Da schreibt man eine ellenlange Rezi und Goodreads schmiert beim Speichern ab. Hmpf. Daher jetzt in Kurzform: das Buch ist in großen Teilen sehr schön, witzig, authentisch, fesselnd. Kaum zu glauben, das es 1916 geschrieben worden ist. Ganz wichtig ist es, sich diese Zeit vor Augen zu halten, insbesondere wenn es um die Vererbungslehre geht; die war damals sehr populär und wissenschaftlich untermauert. Das ist in der heutigen Zeit sehr befremdlich zu lesen, wenn über Euthanasie von “ Idioten, Schwachsinnigen, Alkoholikern“ locker fröhlich in netten Abendgesellschaften diskutiert wird. In dieser Hinsicht ist das Buch ganz sicher eher ein ambivalentes Lesevergnügen. So sehr ich Sallie als Prota mochte, ist sie ein Kind ihrer Zeit - ich bin aber eins meiner.
10. Feb.Feb 10, 2023
Dear Enemyby Jean WebsterCreative Media Partners, LLC
