10. Aug.
Rating:3

 Ich habe bei diesem Buch einmal eine anderen „Leseansatz“ versucht. Aber von Anfang an: Irgendwie kam mir der Titel des Buches bekannt vor und da erinnerte ich mich, diesen Mysteryroman auf Instagram das eine oder andere Mal gesehen zu haben. Ein anderes Buch hatte ich bereits von der Autorin abgebrochen, sodass ich gespannt war, wie es denn dieses Mal verläuft. Und wie auch beim letzten Mal kämpfte ich mit dem Erzählstil und der Ich-Perspektive. Ich verstehe, warum man diese Perspektive als Autor technisch wählt, doch leider komme ich zu 90% mit dieser Perspektive nicht klar. Gerade bei jungen Figuren in Büchern wirken auf mich die Charaktere aufgrund der eingeschränkten Erzählperspektive noch jünger, ich fühle mich als Leser eingeengt. Selten reißt dies eine außergewöhnliche Schreibweise raus. Doch besonders bei Werken, die sich an ein jüngeres Publikum wenden, habe ich es persönlich noch nicht erlebt. Bevor ich jedoch weitermache, worum geht es eigentlich? Es handelt sich um eine sehr junge Frau, die sich „undercover“ auf die Suche nach ihrem verschollenen Vater macht. Ihr Vater war ein berühmter Detektiv, der bei seinem letzten Fall verschwunden war. Doch am Ende geht es nicht nur um den Vater, sondern um viele vermisste Mädchen. Von der Atmosphäre erinnerte es mich mit dem Dorf, den verschwundenen Mädchen und den teilweise skurrilen Charakteren ein wenig an Sleepy Hollow. Aber um es klarzustellen, wir befinden uns im 15. Jahrhundert in Korea und rein inhaltlich haben die beiden Geschichten kaum etwas miteinander gemein. Auffällig ist die Vergötterung der Vaterfigur durch Hwani (die Protagonistin) und auch die stark konservativen Rollenbilder, aus denen Hwani bewusst und unbewusst gelegentlich ausbricht. Teilweise auf schmerzhafte Weise, weil ihr Bild des Vaters nicht immer der Realität entspricht. Ganz im Gegenteil. Ich muss gestehen, dass mich die Verehrung des Vaters stellenweise schon fast ein wenig nervte, doch ich versuchte mir in Erinnerung zu rufen, dass die Geschichte in einem völlig anderen Kontext als mein Heute und Jetzt spielt. Allerdings habe ich dann nach etwas weniger als der Hälfte gemerkt, dass die Luft raus ist. Mich packte der Erzählstil nicht, die Ich-Perspektive machte es nicht besser. Also dasselbe Problem wie beim vorherigen Buch. Und so entschloss ich mich, mich im Netz auf die Suche zu begeben und mehr über das Buch herauszufinden. Denn mein Gefühl sagte mir, dass das eigentliche Thema sehr spannend und vielleicht sogar tragisch sein könnte. Nun würde ich extrem spoilern, wenn ich mehr auf den Fall und den tatsächlichen Hintergrund eingehen würde. Doch so viel sei gesagt, ich lernte noch einmal einiges dazu über die damalige Zeit und meine Recherche lohnte sich. So konnte ich das Buch ruhigen Gewissens abbrechen. Es ist kein schlechtes Buch, überhaupt nicht. Wer sich für Korea interessiert, Mystery oder sogar beides mag, wird hier eventuell einen spannenden Roman finden. Wahrscheinlich hätte ich mich auch mit einer anderen Perspektive eher mit der Geschichte anfreunden können, doch dann wäre es ein anderes Buch geworden. Daher, einfach ausprobieren und schaut, ob dieser Roman etwas für euch ist.

The Forest of Stolen Girls
The Forest of Stolen Girlsby June HurFeiwel & Friends
23. Apr.
Rating:4

Yet another mysterious plot, with elements of historical truth noted within. The main character is someone that I would not love to know in real life, with her thinking towards her younger sister's actions sometimes frustrating to read. Yet, the inclusion of her upbringing compared to her sister shows that this disparity in thoughts is because of what was taught to be right or wrong. Definitely an enjoyable read. Rating: Rating: 4.5

The Forest of Stolen Girls
The Forest of Stolen Girlsby June HurFeiwel & Friends