21. Mai
Rating:3.5

Ein erschreckend aktueller Klassiker über Macht, Kontrolle und die Zerbrechlichkeit von Freiheit.

Der Report der Magd von Margaret Atwood ist ein Roman, der heute vielleicht erschreckender wirkt als zum Zeitpunkt seines Erscheinens in den 1980er Jahren. Denn vieles, was Atwood beschreibt, fühlt sich nicht mehr wie reine Dystopie an, sondern wie eine extreme Zuspitzung realer gesellschaftlicher Entwicklungen: der politische Rechtsruck, die Kontrolle über weibliche Körper, sinkende Geburtenraten, antifeministische Bewegungen, religiöser Fundamentalismus und die zunehmende Einschränkung von Rechten – besonders von Frauen, queeren Menschen und behinderten Menschen. Gerade deshalb bleibt dieses Buch bis heute relevant und unbequem. Die Grundidee des Romans ist enorm stark. In der Republik Gilead werden Frauen systematisch entrechtet und auf Funktionen reduziert. Fruchtbare Frauen werden zu „Mägden“ gemacht und den herrschenden Familien zugeteilt, damit sie Kinder gebären. Die Gesellschaft basiert auf patriarchaler Kontrolle, religiöser Ideologie und Gewalt. Besonders bedrückend ist dabei, dass Atwood nichts völlig Unrealistisches erfindet. Fast alle Mechanismen, die Gilead nutzt, existierten oder existieren bereits in irgendeiner Form in realen Gesellschaften. Genau das macht den Roman so verstörend. Sehr interessant ist dabei auch, wie der Machtwechsel beschrieben wird. Die Erzählerin erinnert sich an die Zeit davor: an ein normales Leben mit Arbeit, Familie, eigenem Konto, Freiheit und Selbstbestimmung. Und dann schildert sie Schritt für Schritt, wie diese Rechte verschwinden. Nicht plötzlich, sondern schleichend. Genau darin liegt eine der größten Stärken des Buches: Es zeigt, wie schnell Demokratien kippen können, wenn Angst, Krisen und Extremismus zusammentreffen. Besonders heute wirkt das erschreckend aktuell. Gleichzeitig macht der Roman deutlich, dass patriarchale Systeme nicht ausschließlich von Männern getragen werden. Gerade das ist einer der wichtigsten Aspekte des Buches. Die Macht in Gilead funktioniert auch deshalb, weil Frauen in unterschiedlichen Rollen das System mittragen und stabilisieren: Ehefrauen, Tanten, Marthas und selbst manche Mägde beteiligen sich daran, andere Frauen zu kontrollieren oder zu verurteilen. Diese Dynamik ist auch auf die reale Gesellschaft übertragbar. Patriarchale Strukturen bleiben nicht allein deshalb bestehen, weil Männer Macht besitzen, sondern auch, weil gesellschaftliche Rollenbilder, Privilegien und Machtmechanismen von vielen Menschen – bewusst oder unbewusst – weitergetragen werden. Besonders interessant ist dabei die Figur der „Tanten“. Sie zeigen, wie autoritäre Systeme funktionieren: Unterdrückung wird oft effektiver, wenn sie innerhalb der betroffenen Gruppen organisiert wird. Das spricht der Roman an, und gerade die historischen Anmerkungen am Ende verdeutlichen das noch einmal explizit. Dort wird sogar erklärt, dass Gilead Frauen bewusst zur Kontrolle anderer Frauen einsetzte, weil dies billiger und effizienter war. Dieser Aspekt macht den Roman politisch viel komplexer, als er auf den ersten Blick erscheint. Dabei lässt sich die Kritik noch weiterdenken. Feminismus wird in vielen gesellschaftlichen Kontexten bis heute vor allem aus der Perspektive privilegierter Frauen geführt. Frauen mit Behinderungen, arme Frauen oder nicht-weiße Frauen werden oft übersehen oder nicht ausreichend mitgedacht. Gerade deshalb wirkt die Welt von Gilead auch wie eine Warnung davor, Gleichberechtigung nur für bestimmte Gruppen einzufordern. Der Roman zeigt letztlich, wie gefährlich Hierarchien innerhalb unterdrückter Gruppen sein können. Trotz der inhaltlichen Stärke hatte ich allerdings große Schwierigkeiten mit dem Schreibstil des Romans. Ich verstehe vollkommen, warum Atwood so schreibt: Die Geschichte basiert auf Erinnerungen und Tonbandaufnahmen einer traumatisierten Frau. Die fragmentierte Sprache, die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die oft verschwommene Wahrnehmung – all das passt zur psychischen Verfassung der Erzählerin. Dennoch machte genau das das Lesen für mich teilweise sehr anstrengend. Die vielen Rückblenden störten mich dabei weniger. Im Gegenteil: Die Szenen aus der Vergangenheit gehören für mich zu den interessantesten Teilen des Buches. Dort wird sichtbar, was verloren gegangen ist. Viel schwieriger fand ich die eigentliche Erzählweise von Offred selbst. Ihre Gedanken wirken oft distanziert, passiv oder wie betäubt. Natürlich ergibt das innerhalb des Systems Sinn: Sie lebt unter permanenter Angst, Überwachung und Traumatisierung. Trotzdem fiel es mir schwer, eine wirkliche emotionale Verbindung zu ihr aufzubauen. Gerade gegen Ende hatte ich oft das Gefühl, sie gerne „schütteln“ zu wollen, weil sie immer wieder in Passivität zurückfällt oder scheinbar nichts aus ihren Erfahrungen lernt. Immer wenn man denkt, sie entwickelt Widerstand oder Klarheit, zieht sie sich wieder zurück. Das macht sie zwar vielleicht realistischer, aber nicht unbedingt leichter zugänglich. Offred wirkt weniger wie eine klar ausgearbeitete Einzelperson als vielmehr wie ein Symbol für viele Frauen innerhalb dieses Systems. Genau das scheint vermutlich beabsichtigt zu sein – trotzdem blieb sie für mich emotional oft schwer greifbar. Ähnlich ging es mir mit der Welt selbst. Einerseits ist Gilead unglaublich faszinierend, andererseits erfährt man nur sehr wenig darüber. Man sieht fast ausschließlich den kleinen Ausschnitt aus Offreds Alltag. Dadurch bleibt vieles undeutlich: Wie genau funktioniert die Gesellschaft? Wie sieht der Rest der Welt aus? Existiert Gilead nur auf dem Gebiet der ehemaligen USA? Wie leben Menschen außerhalb des Systems? Diese offenen Fragen erzeugen zwar eine beklemmende Atmosphäre, hinterließen bei mir aber auch Frustration, weil ich gerne mehr über diese Welt erfahren hätte. Besonders spannend fand ich deshalb den letzten Teil des Buches, die „Historischen Anmerkungen“. Dieser Abschnitt verändert den gesamten Roman noch einmal. Plötzlich befindet man sich rund 150 bis 200 Jahre nach dem Fall Gileads auf einem akademischen Symposium. Historiker analysieren Offreds Tonbandaufnahmen wie historische Dokumente. Dieser Perspektivwechsel ist brillant, weil er zeigt, wie Geschichte später wissenschaftlich aufgearbeitet wird – ähnlich wie wir heute auf totalitäre Systeme der Vergangenheit blicken. Gleichzeitig ist dieser Teil unglaublich bitter. Denn selbst Jahrhunderte später wird Offreds Geschichte teilweise distanziert, fast zynisch behandelt. Der Professor analysiert Strukturen, Machtpolitik und historische Details, während das menschliche Leid beinahe in den Hintergrund rückt. Besonders unangenehm ist seine herablassende Art gegenüber Frauen. Damit zeigt Atwood, dass patriarchale Denkweisen selbst nach dem Ende eines Systems weiterexistieren können. Insgesamt ist Der Report der Magd für mich ein inhaltlich extrem starkes und gesellschaftlich wichtiges Buch, mit dem ich emotional und stilistisch dennoch Probleme hatte. Die politische Aussage, die Darstellung patriarchaler Machtstrukturen und die erschreckende Aktualität machen den Roman beeindruckend. Gleichzeitig blieb mir die Hauptfigur oft zu passiv und die Welt zu undeutlich. Trotzdem ist es ein Buch, das gerade heute wieder wichtig ist, weil es zeigt, wie zerbrechlich Freiheit und Gleichberechtigung sein können – und wie schnell Gesellschaften bereit sind, Menschenrechte aufzugeben, wenn Angst und Machtinteressen dominieren.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
21. Mai
Die beklemmendste Dystopie, die ich seit Langem gelesen habe!
Rating:4.5

