Highlight
Meine Kenntnisse des mythischen Stoffes dahinter waren erst nicht existent, dann habe ich 2-3 Wikipedia Einträge gelesen. Das hat geholfen wäre aber nicht nötig gewesen umder Geschichte zu folgen. Es ist wie Circe von Madeline Miller: ein feministisches Retelling, das an sich genommen eine gute Geschichte und rund ist. Kennt man sich ein bisschen aus, wird es umso empowernder und feministischer! Kaikeyi ist "die böse" in Ramas Geschichte, der Geschichte eines Gottes mit Mission für das Gute. Wer kennt sie nicht, die selbstgefälligen Männer, die schon gottgegeben alles richtig machen und auf niemanden hören, schon gar keine Frau? Aber hier schreibt Kaikeyi ihre eigene Geschichte. Angefangen in ihrer Kindheit und mit der Verbannung ihrer Mutter lernt man viel über die Zeit, die Gepflogenheiten - und wie sie in kleinem Rahmen dagegen auf begehrt. Dazu kommt eine magische Fähigkeit, die spannend ist und im Kontext des göttlichen durchaus Sinn ergibt ohne ins Phantastische zu driften. Man folgt kaikeyi in die Ehe (notgedrungen, sie sieht die Pflicht zwar ein und ihren Ehemann später als Freund, empfindet aber weder romantische Liebe noch Anziehung) und später zur Geburt der Söhne. Und während ich dank Wikipedia wusste, was die Mythen später über sie erzählen würden und was passieren musste, war es doch eine freie aber passende Interpretation der Sage. Es hat mir das Herz gebrochen und mich später wieder versöhnt und war ein echtes Highlight. Auf jeden Fall große Empfehlung!





