Highlight!
Ich freue mich so sehr darüber, dass Ferius ihre eigenen Bücher bekommen hat! Sie war mir von Anfang an etwas sympathischer als Kellen, aber das kann auch daran liegen, dass ich ihr späteres Ich ja schon kenne. Davon abgesehen gibt es ja wirklich ein paar Parallelen zwischen den beiden! Aber man braucht die Spellslinger-Reihe nicht unbedingt vorher zu lesen, dieses Prequel eignet sich auch als Einstieg. Das Worldbuilding ist wie gewohnt eher oberflächlich und die Magie wird nur grob erklärt… kein Infodump, viel Lernen durch Erfahrungen. Wer erwartet hat, dass es eine Argosi-Schule oder einen ordentlichen Lehrplan gibt, wird enttäuscht sein, denn es bleibt eher philosophisch. Die Handlung folgt wieder mal dem typischen „sie reist herum und versucht sich aus Ärger herauszuhalten, was aber nicht funktioniert“-Prinzip. Böse Magier wollen ihr was antun und ein hilfsbereiter Argosi kümmert sich um sie… wie gesagt, es gibt Parallelen zu Kellens Geschichte (aber mehr würde spoilern). Insgesamt fand ich das Buch thematisch etwas schwerer zu verdauen als Spellslinger, weil Ferius wirklich ordentlich leidet. Ihre Jugend ist sehr bedrückend beschrieben und ihr Charakter hält dieses harte Leben nicht aus, ohne Schaden zu nehmen. Also wirklich gut umgesetzt, aber wer den etwas unterhaltsamer beschriebenen Werdegang von Kellen gewohnt ist, sollte sich auf noch mehr Leid einstellen. Ein sehr gelungener Anfang, ich bin gespannt auf die anderen zwei Bände!