Die beklemmendste Dystopie, die ich seit Langem gelesen habe!

Ich war auf Anhieb überrascht davon, wie modern sich dieser Roman liest (zumindest deutlich moderner, als ich es von vielen anderen Büchern aus den 80er Jahren kenne). Der Report der Magd wirkt dadurch erstaunlich zeitlos. Sie schreibt hier weder blumig noch ausschweifend oder künstlich literarisch. Gerade diese Schlichtheit machte das Buch für mich so angenehm (abgesehen von der Thematik) zu lesen und ließ mich regelrecht durch die Seiten fliegen. Viele Szenen wirken fast kühl erzählt, obwohl das, was passiert, eigentlich unfassbar grausam ist. Die Geschichte spielt in der Republik Gilead, einer totalitären Zukunftsgesellschaft, in der Frauen ihre Rechte verloren haben und ihre Körper staatlich kontrolliert werden. Frauen haben hier keinen Besitz, sie dürfen nicht lesen, nicht schreiben, nicht arbeiten, nicht selbst über ihr Leben bestimmen. Ihr Wert wird nur noch darüber definiert, ob sie Kinder bekommen können oder nicht. Die Protagonistin erzählt uns ihren „Report“. Und genauso fühlt sich das Buch auch an: wie ein Bericht. Wie das leise Protokoll eines Menschen, der versucht, in einer unmenschlichen Welt irgendwie weiterzuexistieren. Wir erleben alles aus ihrer Perspektive. Ihre Gedanken, ihre Erinnerungen, ihre Angst und ihre stille Verzweiflung. Und das war alles andere als leicht auszuhalten. Was sie erzählt, geht wirklich unter die Haut. Dabei erzählt sie erstaunlich nüchtern. Ohne große emotionale Ausbrüche. Ohne dramatische Inszenierung. Ich kann verstehen, warum manche Leser*innen diesen Stil vielleicht als distanziert oder sogar emotionslos empfinden könnten. Für mich hatte genau das den gegenteiligen Effekt. Die Gewalt wirkte dadurch noch schlimmer. Man spürt, dass all das für sie längst Alltag geworden ist…und dass Menschen sich selbst an Grausamkeit gewöhnen können und Unterdrückung irgendwann nicht mehr wie eine Ausnahme wirkt, sondern wie Normalität. Atwood beschreibt Gewalt nicht permanent explizit oder detailliert. Gerade im Vergleich zur Serie ist mir aufgefallen, wie viel zurückhaltender das Buch mit Gewaltszenen umgeht. Die Serie zeigt vieles direkter, brutaler und sichtbarer. Im Roman dagegen stehen viel stärker die psychischen Auswirkungen im Mittelpunkt. Die ständige Kontrolle, die Angst, die Isolation und langsame Verschwinden der eigenen Identität. Und ich bin ehrlich…das war nicht weniger verstörend. Ich glaube, gerade als Frau liest sich dieses Buch stellenweise wirklich schwer, weil viele Themen erschreckend real wirken. Debatten über Selbstbestimmung, sexualisierte Gewalt oder Frauenrechte sind bis heute aktuell und auch die Tatsache, dass Frauen in manchen Ländern noch immer so sehr unterdrückt werden, macht dieses Buch so beklemmend. Vielleicht ist genau das der Grund, warum das Buch heute wieder so wichtig geworden ist. Denn der Roman zeigt, wie Demokratien nicht plötzlich zerbrechen, sondern langsam kippen kann. Durch Angst, Krisen und Gewöhnung. Mein einziger kleiner Kritikpunkt war tatsächlich das Ende. Für mich wurde vieles gegen Schluss etwas zu schnell erzählt und manche Entwicklungen wirkten dadurch ein wenig hastig. Außerdem bleibt das Ende relativ offen, was zwar irgendwo zur Geschichte passt, mich persönlich aber trotzdem ein bisschen unzufrieden zurückgelassen hat. Was ich mir zusätzlich gewünscht hätte, wären Content Notes bzw. Triggerwarnungen gewesen, weil das Buch Themen behandelt, die emotional wirklich belastend sein können. Es ist definitiv kein leichtes Buch und auch keines, das gelesen werden möchte, um zu unterhalten oder einem ein gutes Gefühl zu geben. Die Geschichte ist bedrückend, unangenehm und stellenweise wirklich schwer auszuhalten. Trotzdem –oder vielleicht genau deshalb ist es eines dieser Bücher, das definitiv im Kopf bleiben wird.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
21. Mai
Rating:1

Ich musste es weglegen 🥲

Ich glaube das Buch bespricht wichtige Dinge und hat bestimmt auch ein wichtiges Statement, aber ich kam nicht rein. Ich hab es probiert, wirklich… aber der Schreibstil war so ermüdend. • Dann hab ich gehört es gibt die Serie, da wurde mir klar das ich die Geschichte einfach nicht mag. Die Serie habe ich auch nach einer Folge abgebrochen 🥲. • Naja ich hab es funktioniert und ich kann sagen es gibt bessere Bücher. • ❤️ Denn einen Stern ⭐️ gebe weil ich denke das das Buch bestimmt wichtige Themen bespricht. • Frauenrechte sind in der heutigen Zeit wichtig, aber vielleicht ein bisschen frischer und einfacher beschrieben 🤓

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
20. Mai
Rating:4.5

Dystopie vom Feinsten!

