Tuesday kann es nicht glauben: Nach einem Blogeintrag über ihren Lieblingssänger Jackson Griffith erhält sie eine Nachricht von ihm. Zunächst hält sie es für einen Scherz ihrer Freunde. Doch ein spontanes Selfie des Sängers überzeugt sie: Er ist es wirklich. Und er möchte sie kennen lernen. Sie, das langweilige, etwas pummelige Kleinstadtmädchen mit ihrer speziellen Vorliebe für Secondhand-Klamotten. Dieses Buch ist so belanglos und vorhersehbar, dass man es nicht mal mehr als Fiebertraum bezeichnen kann. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich dieses Buch hasse. Das fängt bei der Protagonistin an, zieht sich über 200 Seiten Gesäusel und gipfelt in einem schlechten Liebeslied. Die Protagonistin ist "das langweilige, etwas pummelige Kleinstadtmädchen mit ihrer speziellen Vorliebe für Secondhand-Klamotten", wie es im Klappentext steht und schon da hätten bei mir alle Alarmglocken schrillen sollen. Aber ich halt dachte, sie sei unsicher und hätte bloß kein großes Selbstbewusstsein. Denkste. Das ganze Buch ist eine riesengroße Pick-Me-Scheiße. Ständig wird erwähnt, dass Tuesday "anders ist als die anderen Mädchen". Natürlich spielt ihr Name eine große Rolle und das hätte ich ja noch ganz lustig gefunden, wäre nicht die Figur, die ihn trägt, so interessant wie Toastbrot. Ungetoastetes. Ihre "Andersartigkeit" besteht aus Musik aus dem letzten Jahrhundert, Klamotten aus Secondhand-Läden und... Ach ja, sie färbt sich aus Prinzip alle zwei Wochen die Haare in einer neuen Farbe. Weil sie zu feige ist für Tattoos und Piercings. Aber da hört es auch schon auf. Und all diese Aspekte wären toll und sonstwas, aber Tuesday verurteilt teilweise Menschen, die es anders machen als sie. Popmusik? Pah. Neue Klamotten? Wie kannst du bloß?! Ich habe nach etwa fünfzig Seiten angefangen, sie zu hassen und fünfzig Seiten weiter aufgegeben, nach Sympathiepunkten zu suchen. Das war ungefähr zu dem Zeitpunkt, wo sie sich mit ihrer besten Freundin streitet (die ich auch nicht leiden konnte) und dann sagt, dass sie stolz gewesen sei, eine untypische Mädchenfreundschaft zu pflegen. Da hätte ich ihr am liebsten eine geklatscht. Als sie dann auch noch unfassbar naives Verhalten an den Tag legte, war ich wirklich kurz davor, den E-Reader an die Wand zu schmettern. Denn Tuesday scheint weder gesunden Menschenverstand noch ein moralisches Gewissen zu haben. Die Entscheidung sich mitten in der Prüfungsphase mit jemandem zu treffen anstatt zu lernen kann man ja noch als rebellisch betiteln, aber wenn es sich um einen praktisch Fremden handelt, grenzt diese Entscheidung an Dämlichkeit. Auch, dass sie es überhaupt nicht merkwürdig findet, wenn jemand wie tot am Boden liegt, ist mehr als fragwürdig. Und die Moral... Na ja, jeder macht mal Fehler, klar. Aber dass die Protagonistin mit einem Rockstar anbandelt, ohne sich von ihrem Freund zu trennen (auch wenn er wirklich ein Arschloch ist und sie ihn nicht mehr liebt-bla bla bla) hat sie einfach nur unsympathisch gemacht, weil sie sich im "klärenden Gespräch" zum Ende des Buches auch nicht dafür entschuldigt oder auch nur schämt. Und dass sie sich ihres Vergehens die ganze Zeit über bewusst ist, macht es auch nicht besser, liebe Autorin! Generell hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass Tuesday wie ein Fähnchen im Wind ist. Sie hat eine eigene Meinung, sagt diese aber nicht und macht still und heimlich, was sie will, anstatt einfach offen mit den anderen zu reden. Das gilt für ihren Freund und genau so sehr für ihre beste Freundin. Die behandelt Tuesday nämlich teilweise wie ein Stück Scheiße, ohne dass jemand das mal anspricht. Als die beiden sich am Ende vertragen haben und Tuesday