Figuren bleiben eher flach und wirken mehr wie Mittel zum Zweck, statt wie echte Menschen. Positiv ist der Schreibstil. Er ist ruhig, klar und passend zur düsteren Stimmung. Die Grundidee ist stark und regt zum Nachdenken an und manche Stellen zeigen, dass das Buch eigentlich viel Potenzial hat. Insgesamt bleibt Notizen zu einer Hinrichtung aber hinter den Erwartungen zurück und ist eher mühsam als packend.

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16. Nov.
WOW!
Rating:5

WOW!

Eine unglaublich spannende und emotionale Geschichte – ich war stellenweise den Tränen nahe. Besonders gut fand ich den ständigen Perspektivwechsel. Das der Täter nicht zu stark in den Mittelpunkt gerückt wurde, gerade im Hinblick auf den aktuellen True Crime Hype, fand ich super. Absolute Empfehlung! 😊

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12. Nov.
Rating:3.5

Ich weiß garnicht genau was ich fühle. Das Buch ist aufwühlend und hat mich nachdenklich gestimmt. Der Schreibstil ist distanziert und geht cdoch in die Tiefe. Gleichzeitig hab ich mir etwas mehr erhofft. Es hat mich nicht ganz gepackt. Gut fand ich in seine Gedanken abzutauchen. Gleichzeitig hätte ich es noch besser gefunden, wenn die Frauen einem noch näher gebracht worden wären. Auf jeden Fall empfehlenswert!

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4. Nov.
Rating:3.5

Interessant erzählt, aber weniger mitreißend, als ich erwartet hätte oder der Titel erwarten lassen würde.

„Notizen zu einer Hinrichtung“ ist auf jeden Fall mal etwas ganz anderes. Der Schreibstil hat mich aber angesprochen. Ruhig, sachlich und trotzdem interessant. Kukafka schreibt nicht reißerisch oder übertrieben emotional, sondern eher nüchtern und klar, fast schon distanziert. Das passt irgendwie zu der Geschichte, auch wenn es das Lesen manchmal ein bisschen stumpf wirken lässt. Die Erzählweise ist besonders. Man will zwar schon wissen, wie alles dazu gekommen ist und was genau passiert ist, aber mitreißend im klassischen Sinn fand ich es nicht. Etwas schade fand ich, dass es trotz des Klappentextes am Ende doch wieder viel um ihn, also den Täter, geht. Man bekommt sehr viel von seinem inneren Leben mit, während die drei Frauen, um die es eigentlich gehen sollte, etwas vage bleiben. Ich hatte auch überhaupt kein Mitleid mit Ansel – das Buch hat mich da eher auf Distanz gehalten. Trotzdem: ein gutes, ungewöhnliches Buch mit einem interessanten Ansatz und einem gesellschaftskritischen Unterton. Kein Pageturner, aber lesenswert – vor allem, wenn man etwas Ruhigeres mit Tiefe sucht.

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20. Okt.
Rating:3.5

Unfassbar viele Rechtschreibfehler in der deutschen Fassung. Wer gibt sowas frei?! Alle paar Seiten fehlt hier und da ein Buchstabe oder auch mal ein ganzes Wort. Ich bin echt nicht pedantisch und komme mit wenigen Fehlern in einem Buch zurecht, aber diese Buchstabensuppe hat mir echt das Lesevergnügen versaut, weil ich immer wieder ausgebremst wurde. Die Geschichte hat mich leider nicht so gefesselt, ich wollte irgendwann nur noch fertig werden. Das Thema ist interessant und die Idee hat mir auch gut gefallen, vielleicht hätte ich mit der englischen Ausgabe besser in die Story eintauchen können.

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17. Okt.
Rating:4

Spannend.

