Ich habe das Buch gerade beendet und bin ehrlicherweise noch ein bisschen lost. Tausend Fragen in meinem Kopf, die ich noch zu beantworten habe.
Aber das Buch war einfach nur genial! Der Schreibstil, die Figuren und die Metaphern waren so toll ausgearbeitet und gestochen scharf getroffen.
Ich habe das Buch echt verschlungen und an einigen Stellen hat es mir auch echt Gänsehaut gemacht. Aber genau das, macht ein gutes Buch für mich aus. Ich wollte es garnicht mehr weglegen und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch lange darüber nachdenken werde. Es ist definitiv ein Buch, wo jeder Mensch sich seine eigenen Gedanken dazu machen muss, was das Buch aussagen möchte. Ich finde es ganz schwer, das hier zu verallgemeinern.
Unter dem Meer... ist es wohl doch nicht immer viel netter. Zumindest nicht für Meeresbiologin Leah, die zusammen mit zwei anderen Wissenschaftler:innen in einem Tauchboot irgendwo in der Tiefsee festhängt, während ihre Ehefrau Miri verzweifelt auf ihre Rückkehr wartet. Aber selbst nach Leahs Rückkehr läuft's für beide nicht wesentlich besser. Während sich Leah langsam in einen Blobfisch verwandelt, hadert Miri so ziemlich mit allem und kommt mit der neuen submarinen Identität ihrer Partnerin so gar nicht klar.
Wow, lange habe ich mich nicht mehr so gelangweilt beim Lesen eines Buchs. Julia Armfield's queeres Unterwasser-Isolations-Body-Horror-Psychogramm war leider so gar nicht meins. Und selbst die parallelen Handlungsstränge unter wie über Wasser trugen null zum Spannungsaufbau bei. Schade, Klappentext klang vielversprechend.
“Gestalten der Tiefe” von Julia Armfield (ins Deutsche übersetzt von Hannah Pöhlmann) handelt von Miri und ihrer Frau Leah. Leah war als Meeresbiologin monatelang auf einer Tiefseeexpedition verschollen und als sie nach Hause zurück kehrt, ist sie psychisch (und physisch) verändert.
Die Autorin erzählt die Gegenwart aus Miris Sicht, die nach monatelanger Ungewissheit nicht damit zurecht kommt, dass Leah nicht mehr die selbe ist wie vorher und das, was während der Expedition geschah, in der Vergangenheit aus Leahs Sicht. Beides zusammen ergibt ein wunderschönes, skurilles Panorama über Entfremdung, Veränderung, Ängste und Liebe, auf das man sich einlassen muss und das von stimmungsvollen Bildern lebt. Weird Girl Fiction meets Body Horror - toll!
Allerdings finde ich die Übersetzung an einigen Stellen hakelig, wenn bspw. Währung, Notrufnummern etc. “mitübersetzt” werden und aus dem britischen in ein deutsches Setting übertragen werde. Das hat man vielleicht in den 90ern noch so gemacht, aber hier hat es oft den Lesefluss gestört sowie mein ”Vertrauen” in die deutsche Auflage, sodass ich im Original nachschlagen musste, was dort ursprünglich stand.
*Das ebook wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Dieses Buch habe ich immer wieder auf Social Media gesehen und dann spontan in der Buchhandlung mitgenommen. Bücher mit Unterwasser-Themen kriegen mich einfach immer.
In der Geschichte geht es um Leah, eine Meeresbiologin, und ihre Frau Miri. Nach einem langen Forschungseinsatz kehrt Leah zurück und beide müssen erst einmal wieder zueinanderfinden. Doch Leah verhält sich zunehmend fremd und irgendwie surreal, fast schon anderweltlich. Die Beziehung der beiden scheint sich dadurch immer mehr zu entzweihen. Nach und nach erfahren wir durch Leahs Tagebucheinträge kleine Bruchstücke davon, was während dieser Reise eigentlich passiert ist.
Lange konnte ich nicht so genau einordnen, in welche Richtung dieses Buch geht. Bewegt es sich eher im Surrealismus oder doch im Realismus? Gerade diese Unklarheit hat für mich aber auch einen Teil des Reizes ausgemacht.
Die Geschichte hat mich sehr bewegt und bringt meiner Meinung nach alles mit, was ein gutes Buchclub-Buch braucht, weil es viele Stellen gibt, über die man gemeinsam sprechen und unterschiedliche Interpretationen austauschen kann.
Alles in allem hat mich die Sprache fasziniert und die Story magisch angezogen. Die Beziehung zwischen den beiden Frauen fand ich berührend, gleichzeitig aber auch stellenweise etwas distanziert, was jedoch gut zur Stimmung des Buches passt.
Wow, wie wunderschön! Sapphic, traurig, erdrückend und liebevoll!
Dieses Buch ist keine Horrorgeschichte. Es ist eine Liebesgeschichte, es ist realistische sapphic Liebe, es ist wunderschön und es ist beklemmend, hoffnungsvoll und hoffnungslos.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht des Paares Miri und Leah erzählt. Miri erzählt, wie die Beziehung war und wie es jetzt ist. Lea erzählt, was Miri nicht weiß. Was passiert ist, als sie verschwunden war.
Achtung, Spoiler:
Dieses Buch ist für alle, die langsam einen geliebten Menschen verloren haben.
Man fragt sich vielleicht "Wieso macht Miri nicht mehr? Wieso holt sie keine Hilfe?"
Aber es gibt Situationen, in der Hilfe nicht möglich ist... in der niemand mehr helfen oder heilen kann.
