Das so fragile Ökosystem der Meere gezeigt anhand einer gefühlvollen Geschichte über verschiedene Delfinspezies und anderer Meeresbewohner
Ea, eine Delfindame der Spinnerdelfine, und Google, ein von der US Marine abgerichteter Tümmler, erleben je ihre ganz eigene beängstigende und doch bekräftigende Coming-of-Age Geschichte inmitten des weiten, gefährlichen Meeres. Auch ein Napoleonfisch sowie ein einsamer Buckelwal erhalten eine Stimme, die die kleinsten wie auch die größten Bewohner des Ozeans bewegen. Ob mit Familie, ob ohne, mit fremdartigen Spezies oder gegen verwandte Gattungen, alle Lebensgeschichten wurden von Laline Paull äußerst gefühlvoll und klar, ja gar sehr menschlich zu Papier gebracht. Ähnlich wie ihr ausdrucksstarkes Erstlingswerk "Die Bienen" wird auch diese Welt der Fauna sehr detailgetreu und biologisch nahezu vollkommen korrekt dargestellt. Man fühlt mit der Protagonistin Ea zu jeder Zeit intensiv mit, leidet und weint mit ihr, fühlt sich gleichzeitig machtlos in einer patriarchalen Gesellschaftsstruktur und dennoch rebellisch und mit einem starken Gerechtigkeitssinn um für Freiheit und Gleichberechtigung zu kämpfen. Am Ende wird auch hier wieder deutlich, dass nicht gar der weiße Hai, sondern nur eine ganz bestimmte fremde, uns altbekannte Spezies die gefährlichste Bedrohung für dieses fragile und doch lebenswichtige Ökosystem ist. Das lässt nachdenklich werden. Ein absoluter Schatz, bisher noch nicht auf Deutsch erschienen. Thank you Laline for yet another gem❣️