Das Buch hab ich von @liesmalwas geschenkt bekommen. Ich hab schon ewig keinen Thriller mehr gelesen. Jetzt frag ich mich, warum eigentlich nicht. Im Buch stehen 4 Personen im Fokus. Diese sind nicht, wie man annehmen könnte die Mordopfer und der Mörder. Denn die Mordopfer interessiert ja sowieso meist niemand, die Faszination liegt eher beim Täter und generell wird zwischen den Zeilen wird immer wieder deutlich gemacht, in was für einer misogynen Welt wir leben.

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12. Okt.
Rating:4

Tatsächlich schafft es der Roman ohne drastische Mordsznen und ihm gelingt damit - größtenteils erfolgreich - die Perspektive auf die Opfer zu legen. Trotzdem schwingt die Faszination mit, da auch dieses Buch eben Spannung braucht

Eine tolle Studie über weibliche Intuition, Elend und Einsamkeit und vor allem von Wendepunkten in Biographien. Ich hab es mit Spannung gelesen, dankbar dass von vorneherein klar ist, worauf es hinaus läuft. Das erste Kapitel uns das vorletzte sind härter Tobak und bilden einen bitteren Kreis.

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7. Okt.
Rating:4.5

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt

Selten hat mich ein Buch so bewegt zurückgelassen. Es geht nicht primär um die Taten, sondern um die Perspektive der Opfer und deren Angehörigen. Dazu ist man durch den Schreibstil "selbst" der Täter, was das ganze nochmal verstärkt. Packend, bewegend, stellenweise erdrückend und es lässt einen nachdenklich zurück. Noch nie hat ein Cover mich so getäuscht ;)

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Notes on an Executionby Danya KukafkaOrion Publishing Group
3. Okt.
Rating:5

Ein Buch, das unter die Haut geht

Das Buch "Notizen zu einer Hinrichtung" von Danya Kukafka ist einfach atemberaubend! Von der ersten Seite an fesselte mich der unheimlich gut gelungene Schreibstil, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der Spannungsbogen wird meisterhaft aufrecht erhalten, und ich war regelrecht besessen davon, herauszufinden, wie die Geschichte weitergeht. Im Zentrum steht die bevorstehende Hinrichtung von Ansel Packer, einem Mann, der genau weiß, welche schrecklichen Taten er begangen hat. Doch anstatt sich seinem Schicksal zu ergeben, kämpft er darum, verstanden und anerkannt zu werden. Diese zentrale Konfliktlinie zieht sich durch das gesamte Buch und wirft Fragen auf nach Schuld, Reue und Vergebung. Die Emotionen, die dieses Buch in mir ausgelöst hat, waren unglaublich intensiv. Besonders die Mischung aus Wut und Trauer ließ mich nicht mehr los, während ich die Seiten verschlang. Die Art und Weise, wie Kukafka die Geschichte der Frauen, die Ansel Packer zurückgelassen hat, erzählt, ist einfach genial. Es ist nicht nur Ansels Geschichte, sondern auch die der Frauen, dessen Leben er durch seine Taten geprägt hat. Jede von ihnen hat auf ihre eigene Weise mit den Auswirkungen von Ansels Taten zu kämpfen. Die beeindruckende Leistung von Danya Kukafka zeigt sich auch darin, wie geschickt sie zwischen den verschiedenen Perspektiven und Zeitsträngen hin- und herwechselt. Dieses Wechselspiel zwischen den Frauen, die Ansel Packer kannten, und seinem eigenen Innenleben ist geschickt verwebt. Man taucht ein in die Gedankenwelt der Protagonistinnen, während gleichzeitig Ansel Packer selbst einen faszinierenden, wenn auch verstörenden Einblick in sein Innerstes gewährt. Das Buch ist für mich ein absolutes Highlight. Danya Kukafka hat hier ein Meisterwerk geschaffen, das nicht nur spannend und mitreißend ist, sondern auch zum Nachdenken anregt. Dieses Buch hat mich zutiefst berührt und beeindruckt – ein absolutes Muss für alle, die packende Literatur lieben!

