20. Okt.
Rating:4

Es ist Sebastian gelungen die Schattenjäger zu verwandeln und damit zu verhindern, dass sie von ihren eigenen Verwandten bekämpft werden. Sehen sie doch in ihnen ihren Bruder, Vater, Onkel oder Freund. Damit bringt er die Schattenjäger in arge Bedrängnis. Vor allem mit seinen überraschenden Überfallen auf die Institute, bei denen er keine Gefangenen macht. Es ist höchste Zeit ihm Einhalt zu gebieten und nachdem Clary und Jace herausfinden, dass Sebastian heimlich von den Feen unterstützt wird, begeben sie sich auf eine Mission in die Hölle, denn dahin hat das Böse sich zurückgezogen. Außerdem hat er Clarys Mutter entführt und die gilt es zu befreien, wie auch den Rest der Schattenjäger. Der Plan hat nur einen Haken, einmal in der Hölle angekommen, gibt es keinen Weg zurück und dort gibt es mehr als nur einen Dämon, der scharf darauf ist, seine Klauen in die Clique zu versenken. Hilfe erhalten sie von ungewöhnlicher Seite, Luzifer selbst steht ihnen bei. Wenn Gott schon nicht würfelt dann der Teufel erst recht nicht, denn der Preis den er für ihre Rückkehr verlangt, ist hoch. Sind sie bereit den zu zahlen? Ich habe den letzten Band nicht mehr mit einem solchen Feuereifer gelesen, wie die Geschichten davor. Noch immer verwirren mich die ganzen altehrwürdigen Schattenjägernamen, zumal viele von den Protagonisten nicht nur einen besitzen. Außerdem werden immer mehr Charaktere ins Spiel gebracht und man folgt plötzlich deren Geschichte, wie Emma und Julian. Am Ende eines Kapitels wenn die Perspektive wechselte, denkt man sich, wo war ich grad, aaah stimmt da war ja was, Sebastian versucht die Welt zu zerstören. Verstörend fand ich auch den Umstand, dass Sebastian so scharf auf seine eigene Schwester war. Okay Geschwisterehen mögen im alten Ägypten zum Alltag gehört haben, aber in diesem Kulturkreis sind sie doch etwas ungewohnt. Das Ende war mir auch zu schmalzig. Ich habe verpasst zu zählen, über wie viele Seiten Sebastian bereut und Abbitte leistet nicht der Sohn/Bruder zu sein, der er hätte sein können, wenn sein Vater ihn nicht mit Dämonenenergie gefüttert hätte. Hätte, hätte Fahrradkette. Das Finale wäre einer Rosamunde Pilcher, oder gar einer Katie Fforde würdig gewesen, aber nicht so einer kriegerischen Story wie the Mortal Instruments. Vor allem aber habe ich mit dem armen Simon gelitten. Einmal Vampir und zurück. Was der arme in den ganzen sechs Büchern, drangsaliert, entführt und verzaubert wurde ging auf keine Kuhhaut. Der Schreibstil war wie schon bei alle den anderen Teilen gelungen und schaffte es mich auch nicht nach 800 Seiten zu langweilen, was so gesehen schon eine Kunst ist. Aber die Seiten flogen auch nur so dahin. Wenn auch die eine oder andere Absurdität sich ins Geschehen schlich. Wie das erste Mal zwischen Clary und Jace. Andere Stränge, wie der Kampf um die Vorherrschaft im Rudel der Werwölfe haben mich wiederum völlig gefangen genommen und ich wollte rufen, bitte mehr davon. Für alle Leser die nur der Reihe der Mortal Instruments gefolgt sind, ist der Cameoauftritt von Tessa und Jem nichtssagend, für treue Clare-Leser ein netter Gimmick, der die beiden Serien verbindet. Oder vielleicht ist es doch eine nette Werbestrategie, um noch mehr Menschen zum Kauf der Bücher zu bewegen. Ich finde gut das die Reihe endlich einen Abschluss findet und da es so scheint, dass die Autorin bereits an weiteren Werken der Schattenjäger sitzt, wenn auch mit anderen Protagonisten, besteht nicht die Gefahr, dass ich ohne sie leben muss. Auch wenn ich jetzt kein Riesenfan bin, habe ich doch Clary, Jace, Alex, Simon, Isabella und Magnus nur zu gern auf ihren Abenteuern begleitet. Aber irgendwie gönne ich diesen Figuren ein Happy End.

The Mortal Instruments 1-6 Slipcase
The Mortal Instruments 1-6 Slipcaseby Cassandra ClareWalker Books Ltd.