Absolut empfehlenswert zu lesen. Es hat mich fast von der ersten Seite an gefesselt. Krass zu lesen, wie typische Dinge und Handlungen unserer jetzigen Gegenwart als Vergangenes dargestellt werden. Zwischendrin auch ziemlich gruselig zu lesen, wie eine mögliche, sehr schreckliche Version unserer Zukunft aussehen könnte. Einziger kleiner Abzug für den Nachklapp „Historische Anmerkungen zum Report der Magd“. Diese nachträgliche, vermeintlich historische Aufarbeitung des Geschehens ist meiner Ansicht nach völlig überflüssig und nimmt mir zu viel von meiner Aufgabe als Leserin ab, selbst über die Geschichte nachzudenken.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
20. Mai
Jetzt brauch ich eine Pause.
Rating:5

Jetzt brauch ich eine Pause.

Das war wohl eines der härtesten Bücher, die ich je gelesen habe. Was es so unerträglich macht ist die Logik. Jeder, der sich ein bisschen mit dem Patriachat beschäftigt, weiß, dass ein derartiges Szenario durchaus möglich ist und da stellt man sich dann schon so einige Fragen: Würde ich mein Leben riskieren, um zu demonstrieren? Würde mein Partner mich beschützen? Also nicht nur leise hinter verschlossenen Türen, sondern sich öffentlich auf die Straße stellen, um den Verlust meiner Rechte zu verteidigen? Würde ich meine Freundinnen verraten, um mich selbst zu retten? Die Welt ist denke ich nur erträglich, wenn wir uns einbilden die Antworten auf diese Fragen zu wissen. Das Buch ist auch deshalb so hart, weil man es nicht in einem Satz lesen kann. Weil man zwischendurch nach Luft schnappt und es weg legen muss und auch, das darf man nicht verschweigen: weil der sprachliche Stil zwar beeindruckend und einzigartig aber auch konfus und sprunghaft ist. Echt kein Wunder, dass dieses Buch aus den meisten US-Schulen gebannt ist.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
18. Mai
„Der Report der Magd“ – Eine erschreckende Geschichte über Macht, Angst und den Verlust von Freiheit
Rating:4.5

„Der Report der Magd“ – Eine erschreckende Geschichte über Macht, Angst und den Verlust von Freiheit

Margaret Atwoods Der Report der Magd ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Die Sprache ist anspruchsvoll und an den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen. Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern in vielen Fragmenten, Erinnerungen und Gedanken, die sich langsam mit der Realität des „neuen“ Lebens verbinden. Genau das macht das Buch gleichzeitig verwirrend, aber auch unglaublich intensiv. Die Geschichte hat mein Herz wirklich berührt, weil sie zeigt, wie schnell sich ein Leben komplett verändern kann. Durch Angst, Kontrolle und Zwang wird ein neues System aufgebaut, in dem Menschen ihre Freiheit verlieren. Besonders erschreckend fand ich, wie schnell Menschen entmachtet werden können und wie jede freie Entscheidung oder Handlung eingeschränkt wird. Das Buch zeigt außerdem sehr deutlich, wie ein Geschlecht über das andere herrschen kann und wie gesellschaftliche Normen von den Mächtigen bestimmt werden. Gleichzeitig leben genau diese „Eliten“ heimlich gegen ihre eigenen Regeln und genießen die verbotenen Dinge selbst. Dieser Widerspruch hat mich beim Lesen besonders schockiert. Auch das Thema Liebe spielt eine große Rolle. In dieser Welt wird selbst Liebe kontrolliert und teilweise verboten. Dadurch wirkt die Geschichte noch trauriger und bedrückender. Der Report der Magd hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen und mich sehr zum Nachdenken gebracht. Vor allem darüber, wie wertvoll Freiheit eigentlich ist und wie schnell sie verloren gehen kann. Trotz des schwierigen Schreibstils ist dieses Buch für mich eine sehr starke und wichtige Geschichte, die man nicht so schnell vergisst.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
18. Mai
Rating:4.5

Absolut wichtiges Thema und ein MUST READ!

Die Themen, die in diesem Buch abgehandelt werden, sind erschreckend und dabei scheint diese Dystopie manchmal nicht weit hergeholt zu sein. Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, da es in Teilen als Grundlage/ Inspiration für andere Bücher wie Manacled/ Alchemised gedient hat.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
16. Mai
Rating:4

So interessant

Zu Der Report der Magd Dieses Buch hat mich wirklich total überzeugt 😍 Ich habe angefangen es zu lesen, während ich die Serie geschaut habe, und obwohl vieles anders ist als in der Serienumsetzung, fand ich die Geschichte unglaublich spannend und faszinierend. Gerade die Unterschiede machen es nochmal interessanter, weil man die Welt und die Charaktere teilweise ganz anders erlebt. Die Story ist düster, intensiv und gleichzeitig so fesselnd geschrieben, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Man merkt einfach, wie viel Tiefe hinter allem steckt. Ein wirklich starkes Buch, das zum Nachdenken anregt und einen nicht so schnell loslässt 🙈📚

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
16. Mai
Rating:5

✨️ Band 1 ✨️

Oh mein Gott... was war das❓️ Ich bin total geflasht und geschockt 🤯. Ich hab so viel gutes über dieses Buch gehört, dass ich mich riesig gefreut habe, als ich es zum Geburtstag geschenkt bekommen habe 🤗. Ja ich gebe zu, das der Schreibstil schon sehr gewöhnungsbedürftig war ✒️. Es ließ sich jedoch trotzdem gut und flüssig lesen ☝🏻. Ich gebe 5 Sterne 🌟, da ich sonst nichts auszusetzen habe und mich das Buch einfach zutiefst berührt hat 🥺. Ich finde die Story so wichtig, dass es ein must-read sein sollte 💪🏼☝🏻. Es ist eine Dystopie, in der Frauen in Klassen eingeteilt werden und absolut keine Rechte haben ☠️. Wir begleiten eine Magd, die von ihrem Leben berichtet 🤔. Die Welt um sie herum und ihre Gefühle werden dabei richtig gut beschrieben 🥰. Wir erfahren, wie es zu dieser Welt/Regierung gekommen ist ⚔️. Sie ist eine Magd, die nur eine Aufgabe hat: Kinder bekommen, die sie selbst nicht aufziehen darf 😢. Sie wird auf diese Rolle reduziert 💔. Ihr wahrer Name und ihre Persönlichkeit werden ausgelöscht 🫣. Sie darf nicht denken, reden, lesen, schreiben ✍️ und erst recht nichts hinterfragen ☝🏻. Das Ende war mies und bodenlos 🥺. Ich wusste absolut nicht, dass es einen zweiten Teil gibt. Diesen habe ich mir natürlich direkt bestellt 🤌🏻. Ich muss einfach wissen, wie es weitergeht ❤️🥰.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
13. Mai
Rating:3.5

