8. Dez.
Rating:2.5

War ok. Hier gehts deutlich mehr ums World Building als wirklich um die Charaktere an sich. Alles recht distanziert und es gibt eine Story innerhalb der Story. Hätte glaube ich länger und ausgefeilter sein müssen, um richtig zu wirken.

The Memory Police: A Novel
The Memory Police: A Novelby Yoko OgawaPantheon
21. Feb.
Rating:3

Huh?

I think I'm not the right person for such philosophical literature, but the book was still a good read - just a bit confusing. Would have preferred a bit more worldbuilding and reason behind the cause of the disappearances. (Maybe a reference for dementia, in that case a really good interpretation bc the memory might be lost but the subject remains?)

The Memory Police: A Novel
The Memory Police: A Novelby Yoko OgawaPantheon
30. Apr.
Rating:3

· Concept seemed very interesting, but all in all it was kinda underwhelming (often I rather would've continued to read the story the protagonist wrote) · Everyone is very… polite . (Maybe that's just how Japanese are though? Being mindful of others) · Disappearing photographs?? Now that crosses a line "The disappearances, which had slowed down after the roses, returned with two in quick succession: first, photographs, and then fruits of all sorts. As I was gathering all the albums and photos in the house-including the portrait of my mother on the mantelpiece to burn them in the garden incinerator, R made a desperate effort to stop me. "Photographs are precious. They preserve memories. If you burn them, there's no getting them back. You mustn't do this. Absolutely not." "But what can I do? The time has come for them to disap-pear," I told him. "If their photographs are gone, how will you remember your parents' faces?" he asked, looking deeply troubled. "It's their photographs that will disappear, not my mother and father," I said. "I'll never forget their faces." "They may be nothing more than scraps of paper, but they capture something profound. Light and wind and air, the tenderness or joy of the photographer, the bashfulness or pleasure of the subject. You have to guard these things forever in your heart. That's why photographs are taken in the first place." · Why does no one have a proper name. We don’t know what the protagonist is called, the editor is just R, then the old man and the characters in her stories don‘t have a name either. (Except for the dog. „Don“) · They‘ve disappeared left legs, wtf? And how dare the dog‘s left leg disappear as well · She just… disintegrates? · The author‘s consistent, I‘ll give her that; still kinda wished I could‘ve learned more about the memory police and the background

The Memory Police: A Novel
The Memory Police: A Novelby Yoko OgawaPantheon
20. Dez.
Rating:5

Ein Buch über den Verlust von Erinnerung und die Schuld des Vergessens. Wie beeinflussen Erinnerungen unsere Wahrnehmung und unsere Identität? Haben wir das Recht Unrecht zu vergessen, wegzusehen oder laden wir so Schuld auf uns? Diesen Fragen geht Ogawa Yoko mit einer sanften aber eindringlichen Sprache nach, die sich bis ins Herzen frisst und dort die Fragen wieder stellt. Immer wieder. So dass man sie nicht vergessen kann. Ein einmaliges Leseerlebnis, das einem noch lange danach begleitet. https://youtu.be/Go7yFc6Y4bA

The Memory Police: A Novel
The Memory Police: A Novelby Yoko OgawaPantheon
22. Aug.
Rating:3

