„Es verblüfft mich, dass ihr aus eurer Zeit nicht mehr macht. Die Gegenwart vergeht so schnell und dann ist es vorbei.“
Im Gegensatz zu anderen Büchern dieser Art, konnte mich dieses leider nicht ganz abholen. Da mein letztes Mythologie Buch „The Games Gods Play“ war, habe ich während des Lesens auch immer wieder Vergleiche gezogen - was vielleicht nicht allzu gut war. Den im direkten Vergleich wirkt dieses Buch einfach nur flach, oberflächlich und „lieblos“. Dadurch, dass der FMC eine 16-jährige ist, ist die Zielgruppe wahrscheinlich auch eher eine jüngere als ich es bin. Und ich denke, es würde schon einiges ausmachen, wenn ich es in jüngerem Alter gelesen hätte. So konnte ich mich aber wenig in Ara hineinversetzen und ihre Entscheidungen, ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehen. Die Charaktere mögen gut gewählt sein, für mich hat aber dennoch das gewisse Etwas gefehlt. Beziehungen wurden entweder schnell abgefertigt oder übergangen, Tode wurden mal eben kurz angesprochen und danach vergessen, und die familiäre Situation bei Ara wurde zwar gut beschrieben, hat mich tatsächlich aber wenig berührt. Vielleicht liegt es am Schreibstil, den ich zwar als sehr bildhaft, aber nicht sehr ausgearbeitet empfunden habe. Vielleicht aber auch einfach an der Tatsache, dass ich mit Protagonisten um die 16-18 Jahren nicht mehr wirklich was anfangen kann. Und wo ich gerade dabei bin..Hades so jung dargestellt zu bekommen, war für mich auch mal was Neues - und hat mir auch überhaupt nicht gefallen. Zumal seine Brüder so viel Älter waren. Seine Ansichten wiederum - das er so stark gegen Gewalt und auch gegen die Hilfe zu solcher ist - fand ich sehr interessant. Die Liebesgeschichte bzw. generell alle Liebeleien hätten meines Erachtens weggelassen werden können. Sie haben der Geschichte wirklich nichts gebracht. Zumal sie ja auch überhaupt nicht ausgebaut wurden. Die Geschenke, die jeder Spieler nach jedem „Spiel“ von seiner Gottheit bekommen hat, waren zwar gut gewählt, jedoch wurde beim Lesen auch ziemlich schnell das Muster klar, dass eben diese neuen Geschenke in den nächsten Herausforderungen genutzt werden müssen. Das hat schon einen erheblichen Teil der (so schon wenig aufkommenden) Spannung genommen. Das Ende wurde dann tatsächlich noch aufregend gestaltet, hat mich aber nicht vollkommen zufrieden zurückgelassen. Alles in allem ein Buch, welches mir früher wahrscheinlich sehr gefallen hätte. Jetzt aber etwas zu lasch gehalten wurde.



























