Was mir gefehlt hat:
Ein bisschen mehr Emotion von Miri. Ich verstehe, dieses lähmende Gefühl in der Situation aber mir hat ein bisschen die Verlustangst, die Angst vor der Wahrheit der Situation gefehlt. Die Verzweiflung.
Dieses Buch ist so poetisch und wunderschön!
Ich frage mich echt wo die andern Rezensionen den Horror gesehen haben, es ist einfach eine der schönsten Liebesgeschichten die ich je gelesen habe.
Ich wünschte es würde noch ewig weitergehen, ich bin traurig, dass es zu Ende ist.
Julia Armfields Roman »Gestalten der Tiefe« erzählt von Miri und Leah, einem Ehepaar, dessen Beziehung durch ein Ereignis erschüttert wird, das sich jeder klaren Erklärung entzieht. Leah kehrt von einer Tiefsee-Expedition zurück, die eigentlich nur wenige Wochen dauern sollte, sich aber über Monate hinwegzieht. Als sie wieder auftaucht, ist sie körperlich zwar anwesend, wirkt jedoch zugleich seltsam entrückt und kaum noch greifbar.
Der Roman setzt in dieser Gegenwart ein, in der Miri versucht, mit Leahs Rückkehr umzugehen, die nicht mehr ganz die ist, die sie einmal kannte. Zugleich entfaltet sich ihre Beziehung in Rückblenden: vom Kennenlernen über das gemeinsame Leben bis hin zu den Wochen und Monaten des Wartens, in denen ungewiss bleibt, was geschehen ist und ob ein Wiedersehen überhaupt möglich sein wird. Parallel dazu geben Leahs Kapitel Einblicke in das Geschehen unter der Meeresoberfläche, das sich nur bruchstückhaft erschließt. So entsteht kein linear erzählter Plot, sondern ein Geflecht aus Erinnerung, Verlust und langsamer Entfremdung. Im Zentrum steht dabei weniger die Frage, was genau mit Leah passiert ist, als vielmehr, was es bedeutet, einen geliebten Menschen Stück für Stück zu verlieren, obwohl er noch da ist – körperlich zumindest.
Häufig wird »Gestalten der Tiefe« als Horrorroman eingeordnet. Und tatsächlich arbeitet der Text mit Motiven des Genres: mit dem Unbekannten, mit körperlicher Veränderung, mit einem Geschehen, das sich der Kontrolle entzieht. Doch der eigentliche Schrecken liegt nicht in dem, was unter der Meeresoberfläche geschehen ist, sondern in dem, was danach einsetzt. Er entfaltet sich leise im Alltag, im Zusammenleben, im langsamen Auseinanderdriften – in dem Versuch, an etwas festzuhalten, das zunehmend verloren geht. Für mich ist der Roman daher weniger Horror im klassischen Sinn als eine ungewöhnlich zarte und sehr präzise Erzählung über Verlust. Über die Zeit nach dem Einschnitt und das Weiterleben mit einem Menschen, der sich verändert hat.
Was diesen Roman besonders macht, ist, wie konsequent sich seine Bilder durch den gesamten Text ziehen. Das Meer ist hier nicht nur Schauplatz, sondern durchzieht den Text als Denk- und Wahrnehmungsraum. Immer wieder ist von „versunkenen Gedanken“ die Rede, von etwas, das sich dem Zugriff entzieht, absinkt und sich nicht mehr ganz an die Oberfläche holen lässt. Dieses Bild prägt auch die Erinnerungen, die nicht geordnet, sondern fragmentarisch erscheinen– wie etwas, das aus der Tiefe auftaucht und einem gleich wieder entgleitet.
Auch sprachlich überzeugt der Roman. Armfields Sätze sind ruhig und präzise, oft von einer beinahe nüchternen Klarheit, die immer wieder schöne, atmosphärische Bilder hervorbringt. Zugleich hält sich darin konsequent etwas leicht Verschobenes, das sich nicht ganz einordnen lässt. Diese Verbindung aus Genauigkeit und Irritation durchzieht den gesamten Text. Die sorgfältig gestaltete Welt – von den Details der Tiefsee bis zu den Abläufen der Expedition – verankert das Unheimliche im Realen und verstärkt seine Wirkung. Die Spannung entsteht dabei weniger durch konkrete Ereignisse als durch ein stetiges Unbehagen: in dem Wissen, dass etwas nicht stimmt, in den Veränderungen, die sich nicht sofort erklären lassen und in den bewusst gesetzten Leerstellen. Gerade dieses Zusammenspiel aus Andeutung und Zurückhaltung erzeugt einen unterschwelligen Schrecken, der sich langsam verdichtet und lange anhält.
Der Roman arbeitet zudem mit Spiegelungen: Das Eingeschlossensein im U-Boot findet ein Echo in der Enge der gemeinsamen Wohnung, die Miri und Leah zunehmend kaum noch verlassen. Beide Räume wirken auf unterschiedliche Weise abgeschlossen, durchzogen von einer Atmosphäre, in der Nähe und Fremdheit gleichzeitig spürbar sind. Auch thematisch entstehen solche Gegenüberstellungen – etwa zwischen Leahs Verlust, obwohl sie noch da ist, und dem Verlust von Miris Mutter. Zwei Erfahrungen, die sich berühren und doch nicht deckungsgleich sind.