Gesegnet sei die Frucht

Also ich muss sagen ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Es hat sich am Anfang etwas schwierig gelesen weil ich das Gefühl hatte dass der eine Satz noch nicht ausgeführt wurde und dann fing schon wieder ein anderer Satz an. Manchmal habe ich während dem lesen garnicht gecheckt dass wir in der Erinnerung der Protagonistin sind und habe mich dann gefragt wie wir von der einen Szene in die andere gelangt sind sodass ich Abschnitte mehrmals lesen musste. Nichts desto trotz fand ich es gut. Als ich erst mal drin war hat es sich auch viel besser gelesen. Was mich allerdings so bisschen stört ist, dass dieses Buch keinen Anfang und kein Ende hat. Man ist direkt mitten im geschehen. Man weiß nicht wirklich was passiert ist nur dass es eine Welt vor diesem gab. Aber wie es letztendlich zu dieser Welt gekommen ist weiß man nicht. Es war einfach auf einmal so. Ich hoffe dass die Zeuginnen noch bisschen was aufgreift.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
11. Mai
Ein Buch das ich jetzt schon mehrmals gelesen habe
Rating:5

Ein Buch das ich jetzt schon mehrmals gelesen habe

Wahrscheinlich muss ich den meisten das Buch gar nicht mehr vorstellen da ihr es schon gelesen habt oder die Serie dazu geschaut habt. Auch ich habe das Buch schon 2x gelesen aber jetzt auf der Rückfahrt nach Deutschland habe ich die Ausgabe der buechergilde in einem Rutsch verschlungen. Die Geschichte rund um Desfred und die dystopische Republik Gilead wirkt erschreckend realistisch (Frauen werden ihrer Rechte beraubt) , gerade weil vieles daran gar nicht so weit entfernt erscheint. Für mich bleibt dieses Buch (neben ein/zwei weiteren Büchern)ein absoluter Klassiker des dystopischen Romans.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
10. Mai
Rating:3

Großartige Story, aber der Schreibstil hat mich so gar nicht getroffen

Es tut mir so leid, das hier zu schreiben, denn ich wollte dieses Buch so so gerne so so sehr mögen. Aber ich wurde mit dem Schreibstil einfach nicht warm. Er war mir teils zu emotionslos für das, um was es da ging, teils zu wirr. Würde ich die Serie nicht kennen, hätte ich den ein oder anderen Moment gar nicht gecheckt oder richtig verstanden und damit verpasst. Und das ist sooo schade, weil dieses Buch inhaltlich einfach so so gut und auch so wichtig ist. Ich verstehe, dass dieser Schreibstil etwas ganz bestimmtes und essentielles transportieren soll (insbesondere auch durch das kühle/emotionslose) aber das kam bei mir einfach nicht an, weil ich viel zu sehr damit beschäftigt war, beim Buch zu bleiben und dem Verlauf zu folgen. (Oder wäre nicht angekommen wenn ich nicht gewusst hätte, was mich da erwartet.) Das Report im Titel ist schon gut gewählt - wenn es auch nicht ganz meinen Nerv trifft. Das Ende fand ich dann richtig doof. Und damit meine ich nicht mal den Umstand, dass es in gewissen Punkten offen ist ... Die 3⭐ sind sehr wohlwollend vergeben, weil ich einfach die Idee des ganzen so so stark finde. Ich denke, ohne Serie wäre es tatsächlich weniger geworden, weil mir gewisse Dinge einfach entgangen wären. Tja, was mach ich jetzt mit The Testaments? Vom SuB schmeißen und nur bei der Serie bleiben (die ich auch schon angefangen habe) oder dem ganzen noch eine Chance geben (um der Unterschiede aufgrund der unterschiedlichen Zeitstränge bin ich mir bewusst)?

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
4. Mai
Rating:2.5

Leider enttäuschend

Ich fand das Buch leider gar nicht spannend und hatte immer kaum Lust weiterzulesen. Dafür, dass so ein wichtiges Thema behandelt wurde ist mir eindeutig zu wenig passiert. Der Schreibstil hat mir nicht gefallen, zu abschweifend und zu lange und zu viele Beschreibungen von irrelevanten Sachen. Am Ende habe ich viel überflogen. Ich hätte lieber mehr Plot statt endlose Beschreibungen der Umgebung etc. gehabt. Auch mehr Infos zu der Welt/Regierung hätte ich mir gewünscht. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass mir davon noch viele Infos fehlten und ich vieles noch nicht weiß oder nicht verstanden habe. Außerdem habe ich eine taffe Protagonistin erwartet, was leider auch gar nicht der Fall war. Das Ende des Buches hat mir absolut nicht gefallen. Man hätte viel mehr aus dieser Idee rausholen können. Wahrscheinlich waren meine Erwartungen durch den Hype einfach zu groß und ich habe mir die Story komplett anders vorgestellt.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
4. Mai
Rating:2.5

Wichtiger Inhalt gepaart mit anstrengendem Schreibstil

Atwood schildert eine Welt, in der Gewalt, Machtmissbrauch und Unterdrückung vorherrscht auf eindrucksvolle Art und Weise, indem sie die Geschichte einer unterdrückten Frau, die in ihrer Rolle als Handmaid lediglich dem Gebären dienen soll, erzählt. Es ist jedoch leider so, dass das Werk häufig Gedankensprünge aufweist und auf eine eigenartige Art und Weise verfasst wurde, sodass der durchaus relevante Inhalt zeitweise in den Hintergrund tritt. Alles in allem ein sehr interessantes, relevantes und vielschichtiges Werk, das trotz der speziellen Erzählweise lesenswert ist.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
3. Mai
Rating:4

"Der Report der Magd" ist ein literarisch präziser, politisch hellsichtiger Roman, dessen Wirkung nicht auf Schockeffekten beruht, sondern auf der kalten Logik einer konsequent aus bestehenden Machtstrukturen entwickelten Welt. Margaret Atwood verfasst keine Dystopie, sondern eine Warnung, die sich wie ein Echo realer Geschichte liest. Der Roman überzeugt durch seine sprachliche Präzision, seine politische Intelligenz und seine psychologische Feinheit. Er ist kein emotionaler Schlag, sondern ein intellektuelles Brennglas, das die Fragilität von Freiheit und den subtilen Beginn von Unterdrückung aufzeigt.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
3. Mai
Rating:5