3,5 Sterne Einerseits hat die Autorin faszinierende Ideen. Vor allem die Spiegelung der Geschichte, die die Hauptfigur im Roman selbst schreibt und den Ereignissen, die sie erlebt, gefiel mir. Über Gegenstände erinnern wir uns leichter an Erlebnisse aus unserer Vergangenheit. An das was uns selbst als Menschen ausmacht Doch im Roman geht die Autorin noch weiter, auch Lebendiges ist plötzlich nicht mehr da, das Wort dafür löst keine Emotionen mehr aus - selbst dann nicht, wenn jemand, dessen Erinnerungen nicht gelöscht wurden, die Worte benutzt und ihre Bedeutung erläutert. Eine Welt in der die Macht über die Erinnerung und damit die Identität einzelner, aber auch der ganzen Gesellschaft bei einer Erinnerungspolizei liegt. Aber welche Entscheidungen sie warum trifft, bleibt verborgen. Einerseits uns als Leser:innen, aber auch den Figuren im Buch. Dieses Verborgene ist für mich persönlich aber auch das Problem. Mir fehlte der stärkere Fokus auf das politische System dahinter oder zumindest Einblicke in die Strukturen der Erinnerungspolizei, ihrer Motive. Das hat für mich dafür gesorgt, das mir ein richtiger Rahmen fehlte. Schwer zu erklären, aber mir fehlte es dadurch ehrlicherweise auch an Tiefe und Substanz. Irgendwie plätscherte die Handlung teilweise etwas verloren so vor sich hin. Und auch wenn man versteht, das es auch um die Einschränkung der Gedanken und Lebenswelt der Protagonistin geht, war das alles doch irgendwie auch eine Art und Weise seltsam belanglos. Es hat in mir kaum Gefühle ausgelöst. Teilweise weil mir eben das, was meinem persönlichen Geschmack entspricht fehlte, aber auch, weil mir die Entwicklung zwischen der Protagonistin und ihrem Verleger nicht gefiel. Persönlich war mir alles zu offen gehalten, zu sehr auf zu viele Interpretationen ausgelegt, würde ich es mal beschreiben. Ich brauche keine feste Richtung in die ich denken soll, aber gleichzeitig war dieses alles in der Schwebe lassens, der Hintergründe mir persönlich zu wenig. Zu wenig um etwas bei mir aus zu lösen. Zu wenig um mich mit den Figuren irgendwie zu verbinden.

The Memory Police: A Novel
The Memory Police: A Novelby Yoko OgawaPantheon
9. Mai
Rating:5

25 Jahre nachdem der Roman in Japan erschienen war, wurde "The Memory Police" erstmals in englischer Übersetzung von Stephen Snyder herausgegeben und schaffte es 2020 sogleich auf die Shortlist des International Booker Prize. In Yoko Ogawas Dystopie sieht sich die Bevölkerung einer namenlosen Insel einer ungreifbaren Macht ausgesetzt, die in unvorhersehbaren Abständen Dinge verschwinden lässt. Seien es Hüte, Boote oder Vögel - über Nacht werden sie Fremdkörper auf der Insel, Leerstellen in den Köpfen der Menschen ohne Bedeutung. Das Verschwinden wird überwacht von der ominösen "Memory Police": Wer verschwundene Gegenstände aufbewahrt, sich damit beschäftigt oder sogar zu denjenigen gehört, die nicht vergessen können, wird mit totalitären Mitteln zur Rechenschaft gezogen. Die namenlose Protagonistin ist Schriftstellerin und hat bereits ihre Mutter an das Regime verloren. Nun sieht sie ihren Lektoren in großer Gefahr und entschließt sich, ihm ein Versteck vor der Memory Police zu schaffen. Ihr einziger Helfer und Mitwisser ist der alte Mann, ein väterlicher, tatkräftiger und treuer Freund. Mit ruhiger und sanfter Sprache bettet Yoko Ogawa existentielle Fragen in die Geschichte ein: Wer sind wir ohne unsere Erinnerungen? Was bleibt übrig von unserer Existenz, wenn wir den Bezug zu unserer Umwelt verlieren? Und wie anpassungsfähig sind wir, wenn uns fundamentale Teile unseres Seins genommen werden? Parallel sorgen die bedacht eingewobenen Ausschnitte aus dem Roman der Protagonistin (Buch im Buch) für eine mehrstimmige Betrachtung dieser Themen. Für mein Empfinden hat Yoko Ogawa genau das richtige Pacing getroffen zwischen Alltagsbeschreibungen, Spannungsspitzen und herzzerreißender Dramatik. Ein wunderbar tiefgreifendes Buch mit viel Stoff zum Reflektieren, das ich in kürzester Zeit verschlungen habe.

The Memory Police: A Novel
The Memory Police: A Novelby Yoko OgawaPantheon
14. Jan.
Rating:4

Ungewöhnliche Dystopie

Eine seltsame Geschichte mit gut gezeichneten Charakteren und einer Geschichte in der Geschichte, die fast die interessantere war… am Ende hat mir irgendwas gefehlt. Es muss nicht immer alles erklärt werden, aber gar nichts zu erklären… auf jeden Fall sehr gut geschrieben.

The Memory Police: A Novel
The Memory Police: A Novelby Yoko OgawaPantheon