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Notes on an Executionby Danya KukafkaOrion Publishing Group
3. Okt.
Hochinteressante Thematik, ungewöhnlicher Blickwinkel und so viel Komplexität!
Rating:4

Hochinteressante Thematik, ungewöhnlicher Blickwinkel und so viel Komplexität!

Trotz der Grausamkeit seiner Taten empfand ich zunehmend eine Art Mitgefühl zum Täter, der bereits zum Tode verurteilt in seiner Zelle sitzt. Doch nicht nur er wird portraitiert, sondern auch seine zahlreichen Opfer. Wie verliefen deren Leben vor dessen plötzlichem Ende? Welche Verbindung haben diverse Charaktere mit- und untereinander? Großartig eingefangen und wortschön erzählt: "Tragik hat Textur."

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20. Sept.
Hart, fast unerträglich, brennt sich ins Hirn
Rating:5

Hart, fast unerträglich, brennt sich ins Hirn

Vom Aufbau, über den Inhalt bis zum Ende ist es ein echter Kopffi** . Es brannte sich in mich hinein, hinterfragte meine Moral- Vorstellung und wird wohl noch lange in mir "wühlen". Das Subitile, die nüchterne Darstellungen des Unaussprechlichen macht diesen Roman so tief gehend. Diese Geschichte hinterlässt mich mit Tränen den Augen und fassungslos zurück. Genugtuung? Gerechtigkeit? Nein, es hinterlässt ein schales Gefühl im Mund, eine leere und ein gewisses Schamgefühl. Es gibt dem Täter eine Plattform, die er nicht verdient. ABSOLUTE LESE EMPFEHLUNG, allerdings mit der Warnung versehen: die Sichtweise wird vermutlich verändert werden. Nachwirkungen: es bringt zum Nachdenken, es kann Übelkeit verursachen.

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15. Sept.
Das war mehr als stark. Dieses Buch hat mich zutiefst mitgenommen.
Rating:5

Das war mehr als stark. Dieses Buch hat mich zutiefst mitgenommen.

Also ganz ehrlich: das war kein normaler Thriller. Ich hab nicht mal richtige Worte dafür. Dieses Buch hat mich komplett aus der Bahn geworfen – ein richtiger Brainfuck, im allerbesten Sinne. Man liest von Ansel Packer, einem Mann, der zum Tode verurteilt ist, und die Geschichte setzt kurz vor seiner Hinrichtung an. Aber eigentlich geht es gar nicht wirklich um ihn, sondern um die Menschen, die sein Leben berührt und geprägt hat – die Frauen in seinem Umfeld, die sein Handeln überhaupt erst greifbar machen. Und das ist so krass, weil man plötzlich alles hinterfragt: die Opfer, den Täter, die Beweggründe. Sachen, über die ich mir sonst nie im Leben Gedanken machen würde. Normalerweise siehst du in den Nachrichten: „Mörder gefasst, Todesstrafe, Fall erledigt.“ Ganz klare Sache. Aber dieses Buch zeigt, was hinter dieser klaren Fassade steckt. Es schaut hinter die Mauer, und genau das macht’s so intensiv und erschütternd. Ich hab mich teilweise gefühlt, als würde ich in die Köpfe von echten Menschen schauen. So echt, so nah, dass es mir eiskalt den Rücken runtergelaufen ist. Und gleichzeitig war es literarisch so stark, so besonders erzählt, dass ich einfach nur da saß und dachte: wow, das ist wirklich richtig gut. Ein Highlight dieses Jahr, ohne jede Frage. Absolute Empfehlung, wenn man nicht nur irgendeinen Thriller lesen will, sondern ein Buch, das dich zwingt, nachzudenken – über Gerechtigkeit, über Schuld, über Menschen. Und genau deswegen weiß ich jetzt schon: von dieser Autorin will ich unbedingt mehr lesen.

