
Cozy read mit Luft nach oben
Vielleicht waren meine Erwartungen an dieses Buch einfach zu hoch. Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte ist definitiv ein gemütlicher Wohlfühlroman mit einer schönen Found-Family-Dynamik, die ich sehr gerne gelesen habe. Trotzdem hatte ich gehofft, dass die Geschichte etwas mehr Magie bereithält. Besonders die Handlung rund um Arthur und Lucy mochte ich sehr. Mit Linus hingegen wurde ich nicht ganz warm, weshalb ich mich nicht wirklich mit ihm identifizieren konnte. Außerdem zog sich die Geschichte für mein Empfinden stellenweise etwas zu sehr in die Länge und dafür passierte dann insgesamt zu wenig, um die fast 500 Seiten vollständig zu rechtfertigen. Positiv hervorzuheben ist, dass das Buch wichtige Themen wie Ausgrenzung, Vorurteile und Mobbing behandelt. Trotz meiner Kritikpunkte ließ sich das Buch sehr angenehm lesen. Der Schreibstil ist leicht zugänglich und ich konnte problemlos 80 Seiten am Stück lesen. Insgesamt ist es ein herzerwärmender Roman mit liebenswerten Botschaften, der mich jedoch nicht ganz so begeistern konnte, wie ich es mir erhofft hatte. SPOILER! Mich hat z. B. die Auflösung, wie die Kinder besser im Dorf integriert werden, nicht vollständig überzeugt. Dass letztlich eine einzelne einflussreiche Person, die Bürgermeisterin, den Kindern und dem Heim den Rücken stärkt, wirkte auf mich etwas zu einfach. Die Dorfbewohner waren den Kindern gegenüber sehr voreingenommen und hätten meiner Meinung nach selbst eine Entwicklung durchmachen müssen, anstatt ihnen plötzlich ohne größere Veränderung eine Chance zu geben.
























