Buch mit Nachhall

Dieses Buch hat mich zum Nachdenken gebracht. Erschreckend war, wie schnell so ein System entstehen kann, ohne das es die Menschen bemerken. Erst wird die Berufstätigkeit genommen, dann das Bankkonto und dann die Erlaubnis zu Lesen. Und wenn man bemerkt, dass was komplett falsch läuft, ist es zu spät, dann zählt es nur noch in dem System zu überleben. Auch die historische Nachbetrachtung hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Es wurde klar, dass aus diesem System nicht die Lehren gezogen wurden. Und es machte deutlich, dass sich das System wiederholen kann. Zur Bewertung: War es ein Wohlfühlbuch : Nein War es spannend: Ja Hatte dieses Buch mich zum Nachdenken angeregt: ein ganz deutliches Ja. Daher war es für mich ein 5-Sterne-Buch.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
3. Mai
Rating:4

Wichtiges Thema

Da mir das Buch zu anstrengend war und ich die Serie liebe, habe ich mich für die Graphic Novel entschieden und die hatte es auch in sich. Natürlich ist hier der Vergleich zur Serie sehr interessant, aber das Buch ist auch sehr gut. Das Buch behandelt ein Thema das heute mehr und mehr zur Realität zu werden scheint

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
3. Mai
Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig aber ansonsten sehr aktuelle und wichtige Themen, die zum nachdenken anregen.
Rating:4

Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig aber ansonsten sehr aktuelle und wichtige Themen, die zum nachdenken anregen.

Im Klassikerbuchclub haben wir im April Der Report der Magd von Margarete Atwood gelesen. Dieser dystopische Roman ist 1985 erschienen und ist durch seine Themen noch sehr aktuell. Schon ab Seite 1 entsteht ein doch recht beklemmendes Gefühl, was sich durch das gesamte Werk zieht. Wir haben hier eine totalitäre Republik Gilead, die auf den Trümmern der USA errichtet wurde. Die Frauen werden hier absolut unterdrückt und dienen lediglich als Werkzeug, um Kinder für die Elite zu gebähren. Die Geschichte wird aus der Sichtweise von der Magd Offred erzählt. Wir haben hier eine absolut krasse und dunkle Geschichte. Man muss dazu sagen, dass ich die Serie nicht kannte und es für mich Neu war. Bin aber teilweise mit dem Schreibstil nicht ganz zurecht gekommen. Die Sichtweise von Offred ist nämlich eher ruhig und nüchtern, ohne jegliche Gefühle, was eben ein starker Kontrast zu dem Setting war und doch hat es das Erlebnis nochmal recht intensiv gemacht. Wir erleben hier das Hier und Jetzt aber werden auch in die Vergangenheit gezogen, wo das Leben für eine Frau ganz normal war. Themen wie Freiheitsentzug, Machtmissbrauch, religiöser Fanatismus, und Kontrolle über den weiblichen Körper werden hier dargestellt, deshalb ist es auch jetzt noch sehr aktuell und wirft gesellschaftliche Fragen auf. Mir hat das Buch trotz Schreibstil sehr gut gefallen und wird auch noch eine Weile nachhallen. Bin sehr gespannt auf den zweiten Teil.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
2. Mai
Rating:5

|Aber wer kann sich an Schmerzen erinnern, wenn sie vorbei sind? Alles, was davon bleibt, ist ein Schatten [....]|

Da aktuell die ersten Folgen der Fortsetzungsserie "Die Zeuginnen" erschienen ist, und ich schon sehr angetan war von der Hauptserie,war es an der Zeit das Buch zu lesen. Viel wichtiger ist allerdings,dass dieses Buch in einigen Schulen/Regionen in den U.S.A. (so wie andere Bücher auch) verboten ist und man deshalb erst Recht zu diesem Buch greifen sollte ;). (Meine Einschätzung mit, wie immer: so wenig Spoiler wie möglich) Margarete Atwood hat ein fiktives Land erschaffen in dem eine Sekte an der Regierung ist und Frauen alle Rechte entzogen werden. Es herrschen Hierarchien in denen bestimmte Personengruppen bestimmte Privilegien erhalten. Ich wusste ja schon einiges aus der Serie, ( die dieses Buch übrigens sehr gut aufgegriffen hat und extrem gut umgesetzt hat. ) aber das zu lesen, hat mich nochmal ganz anders berührt, schockiert und beängstigt. Atwood hat sich reelen Tatsachen bedient und diese aufgegriffen. Alles was in diesem Buch geschildert wird gab oder gibt es in irgendeiner Form auf dieser Welt. Es ist extrem zugänglich geschrieben und auch für Leser/innen geeignet, die weniger Klassiker lesen. Und vor allem ist es wirklich spannend bis zum Ende. Ich kann es wirklich jeder Person ans Herz legen dieses Meisterwerk einmal zu lesen. Ich werde definitiv die Zeuginnen auch lesem und habe mir schon weitere Bücher von Atwood vorgemerkt.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
27. Apr.
Rating:5

4,7/5 ⭐⭐⭐⭐ Diese Buch war schrecklich im besten Sinne.

4,7/5 ⭐⭐⭐⭐ Diese Buch war schrecklich im besten Sinne. Die Geschichte war erschütternd und fesselnd. In einer Zukunft, in der Frauen all ihrer Rechte beraubt worden, verfolgen wir die Geschichte von "Desfred" - einer Magd, deren einzige Aufgabe es ist ein Baby für ihren übergeordneten Kommandanten zu gebären. Das interessante an der Geschichte in Gilead ist, dass Desfred eine Welt von vorher kennt - eine Welt in Freiheit mit Miniröcken, lackierten Nägeln, einem eigenen Gehalt. Nur ist die Welt mittlerweile eine andere. Der Schreibstil war so faszinierend. Ich habe selten einen so poetischen Schreibstil gelesen. Eigentlich mag ich nicht allzu viele Beschreibungen in Büchern. Aber hier waren sie fast lyrisch. Es wurde eine so einzigartige Stimmung kreiert. Die Geschichte springt oft, weil sie den Gedanken von Desfred folgt, die ihre eigene Geschichte erzählt. Dann sind wir oft in der Vergangenheit, dannn in der Gegenwart und wieder in der Vergangenheit. Das war aber nie verwirrend, wenn auch manchmal etwas viel. Alles in allem würde ich das Buch jederzeit weiterempfehlen (mit Triggerwarnung zu Themen wie Vergewaltigung, Selbstmord etc.) und bin nicht sicher, ob ich 4 oder 5 Sterne vergeben soll. Es war definitiv dazwischen im oberen Bereich.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
26. Apr.
Rating:3