Für mich war »Gestalten der Tiefe« mein erstes Highlight dieses Jahr. Ein Roman, der mich auf eine leise, fast unheimliche Weise nicht mehr losgelassen hat. Außergewöhnlich, verstörend, schräg und gleichzeitig unglaublich zart erzählt und in vielem nicht ganz greifbar. Vieles bleibt bewusst offen – und gerade darin liegt seine Stärke. Es ist kein Buch, das Antworten gibt, sondern eines, das ein Gefühl beim Leser hinterlässt. Wie eine Bewegung zwischen Ebbe und Flut: Etwas, das nachhallt, sich entzieht, wieder auftaucht, nie ganz greifbar wird und vieles in der Tiefe lässt Für alle, die diese besondere, leicht verschobene Stimmung lieben: absolute Empfehlung. Vor allem, wenn ihr Bücher mögt wie »Ich, die ich Männer nicht kannte« von Jaqueline Harpman oder generell ein Faible für weird girl fiction habt.
Wow it was entirely different from what I initially expected.
If you enjoy something similar to magic realism and abstract metaphors that depict grief and loneliness in a horrifying way, this is for you.
Personally, I can’t decide if I liked it or not.
The symbolism was very interesting and I love how the horror aspect was more on the psychological side.
What annoyed me was how the author jumped so abruptly between each chapter.
Because of that the pacing was a bit odd.
The characters overall were boring.
To be fair though it’s a pretty short book and the main focus is on presenting grief.
On a sidenote: I’m so happy to see openly lesbian main characters represented in a book.
And like without the typical “omg but we’re both girls this is wrong>.<“ thing, just two married women going through stuff like any other couple.
Why did she turn into seafoam in the end? And what the hell was that weird noise down there? Why was the relationship between those two overall so communication lacking?
And why did Miri basically question NOTHING that happened with Lea? (She bled out of every damn pore and Miri was just like "mh that's unusual" YEAH IT IS?)
Another book that only left me confused.
I really really liked some of the images that were created while we followed along the transformation. And also the ending: dissolving and reappearing …. That just worked so well together🐙✨
The tags say this is a horror book, but it didn’t feel like that to me. I read it less like it was ment to be scary and more like a stunning story about love, change and loss.
Leahs experience in the deep sea, slowly going insane and the being at the end didn’t scare me, i perceived them as leah did, in a neutral, almost expecting way.
So yeah, her changing to the point of being unrecognizable, transparent felt like the way sickness takes a person, the way i know from real live, and not something horrific in that sense.
I did really enjoy it! I wasn’t disappointed by it not being scary, it just left me with this melancholy feeling, almost like taking the train in the dark and listening to quiet music. Going on a journey.
✨sapphic, herzzerreißend, beklemmend, spannend, frustrierend, aufwühlend, sehr emotional✨
Dieses Buch konnte sich nach und nach wirklich für sich gewinnen. Es war keine Liebe auf den ersten Blick, weil ich erst in den Schreibstil hereinkommen musste und mich zunächst auch die übernatürlichen, körperlichen Entwicklungen von Leah irritiert haben. Ein paar Kapitel später konnte ich diese sehr viel besser annehmen und übergeordnet annehmen. Mir gefällt sehr, dass das Buch aus beiden Perspektiven (Leah / Miri) geschrieben ist.
! Achtung, diese Rezension enthält Spoiler !
"Our Wives under the Sea" ist schwer zu beschreiben. Ist es eine Horror-Story? In gewisser Weise ja, auch wenn es kein Splatter und keine Schock-Momente gibt. Es ist eher der Horror des Nicht-Ausgesprochenen und nur Erahnten, des Mysteriums dessen, was während der Tauchfahrt passiert ist, der einen schaudern lässt. Und der Horror des Allein-Seins.
Protagonistin Miri hat in ihrem Umgang mit ihrer Frau Leah nach dessen Tauchfahrt und ihren Veränderungen keine Unterstützung. Die Organisation, die für die Tauchfahrt verantwortlich ist, ist nicht zu erreichen, niemand ist für sie da - selbst der Kontakt mit einer anderen Angehörigen von einem Teilnehmer der Tauchfahrt bringt ihr keine wirkliche Erleichterung. Diese Einsamkeit ist erschütternd und hoffnungslos und dennoch ist die Geschichte ein Plädoyer für die Liebe, für Miri und Leah und das, was sie hatten. Denn Miri bleibt durch alle Veränderungen von Leah bei ihr, allein, ohne Hoffnung und doch nicht ohne Liebe.
So ist "Our Wives under the Sea" am ehesten ein Beziehungsdrama, ein ruhiges, trauriges und poetisches Statement für die Liebe in einer Beziehung, auch in den schwierigsten nur denkbaren Zeiten: Wenn man die Person, die man liebt, verliert, und dabei zusehen muss.
beautifully written but following a sad plot and development of characters.
The book is following the past and the future of two lovers after the main character's wife comes back from a deep sea mission but she's different than she used to be.
"I thought to myself, Miri, Miri, Miri and waited for the ocean to end" the way Miri tries to keep holding onto Leah even though she basically doesn't exist anymore and clearly lived through something underwater that she doesn't quite want to talk about maybe because of trauma is heartbreaking. seeing the way she tries to do everything to get HER Leah back and not being able to achieve it makes the whole situation so heartbreaking. at first I wasn't the biggest fan of the story because I thought there wouldn't be any development or any situations that would truly make me overthink but the development of the story and Miri throughout the book makes the reader feel as if you where there to see the situation through your own eyes. everything is so detailed and so well written that you start to bond with the characters and you feel the way they feel in certain situations that book describes. I would recommended to anyone and everyone the only thing I didn't like is the open end. like I want to know what happened to everyone in that boat and why Leah started to fade into water...