nichts zu ihrem Verhalten sagt, war ich einfach nur fassungslos. Auch den Love-interest fand ich kacke. Er ist einfach nur lau. Das einzig interessante an ihm scheinen seine blauen Augen und seine blonden Haare zu sein, was auf mich schon ziemlich einzigartig wirkt. Dass er ein Rockstar ist, spielt natürlich überhaupt keine Rolle. Man erfährt wirklich nichts über ihn. Die Autorin macht sich nicht mal die Mühe, die Inhalte der Gespräche zwischen ihm und der Protagonistin wirklich wiederzugeben, weil... Keine Ahnung, verstehe ich auch nicht. Er scheint allerdings nach irgendwas süchtig zu sein, weil er am Ende einen Entzug machen muss. Na ja. Blöd. Der Gipfel ist allerdings, dass er nicht mal gut aussieht. Zumindest nicht in meinen Augen. Denn er wird zwar als "griechischer Gott" beschrieben, aber auch als schlaksig. Und vielleicht, liegt es an mir, aber "schlaksig" ist in meinen Augen nichts, was man nutzt, um einen attraktiven Menschen zu beschreiben. Weil er nicht bildhübsch ist und ebenfalls eine Persönlichkeit hat, die an Toastbrot erinnert, passen die beiden natürlich perfekt zusammen. Nur dass es die Autorin auf gut 200 Seiten leider nicht schafft, sowas wie Chemie zwischen ihnen entstehen zu lassen, was der ihr dann wahrscheinlich auch aufgefallen ist, denn sie kommen nicht zusammen. Den Todesstoß gibt dem ganzen dann der Schreibstil, der einfach... Toastbrot. Das ganze Buch ist Toastbrot. Ich frage mich ehrlich gesagt, weshalb ich nicht nach Seite sieben aufgehört habe, zu lesen. Jetzt jedenfalls kann ich von mir sagen, dass ich das wohl schlechteste Buch der letzten drei Monate für mich persönlich gefunden habe.
Ich bin ganz ehrlich, ich schwanke die ganze Zeit, ob ich dem Buch 3,5 ⭐️oder 4⭐️ geben soll.
Ich mag das Buch, es hat Charme allein nur wegen der Blockeinträge der Hauptfigur. Aber es hat so viel Potenzial, das nicht ganz ausgeschöpft wurde, vor allem am Ende. Meiner Meinung hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht, wohl es sehr realistisch ist. Trotzdem ist es ein Buch, das ich für zwischendurch empfehle ☺️
Die Idee und der Klappentext der Geschichte haben mich wirklich fasziniert, wodurch ich mich wirklich sehr auf das Buch gefreut habe. Leider hielt diese Freude nicht mehr lang, sobald ich begonnen habe zu lesen. Als erstes ist mir ins Auge gesprungen, dass die Geschichte, für mich zumindest, sehr oberflächlich war und nicht wirklich in die Tiefe gegangen ist. Außerdem fand ich die ganze Story sehr sehr unrealistisch, aber das konnte man sich ja schon irgendwie vom Klappentext her denken, da kaum ein großer Künstler auf eine Bloggerin aufmerksam wird, deren Blog gerade mal 4 oder 5 Leute lesen, das war aber der Punkt, der mich am wenigsten gestört hat. Der Punkt, der mich fast am meisten gestört hat, war, dass Chew's Freunde, bis auf Anna, sehr toxisch waren, was für mich einfach eine riesengroße Red-Flag ist. Tuesday fand ich als Protagonistin nicht schlecht, aber ich kann mich jetzt, wo ich das Buch beendet habe, nicht mehr wirklich an ihre Persönlichkeit erinnern, außer dass ich sie großteils recht naiv fand. Ich muss aber sagen, ich fand die Geschichte nicht grottenschlecht, das auf keinen Fall, aber ich denke, dass ich mit meinen 18 Jahren einfach schon zu "alt" für das Buch bin und es mir besser gefallen hätte, wenn ich es mit 13, 14 Jahren gelesen hätte. Fazit: An sich ist die Idee, die hinter dem Buch steckt wirklich gut, aber ich denke, dass es andere Wege gegeben hätte, sie umzusetzen. Für zwischendurch kann ich das Buch vor allem jüngeren Lesern und Leserinnen empfehlen, da es doch ganz witzig und unterhaltsam war, trotz diverser Punkte, die mich persönlich einfach gestört haben.
