12. März
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Rating:4

Mein erstes Buch von diesem Autor und ich war wirklich gespannt, was mich erwartet. Die Prämisse klang für mich direkt richtig originell: Poe Webb moderiert einen True-Crime-Podcast, in dem Menschen anonym Verbrechen gestehen können. Eine ziemlich düstere, aber auch unglaublich spannende Ausgangsidee, die mich sofort neugierig gemacht hat. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, weil sich das Buch super flüssig lesen lässt. Besonders die Podcast-Interviews zwischen Poe und dem mysteriösen Mann haben mir richtig gut gefallen. Diese Gespräche hatten eine tolle Atmosphäre und haben eine spürbare Spannung aufgebaut. Man fragt sich die ganze Zeit: Wer ist dieser Mann wirklich? Und stimmt seine Geschichte? Gleichzeitig merkt man schnell, dass Poe selbst etwas zu verbergen hat. Durch die Rückblenden in ihre Vergangenheit setzt sich nach und nach ein Bild zusammen, das mich immer tiefer in die Geschichte gezogen hat. Ich habe richtig mit ihr mitgefiebert und wollte unbedingt herausfinden, was damals wirklich passiert ist. Ein kleines Extra im Buch sind QR-Codes, über die man Videos zu bestimmten Szenen anschauen kann. Die Idee finde ich grundsätzlich spannend, persönlich hätte ich sie aber nicht unbedingt gebraucht, weil sie für mich nicht ganz so authentisch gewirkt haben. Auf die Story selbst hat das für mich aber keinen Einfluss gehabt. Das Ende war für mich plausibel und logisch aufgebaut, hat mich emotional aber nicht ganz abholen können. Es ging mir etwas zu schnell und ich hätte mir tatsächlich einen anderen Ausgang gewünscht. Trotzdem bleibt die Geschichte bis zum Schluss spannend und insgesamt hat mich der Thriller wirklich gut unterhalten.

Tell Me What You Did
Tell Me What You Didby Carter WilsonSourcebooks
14. Jan.
Rating:3

Ich verstehe den Hype um das Buch nicht so recht. Die Charaktere blieben mir fremd, mitgefiebert oder mitgefühlt habe ich an keiner Stelle. Das Buch ergoss sich in endlosen Wiederholungen des Geschehenen in der Vergangenheit und zahlreichen, Irgendwann sinnlosen Beleidigungen des Antagonisten. You fucking fuck! Ich konnte die Handlungen der Hauptfigur nicht nur wenig nachvollziehen, ich fand sie teilweise auch unschlüssig und dumm. Genau so erging es mir mit dem Gegenspieler. Zwar wurden die Beweggründe ausreichend erlautert und waren auch rational nachvollziehbar aber auf gefühlter Ebene kam nichts rüber. Die letzten Seiten habe ich nur noch quer gelesen, weil ich ja doch wissen wollte ob da noch was kommt. Es kam ein langweiliges, vorhersehbares Ende. Kein Twist. Nichts überraschendes. Solide, sicher, aber nachdem das ganze Buch lang ein riesiges Spektakel um Identitäten gemacht wurde war es dann sehr nichtssagend, öde, enttäuschend.

Tell Me What You Did
Tell Me What You Didby Carter WilsonSourcebooks