Suptiler Horror im Oktober. Irgendwie hatte mich das Cover angesprochen, ich wusste nicht was mich erwartet. Doch dann zog mich die Story in ihre unglaubliche Tiefe. Die Beklemmung in einem U-Boot gesunken zu sein, ohne Aussicht auf Rettung und die Veränderungen auf die Seele. Und dann Mirin, die sich erst in einer Twlightzone aus Angst um ihre Frau befindet und dann mit einem veränderten Menschen klar kommen muss. So viel steckt in den nicht Mal 300 Seiten. Von Horror, über Ozeanologie bis hin zu der Dynamik von Zweierbeziehungen. Mich hat es gefesselt von der ersten bis zu letzten Seite.
Mischung aus Horror und Liebesgeschichte, zu skurril und gruselig, um es wirklich gut zu finden. Andererseits lässt mich auch genau das nicht los. Partnerin löst sich am Ende einfach im Salzwasser auf.
Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es war absolut nicht das was ich erwartet hatte und ich bin froh darüber. XD
Ich hab das Buch zuerst in einem Video von einer Youtuberin gesehen und fand ihre Beschreibung so interessant das ich es lesen wollte. Nur hat diese Beschreibung, so wie ich jetzt weiss, rein GAR NICHTS mit dem Buch zu tun. Gelesen habe ich es dennoch gerne.
Wir verfolgen hier in der Geschichte einPärchen: Miri und Leah. Die Kapitel wechseln zwischen den beiden immer hin und her.
Miri arbeitet von zuhause aus und Leah ist Mitarbeiterin in einem Team für Meeresbiologen. Leah war auf einer Exkursion und verhält sich seit ihrer Rückkehr immer merkwürdiger.
In Miris Kapiteln befindet man sich in der Gegenwart, wie sie versucht ihre Frau zu verstehen und zu helfen, Leah's Kapitel spielen in der Vergangenheit und man ist bei ihr auf der Exkursion.
Ich hab diesen Schreibstil GELIEBT, es ist die ganze Zeit super spannend und man fiebert einfach mit. Die Spannung wird immer und immer mehr aufgebaut und es wird teilweise auch sehr extrem und heftig. Es ist ein Fiction Buch, hatte aber auch einige seltsame Horror Anteile was mir persönlich sehr gefallen hat da ich skurrile Bücher sehr gerne lesen.
Ich muss aufhören zu schreiben sonst spoiler ich zu viel. Man muss es wirklich selbst lesen.
Wirklich tolles Buch und ich kann es jedem nur weiterempfehlen! Absolute Gänsehaut!
At first i really struggled to get into the story. I was interested from the beginning but i could just put the book down and not want to pick it back up.
it took the 30% mark for me to be actually hooked but from this moment on i had a very good time reading this book!
First of all i really enjoyed the writing style. it was so beautiful and lyrical and atmospheric!
At the beginning i was having problems understanding the pacing and following the plot bc we don’t have just one timeline but many stories from them being together and just anecdotes about each other. I have come to like this art of storytelling, i just had to get used to it ig.
The story is split up into the layers of the sea, which at first i did not pay much attention to but as we got further into the story , and deeper into the sea , the story and details got clearer and *deeper*. My confusion at the beginning was probably just the lacking of depth, which was the point haha.
The concept of grief really spoke to me. Grief itself has many different faces and this book portrayed them beautifully. I was emotionally invested with our characters , especially Miri. At times i did not want to read more because the situation was just so sad and i wanted to just hug Miri and cry with her.
The whole theme around the ocean and its creatures is very fascinating to me, so the glimpses we’ve got i enjoyed!
The ending was a whole rollercoaster of emotions in itself. i cried.
At the end of the Novel not every question you might have had will be answered but the way the story was written it was the only logical ending and it broke my heart.
Such a strange and unsettling story that losely reminded me of Cuthulu! It left a lot of room for interpetation and I'm honestly still wondering what the f* happened...
It's the kind of book that you somehow hate but also can't put down at the same time and that will haunt you for the next few months 🫠
I also really enjoyed Julia Armfields writing and the whole atmosphere! Can't wait to read more from her :)
Gosh, how I loved this book. One of those novels I cannot stop thinking about and probably won't ever. Loss, love, mystery and an absolutely fantastic dual view of the story.
Ich denke, dass mich dieses Buch noch sehr lange verfolgen wird. Irgendwie habe ich es gehasst, gleichzeitig aber sehr geliebt. Während dem Lesen hat es mich dauerhaft gegruselt und im nächsten Moment kamen mir die Tränen. Ganz klare Leseempfehlung!
For being a novel, this book has a very poetic quality to it. I think it is both very beautiful and incredibly bleak.
I liked the slow seeping in of the body horror. Being able to see Leah slowly decay and change emotionally and physically before Miri was very interesting.
I also enjoyed that both narrators are unreliable. Leah is caught up in the whirlwind of isolation that comes with the research mission, what happened to Jelka, and the intense isolation. Miri is so caught up in the past, of how things used to be, that she initially becomes passive, allowing things to happen as they do. Why didn't she do more? Isn't this what a lot of us ask ourselves during grief? I've asked myself this plenty of times.
I really wasn't expecting the book to make me ask as many questions of myself about grief and moving on, but it did, and I've ended up very grateful.
3.5/5
I feel quite troubled about this book. The moment I finished it, I was in awe of how beautifully written it was, but the more I think about it, the more loose ends I notice in hindsight.
Someone on Reddit said that the whole plot felt like watching a show constantly disrupted by ads. And I couldn't have found better words to describe how I felt while reading.
The story itself seems straightforward at first: Leah is a biological researcher specializing in deep-sea exploration. While she works mostly at the research institute, commonly referred to as "The Centre", she goes on deep sea expeditions from time to time. And here's the main plot point: Leah returns from her most recent expedition, scheduled to last three weeks, after six months. Her wife, Miri, begins to notice little things that lead her to believe that it is not Leah who has returned from the ocean, but something inhuman, even unearthly. And her own personal horror unfolds.
