„When Haru Was here“ – Verpasste Chance trotz vielversprechender Themen
„When Haru Was here“ hat im Internet für großen Hype gesorgt, vor allem durch BookTok. Leider konnte das Buch mich nicht überzeugen, obwohl es sich mit tiefgründigen Themen wie Trauer, Verlust und Bewältigung auseinandersetzt. Statt die emotionalen Abgründe dieser Erfahrungen greifbar zu machen, verliert sich die Geschichte in einer surrealen Traumwelt und einem Protagonisten, dessen Entscheidungen schwer nachvollziehbar sind Der Hauptcharakter zieht sich nach dem Tod seines besten Freundes und crushes zurück, stößt alle Hilfe von sich und erschafft sich einen imaginären Freund. Seine Entscheidungen wirken oft nicht authentisch, sondern konstruiert – als würden sie einzig dem Plot und künstlichem Drama dienen. Statt Einfühlungsvermögen zu wecken, wirkt er naiv, egozentrisch und trifft immer wieder fragwürdige Entscheidungen. Das ist schade, denn das Buch hätte die Chance gehabt, sensible Themen wie Einsamkeit, Hoffnung oder die Komplexität menschlicher Emotionen zu erkunden. Stattdessen bleibt es an der Oberfläche: Es fehlen prägnante Thesen, reflektierte Charaktere oder eine inhaltliche Tiefe, die den Lesenden zum Nachdenken anregen. Positiv überrascht hat mich der unerwartete Plottwist, der der Handlung eine spannende Wendung gibt. Doch der Epilog wirkt leider kitschig, vorhersehbar und unpassend. Ein klischeehaftes Happy End passt nicht zu der zuvor angedeuteten Schwere der Themen und schwächt die Glaubwürdigkeit der Geschichte zusätzlich. Als jemand, der kleine Probleme mit dem lesen von Büchern in Englisch hat, ist das Buch sehr einfach und verständlich zu lesen. Ich muss aber auch sagen, dass - obwohl ich nicht gut in Englisch bin- einige Passagen sehr plump und abgehackt waren. Fazit: „When Haru Was here“ ist ein weiterer Liebesroman, der mich enttäuscht hat. Ich werde mit dem Genre einfach nicht warm.