Tuesday liebt Musik und sie möchte Schriftstellerin werden – deshalb schreibt sie einen Musikblog. Dieser wird allerdings nur von ihrer Mutter, ihrem Freund, ihrer besten Freundin und deren festen Freundin gelesen. Nachdem sie einen Post über ihren Lieblingssänger Jackson Griffith verfasst hat, kommt noch ein weiterer Leser dazu: Jackson Griffith höchstpersönlich! Zuerst hält Tuesday das für einen Scherz, aber ein Beweisfoto überzeugt sie vom Gegenteil, dass sie mit dem echten Jackson schreibt. Und dieser möchte sie unbedingt kennenlernen. Sie schreiben sich Mails, Tuesday fährt zu ihm nach London und letztlich auf ein Festival, zu dem er sie eingeladen hat. Ich fand das Buch… nichtssagend. Ich habe es gestern Abend beendet und mir ist schon jetzt nichts besonders in Erinnerung geblieben, sei es der Plot, oder die Charaktere… Tuesday ist nicht „wie die anderen Mädchen“, sie ist etwas zu dick und sie trägt ausschließlich Klamotten aus dem Secondhandladen, die sie in wilden Kombinationen trägt, z.B. auch ein uraltes Nachthemd als Kleid. Generell wird Tuesday eigentlich nur dadurch charakterisiert, dass sie nicht so hübsch ist, seltsame Klamotten trägt und zu dick ist. Es muss natürlich nicht jede Protagonistin gertenschlank und bildschön sein, aber das ist zu wenig, vor allem, weil es sich ja alles auf ihre Äußerlichkeiten und nicht auf ihre Persönlichkeit bezieht. Ansonsten ist sie ein bisschen zu naiv, aber das ist nur meine Interpretation daraus, wie sie Dinge angeht und dass sie sich den furchtbaren Umgang ihrer besten Freundin und ihres Freundes mit sich gefallen lässt. Die meiste Persönlichkeit zeigt sich noch in ihren Blogposts. Jackson war ein gefeierter Rockstar, dann hatte er vor einigen Jahren einen Absturz auf einem Festival und lebt seitdem zurückgezogen, plant nun aber sein Comeback. Eine richtige Persönlichkeit hat er auch nicht, ich habe in dem Buch keinen Grund gefunden, weshalb Tuesday ihn mag, außer vielleicht dass er ihr Lieblingssänger ist, aber eigentlich ist das auch nicht mal so richtig der Grund. Die Geschichte plätschert so vor sich hin, es passiert nicht wirklich was. Keine richtige Spannung, kein Knistern zwischen den Charakteren… An sich finde ich die Idee ganz nett, aber die Umsetzung erstaunlich nichtssagend. Dies wird leider eines dieser Bücher sein, bei dem ich mich irgendwann nicht mehr erinnern werde, dass ich es überhaupt gelesen habe und das, obwohl ich gerade das Ende eigentlich ganz gerne mochte, weil es nicht unbedingt das Ende ist, was man in solch einem Buch erwartet. Naja.