Told in two POVs and two timelines the storytelling was extremely immersive. With each POV change, new questions arose about what happened down there and what led Leah to become the way she is now. All these loose ends paved the way for a brilliant ending. A firework of emotions. A masterpiece of tying everything together.
What actually happened? Nothing.
There was a time jump, so we will never know what actually happened to Leah before she finally returned from the expedition.
Here are just a few of the countless unanswered questions I was left with at the end of the book:
- What was the real purpose of the expedition?
- How does "The Centre" relate to what they encountered on the deep sea floor? What is the connection between what the team saw on the bottom and the logo of the research institute?
- What exactly was the creature they encountered thousands of miles under the sea?
- What happened to Leah? Did she really communicate with the "thing"? What caused her to slowly turn into water?
- What made Jelka stop believing and open the escape trunk?
-MATTEO?!?! (Did he survive? If so, what happened to him? Where is he now? What did he hear/see?)
I also realized that it is possible that none of what happened is real. That Leah never came back and the whole plot is Miri's way of dealing with that. I can appreciate the effort that went into all the details (Leah losing an eye at the same time Carmen gets the eye surgery). But this kind of book is not for me. I admire the imagination that went into it, and I envy readers who can find beauty in allegory. It's just not for me.
If that changes in the future I might edit the rating and the review, but for now that‘s it.
So, all in all, it was a pleasure to read while the story was unfolding.
But finishing it took away all the good plot points for me. And all I see in this book are missed opportunities.
2 stars for the magical writing. 1 star for the well-written allegory (if true). 0.5 for the heartbreak.
Eine Geschichte über Trauer und das Loslassen von Erinnerungen, inform von feinfühligem Body-Horror.
Miris Frau Leah, die Meeresbiologin ist, kehrt von einer als verschollen geglaubten Tiefseetaucher-Mission zurück. Dieses traumatische Erlebnis hat für sie nicht nur seelische, sondern auch körperliche Abnormalitäten zur Folge. Nach und nach verliert Leah, vor den Augen ihrer Frau, alle menschlichen Züge. Was von ihrer früheren Beziehung übrig geblieben ist, liegt in Bruchstücken auf dem Meeresgrund.
»Every couple, I think, enjoys its own mythology, recollections like notecards to guide you round an exhibition [...]«
Ein Leseerlebnis, tiefgründig wie das Meer.
Nur das Ende fand ich etwas abrupt.
Ich weiß noch nicht so ganz was ich davon halten soll 😅
Die Erzählweise ist wirklich sehr Slow und die Geschichte wird abwechselnd aus Miris Perspektive, die die Gegenwart mit ein paar Rückblenden beschreibt und Leah’s Perspektive, die ihre Zeit unter Wasser schildert erzählt.
Ich muss das Ganze auf jeden Fall noch etwas verarbeiten und bin mir nicht wirklich sicher ob ich das Buch als Ganzes wirklich verstanden habe. Zum Ende hin wurde es immer weirder.
Ich glaube aber insgesamt geht es viel um Trauer und das Vermissen einer Person die aber immer noch da ist.
Mich konnte es leider nicht so wirklich begeistern
Durch die stimmige Sprache bzw. Übersetzung wurde ich direkt in das Unbekannte eingezogen, in die Tiefe des Meeres und die körperliche und mentale Veränderung der Figuren. Empfehlenswert!
I went into this book without knowing anything about it, and was very positively surprised.
I loved that it was a mixture of different genres and how the story advanced.
The book made me feel all different kinds of emotions, at some points I felt the angst creeping in, on others I felt so lost together with the protagonist navigating her life and trying to get a grip.
It is definitely not a book for every day or every mood but I read it at the perfect point for me.
Not sure if this was the most romantic horror or the most terrifying romance novel I have ever read but save to say I need a second to process because HOLY SHIT!!!!!!!!!!!!!! This was amazing. One thing I DO know is that I’m a hypochondriac confirmed because a lot of Miri’s behavior was a little too relatable to ignore
hmmmm… ich mochte nicht so gerne ehrlichgesagt, für mich hätte ich gerne mehr erfahren über was da unten eig passiert ist und dieses center ich glaube es war für mich nicht horror genug für horrorbuch sonder einf zu unreal dass ich mich frage warum wird nichts mehr erklärt das kann doch alles nicht sein…naja es hatte viel potenzial
The spookiness, the vague descriptions that kept you guessing at what truly was going on, the atmosphere, it was as phenomenally creepy as it was confusing. I found the writing style was easy to follow despite feeling a little detached (which felt very intentional to me so no criticism at all here) and while Leah and Miri did have very similar voices, the stories they told were so vastly different that I didn't mind it much.
