16. Mai
Zum Inhalt:
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Zum Inhalt:

Nach einem Unfall, der sie beinahe das Leben kostet, ziehen Emily und ihr Ehemann Freddie von London in ein wunderschönes Landhaus auf Dartmoor namens Larkin Lodge. Das Haus ist prachtvoll, beeindruckend – und für Emily fühlt sich irgendetwas daran zutiefst falsch an. Nachts knarren alte Dielen, Feuer erlöschen wie von selbst und Bücher fallen aus den Regalen – alles scheint von der schrecklichen Präsenz auszugehen, die sie im Zimmer im dritten Stock spürt. Doch all diese Dinge passieren nur, wenn Emily allein ist. Passieren sie also überhaupt? Sie ist gesundheitlich noch immer angeschlagen. Die Folgen ihrer Sepsis-Erkrankung können halluzinatorische Nebenwirkungen verursachen, weshalb sie ihren eigenen Sinnen nicht vollständig vertrauen kann. Freddie hingegen bemerkt nichts Ungewöhnliches und freut sich über die Chance auf einen Neuanfang. Emily jedoch beginnt zu glauben, dass das Haus vom Geist eines Menschen heimgesucht wird, der dort ermordet wurde – obwohl sie keinerlei Hinweise auf ein Verbrechen finden kann. Während sich die bizarren Vorfälle häufen und ihre Ehe langsam auseinanderbricht, entwickelt Emily eine regelrechte Besessenheit davon, die Wahrheit über Larkin Lodge aufzudecken. Doch genauso wie das Haus Geheimnisse verbirgt, tun Emily und ihr Ehemann es ebenfalls. — Ein atmosphärischer paranormaler Thriller mit klassischer Spukhaus-Stimmung, der für mich allerdings auch einige Längen hatte. Die unheimlichen Vorkommnisse im Haus waren wirklich gelungen. Die Autorin schafft es, dieses beklemmende Gefühl aufzubauen, dass mit dem Haus irgendetwas ganz und gar nicht stimmt. Knarrende Geräusche, seltsame Ereignisse und die ständig angespannte Atmosphäre haben definitiv für echtes Spukhaus-Feeling gesorgt. Gerade dieser düstere, unterschwellige Horror war für mich das stärkste Element der Geschichte. Leider konnte mich das Ganze emotional nicht packen, weil mir die Hauptcharaktere ziemlich unsympathisch waren. Dadurch fiel es mir schwer, wirklich mit ihnen mitzufiebern oder eine Verbindung aufzubauen. Außerdem zog sich die Handlung zwischendurch etwas, weshalb die Spannung nicht konstant gehalten werden konnte. Solide genug für alle, die düstere Haunted-House-Geschichten mit langsamem Spannungsaufbau mögen.

We Live Here Now
We Live Here Nowby Sarah PinboroughOrion Publishing Group