23. Mai
Rating:4

Band 4 ist ebenfalls ein Page-Turner und überzeugt mit einer sympathischen Hauptfigur, die oft als glückliche Überlebende gefeiert wird. Weir gelingt es aber zu zeigen, in welch misslichen Lage Anna sich befand und wie belastend das für die junge Frau gewesen sein muss.

Im vierten Band der Reihe dreht sich alles um Anna von Kleve, Heinrichs vierter Ehefrau, die bis heute zu Unrecht als "ugly one" abgestempelt wird, dabei war es höchstwahrscheinlich Henrys gekränkter Stolz darüber, dass sie ihn verkleidet bei ihrem ersten Aufeinandertreffen nicht erkannt hat. Henry war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr der athletische, junge Mann, der als attraktiv galt, sondern übergewichtig, mit einer eiternden Wunde am Bein und ständigen Wutanfällen. Für Anna, die bald vom Schicksal seiner Vorgängerinnen erfährt, ein schmaler Grad. Gerade die Sorge was mit ihr bei einer Annullierung der Ehe passiert, fand ich greifbar. Auch sonst bietet der Roman viele spannende Momente, zeigt er doch nicht nur die Unterschiede zwischen dem deutschen und englischen Hof, sondern vor allem Annas Leben nach Heinrich nimmt viel Raum ein. Eine Spanne in ihrem Leben mit der ich mich noch gar nicht so intensiv beschäftigt habe. Etwas schade fand ich, dass Weir die Gerüchte, dass Anna bereits vor ihrer Hochzeit ein Kind geboren hat, integriert und somit die englische Propaganda von Heinrich aufgreift. Ich verstehe es zwar im Hinblick darauf, dass die Geschichte spannender wird und Annas liebe zu Otho und ihrem Sohn ein roter und für sie gefährlicher Faden ist, der sich durch das Buch zieht, etwas zwiegespalten. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, auch weil Anna konstant sympathisch ist, etwas was auch Zeitgenossen über sie berichten und weil die Außenansicht auf alles was am Hof vor sich geht ebenfalls mal was anderes war. Nur Heinrich, der in dieser Zeit als Tyrann bekannt ist, kommt mir etwas zu sympathisch weg.

Six Tudor Queens 4: Anna of Kleve, Queen of Secrets
Six Tudor Queens 4: Anna of Kleve, Queen of Secretsby Alison WeirHeadline
16. Jan.
Rating:5

I loved it, brilliant as the first three books of that series! Only two left now!!

She took a little liberty this time and gave Anna a secret lover, to spice things up a little and have more tension But the rest was, as usual for Alison Weir, very close kept to actual historical facts! Oh also this is the first book where Henry is genuinely nice 80% of the time. We also saw his death and a little of Mary's rule, so that was very cool too.

Six Tudor Queens 4: Anna of Kleve, Queen of Secrets
Six Tudor Queens 4: Anna of Kleve, Queen of Secretsby Alison WeirHeadline
7. Okt.
Rating:3

Eine solide Geschichte um Anna von Kleve, aber weniger spannend als die anderen Königinnen und Ehefrauen von Henry VIII vor ihr.

Anna hätte nie gedacht einmal Königin von England zu sein und war es dann auch nur Kurz. Der Weg zur Königin war spannend, alles danach konnte mich nicht ganz überzeugen. Aber es ist faszinierend was sie nach der annullierung ihrer Ehe aus sich gemacht hat. Alison Weir schreibt toll. Ihre Romane sind sehr gut recherchiert und ergänzt mit der richtigen Menge Fiktion. Am Ende des Buches wird noch mal genau erklärt, was echt ist und was erfunden, das liebe ich.

