Eine Story, die mich nicht mehr losgelassen hat und die zum Nachdenken anregt
Inhalt: Wie der Klappentext bereits verrät ist der Autor bisher vor allem durch seine Horrorromane, die im Redrum Verlag erschienen sind, bekannt. „Slow Revolution“ hingegen erzählt eine tiefgründige Geschichte über das Erwachsenwerden und die Suche nach sich selbst und unterscheidet sich damit sehr von den bisherigen Büchern des Autors. Da „Slow Revolution“ mein erstes Buch von Inhonorus ist, lasse ich mich ganz unvoreingenommen auf das Buch ein. Meine Meinung dazu erfährt ihr hier: Das Cover hat mich neben dem Titel direkt neugierig auf das Buch gemacht. Obwohl es in schwarz Weiß gehalten, nicht gleich ein Eyecatcher ist hat mich das Bild auf dem Cover direkt angesprochen und nicht mehr losgelassen. Wenn man den Inhalt kennt, merkt man, dass es sehr gut zusammen passt und das Cover passend gewählt wurde. Der Leser begleitet Noah auf seinem Weg zu sich selbst. Dabei erfahren wir vom Protagonisten zu Beginn nur wenige Details. Noah wirkt sehr nachdenklich und hat vielleicht gerade deswegen nur wenige wirkliche Freunde. Im Verlauf der Handlung spielen lange Zeit, außer Noah, nur zwei Personen eine wirkliche Rolle: Seine besten Freunde Mark und Andy. Mit denen er aber so einiges erlebt und vor allem Party macht. Dabei trinkt Noah viel, sehr viel und ist auch anderen Drogen gegenüber nicht abgeneigt. Dann aber verschwindet Noah plötzlich immer wieder von den Partys, um wieder alleine zu sein und nachzudenken. Um Antworten auf die für Ihn wirklichen Fragen des Lebens zu finden, geht Noah dann lange spazieren und findet dabei so manche philosophische Antwort. „Aus Geld habe ich mir noch nie viel gemacht, müsst ihr wissen. Mal ist es da, mal nicht. Mir waren die Erfahrungen immer wichtiger. Man muss sich entscheiden. Will man Geld horten oder Erfahrungen sammeln.“ (Zitat aus „Slow Revolution“ Seite 20) Mit einem leichten, lockeren Schreibstil, der erst einmal ungewöhnlich ist, gelingt dem Leser aber ein guter Einstieg ins Buch. Im Verlauf der Geschichte wurde mir immer mehr bewusst, was diesen Stil so besonders macht. Es fühlt sich an, als würde man mit dem besten Freund beim Bier über das Leben plaudern, oder besser philosophieren. Wenn man sich an den Stil gewöhnt hat, kommt man gar nicht mehr davon los. Der Autor hat dazu die Ich-Perspektive von Noah gewählt, die die Handlung dem Leser noch näher bringt und für mich perfekt zur Story passt. Fazit: Slow Revolution hat mich schon nach wenigen Seiten eingefangen und auch nach dem letzten Satz bis jetzt nicht wieder losgelassen. Immer wieder denke ich an einzelne Passagen und über mein eigenes Leben und die eigenen Erfahrungen nach. Inhonorus scheint ein wirklich vielseitiger Autor zu sein, als Horrorfan stehen seine anderen Bücher jetzt ganz oben auf meiner Wunschliste. Slow Revolution war für mich ein eher untypisches Buch, aber absolut lesenswert.