<spoiler>
I will say, the ending cleared up NOTHING for me. The best explanation I can come up with is that Miri imagined the whole thing (or maybe we're reading her story in a Subreddit called "OWUTS", yk, kind of like "Our Husbands in Space" but very specific to Miri's situation). Or maybe it's all supposed to be a metaphor for grief? But the questions left unanswered also very much fit the theme of the vastness and unexplained-ness of the ocean, so... </spoiler>
Bei diesem Buch gab es für mich eine Premiere: Eine Mitarbeiterin musste zur Self-Checkout-Kasse kommen und mein Alter überprüfen. Was mich im ersten Moment etwas irritiert hat, immerhin war ich extra zur Selbstbedienungskasse gegangen, weil ich am Tag davor bei einer Arbeitsveranstaltung war und so gar keine sozialen Energien mehr übrig hatte. Und: Ich bin Mitte 20 und fühlte mich trotzdem plötzlich wieder so, wie damals, als ich zum ersten Mal Alkohol gekauft habe. Natürlich hat bei diesem Buch aber niemand mehr nach meinem Ausweis gefragt. Ich denke nicht, dass es noch irgendwelche Zweifel an meiner Volljährigkeit geben könnte. Und jetzt, mit ein bisschen Abstand finde ich diese Kontrollen eigentlich gar nicht so schlecht. Gerade bei expliziten Inhalten, egal ob Erotik oder (so wie hier) Horror. Das müssen nicht unbedingt Kinder lesen. Schwieriger umsetzbar wird das wahrscheinlich bei Online-Bestellungen oder Grenzfällen. Wie geht man mit erotischen Romanen um, die von Verlagen für ein jüngeres Publikum freigegeben wurden - wie die Bücher von Ashley Herring Blake, die in der deutschen Übersetzung scheinbar plötzlich Jugendbücher sind? Oder mit 17-Jährigen, die wahrscheinlich durchaus oft schon in der Lage dazu sind, explizite Inhalte zu verarbeiten - vielleicht sogar besser als einige Erwachsene? Ich habe keine Antworten auf diese Fragen, sie sind mir aber beim Warten an der Self-Checkout-Kasse gekommen, deswegen möchte ich sie hier ganz frech in die Runde werfen.
In diesem Roman geht es um Miri und ihre Ehefrau Leah. Leah ist beruflich viel unter der Wasseroberfläche unterwegs - für Forschungsmissionen verbringt sie teils Wochen und Monate in U-Booten an den tiefsten Orten der Welt. Doch bei dieser neuesten Mission ist etwas schief gelaufen - und die Frau, die wieder zu Miri zurückkehrt, erinnert nur noch äußerlich an Leah. So weit, so gruselig. Schockierender als die Szenen an Land war für mich aber Leahs Perspektive, die uns von der Zeit in einem plötzlich stillstehenden U-Boot am Meeresboden erzählt, ohne Kontakt zur Außenwelt, ohne Wissen darüber, was denn überhaupt passiert ist und was passieren wird.
Kleiner Fakt über mich: Ich kann nicht gut mit Enge umgehen. Eventuell bin ich sogar schon leicht klaustrophobisch, habe aber keine Diagnose vorzuweisen und nenne mich deswegen nicht gerne so. Wenn ich in einem geschlossenen, kleinen Raum wie einem Aufzug stehe, erhöht sich mein Puls. Wenn ich in einer überfüllten U-Bahn stehe, muss ich mich auf meine Atmung konzentrieren und mich selbst beruhigen. Und meine bisher einzige Panikattacke passierte vor einigen Jahren in einer meiner Meinung nach komplett überfüllten Berggondel. Ich wüsste nicht, was diese Angst ausgelöst hat - sie war irgendwie schon immer da. Das erste Mal sichtbar wurde sie sogar auf einem U-Boot - passt also gut zu diesem Buch. Mein Vater hat uns Kinder zu diesem historischen U-Boot mitgenommen und hatte einen riesen Freude damit - denn sowas interessiert ihn sehr und ich weiß, wie schön er es fand, uns diese Möglichkeit bieten zu können, sowas mal von innen zu sehen. Aber sobald ich drin war, hatte ich das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Ich musste sofort wieder da raus.
Wie ihr euch denken könnt, war also allein die Vorstellung, ohne Ausweg in einem U-Boot festzusitzen, für mich unglaublich gruselig und aufreibend. Vielleicht bin ich also die falsche Person, um den Gruselfaktor dieses Buches beurteilen zu können? Denn allein beim Schreiben dieser Rezension bekomme ich wieder schwitzige Hände.
[Spoiler im nächsten Absatz]
Dafür fand ich wiederum die Szenen an Land nicht wirklich gruselig. Ekelhaft, teilweise schon, aber nicht unbedingt gruselig. Das hing vielleicht damit zusammen, dass beide Protagonisten hier sehr passiv auf mich wirkten. Außerdem wurde bis zum Ende nie wirklich geklärt, was denn jetzt eigentlich wirklich passiert ist. Warum der technische Totalausfall des U-Boots? Warum Leahs Veränderung? Woher kamen die Stimmen? Und wem gehörte dieses Auge? Ich weiß es nicht, im Buch wurde es nicht geklärt. Das waren mir persönlich fast zu viele Fragen, die hier offen blieben.
[Spoiler Ende]
Den Schreibstil hier fand ich einfach großartig. Teils super schön, teils lustig, teils hat das Buch für Tränen in meinen Augen gefühlt. Und die Szenen unter Wasser haben bei mir ein richtig beklemmendes Gefühl ausgelöst - aber nochmal, das könnte auch einfach ich sein. Kann sein, dass das den Rest der Welt gar nicht stört, das kann ich nicht beurteilen. War aber auf jeden Fall toll zum Lesen!
Mein Fazit? Ein großartig geschriebener Horrorroman, der mich als Leserin aber mit vielen Fragen zurücklässt.
The blurb made it look like a creepy horror novel, but it actually reads like a tragic love letter?! Maybe if I was in the right head space for this, I would have rated it differently, but now I‘m just pissed off :(
I started reading this book and expected it to be one of my all time favourites. My mistake tho was, going into this and expecting everything to make total sense. It doesnt. Its a horror story thats kind of hard to grasp.
Leah slipping away from Miri while her their relationship changes and as a reader I felt like i want to do something about it when i obviously cant.
But the story is so character driven - you find a deep love for both of them.