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13. Sept.
Rating:3.5

Gut geschrieben

Ich habe irgendwie etwas anderes erwartet, aber die Geschichte war dennoch gut. Aber mitgerrissen hat sie mich nicht, in dem Sinne, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich hätte es glaube ich spannender gefunden, wenn man nicht schon von Anfang an gewusst hätte, wer der Täter ist, sondern eine gewisse Unsicherheit geblieben wäre bis zum Ende.

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7. Sept.
Rating:5

Eines meiner Highlights dieses Jahr

Wie kann man für eine Person gleichzeitig Mitleid, aber auch Hass empfinden? Durch dieses Buch wird einem noch einmal mehr klar, wie falsch es ist nur falsch oder richtig zu sehen. Vor allem aber fasziniert mich die respektvolle Art die Opfer zu den eigentlichen Protagonisten zu machen.

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5. Sept.
"We cannot be whole until we face what has broken us."
Rating:5

"We cannot be whole until we face what has broken us."

Ein Wechselbad der Gefühle. Mir hat das Buch echt gut gefallen. Geschrieben aus der Sicht eines Mörders, aber auch aus der Sicht der Frauen in seinem Leben. Die Geschichte erstreckt sich über Jahrzehnte und gibt über verschiedene Perspektiven einen tiefgründigen Einblick in das Leben der einzelnen Charaktere. Überraschend anders, aber sehr gut. Womöglich sogar Potenzial zum Jahreshighlight 2025 😁

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31. Aug.
Rating:5

Das Buch ist gewaltig! Das Wort kam mir beim Lesen immer wieder in den Kopf. Eigentlich lese ich keine Thriller/Krimis, weil ich die Spannung nicht gut aushalte und keine expliziten Gewaltszenen lesen möchte. Aber dieses Buch ist ganz anders geschrieben, als das, was ich sonst von Thrillern kenne. Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich grundsätzlich sehr irritiert darüber bin, die letzten Stunden eines zu Tode verurteilen Menschens zu lesen.

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31. Aug.
Rating:4.5

Mal was ganz anderes

Die Geschichte wird aus 4 Perspektiven erzählt. Die Sicht des Täters wird aus der „Du“-Perspektive erzählt, woran ich mich erst gewöhnen musste aber dann fand ich es irgendwie gut 😊 es ist spannend zu lesen in welchem Verhältnis die Protagonisten zum Mörder stehen. Das Buch setzt sich mit der Frage auseinander, ob die Todesstrafe gerechtfertigt ist und ob der Mensch böse geboren wird oder das was sie erleben zu bösen Menschen macht. Es hat mir sehr gut gefallen.

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18. Aug.
Rating:4

Beeindruckender Blickwinkel und extrem schöne Optik

Die Art, wie Kukafka von einem Serienmörder berichtet ist (für mich zumindest) etwas ganz anderes, vielleicht sogar revolutionär. Die Geschichte wird aus Sicht von 3 Frauen erzählt, die im Leben des Serienmörders stattgefunden haben. Spannung erzeugt hier nicht der Mord oder die Ermittlung, sondern die ablaufende Zeit bis zur Hinrichtung. Die „Theorie“ bringt da für mich auch noch mal ne andere Ebene rein, insgesamt einfach vielschichtig gedacht und anspruchsvoll geschrieben, dementsprechend keine leichte Unterhaltung, aber ein sehr lesenswertes Buch!

Notes on an Execution
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30. Juli
Rating:3.5

Mehr als nur ein Thriller...

Über den Dominioeffekt von Taten und über das was wäre wenn. Denn es geht nicht nur um diese eine (mögliche) Hinrichtung und wie es dazu gekommen ist. Wir blicken in die Gedanken und Gefühle von Täter und Opfern. Unter letzterem verstehe ich da auch Angehörige. Mich hat das Buch in seiner Tiefsinnigkeit überrascht. Auch die Erzählperspektive habe ich nicht erwartet. Am Besten, man lässt sich auf diese Geschichte ein. Erwartet keinen normalen Thriller. Denn es ist viel mehr als das...