Wichtig, aber anstrengend

Ich habe vorher schon öfter gehört, dass der Schreibstil des Buchs etwas schwierig und gewöhnungsbedürftig sein soll. Das kann ich jetzt auf jeden Fall nachvollziehen. In “Rückblenden” fehlen Anführungszeichen im Dialog, was es schwierig macht zu erkennen, wer was sagt. Im allgemeinen wird sehr viel in der Zeit gesprungen und alles wirkt etwas wirr. Da aus Offreds Sicht geschrieben wird, kann ich das stilistisch nachvollziehen. Sie ist in Situation A und hat Erinnerung an Situation B oder fantasiert von Situation C. Sie beschreibt teilweise bis ins kleinste Detail und andere Sachen sehr abstrakt. Das macht es allerdings schwierig zu folgen. Die Figuren sind komplex (genug), nicht wirklich durchschaubar und die Habdlungen und Gedanken der Hauptfigur sind stimmig in ihrer Situation. Die Serie hat mich emotional definitiv deutlich mehr gepackt als das Buch. Vielleicht war auch das der Fehler und ich hätte erst das Buch lesen sollen. Inhaltlich aber definitiv super wichtig und lesenswert. Nichts für einfach zwischendurch, sondern man muss schon richtig bei der Sache bleiben. Das ist in Muttersprache dann vermutlich auch einfacher. Sollte man mal gelesen haben, aber keinen Druck, dass man das Buch lieben wird. Es ist harter Tobak und ungewohnt geschrieben. Darauf muss man sich einlassen, wenn man es lesen will.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
25. Apr.
Rating:4

Erschreckend nah

Das war mal etwas ganz anderes - die Story und vor allem die dystopische Welt haben mich sehr gefesselt. Es war total spannend und gleichzeitig auch richtig beklemmend. Besonders krass war, wie nah sich die Geschichte an unserer heutigen Gesellschaft angefühlt hat. Was für mich aber nicht ganz funktioniert hat, war der Schreibstil. Damit bin ich einfach nicht richtig warm geworden, was es mir manchmal schwer gemacht hat, komplett drin zu bleiben. Trotzdem ein sehr eindrucksvolles Buch, das nicht altert!❤️

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
24. Apr.
So spannend und leider gar nicht so realitätsfern....
Rating:5

So spannend und leider gar nicht so realitätsfern....

Der Report der Magd ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher....da es in unserer heutigen Welt leider topaktuell ist. Der Schreibstil ist sehr gut, diese Dystopie zeichnet sich durch eine beklemmende und schonungslose Stimmung aus...die Charaktere und diese ganze Gileadgemeinschaft ist sehr komplex aufgebaut. Eine Welt in der Frauen keine Rechte mehr haben, als Brutkästen für Kinder dienen müssen, ihnen ihre Kinder weggenommen werden, für kleinste Vergehen verlieren sie Körperteile. Frauen leben in ständiger Angst und Wut und rebellieren doch gegen ihre Unterdrücker. Dieses Buch macht einen als Frau wütend und ist sehr bewegend zugleich. Eine klare Leseempfehlung!

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
24. Apr.
»Ignoring isn’t the same as ignorance, you have to work at it.«🥀
Rating:2

»Ignoring isn’t the same as ignorance, you have to work at it.«🥀

Serie >>>>> Einfach anstrengend von Anfang bis Ende.🤷🏻‍♀️ Der Schreibstil ist so zäh, dass ich mich mehr durchgearbeitet als gelesen habe. Ständig bin ich ins stocken und stolpern gekommen und so oft gedanklich ausgestiegen. Die Story hat enormes Potenzial. Wirklich. Aber sie wird so distanziert, kühl und langweilig erzählt, dass bei mir emotional exakt nichts angekommen ist. Keine Gänsehaut, kein Mitfiebern, nicht mal Beklemmung.. und das bei dem Thema.👀 Klar, wurden wichtige und aktuelle Punkte behandelt. Ein Roman darf aber mehr sein als nur relevant. Die Serie ist um Welten besser, eine der besten überhaupt.❤️ Der Film ist keine Rede wert. Und das Buch hat mich enttäuscht zurückgelassen.😶‍🌫️ The Testaments werde ich daher nicht lesen, sondern nur als Serie gucken. {Collage: Pinterest}

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
23. Apr.
Rating:5

Rezension zu The Handmaid’s Tale von Margaret Atwood „I would like to believe this is a story I’m telling. I need to believe it. If it’s a story I’m telling, then I have control over the ending.“ Dieses Buch hat es wirklich in sich. Atwood war ihrer Zeit weit voraus, als sie The Handmaid’s Tale veröffentlicht hat. Nach einem Krieg und einer Seuche ist ein Großteil der Frauen unfruchtbar geworden. Daraufhin wird ein System eingeführt, das Frauen strikt in Klassen einteilt: Ehefrauen, Mägde und weitere Gruppen. Jede dieser Gruppen trägt bestimmte Farben, an denen ihr Status sofort erkennbar ist. Frauen wird ihre Arbeit genommen, ebenso der Zugang zu Geld und Selbstbestimmung. Ihre einzige Aufgabe besteht darin, Kinder zu bekommen. Die Mägde werden Paaren zugeteilt, bei denen die Ehefrau unfruchtbar ist. Dort werden sie gezwungen, Kinder für diese Familien auszutragen. Atwood beschreibt eindringlich, wie Frauen auf reine Gefäße reduziert werden. Eine Szene, die mich besonders schockiert hat, zeigt, wie eine Frau für ein Fehlverhalten verstümmelt wird mit der Begründung, dass Arme und Beine nicht wichtig seien, da sie weiterhin Kinder bekommen könne. Diese Stelle bleibt lange im Kopf. Das Buch wirkt heute aktueller denn je und wirft eine beunruhigende Frage auf: In welche Richtung könnte sich unsere Gesellschaft entwickeln? Durch Atwoods Schreibstil wirkt jede Szene unglaublich lebendig und intensiv. Am liebsten würde ich noch viel mehr über dieses Buch schreiben. Es regt stark zum Nachdenken an und zeigt, wie nah dystopische Szenarien oft an der Realität liegen. 5 von 5 Sterne

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
20. Apr.
Rating:5

Erschreckend realistischer dystopischer Roman

Immer wieder liest man Sätze, die so bedeutungsschwer sind, dass sie einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Während der Lektüre stellte sich mir immer wieder die Frage: Wie mutig wäre ich selbst, um aus diesem System auszubrechen? Wie leicht wäre ich zu manipulieren? Ich mag mir diese Fragen gar nicht beantworten. Dieser Roman sollte Pflichtlektüre werden, neben Fahrenheit 451 und Brave New World.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
20. Apr.
Rating:5

Fantastisches Buch

Über den tollen Schreibstil, das fantastische Worldbuilding, die Spannung und die Aktualität ist schon so viel Positives und Wahres gesagt worden, dass ich mich da zurück halten möchte und lieber noch mal den speziellen Humor hervorheben möchte, der ganz leicht und fein immer wieder durchscheint. Allein was Atwood am Ende für einen Spaß gehabt haben muss, dass so zu schreiben.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
13. Apr.
Rating:5

