Dieser Band war richtig stark ! Writing technisch on Point. Sehr emotional, man hat Einblicke in Yuichis Vergangenheit bekommen. Die Beziehung zwischen Aiko und Pun Pun finde ich mit am besten. In diesem Band ging es sehr viel um Yuichi. Pun Pun erlebt weitere Tiefschläge und wird zunehmend depressiver. Der Band hat einen Time Skip von 2 Jahren. Am Ende gibt es einen weiteren 2 Jahres Skip. Das ist eine Reihe die sehr besonders ist. Und mir viel besser gefällt als ich dachte. Der Cliffhanger war auch fies.

Ein Weckruf über die Realitäten des Lebens …
In Volume 2 gibt es zwei große Storylines, wobei sich die erste auf Punpun und seine große Liebe Aiko konzentriert. Punpun vermutet, dass Aiko begonnen hat, mit seinem Freund Yaguchi auszugehen. Yaguchi und Punpun sind beide im Badmintonclub und stehen kurz vor einem Spiel, das Yaguchi in das Präfekturturnier bringen würde. Yaguchi erklärt, wenn er das Spiel gewinnt, wird er Aiko für sich nehmen, aber wenn er verliert, kann Punpun sie haben. Diese Geschichte schien ein typisches Schuldrama zu sein. Es ist eine klassische Geschichte von zwei Jungs, die um ein Mädchen kämpfen aber für Punpun war Aiko alles. Ich will an der Stelle nicht das Ergebnis spoilern. Die andere große Storyline dreht sich um Punpuns Onkel Yuichi. Yuichi steht an einem Scheideweg in seiner Beziehung zu seiner Freundin, die ihm das Thema Heirat aufdrängen will, aber Yuichi entdeckt Midori, ein 25-jähriges Mädchen, das davon träumt, ein Café zu besitzen. Midori wird zum Katalysator, der uns einen sehr dunklen und morbiden Einblick in Yuichis Vergangenheit gibt und uns zeigt, warum er beschlossen hat, nicht mehr Töpferei zu unterrichten. Tatsächlich verwandelte sich die Situation von etwas Anstößigem in etwas geradezu Schockierendes. Man empfindet auch ein gewisses Mitgefühl für Yuichi, aber gleichzeitig sieht man auch, wie erbärmlich er ist. Es ist ein komisches Gefühl, das zu beschreiben, weil man nicht das Gefühl hat, er wäre erbärmlich wegen der Dinge, die er durchmachen musste, sondern man hat das Gefühl, sein Leben ist in einem erbärmlichen Zustand gelandet … falls das Sinn ergibt. Es war aber sehr gut mehr über Yuichi zu erfahren. Insgesamt haben mir die beiden Storylines darin sehr gefallen, weil sie einen daran erinnern, dass das Leben nun mal nicht voller Regenbögen und Gummibärchen ist. Wir neigen dazu, uns durchs Leben an den Händen zu halten und so zu tun, als würden wir in dieser Plastikgesellschaft glücklich sein, doch „Goodnight Punpun“ ist ein Weckruf über die Realitäten des Lebens und wie düster die Dinge tatsächlich sein können.

