5. Sept.
Rating:2

„When Haru Was here“ – Verpasste Chance trotz vielversprechender Themen

„When Haru Was here“ hat im Internet für großen Hype gesorgt, vor allem durch BookTok. Leider konnte das Buch mich nicht überzeugen, obwohl es sich mit tiefgründigen Themen wie Trauer, Verlust und Bewältigung auseinandersetzt. Statt die emotionalen Abgründe dieser Erfahrungen greifbar zu machen, verliert sich die Geschichte in einer surrealen Traumwelt und einem Protagonisten, dessen Entscheidungen schwer nachvollziehbar sind Der Hauptcharakter zieht sich nach dem Tod seines besten Freundes und crushes zurück, stößt alle Hilfe von sich und erschafft sich einen imaginären Freund. Seine Entscheidungen wirken oft nicht authentisch, sondern konstruiert – als würden sie einzig dem Plot und künstlichem Drama dienen. Statt Einfühlungsvermögen zu wecken, wirkt er naiv, egozentrisch und trifft immer wieder fragwürdige Entscheidungen. Das ist schade, denn das Buch hätte die Chance gehabt, sensible Themen wie Einsamkeit, Hoffnung oder die Komplexität menschlicher Emotionen zu erkunden. Stattdessen bleibt es an der Oberfläche: Es fehlen prägnante Thesen, reflektierte Charaktere oder eine inhaltliche Tiefe, die den Lesenden zum Nachdenken anregen. Positiv überrascht hat mich der unerwartete Plottwist, der der Handlung eine spannende Wendung gibt. Doch der Epilog wirkt leider kitschig, vorhersehbar und unpassend. Ein klischeehaftes Happy End passt nicht zu der zuvor angedeuteten Schwere der Themen und schwächt die Glaubwürdigkeit der Geschichte zusätzlich. Als jemand, der kleine Probleme mit dem lesen von Büchern in Englisch hat, ist das Buch sehr einfach und verständlich zu lesen. Ich muss aber auch sagen, dass - obwohl ich nicht gut in Englisch bin- einige Passagen sehr plump und abgehackt waren. Fazit: „When Haru Was here“ ist ein weiterer Liebesroman, der mich enttäuscht hat. Ich werde mit dem Genre einfach nicht warm.

When Haru Was Here. Special Edition
When Haru Was Here. Special Editionby Dustin ThaoPan Macmillan
25. Mai
Rating:5

Ugly crying vorprogrammiert :')

'When Haru was here' hat mich emotional zerstört. Bereits nach den ersten zwei Kapiteln war mir bewusst, dass ich zum Lesen des Buches Taschentücher und Durchhaltevermögen benötigen würde. Es geht um den Umgang mit Trauer, den Verlust von geliebten Personen und der Möglichkeit, nach schweren Verlusten zurück ins Leben zu finden. Wir lernen Eric kennen, einen Jungen, der seinen Schulabschluss gemacht hat, dessen Schwester wegzieht und dessen bester Freund vor einem Jahr verstarb. Eric weiß nicht, wohin mit sich und ist in seiner Einsamkeit gefangen - bis Haru auftaucht. Haru ist eine Bekanntschaft von einem Schulausflug nach Japan vor einem Jahr. Das Problem: Niemand außer Eric kann Haru sehen. Das Konzept der Geschicht hat mir unglaublich gut gefallen. Man wird so emotional in Eric und seine Gefühle und Zweifel involviert, dass sie für mich zu 100% greifbar waren. Mehr als einmal musste ich zu Taschentüchern greifen, dabei weine ich nicht häufig beim Lesen. Mit Hilfe von Haru kann Eric zurück ins Leben finden - und dabei kommt es zu überraschenden Wendungen, die ich als Leserin zu keinem Zeitpunkt vermutet hätte. Wer ugly-cryen möchte: When Haru was here ist das perfekte Buch für emotionale Tiefe, Schmerz und persönliche Weiterentwicklung.

When Haru Was Here. Special Edition
When Haru Was Here. Special Editionby Dustin ThaoPan Macmillan
12. Dez.
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Rating:4.5

"When Haru Was Here" hat mich emotional komplett zerstört. 🥲😅 Wie macht Dustin Thao das mit seinen Büchern immer wieder bitte? Man begleitet Eric durch seinen Alltag, der auf den ersten Blick vielleicht langweilig erscheint. Und ihm ist es das offensichtlich auch, denn nachdem er auf einem Schulausflug zufällig Haru in Japan kennengelernt hat, sieht er ihn einige Zeit später immer wieder in seiner Heimatstadt Chicago. Alles wirkt irgendwie komisch, es scheint nicht so recht Sinn zu machen, die Begegnungen mit Haru sind immer etwas seltsam... Wobei das Ende dann auch für alle, die es an den Punkten noch nicht verstehen, die Aufklärung bietet. Ich finde, es ist ziemlich klar, dass Eric trauert. Er verleugnet den Verlust von geliebten Menschen und tut sich schwer, Nähe zuzulassen, sich tatsächlich zu öffnen. Ich konnte von Anfang an seine Einsamkeit spüren. Tatsächlich habe ich mir auch direkt gedacht, was dahintersteckt, daher war die Auflösung am Ende nicht so eine Überraschung für mich. Extrem mitgenommen hat es mich trotzdem. Es war eins dieser Bücher, die nicht ich beendet habe, sondern die mich beendet haben. 🫠💔 ⭐️⭐️⭐️⭐️,5/5

When Haru Was Here. Special Edition
When Haru Was Here. Special Editionby Dustin ThaoPan Macmillan