
Ich bin absolut kein Actionfilme-Fan (ist mir meistens zu viel Peng Peng und Explosion 😅), aber „The Mailman“ zu lesen hat mich doch sehr an einen guten Actionfilm erinnert und wunderbar unterhalten. Ich habe zwar was ganz anderes erwartet, das war in dem Fall aber nicht weiter schlimm. Mercury Carter ist Kurier und stellt alle seine Pakete zuverlässig zu. Immer. Auch wenn seine Empfängerin gerade als Geisel genommen wird, lässt er sich von nichts aufhalten. Ich hatte eigentlich gedacht, dass wir hier eine Art Locked-Room-Thriller bekommen würden. Der „Mailman“ klingelt an der Tür, findet ein merkwürdiges Geiseldrama vor, dringt ins Haus ein und versucht alle zu retten. Wir bekommen aber das genaue Gegenteil! Die Geisel wird entführt und es startet eine rasante Verfolgungsjagd. Der Spannungsbogen bleibt dadurch konstant auf einem Level, denn ständig passiert etwas neues. Auch aus unserem Protagonisten Mercury werden wir nicht schlau, er ist ein cooler Superheld und nur durch Häppchen aus seiner Vergangenheit wird nach und nach aufgerollt, was ihn antreibt, was und wer er eigentlich ist. Dieses Geheimnis und das mysteriöse Päckchen, das er zuzustellen versuchen, waren sogar noch verlockender als die eigentliche Verfolgungsjagd. Vieles war unrealistisch. Mercury verfolgt die Verbrecher nicht alleine, und dass das alles so reibungslos und stets zufällig glücklich für ihn verläuft, war natürlich völlig realitätsfern. Das hat mich aber überhaupt nicht gestört. Die ganze Handlung war so überzeugen, dass es einfach gepasst hat. Durch den lebhaften Schreibstil hatte ich ständig Bilder im Kopf und der Protagonist hatte richtig Charakter. Dafür hatten die Nebenfiguren nicht sonderlich viel Tiefe und ab und zu bin ich über Dialoge gestolpert, die ich so nicht ganz gecheckt habe. Insgesamt ist „The Mailman“ richtig gute Unterhaltung, wenn ihr nach actionreichem Kopfkino sucht. 4 ⭐️





