Episch, Dystopisch, Erschreckend - Genial

Selten eine so packende und feministische Dystopie gelesen ! Margret Atwood ist hier ein Epos geglückt, der mit „Schöne neue Welt“ und „Fahrenheit 451“ mehr als mithalten kann. Diese emotionale Reise der Protagonistin zu verfolgen ist fesselnd und glaubwürdig. Die Protagonistin springt oft zwischen der Zeit vor und nach Einführung des totalitären-patriarchalen Systems. Das verleiht der Erzählung eine Komplexität und macht „Desfred“ nahbar. Dazu kommen die äußerst malerischen Vergleiche, die zum Teil zum Nachdenken anregen. Das Regime, welches Atwood porträtiert, ist vermutlich leider der feuchte Traum der Manosphere. Dieser Roman ist so modern und feministisch - wie ich es für ein Werk aus den 80ern kaum für möglich gehalten habe. Zudem ist dieses Werk lehrreich (m’aidez) und intellektuell (Hirundo maleficis evoltat). Besonders hat mir der historische Rückblick am Ende gefallen - wie schaut die Zukunft auf diesen Staat ? Ich wünschte dieses Werk würde auf dem deutschen Lehrplan stehen !!! 🙏🏽🙏🏽🙏🏽

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
10. Apr.
Rating:4

Ich freue mich auf jeden Fall auf die Serie. 4/5 ⭐️

Die Sprache war teilweise schwierig und hat sich oft trocken angefühlt. Trotzdem fand ich das Setting richtig gut. Es wurde alles so beschrieben, dass ich mich teilweise gefühlt habe, als wäre ich selbst dort. Alles wird nur aus der Sicht der Hauptfigur erzählt, also hauptsächlich ihre Gedanken. Es gibt kaum Dialoge oder andere Perspektiven. Einerseits hat mir da etwas gefehlt, weil ich gerne mehr von anderen Figuren gesehen hätte. Andererseits hat genau das dafür gesorgt, dass sich alles sehr intensiv und nah angefühlt hat. Man hat die Angst und dieses erdrückende Gefühl richtig mitbekommen. Besonders krass fand ich, wie den Frauen alles eingeredet wird – diese ganzen Regeln, Zeremonien und Strafen. Alles ist komplett kontrolliert, ihre Identität und Freiheit werden ihnen einfach genommen. Beim Lesen hatte ich manchmal echt ein komisches Gefühl, weil es sich so real angefühlt hat. Irgendwie kann ich mir sogar vorstellen, dass es sowas auf der Welt teilweise noch gibt. Ich würde dem Buch eine 4 geben und den zweiten Teil wahrscheinlich nicht lesen. Ich denke, dass mir die Serie besser gefallen wird

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
9. Apr.
Ein feministisches Must Read ✨
Rating:5

Ein feministisches Must Read ✨

"Better? How can he think this is better? - Better never means better for everyone, he says. It always means worse, for some." Dieses Buch ist ernst, erschreckend und gleichzeitig extrem kraftvoll. Vor allem die Parallelen, die zu unserem aktuellen Weltgeschehen gezogen werden können, zeigen mit beängstigender Deutlichkeit, wie schnell wir alles verlieren können. Und das, obwohl das Buch schon 1986 veröffentlicht wurde. Ich werde noch lange über die Geschichte und ihre Warnungen nachdenken und es gehört definitiv zu einem meiner Lieblingsbücher. ♥️

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
9. Apr.
Rating:4

Eine sehr besondere Dystopie, lesenswert!

Ein außergewöhnlicher, intelligenter und vielschichtiger und verstörender Text, der mich bis zum Schluss in seinem Bann gehalten hat. Vor allem das Ende hat nochmal eine Schippe draufgelegt. Das hatte ich so nicht erwartet, und ich war begeistert, wie klug Margaret Atwood das umgesetzt hat. Das Buch gibt sehr viel zum Nachdenken und zum Diskutieren. Sehr lesenswert, auch wenn es düster ist und nicht immer leicht zu folgen. Der Leser wird ganz oft im Unklaren gelassen und das wirft sehr viele Fragezeichen auf, ohne Hoffnung auf eine Antwort. Das muss man aushalten. Aber es lohnt sich!

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
5. Apr.
Rating:3

Der Report der Magd ist ohne Frage ein wichtiges und interessantes dystopisches Werk mit einer klaren Idee und einem bewussten Stil. Für mich persönlich blieb es jedoch hinter den Erwartungen zurück.

In einer dystopischen Zukunft wird die Gesellschaft von Gilead streng kontrolliert. Frauen haben dort kaum noch Rechte und werden auf ihre Funktion reduziert – insbesondere auf ihre Fähigkeit, Kinder zu gebären. Die Geschichte wird aus der Perspektive einer sogenannten „Magd“ erzählt, die innerhalb dieses Systems lebt und versucht, ihren Platz darin zu finden, während Erinnerungen an die frühere Welt immer wieder durchbrechen. Meine Meinung Ich muss sagen: Bei all dem Hype rund um dieses Buch hatte ich eine ganz andere Erwartung. Gerade bei einem „Report“ habe ich gehofft, dass neben der Handlung vor allem Emotionen intensiv transportiert werden. Das Setting an sich war für mich schnell klar – die Rolle der Frauen, die Strukturen, die Kontrolle. Aber genau deshalb hätte ich mir deutlich mehr Wucht und emotionale Tiefe gewünscht. Stattdessen blieb das Ganze für mich beim Hören überraschend distanziert. Ich verstehe, dass der Stil bewusst nüchtern und sachlich gehalten ist – vermutlich, um genau dieses System widerzuspiegeln. Aber für mich hat das dazu geführt, dass ich emotional kaum Zugang gefunden habe. Für die Schwere des Themas war es mir einfach nicht „deep“ genug. Auch mit der Protagonistin bin ich nicht warm geworden. Ich konnte kaum Sympathie aufbauen, was natürlich stilistisch gewollt sein kann – aber mich hat es eher auf Distanz gehalten. Was mir ebenfalls gefehlt hat: ein klareres Gefühl dafür, warum die Frauen diesen extremen Wandel scheinbar so widerstandslos mitgemacht haben. Gerade in den Rückblicken hätte ich mir mehr Einordnung gewünscht. Ich hatte Schwierigkeiten, den gesamten gesellschaftlichen Umgang mit Frauen in dieser Form wirklich nachzuvollziehen – zumindest emotional. Interessant ist, dass ich das Setting insgesamt sogar weniger krass empfunden habe, als es oft dargestellt wird. Vielleicht gerade, weil es so nüchtern erzählt ist. Ich verstehe den Gedanken dahinter – dass genau diese Sachlichkeit Teil des Systems ist – aber bei mir hat es die Wirkung eher abgeschwächt als verstärkt. Das Ende bringt dann nochmal eine andere Perspektive rein und ordnet vieles ein. Rückblickend macht das auch Sinn, aber während des Hörens konnte ich diese Ebene nicht wirklich greifen. Der Stil ist grundsätzlich nicht schwer, aber als Hörbuch hatte ich tatsächlich Probleme, dranzubleiben. Die Geschichte hat mich nicht konstant gefesselt, sodass ich öfter zurückspulen musste, weil ich gedanklich abgeschweift bin. Spoiler Ich glaube, ein zentraler Punkt der Geschichte ist die Art des Erzählens selbst. Am Ende bleibt offen, wie man das Ganze einordnet: Ist es ein tatsächlicher Bericht, der so passiert ist? Oder vielleicht doch eine Form von Propaganda? Beides wirkt möglich – und genau das macht es zwar spannend auf einer Meta-Ebene, hat mich emotional aber trotzdem nicht komplett abgeholt. Fazit Der Report der Magd ist ohne Frage ein wichtiges und interessantes dystopisches Werk mit einer klaren Idee und einem bewussten Stil. Für mich persönlich blieb es jedoch hinter den Erwartungen zurück. Vielleicht lag es auch daran, dass ich einfach zu viel erwartet habe – aber die emotionale Wucht, die ich mir erhofft hatte, ist bei mir leider nicht angekommen. Trotzdem: absolut lesbar, nur eben nicht so intensiv, wie ich gedacht hätte.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
3. Apr.
Rating:4