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19. Juli
Rating:4.5

Es sind nur noch wenige Stunden, bis der Serienmörder Ansel Packer hingerichtet werden soll. Während dieser Galgenfrist rekapituliert aber nicht nur er sein Leben, sondern es kommen auch die Frauen zu Wort, die von ihm und seinen Taten beeinflußt wurden … Von ‚Notizen zu einer Hinrichtung‘ hatte ich etwas ganz anderes erwartet, war dann im Nachhinein aber absolut positiv überrascht und das Buch hat mich noch sehr lange beschäftigt. Vor allem, weil es sehr viele moralische Fragen aufwirft ohne vorgefertigte Antworten zu liefern. Und davon ist die über Gut und Böse nur die Geringste, denn vieles geht sehr viel tiefer. Für mich persönlich war es definitiv der Aspekt der Mikroentscheidungen, die so einiges in diesem Buch beeinflußen und die einem im Nachhinein sehr viele ‚Was-Wäre-Wenn‘-Gedanken bescheren. Was wäre gewesen, wenn man Ansel als Kind die Wahrheit gesagt hätte? Was wäre gewesen, wenn Saffy nicht zu Rachel und Blue gefahren wäre? Und wie verteilen diese Entscheidungen Schuld und Verantwortung in der Geschichte neu? Durch Kukafkas geschickte Erzählweise wird das Buch zu einem richtigen Pageturner, obwohl eigentlich von Anfang recht klar ist, was geschah und wie die Geschichte endet. Aber wie sie gerade den Frauen, deren Leben von Ansel und seinen Taten beeinflußt wurden eine Stimme gibt, ist einfach grandios und lässt einen nur so durch die Seiten fliegen. Und es macht dann auch wieder wett, dass durchaus die ein oder andere Sache nicht ganz logisch geklärt wird, vor allem warum Ansel mit Töten aufhört. Das ist psychologisch etwas zu unausgegorenen nach dem Motto ‚na ja, er hat es mal mit Töten versucht, hat ihm dann doch nichts gegeben und wieder gelassen‘. Aber trotz allem ist das Buch eine 100%ige Empfehlung, durch seine hervorragende Darstellung des großen moralischen Graubereiches in dem wir Menschen uns bewegen. Denn auch die Frauen sind nicht nur gut oder handeln immer einwandfrei (vor allem Hazel, die nicht mal sonderlich sympathisch ist). Gerade für all diese einfach gestrickten selbsternannten Moralapostel auf Social Media wäre dieses Buch eine absolute Leseempfehlung, nur wird es die wohl leider nicht erreichen …

Notes on an Execution
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14. Juli
Rating:3

Hat mich leider nicht so gefesselt..

Kurze knappe und ehrliche Rezension: Ich fand den Schreibstil echt gut, die Perspektive von Ansel als DU geschrieben, hat mich direkt begeistert. Auch die Vergangenheit und die Geschichten um die Frauen - eine Mutter, eine Kommissarin und eine Schwester- haben mir gut gefallen. Es war sehr detailliert beschrieben und man konnte sich gut in die Geschichten hineinversetzen. Großer Pluspunkt: Es ging nicht immer nur um die Perspektive des Serienmörders, sondern es wurde auch ein fesselndes Bild der Weiblichkeit erschaffen. Leider hat es mich zwischendurch gar nicht mehr wirklich gefesselt und ich bin so oft abgedriftet mit meinen Gedanken, so dass ich Seiten 2 oder 3x lesen musste um wieder klarzukommen.😂 Leider hat mir teils die Zeit aber auch die Lust gefehlt um wirklich dran zu bleiben. Schade, ich hatte mir etwas mehr erhofft. Gegen Ende wurde es dann doch wieder spannend. Die Story an sich war wirklich gut, aber mich hat es leider nicht gepackt. Also ein Buch, was ich persönlich nicht wirklich weiterempfehlen würde.

Notes on an Execution
Notes on an Executionby Danya KukafkaOrion Publishing Group