3.5/5
Zu oberflächlich am Thema. Ich konnte mich für das Buch leider nicht erwärmen! *** Kurzgeschichten von Flüchtlingen aus Vietnam. Auf dem Weg in ein neues Leben. Wieder einmal bei Goodreads bin ich über ein Buch gestolpert. Flüchtlinge sind ein großes Thema des Jahres 2018 und werden es vermutlich auch die nächsten Jahre bleiben. Ich war sehr gespannt auf das Buch. Aller Anfang ist schwer. Das Buch hat es mir nicht leicht gemacht. Ich bin nicht unbedingt der größte Verfechter von Kurzgeschichten, doch dieses Thema hat mein Interesse geweckt. Tatsächlich sind die Geschichten aber nicht so nah an der Flüchtlingsthematik wie ich dachte. *** Wer auf der Suche nach einem Buch über Flüchtlinge ist, sollte nicht direkt zu diesem Buch greifen. Der Autor erzählt mehr vom Leben 'nachdem man ein Flüchtling war'. Es thematisiert nicht die Flucht selbst, die Kommunisten in Vietnam, die Einreise in Amerika etc. Mehr geht es darum wie die Menschen sich Jahre später an ihrer Kultur festhalten, versuchen ihren Kindern, die das alles nicht kennen, ein Gefühl dafür zu geben, alten Erinnerungen nach zu hängen oder in Ungewissheit über die verbliebene Familie zu leben. *** Das Buch mag viele Preise gewonnen haben und thematisch wichtig sein, doch lesenswert fand ich es nicht. Bei Kurzgeschichten ist für mich die Kunst des Handwerks, den Leser in wenigen Sätzen für einen Protagonisten zu interessieren. So dass man sich wenigstens ein bisschen für dessen Geschichte interessiert. Bei diesem Buch war das bei keiner der Geschichten der Fall.
Ein Buch über ein wichtiges Thema: Flucht und was danach kommt. In einem guten Dutzend Kurzgeschichten zeigt Nguyen das Leben von verschiedenen vietnamesisch-stämmigen Personen in Little Saigon (Kalifornien) auf. Die erste Geschichte war sehr eindringlich, weil unterschwellig einige traditionelle Glaubensvorstellungen angedeutet wurden, allerdings gab es auch Geschichten, die nur lose mit Vietnam geschweige denn mit dem Titel "Die Geflüchteten" zusammenhingen (z.B. "Die Transplantation"). In dieser Hinsicht wird die Erwartungshaltung des Lesers leider nicht erfüllt. Ausserdem fand ich es schade, dass die Geschichten der verschiedenen Personen nicht wenn auch nur lose miteinander verwoben war, obwohl sie alle in Little Saigon leben. Mehr zum Buch in meiner Video-Rezension: https://youtu.be/KrkHDQy7WCA
Not a fan of short stories but it was alright. Nothing really to write home about. 2.5⭐️s for me.
Bei "Die Geflüchteten" handelt es sich um eine Sammlung von Erzählungen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die Protagonisten sind grundverschieden und alle in anderen Lebenssituationen, nur eines haben sie gemein: sie oder ihre Familien stammen aus Südvietnam und sind nach dem Fall von Saigon in die USA geflohen. Es sind keine fröhlichen, lebensbejahenden Geschichten, denn sie berichten von dem, was alle Flüchtlinge berichten können: von der Suche nach Identität, vom Balanceakt zwischen Leben und Überleben, von Schuld gegenüber den Heimgebliebenen und Versagensängsten. Vom Traum, jemand zu sein. Ein sehr zu empfehlendes Buch, das Geschichten kreiert, die einen nicht sofort loslassen.