Six Tudor Queens 4: Anna of Kleve, Queen of Secrets
Six Tudor Queens 4: Anna of Kleve, Queen of Secretsby Alison WeirHeadline
22. Sept.
Rating:5

„Six Tudor Queens - Anna von Kleve: Queen of Secrets“ von Alison Weir ist der 4. Band über die Ehefrauen von Henry VIII und widmet sich, wie könnte es anders sein, der 4. Ehefrau von Henry VIII: Anna von Kleve. Erschienen ist der Roman bisher nur auf englisch im Mai 2019 bei Headline. Ein Portrait von ihr erobert das Herz Henry VIII. Anna von Kleve, eine deutsche Prinzessin, die behütet aufgewachsen ist. Das sie einstmals den König von England heiraten wird, war so nicht zu erwarten. Doch nach dem Tod Jane Greys und mit nur einem männlichen Erben, ist die Thronfolge nicht genug abgesichert. Henry VIII macht sich auf die Suche nach einem starken Bündnis und braucht eine Königin, deren Tugend über jeden Zweifel erhaben ist. In Anna von Kleve glaubt er sie gefunden zu haben, doch er ahnt nichts von ihrem Geheimnis. Der Vorgängerroman konnte mich gut unterhalten und nach zwei erfolglosen Versuchen ein anderes Buch anzufangen, habe ich mich dann doch wieder den vielen Ehefrauen von Henry VIII gewidmet. Alison Weir versteht es kurzweilig zu schreiben und einen so schnell in seinen Bann zu ziehen. Dabei wird es glücklicherweise nicht zu oberflächlich, so dass ich diese Romane aus der Sicht der jeweiligen Ehefrau Henry VIII gut genießen kann. Der vierte Roman beginnt mit einem pikanten Geheimnis, dass sich wie ein roter Faden, durch den Roman ziehen soll. Eindeutig nicht historisch begründet, hat mir dieser Erzählstrang dennoch sehr gut gefallen. Wir lernen die junge und noch etwas naive Anna von Kleve kennen und ihr Leben als deutsche Prinzessin. Die Gepflogenheiten an den deutschen Höfen unterscheiden sich deutlich von denen in England und sollen im Verlauf der Geschichte noch für das ein oder andere Missverständnis sorgen. Sehr gefallen hat mir diesmal, dass die Geschichte doch recht konsequent vorangetrieben wird. Im fernen Kleve hat man vom Schicksal der anderen Königinnen gehört, aber es ist eben dennoch erstaunlich weit weg, so dass man in dieser Hinsicht nicht allzu viel mitbekommt. Henry VIII und Anna von Kleve heiraten schnell und sind ebenso schnell wieder geschieden und ich war doch sehr überrascht, dass Anna von Kleves Geschichte nach der Scheidung von Henry erst so richtig los geht. So unscheinbar Anna anfangs daher kommt, so hat sie mich mit Fortschreiten der Geschichte doch immer mehr für sich eingenommen. Ich mochte ihre Sichtweise auf Henry VIII. Nach einem holprigen Start hat sich das Ganze doch noch zu einer sehr harmonischen Beziehung entwickelt. Ich mochte ihre Art, Dinge hinnehmen zu können. Politisch ambitioniert war sie nie und vielleicht hat sie Henry VIII gerade deswegen später doch noch in sein Herz geschlossen. In diesem Roman begegnen wir ihm immerhin erst mit Mitte 40. Seine glorreiche Jugendzeit ist vorbei und er ist nicht mehr der strahlende König, der er einst war. Abseits der Intrigen des Hofes kann Anna von Kleve so richtig aufblühen und so lernen wir in diesem Teil der Reihe viele Schlösser und Residenzen kennen, die der König ihr nach der Scheidung überlassen hat. Meist sind es Orte, die vom Schicksal der Menschen erzählen, die einmal hoch in der Gunst des Königs standen und dann doch gefallen sind, aber das macht diese Orte nicht minder spannend und Anna von Kleve weiß diese Orte mit neuem Leben zu füllen. Ich bin ihrem Leben wirklich äußerst gerne gefolgt und habe ihr nur das Beste gewünscht. Die Ereignisse am englischen Hofe aus sicherer Entfernung beobachten zu können und nicht unbedingt alles mitzubekommen, war herrlich heilsam. Ich glaube mit dem nächsten Roman wird das nicht so sehr gelingen, denn immerhin wird Katherine Howard mal wieder geköpft. Für mich war Anna von Kleve eine positive Abwechslung. Ich mochte sie von Anfang bis Ende und nichts hat meinen positiven Eindruck von ihr getrübt. Am Ende des Romanes klärt Alison Weir über Wahrheit und Fiktion auf, aber ein geübter Leser historischer Romane konnte das auch so gut auseinanderhalten. Mir haben die Einblicke dennoch gut gefallen. Ich liebe einfach Nachworte in historischen Romanen und ich liebe die Reading Group Questions, die es in den englischen Ausgaben dieser Reihe gibt. Diese lenken den Blick nochmal auf bestimmte Aspekte des Buches und sind eine ganz besondere Art den Roman nochmal Revue passieren zu lassen. Fazit: Der 4. Band dieser Reihe hat mir außerordentlich gut gefallen. Ich mochte Anna von Kleve und ihre Geschichte von Anfang bis Ende. Meine Leseempfehlung geht raus an alle Liebhaber historischer Romane, die auch auf englisch lesen können. Eine deutsche Übersetzung wird es leider nicht geben.

