Was für ein Buch!
Nachdem ich Botchan gelesen hatte, wollte ich mich mit diesem, seinem bekannstesten, befassen. Was für eine Geschichte! Wir begleiten einen jungen Mann, der in Toyko studiert und eines Tages am Meer einen älteren Mann sieht, den er interessant findet. Dieser wird bald sein Sensei. Sie lernen sich besser kennen, und doch bleibt Sensei, vor Allem seine Vergangenheit, ein Rätsel für ihn. Als er einige Zeit später nach seinem Abschluss bei seinen Eltern ist, erhält er einen Brief, in dem er alles über dessen Vergangenheit erfährt. Etwa bis zur Hälfte fand ich das Buch ansprechend, aber nicht so gut wie Botchan. Die zweite Hälfte, die vollumfänglich aus dem Brief besteht, hat mich aber dann umgehauen. Natsume Soseki schreibt eine Geschichte über Liebe, Verlust, Familie, Enttäuschung, Zweifel und alles Andere, dass jeden Menschen umtreibt. Dies mit einem Tiefgang und einer Menschlichkeit, die ich so noch nie erlebt habe. Gerade die letzten Seiten sind so tragisch schön, dass mir das Wasser in den Augen stand. Bis anhin mein Highlight de Jahres!