All in all i loved it and enjoyed reading it i just wish that some things had a little more explanation but maybe thats exactly what makes this book so special.
Was macht man, wenn die Person, die einem so vertraut ist, zuerst verschwindet und dann zurückkehrt und man sie nicht mehr erkennt? Wie kann man Erfahrungen, die man selbst nicht erklären kann, mit anderen teilen? Kann man Leute vor dem Ertrinken retten, ohne selber dabei zu ertrinken?
A friend gifted me this book for Christmas, saying it'd had her ugly-sobbing.
I didn't cry while reading it. I also don't agree with people who call this "a deep sea thriller". It's not a thriller. The tension doesn't hit you in the face, there's no running, no evil.
This book made my skin crawl. It made me get up and eat fruit. It made me hug my boyfriend tighter than usual. It made me google all sorts of fun-facts about the sea I feel like I knew once but forgot.
I'm not sure if I got Our Wives Under the Sea. I'm not sure if I was supposed to. All I know is that I'm hurting and that I'm full of longing now, for what, I cannot express.
Es gibt einen großen Interpretationsspielraum. Finde ich ganz gut, sehr vielschichtig. Aber irgendwie hätte ich mir doch ein ganz kleines bisschen mehr Insight gewünscht. Aber alles in allem sehr schnell durchgeruscht und sehr lyrische Sätze!
Erinnert mich (wahrscheinlich wegen dem Meeresthema) an den Schwarm von Frank Schätzing. Ich liebe dieses Unterwasser Thema sehr in Büchern. 🌊
Ich liebe es, dieses Genre zu lesen. Diese weirden Bücher bei denen man die ganze Zeit nicht so wirklich weiß was abgeht. Aber trotzdem bin ich am Ende immer etwas enttäuscht… weil ich dann immer noch nicht weiß was abgeht 😅
Was mich an diesem Buch allerdings überzeugt hat ist es, dass man die Liebe der Protagonistinnen und die Tiefe und Vielschichtigkeit dieser über das ganze Buch hinweg spürt. 🫶
Es gibt diese Romane, die einen nicht mit einem Knall treffen, sondern sich leise und eindringlich an einen heranschleichen und dann nicht mehr loslassen. „Our Wives Under the Sea“ ist so ein Buch – obwohl es mittlerweile fast ein halbes Jahr her ist, dass ich es gelesen habe, denke ich noch immer darüber nach, versuche die Bedeutung zu erfassen und tue mich gleichzeitig noch immer schwer damit, meine Gedanken dazu aufzuschreiben.
Das Buch klingt erstmal nach klassischem Horror: Leah kehrt nach einem mysteriösen U-Book Einsatz nach Hause zurück. Ihre Frau Miri ist glücklich und glaubt, nach dem langen Warten endlich wieder mit ihrer Liebsten vereint zu sein. Doch Leah ist verändert, körperlich und emotional.
Das Buch ist aus der Sicht der beiden Protagonistinnen geschrieben. Während Miri in ihren Kapiteln über die Gegenwart spricht, erhalten wir aus Leahs Sicht Einblicke in ihre Zeit unter Wasser. Gerade zweiteres war für mich nicht immer ganz einfach zu lesen. Tief unter dem Meer zu sein gehört zu meinen größten Ängsten und die Autorin erzeugt eine sehr beklemmende Atmosphäre. Sie zeigt, wie die Crew des U-Boots sich in der Zeit unter Wasser immer mehr verändert und je länger dies andauert, umso beängstigender wird dies.
Auf der anderen Seite versucht Miri mit der sich verändernden Wirklichkeit klarzukommen – ihre Frau verhält sich immer seltsamer, ist völlig abwesend und sie erhält keine Hilfe. Nach dem vermuteten Verlust ihrer Frau kam diese wieder zurück und nun scheint sie sie von neuem zu verlieren. Nicht plötzlich, sondern ganz langsam.
Für mich las sich das Buch dadurch auch wie eine Introspektion in den Trauerprozess und ich fand dies enorm berührend gemacht, ohne dass es wirklich offensichtlich war. Es gab hier zwar auch Horrorelemente aber diese traten in den Hintergrund, trugen zwar zur Atmosphäre bei aber boten sonst nur einer besonderen Geschichte einen Rahmen.
Fazit:
Für mich war „Our Wives Under the Sea“ ein klares Jahreshighlight und die Mischung aus Horror, Liebe, Trauer, Verlust und so vielem mehr hat mich tief berührt. Ich kann die Geschichte nur unbedingt weiterempfehlen!
Für mich war dieses Buch ein kleines Highlight und ich werde definitiv noch weitere Bücher von Julia Armfield lesen!
"Our wives under the sea" konnte mich von der ersten Seite an begeistern! Während wir aus Leahs Sicht von den Ereignissen unter Wasser erfahren, erzählt Miri von der Zeit nach Leahs Rückkehr. Dabei verschwimmen die Grenzen von Realität und Einbildung, und lassen viel Spielraum für eigene Interpretationen. Ein Kernthema ist Trauer und die Bewältigung von traumatischen Ereignissen. Leah und Miri klammern sich beide an Erinnerungen fest, reisen in die Vergangenheit, um dem Unausweichlichen noch ein bisschen fern zu bleiben. Vor allem Miris Gedanken haben mich fasziniert und mich zum Nachdenken angeregt.
Die Geschichte ist zwar eher ruhig, doch sprachlich ist dieser schmale Roman eine Wucht und hat mich wirklich sehr begeistert. Ich habe all die klugen und poetischen Worte wie ein Schwamm aufgesogen.
