Da ist noch viel Luft nach oben. Der Plot war zwar interessant, aber die Umsetzung nur so lala. Die Lovestory hat mich auch nicht überzeugt.
Die Geschichte blieb leider hinter meinen Erwartungen zurück.
Der Anfang konnte mich schon nicht so catchen, und ich fand die vorliegende Situation sehr verwirrend.
Mit den Protagonisten bin ich dann auch leider nicht so vertraut geworden. Sie sind, wie die Handlung zeitweise auch, sehr oberflächlich dargestellt.
Die Geschichte ist definitiv noch ausbaufähig, was sicher auch an der Gesamtlänge dieser liegt. Etwas ausführlicher wäre schön gewesen.
Die Liebesgeschichte konnte mich wohl aufgrund dessen auch nicht überzeugen. Ich habe es nicht gefühlt.
Der Plot hat mir im Nachhinein zwar gut gefallen, aber die Umsetzung eben nicht so.
In Hinter zerbrochenem Glas geht es um Juliet, die nach ihrem Studium wieder in ihre Heimatstadt Bar Habor zurückkehrt. Dort hat sie immer wieder seltsame und kurze Erinnerungen an eine Kindheit, die nicht ihre zu sein scheint. Cayden, den Juliet gleich nach ihrer Rückkehr kennenlernt, scheint jedoch mehr über diese Kindheit zu wissen als er ihr erzählt.
Die Geschichte lässt sich super leicht und schnell lesen, vor allem auch wegen der kurzen Kapitel und der wechselnden Erzählperspektive. Man möchte von Anfang an wissen, welches Geheimnis vor Juliet verborgen wird und deswegen wurde es auch am Ende richtig spannend.
Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen außer, dass sich die Beziehung zwischen Juliet und Cayden für meinen Geschmack etwas zu schnell entwickelt hat.
Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht. Da ich zuvor schon "Firefighters 2: Tyler's Story" von ihr lesen durfte und mich die Geschichte damals gut unterhalten hat, wollte ich "Hinter zerbrochenem Glas" ebenfalls lesen. Zudem hat mich nicht nur das Cover angesprochen, sondern auch der Titel. Der Klappentext tat dann sein Übriges.
Wie gewohnt war der Schreibstil auch in diesem Roman locker und angenehm. Ich habe die Angewohnheit die ersten 50% immer ein wenig schleppend(er) zu lesen und die restlichen 50% fliege ich durch ein Buch. Wahrscheinlich, weil es dann oft erst richtig mit der Story losgeht.
Man liest aus den Perspektiven von Juliet und Cayden in der "Ich"-Perspektive, was mir gut gefällt, da ich so nicht nur einen Einblick in die Gedankenwelt beider Protagonisten bekomme, sondern mich auch besser in sie hineinversetzen kann.
Juliet ist mir erst im Laufe der Geschichte sympathisch geworden. Das liegt an ihrer Naivität und Gutgläubigkeit, die man ihr allerdings nicht wirklich ankreiden kann. Sie hatte bisher ein sehr behütetes Leben, warum also sollte sie plötzlich alles infrage stellen und skeptisch sein. Dementsprechend war sie aber auch ein wenig langweilig. Das möchte ich hier aber gar nicht zu sehr kritisieren, weil die Geschichte schnell ins Laufen kommt, da man in Caydens Kapitel schnell merkt, dass irgendwas im Argen liegt. Insgesamt war sie dennoch ein angenehmer Charakter und einige ihrer Gedankengänge fand ich wirklich sehr interessant!
Cayden ist bis zur Mitte des Buches sehr zugeknöpft. Insgesamt erzählt er nicht viel über sich und führt einen spürbar inneren Kampf. Als Leser wird man immer wieder mit Phrasen gefüttert, die andeuten, dass irgendwas Schreckliches in der Vergangenheit passiert ist. Als Charakter hat er mir allerdings auch sehr gut gefallen.
Zu Beginn gibt es einige Stellen, die ich zu langatmig fand. Zum Ende gibt es jedoch nochmal eine spannende Wendung, mit der ich überhaupt nicht rechnete. Insgesamt ist das Buch viel spannender, als ich zuerst annahm, denn ich hatte mit einer Liebesgeschichte gerechnet und viel mehr als nur eine seichte Romanze bekommen. Das Buch ist eine angenehme Mischung aus Romantik und Spannung, Geheimnissen und Misstrauen. Das hat mir wahnsinnig gut gefallen, denn es hat meine wenigen und sehr "andersartigen" Erwartungen an das Buch maßlos übertroffen. Ich habe mich total gefreut, als ich gemerkt habe, dass das Buch auch einen erheblichen Anteil an Spannung besitzt und sich nicht auf die Liebesgeschichte fokussiert.
Im Fokus stehen meiner Meinung nach viel mehr die Fragen, die sich Juliet stellt, so wie die Sorgen und Ängste von Cayden. Daneben bekommt man eine süße Romanze und eine geballte Ladung Spannung. Und das hat mich beeindruckt. Die Geschichte hebt sich von durchschnittlichen Liebesromanen ab und fällt damit absolut in mein "Beuteschema", weil ich immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten bin. Außerdem erklären sich sowohl Cover, als auch Titel in der fortschreitenden Handlung. Dafür gibt's nochmal 'nen Pluspunkt, weil ich es liebe, Verbindungen zwischen Cover/Titel und Geschichte zu sehen.
Wer also ebenfalls Lust auf eine Geschichte hat, in der man mitfühlen, aber auch rätseln und mitfiebern darf, trifft mit "Hinter zerbrochenem Glas" absolut die richtige Wahl. Die Figuren passen in die Geschichte, die Handlung gibt genug Zeit, um Spannung aufzubauen und das Ende ist nicht so vorhersehbar, wie man vielleicht denken mag.