
Das Buch „Strandläuferzeit“ ist der zweite Teil aus der Windsbräute Reihe von der Autorin Nora Gold und knüpft kurze Zeit nach Ende von Band eins an. Für Nele und ihren Laden hat sich alles zum besseren gewendet, nun steht aber der nächste Trubel an. Neles und Svens Vater möchte nochmal heiraten, dafür musste er seine lang verschollene Frau aber zuerst für tot erklären lassen. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er ist angenehm zu lesen und sehr bildhaft. Die Beschreibungen im Buch fühlen sich so lebendig an, sodass man sich sowohl Orte als auch die unterschiedlichen Charaktere sehr gut vorstellen kann. Vor allem das Setting hat mir sehr gefallen, denn man wechselt zwischen Berlin und Sylt. Diesen Kontrast von der Großstadt und Neles Ladengeschäft zu den Stränden von Sylt mochte ich sehr gerne. Hier hatte man das Gefühl aufgrund des Meeres und des Windes durchatmen zu können und trotz der aufregenden Geschehnisse sorgte dieser Ort für eine ruhige Atmosphäre. Sehr gerne mochte ich auch wieder die Einbindung einiger mystischer Elemente, die sich sehr gut in die Handlung eingefügt haben und der Geschichte eine besondere Note verliehen. Ein ebenso sehr gelungener Punkt sind die verschiedenen Perspektiven aus der die Handlung erzählt wird. So erlebt man die Geschichte nicht nur aus der Sicht bekannter Charaktere, wie Nele, Sven, Daria oder Mathilda sondern auch aus neuen Sichten wie die von Neles Vater oder seiner künftigen Frau Iken. Dass man so die Handlung aus unterschiedlichen Blickwinkeln erlebte hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere wurden von der Autorin sehr gut ausgestaltet und wirkten auf mich sehr lebendig. Im Fokus steht weiterhin die junge Modedesignerin Nele, deren Laden nun dank Daria und deren Großmutter Mathilda so gut läuft, wie noch nie. Die Nachricht von der bevorstehenden Hochzeit ihres Vaters sorgen bei ihr und ihrem Bruder für einige Aufregung und man taucht tiefer in die Vergangenheit der einzelnen Familienmitglieder ein. Dadurch bekamen die einzelnen Figuren eine sehr gute Charaktertiefe und man bekam ein besseres Verständnis für ihre Hintergründe und Beziehungen. Auf jeden Fall war es sehr schön zu sehen, wie sich bekannte Charaktere weiterentwickeln und gleichzeitig einige neue Gesichter frischen Wind in die Geschichte bringen. Was aber genau auf Sylt passiert, das müsst ihr selbst herausfinden. Mir hat „Strandläuferzeit“ auf jeden Fall sehr gut gefallen. Die Story hat insgesamt einen Wohlfühlcharaktere, bietet aber dennoch genügend Spannung, neue Entwicklungen und einem Hauch Mystik. Gerade diese Mischung hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf weitere Geschichten von den Windsbräuten. Von mir gibt es volle fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.


