Sapphic Young Royals?!
Nein, denn nur das Setting (elitäres Internat) und der Trope (Royal x Commoner… oder so) sind gleich. Danach merkt man davon wenig. Danni, amerikanisches Klaviertalent, kommt als Stipendiatin an ein Eliteinternat in einem kleinen europäischen Land. Irgendwo zwischen Frankreich und Belgien. Trotzdem merkt man davon nichts. Es hätte genauso auch in England spielen können, denn zum Frühstück gibt es Baked Beans und Ei und Speck und wenn von Geld geredet wird, geht es um Pfund und nicht um Euro. Das wird dann so wegerklärt, dass „Henland“ (ja, wirklich 🙄), wie Irland, mal Teil des britischen Empires war. Auf mich wirkte es eher wie: keinen Bock auf Recherche. Und britische Kultur kennt man ja zur Genüge aus Film und Fernsehen… (Als ob die europäischen Kontinentalmächte das akzeptiert hätten, haha. Klar, es ist fiktiv, aber binde es doch bitte so gut wie möglich in die Realität ein?!) Hier fehlte es für mich also sehr am Worldbuilding. Es wirkte wie ein Spiel, in dem man bisher nur den Teil der Karte freigeschaltet hat, auf dem das Internat ist und der Rest ist Nebel… Die Protagonistinnen sind an sich aber beide sehr sympathisch. Danni etwas mehr als Rose. Gleichzeitig fand ich Rose wegen ihrer inneren Konflikte spannender als Danni. Auch den Konflikt zu Molly und der unterschiedliche Umgang mit Trauma und Trauer fand ich toll gemacht. Die Liebe zwischen Danni und Rose… das wirkte alles etwas überstürzt und hastig. Drei Monate zusammen und schon wird deswegen… naja, Spoiler, aber etwas anders strukturiert hätte es für mich glaubhafter sein können. So war es letztlich für mich trotzdem ein netter Unterhaltungsroman für Zwischendurch, aber mehr nicht. ❤️🩹