Definitiv ein Buch, das man als Frau (und auch als Mann) gelesen haben muss. Denn nichts ist gewiss, und die Freiheit die wir derzeit haben ist für immer gesichert.

Ich finde dieser dystopische Roman zeigt wie schnell die gesellschaftlichen Werte gekippt werden können und was dann mit Frauen passiert. Dass sie nur noch wie „Gegenstände“ benutzt werden grad für die Notwendigkeiten die *MANN* gerade braucht. Ein Buch was zum Nachdenken anregt.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
30. März
Uff, ein harter Brocken. Verstörend. Schonungslos. Entsetzlich. Ein Buch, das noch lange nachwirken wird, insbesondere weil es so greifbar scheint.
Rating:5

Uff, ein harter Brocken. Verstörend. Schonungslos. Entsetzlich. Ein Buch, das noch lange nachwirken wird, insbesondere weil es so greifbar scheint.

Ich hab den "Report der Magd" als Hörbuch angefangen, weil wir aktuell im Theater in der Themenfindung für ein eigenes Stück stecken. Dabei war das Thema Feminismus hoch im Kurs (was ich befürworte!) und im Gespräch kam auch dieses Buch zur Sprache. Ich wurde neugierig und musste es nur wenige Tage später direkt als Hörbuch starten. Und ich kann euch sagen, dass ich verhältnismäßig lange gebraucht habe. Dieses Buch war vieles, aber vor allem verstörend und beklemmend, weswegen ich es desöfteren pausieren musste und manchmal auch einen kompletten Tag Pause gebraucht habe. Was das Buch nur noch interessanter gemacht hat, ist der Umgang damit in den USA. In einigen Bundesstaaten ist das Buch aus den Bibliotheken an Schulen und Universitäten gebannt. Wir begleiten die Magd Desfred, die gemeinsam mit vielen anderen Mägden unter der Fittiche ihres Kommandanten und der sogenannten "Tanten" lebt. Magd zu sein bedeutet hier vor allem ein: im Dienste des Kommandanten und unter Gottes wachsamer Hand schwanger zu werden, ein Kind auszutragen und so der sinkenden Geburtenrate entgegen zu wirken. Dabei wird mehr als einmal deutlich, dass Ehefrauen und Mägde ihren ganz eigenen Platz haben und sich nicht "vermischen" dürfen. Denn in dieser düsteren dystopischen und doch erschreckend real wirkenden Welt sind Frauen klare, feste Rollen zugeschrieben, die über ihr ganzes Leben entscheiden. Es wird nicht weniger als Gehorsamkeit, Sittsamkeit und die absolute Unterwerfung verlangt. Alles andere zieht harte Strafen nach sich. Desfred, die Erzählerin, hat ihren Namen jedoch nicht vergessen (hier haben alle neue Namen erhalten, ebenfalls ein Mittel der Unterdrückung). Sie kennt außerdem noch das Leben davor und ist mutig genug ist, sich zu erinnern. So erfahren wir durch sie, wie es so weit und wirklich bis zum Äußersten kommen konnte und bekommen einen Einblick in ihre Gedankenwelt. Der Schreibstil ist nüchtern, einige Stellen hätte ich mir – im Falle des Buches – gerne markiert und ich glaube, dass dieses Buch noch lange nachwirken wird. Übrigens auch sehr spannend und gut umgesetzt in diesem Buch ist es, wie die Frauen alleine durch Sprache unterdrückt werden. Das fängt schon beim Namen an, der eigentlich einfach nur eine Besitzanzeige ist. Da wird einem ganz anders, gerade wenn man sich für Sprache interessiert und das Thema Sprache sowieso dauerhaft aktuell ist, weil es sich dabei um etwas "lebendiges" handelt, dass unsere Gedanken formt. Auch und gerade wieder in unserer heutigen Gesellschaft. Insgesamt eine ganz große Empfehlung. Das hier sollte wirklich jeder gelesen oder gehört haben.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing
30. März
Rating:5

„Und Leah sprach: Gott hat mir gelohnt, dass ich meine Magd meinem Manne gegeben habe.“ sagte der Kommandant.

Verstörend. Verstörend weil es so real wirkt. Greifbar. Als könnte es jederzeit real werden und nicht Fiktion bleiben. Das offene Ende muss sein, das Grauen hört nicht auf nur weil die Hauptprotagonistin vllt gerettet wird. Was ist mit all den anderen Frauen und Männern die als Teil des Systems leiden? Es kommen sehr viele kluge Sätze in diesem Buch vor. Die Autorin hat eine gute Beobachtungsgabe, man kann gut mitfühlen, da wir alle Splitter dieser Empfindungen in uns tragen. „Aber wer kann sich an Schmerzen erinnern, wenn sie vorbei sind?“ Ein Buch über die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung. Die Hauptprotagonistin ist ein unglaublich vielschichtiger Charakter. Sie ist nicht schwarz und weiß, ihre moralischen Überlegungen und Handlungen sind sehr komplex. Man würde neudeutsch es als „moralisch grau“ bezeichnen. Was ich sehr schön finde, sie ist eine Gefangene des Systems aber sie ist nicht nur Opfer sie hat hässliche, traurige oder auch hoffnungsvolle Gedanken. Sie wirkt nach außen wahrscheinlich passiv aber sie ist nicht gebrochen, aber ihr Kopf ist auch nicht gewaschen - die Propaganda hat sie nicht vereinnahmt - und sie arbeitet aktiv daran ihre Grenzen zu dehnen und auszuloten. Ich fand es sehr spannend ihren Tagträumen und Überlegungen zu folgen. Bis sie abgeholt wurde … wohin wurde sie gebracht? Es braucht ein offenes Ende, dieser Schrecken darf nicht abgemildert werden.

The Handmaid's Tale
The Handmaid's Taleby Margaret AtwoodBloomsbury Publishing