Virgin River ist für mich eine ganz besondere Reihe. Beim Lesen fühle ich mich immer wahnsinnig wohl und ich kann so richtig entspannen. Näheres zur Reihe lest aber bitte bei meiner Rezension zum ersten Band. Gerade diese Reihe sollte man eher nicht durcheinander lesen, weil die Autorin nicht nur ein Pärchen bearbeitet, sondern auch bestehende Liebesgeschichten (die in den anderen Bänden entstanden sind) weiterführt/entwickelt. Dabei ist die Autorin mal mehr und mal weniger ausführlich und somit kann es gut sein, dass man in einem Buch 2 bis 5 Pärchen erlebt und immer wieder zwischen ihnen hin und her switched. Mir gefällt das super aber ich weiß, dass einige Leser damit Probleme haben. In diesem Band wurde sich wirklich fast nur auf ein Pärchen konzentriert und ich muss sagen, dass mir das nach den sonstigen Büchern, nicht so gut gefiel. Zum einen hätte ich mich mehr über ein Wiedersehen und Weiterverfolgen der anderen Charaktere gefreut, zum anderen lag mir das Pärchen dieses Mal auch nicht 100%. Am Anfang fand ich, dass die beiden gar nicht so sehr zusammenpassten wie die Autorin es uns weiß machen wollte, aber das legte sich später. Noah wurde mir erst nach und nach etwas angenehmer. Er ist Pfarrer und auch wenn er sehr weltoffen und tolerant ist, habe ich so meine Probleme mit Religion. Es kommen teilweise Bibelsprüche zum Tragen und warum auch immer aber ich verbinde sowas halt mit alten Männern und musste mich dann immer krampfhaft daran erinnern, dass Noah ein gutaussehender, relativ junger Charakter ist. Alicia war mir sehr sympathisch, auch wenn sie schon sehr stereotyp dargestellt wurde - junge Stripperin. Sie tut alles für ihre Kinder, die ihr aber momentan wegen eines Racheaktes gegen sie weggenommen wurden. Die Geschichte um Alicias Vergangenheit und die Kinder gefiel mir echt super und ich liebe es allgemein wenn Kinder eine Rolle spielen in Büchern. Sehr viel bekommt man aber gar nicht mit von ihnen. Neben diesem Hauptpärchen wird nur ein wenig die Geschichte von Paul und Vanessa weitergesponnen. Allerdings kommt da ein Aspekt dazu mit dem ich nie gerechnet hätte und der mir ebenfalls gut gefiel. Ein ganz klein wenig erfährt man mehr über die Ehe von Nick und Jo Ellen, die man ebenfalls schon aus den Vorgängerbänden kennt. Der Kitschfaktor war wieder ziemlich hoch und teilweise wirkte es sehr inszeniert. Ich habe es zwar wirklich wieder genossen in Virgin River zu verweilen, aber für mich war dieser Band eindeutig der bisher schwächste der Reihe. Trotzdem würde ich die Reihe jedem ans Herz legen! Zumindest einen Versuch ist es wert - allerdings immer mit Band 1 beginnen! Meine Wertung: 4 von 5 Sternen
10. Sept.Sep 10, 2015
Forbidden Falls (A Virgin River Novel, 8)by Robyn CarrMIRA