Six Tudor Queens 4: Anna of Kleve, Queen of Secrets
Six Tudor Queens 4: Anna of Kleve, Queen of Secretsby Alison WeirHeadline
17. Juli
Nachdem mich Jane Seymour überzeugen konnte, habe ich nach zwei abgebrochenen Büchern, dann mit der "Six Tudor Queens"-Reihe von Alison Weir weitergemacht und Anna von Kleve konnte mich noch mehr von sich überzeugen. Gerade mal wenige Monate mit Henry VIII verheiratet, hat diese Königin doch eine interessante Geschichte zu erzählen. Man sollte meinen mit der Scheidung verschwindet sie sang- und klanglos wieder. Doch weit gefehlt. Ihre Geschichte geht dann erst so richtig los. Mir hat das Buch von Anfang bis Ende gefallen, ich mochte Anna von Kleve einfach sehr gern und selbst die fiktiven Elemente, die eher fürs Herz waren, konnten meine Freude an diesem Buch nicht schmälern.

Lest ihr Reihen auch auf englisch weiter, wenn diese nicht weiter übersetzt werden? Bei der "Six Tudor Queens"-Reihe ist das leider der Fall. Nur die ersten beiden Bände wurden übersetzt.

Nachdem mich Jane Seymour überzeugen konnte, habe ich nach zwei abgebrochenen Büchern, dann mit der "Six Tudor Queens"-Reihe von Alison Weir weitergemacht und Anna von Kleve konnte mich noch mehr von sich überzeugen. Gerade mal wenige Monate mit Henry VIII verheiratet, hat diese Königin doch eine interessante Geschichte zu erzählen. Man sollte meinen mit der Scheidung verschwindet sie sang- und klanglos wieder. Doch weit gefehlt. Ihre Geschichte geht dann erst so richtig los. Mir hat das Buch von Anfang bis Ende gefallen, ich mochte Anna von Kleve einfach sehr gern und selbst die fiktiven Elemente, die eher fürs Herz waren, konnten meine Freude an diesem Buch nicht schmälern. Lest ihr Reihen auch auf englisch weiter, wenn diese nicht weiter übersetzt werden? Bei der "Six Tudor Queens"-Reihe ist das leider der Fall. Nur die ersten beiden Bände wurden übersetzt.

Six Tudor Queens 4: Anna of Kleve, Queen of Secrets
Six Tudor Queens 4: Anna of Kleve, Queen of Secretsby Alison WeirHeadline