"When Something bad is actually happening, it's easy to underreact, because a part of you is wired to assume it isn't real. When you stop underreacting, the horror is unique because it is, unfortunately, endless." S. 190
Ich kaufte mir das Buch, da ich das Thema U-Boot sehr interessant und spannend fand. Am Anfang kam ich auch schnell voran und wollte wissen was Leah in dem U-Boot, so weit unter Wasser erlebte.
Doch ab der Mitte hat mich das Buch komplett verloren. Die Charaktere sind mir zu unnahbar und ich konnte überhaupt nicht mit ihnen mitfühlen. Die Kapiteln von Leah waren mir auch zu kurz. Für die Tatsache, dass das Szenario, ganz tief unten im Meer auf so kleinen Raum mit zwei anderen Personen eingesperrt zu sein und nichts dagegen tun zu können, eines der furchteinflößendsten sein sollte, kam dieses Gefühl bei mir nie rüber.
Ja es herrschte eine düstere beklemmende Stimmung, aber irgendwann habe ich aufgehört mitzufiebern, da ich sowieso wusste, dass Leah wieder auftauchen würde. Und der erhoffte Plottwist passierte am Ende leider auch nicht mehr.
Beklemmendes Kammerspiel über das Ende einer Beziehung.
Leah kehrt von einer fehlgeschlagenen Expedition in die Tiefsee verändert zurück: Das U-Boot sank bis an den Grund und die Technik versagte - abwechselnd beschreiben sie und ihre Ehefrau Miri, wie es so weit kommen konnte.
Armfield gelingt hier ein Genremix, der mich sehr unterhalten hat: Beziehungsgeschichte trifft auf Horror, trifft auf Hochliteratur, trifft auf SciFi. Manche Passagen waren mir etwas zu phrasenhaft und lasen sich ein bisschen wie Versatzstücke, dennoch finde ich den Roman für ein Debüt beeindruckend und gelungen.
Irgendwie war das Buch für mich nicht ganz das, was ich erwartet habe bzw lesen wollte.
Es gab Sachen, die mir ganz gut gefallen haben (hierzu zählt vor allem Leah‘s Perspektive), Miri habe ich hingegen als nervig empfunden und zu ihr konnte ich leider absolut keine Bindung aufbauen. Daher mochte ich ihre Kapitel nicht so gerne und fand sie oftmals langweilig.
I find it very hard to describe and rate this book.
It’s something completely different to what I have ever read before.
The book is very mystical and the relationship between Leah and Miri was very tender and romantic and it unraveled more and more throughout the book.
But still I found the first half of the book a bit weaker and only as of halfway through really suspenseful and catchy.
The excerpts Miri described of their time together on land before Leah’s mission were very beautiful und you understood the relationship between them and I found Leahs character very humorous and easy going.
Through Leah’s descriptions of her life as a child the reader could comprehend the passion Leah has for the ocean and the lives in the ocean. Therefore the ending was very beautifully written and I nearly cried. And the book built up to the ending which made perfect sense after that story.
Gestalten der Tiefe erzählt die Geschichte von Miri und Leah, einem verheirateten Paar, dessen Leben nach Leahs Rückkehr von einer missglückten Tiefsee-Expedition nicht mehr dasselbe ist. Leah hat sich verändert – sowohl körperlich als auch mental – und Miri ringt mit den Veränderungen, die sie in ihrer Frau beobachtet. Während Leah seltsame Verhaltensweisen entwickelt, wie stundenlange Bäder und eine fast krankhafte Anziehung zum Wasser, versucht Miri zu verstehen, was unter der Meeresoberfläche wirklich geschehen ist. Das Buch wechselt zwischen den Perspektiven der beiden Frauen: Miri reflektiert über ihre Ehe und das Leben nach Leahs Rückkehr, während Leahs Kapitel einen Einblick in ihre Erlebnisse unter Wasser geben, die zunehmend surreal und bedrohlich wirken. 🌊
Der Schreibstil ist lyrisch und gleichzeitig düster. Die Autorin nutzt poetische, oft metaphorische Sprache, die das Gefühl der Bedrohung und des Unbekannten verstärkt - man fühlt sich an so vielen Stellen total unwohl. Besonders eindrucksvoll fand ich, wie Armfield die körperlichen und geistigen Veränderungen von Leah beschreibt – fast schon körperlich spürbar, während man liest. Allerdings merkt man, dass die Sprache hier klar über Handlung und Charakterentwicklung gestellt wird. In Maßen mag ich sowas auch sehr gerne - hier habe ich mir etwas mehr Plot gewünscht. Vielleicht hatte ich auch einfach eine falsche Erwartung an das Buch. ✒️
Die Atmosphäre des Buches ist definitiv bedrückend und schafft es, ein konstantes Gefühl der Unruhe und Beklemmung zu vermitteln, besonders in der Mitte der Geschichte. Doch gleichzeitig hatte ich Schwierigkeiten, eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Miri und Leah blieben mir zu distanziert, ihre Stimmen zu ähnlich, was es mir erschwerte, sie als individuelle Figuren zu sehen. Die Autorin erzeugt zwar eine unheimliche Stimmung, doch die Antworten auf viele der aufgeworfenen Fragen bleiben vage und unbefriedigend. Letztlich fühlte ich mich eher verloren im Nebel des Ungewissen als tief berührt, irgendwas hat einfach gefehlt. 😶🌫️
Fazit: Wer dichte, bildhafte Prosa mag und sich nicht an einer offenen Handlung stört, hat hiermit den perfekten Read. Für mich persönlich war es eine interessante, aber nicht vollkommen erfüllende Leseerfahrung. ⭐️⭐️⭐️✨