Sommerfeeling für Zwischendurch Mir fällt die Rezension zu diesem Buch echt schwer. Die Geschichte hatte einige Punkte, die mir nicht gut gefallen haben, aber deswegen fand ich es auch nicht schlecht. Und jetzt muss ich die passenden Worte finden, um diesen Eindruck spezifischer widerzuspiegeln. Also erst Mal, was hat mir richtig gut gefallen? Die Autorin Eleanor Wood schreibt außergewöhnlich. Ihre Sätze und Gedanken erfolgen übergangslos, mit wenigen Absätzen und einem Flow. Es kann schwieriger werden hineinzukommen, wenn man das Buch mal kurz zur Seite legt und unterbricht, da vieles zusammenhängt. Aber einmal drin, rauscht man als Leser durch die Zeilen. Im Buch wechselt sie dabei zwischen dem aktuellen Geschehen und Tuesdays Blogbeiträgen. Die Blogartikel legen insbesondere einen großen Fokus auf Klassiker der Musik- und Buchbranche. Diese empfand ich jederzeit als angenehm zu lesen, da sie das Buch auflockern, kreativ und informativ waren. So schreibt Tuesday z. B. einmal darüber, was Buchklassikercharaktere (wie Hamlet oder die Zwillinge aus Stolz & Vorurteil) heute wohl gerne für Musik gehört hätten. Dass sie mich, als Buch- und Musikliebhaber damit völlig begeistert, ist wahrscheinlich selbsterklärend. In den Artikeln spiegelt sich auch bereits ganz viel von Tuesdays Persönlichkeit wider. Mit viel Witz, Gedankensprüngen und Faktenwissen ist die Protagonistin dieses Buches ausgestattet. Ich empfand sie als sehr einmalig mit ihrer Vorliebe für Secondhand Klamotten, ihren humorvollen Beiträgen und ihren Haarfarbeänderungen alle zwei Wochen. Dieser Charakter schreit praktisch »Kunst«. Zudem ist sie ein absolut süßer Mensch mit viel Empathie und Verständnis anderen gegenüber. Wodurch sie oft als erstes den Fehler bei sich sucht. Bis zu einem gewissen Grad empfand ich das als vorbildlich und reflektiert. Sie balancierte oft aber auch am schmalen Grad vorbei, sodass sie sich selbst nicht mehr konstruktiv kritisierte, sondern eher fertig gemacht und ihren Wert runtergespielt hat. Diese Denkweise wünsche ich weder ihr, noch Lesern, die vom Lesen ihres Verhaltens dazu angeregt werden. Wir gleiten also gerade langsam rüber zu meiner Buchkritik. Alle Charaktere hatten ihre Besonderheiten und liebenswürdigen Eigenschaften, aber ihre Kehrseite war oft oho! Anna und Nishi sind ihre besten Freundinnen und laut Tuesday das absolute Traumpaar. Nishi und Tuesday sind Kindheitsfreunde und verstehen sich auch ohne Worte. Ihre Freundschaft ist tief verwurzelt und so eine Verbundenheit erstrebenswert. Doch kann Nishi schnell bestimmend werden, zeigt an vielen angebrachten Stellen keine Empathie und fängt an dich zu Ignorieren bei dem kleinsten Disput. Anna wiederum empfand ich durchweg als sehr süß und ohne stark im Fokus zu stehen, zeigt sie doch die stärkste Charakterentwicklung. Meinen größten inneren Kampf hatte ich jedoch mit dem Pärchen Seymour und Tuesday. Er ist der absolute Schulschwarm und Mitglied einer Band. Durch Tuesdays Begeisterung hat er sich zu ihr hingezogen gefühlt und bald wurde auch mehr daraus. Als Partnerin des absoluten Mädchenschwarms hört sie häufig »Keine Ahnung, wie du bei dem landen konntest!« - und genau so behandelt er sie auch. Von oben herab. Ohne spürbare Liebe und Wertschätzung. Und das Schlimme dabei? Tuesday hat Verständnis dafür. Als relativ zu Beginn der Geschichte die verdiente Wertschätzung eines bekannten Rockstars kam, war ich Feuer und Flamme. Mit süßen und vielen Kommentaren zu ihren Beiträgen, verdeutlicht er ihr seinen Eindruck von ihr: Das sie was Besonderes ist, gut schreibt und gewitzt ist. Mir gefiel die Storyidee so gut. Das ist, wie als würde uns Buchbloggern ein toller und gutaussehender Autor schreiben. Oder als würde dir dein Lieblingsstar auf Instagram schreiben, wegen deinem tollen Content. Das ist ein Stückt weit aus dem Leben gegriffen und lädt dadurch auch ein wenig zu Alltagsträumereien ein. Dabei bewegt sich Tuesday auf einem schmalen Grad Mehrgleisig zu fahren, was ich persönlich sehr bedenklich finde. Fazit: Ich hatte einige Kritikpunkte, aber fand die Leseerfahrung deswegen bei weitem nicht schlecht. Schreibstil, Protagonistin und Plot hatten mich mit einer Mischung aus Außergewöhnlichem und Alltäglichen in der Tasche. Mit anderen Charakteren hatte ich wiederum Schwierigkeiten. Ich sehe ihre liebenswerten Seiten, im realen Leben wäre ich aber eher nicht mit ihnen befreundet. Hinzu kommt, dass ich einige moralische Bedenken hatte, auf die ich in Büchern doch Wert lege.




