
Klasse Idee, toller Anfang, leider nicht richtig zu Ende gedacht
„Confession Room“ von Lia Middleton startet mit einer wirklich originellen Idee und einem starken Anfang, der mich sofort gepackt hat. Die Atmosphäre ist spannend und geheimnisvoll, sodass ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Geschichte entwickelt. Besonders Emilia hat mir zu Beginn gut gefallen. Sie wirkt wie eine kluge und engagierte Ermittlerin, die den Ereignissen auf den Grund gehen will. Im Laufe der Geschichte hat sich das für mich allerdings verändert. Statt aktiv zu handeln, wurde sie zunehmend zu einer Art Opfer der Umstände, und einige ihrer Entscheidungen und Reaktionen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, auch wenn sie viel durchgemacht hat. Das Erzähltempo ist insgesamt gut gewählt, allerdings verlor die Geschichte für mich etwa ab der Hälfte deutlich an Spannung. Viele Entwicklungen wirkten zäh, und ich hatte das Gefühl, dass die starke Ausgangsidee nicht konsequent weitergeführt wurde. Erst der Epilog konnte noch einmal etwas Spannung aufbauen. Am meisten enttäuscht hat mich, dass das Geschehen letztlich nicht richtig aufgeklärt wird. Gerade bei einem Thriller erwarte ich am Ende Antworten, doch hier bleiben wichtige Fragen offen. Dass der wahre Täter nicht eindeutig enthüllt wird, hat bei mir eher Frust als Begeisterung ausgelöst. Andererseits könnte das natürlich ein Hinweis auf einen möglichen zweiten Teil sein. Mein Fazit: Eine klasse Idee und ein toller Einstieg, der große Erwartungen weckt. Leider wirkt die Geschichte zum Ende hin nicht ganz zu Ende gedacht und lässt zu viele Fragen offen. Für Thriller-Fans ist das Buch dennoch einen Blick wert, vor allem wegen seines starken Konzepts.


























































