13. Apr.
Fesselndes Elend ohne Nachhall
Rating:3

Fesselndes Elend ohne Nachhall

„Lapvona“ ist so eine Art wilder Grenzgang zwischen "Die 120 Tage von Sodom" und "Das Parfüm". Die Geschichte selbst ist definitiv fesselnd und auf eine unangenehme Weise auch faszinierend. Moshfegh schafft es mühelos, eine Welt zu zeichnen, die vor Dreck, Elend und moralischem Verfall nur so trieft. Trotzdem bleibt am Ende weniger hängen, als man erwarten würde. Es ist interessant, ja. Auch stellenweise verstörend. Aber der große „Wow“-Moment, dieses nachhaltige Nachwirken, bleibt aus. Ich hatte mir das Ganze schlicht eine Spur spektakulärer, vielleicht auch emotional packender vorgestellt. Was allerdings hervorragend funktioniert: die Atmosphäre. Selten habe ich beim Lesen so intensiv das Gefühl gehabt, Gerüche beinahe wahrnehmen zu können – und ganz ehrlich: Ich bin sehr dankbar, dass uns diese technische Entwicklung noch erspart bleibt. Die eigene Vorstellungskraft ist hier schon mehr als ausreichend… Ein eindringliches, unangenehmes Buch, das man nicht so schnell vergisst während man es liest – aber überraschend schnell danach.

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
24. Feb.
Das beste fürchterliche Buch, das ich seit Langem gelesen habe
Rating:4.5

Das beste fürchterliche Buch, das ich seit Langem gelesen habe

Ich schäme mich fast dafür, „Lapvona“ viereinhalb Sterne zu geben. Aber alles andere wäre gelogen, denn ich habe das Buch verschlungen und konnte es nicht aus der Hand legen. Ich lese fast nur Romantasy und Fantasy und brauchte zwischendurch mal was anderes, einen „Palette Cleanser“ sozusagen. Und oh Boy, habe ich den bekommen … 👀 Im Zentrum der Geschichte stehen die verarmten und abgehärmten Bauern des Dörfchens Lapvona sowie dessen frivole und vergnügungssüchtige Lordschaft. Diese hockt abgeschottet vom Elend ihrer Untergebenen im Schloss auf einem Hügel. Beide Seiten stehen sich in ihrer Abartigkeit jedoch in nichts nach. Die Gegenüberstellung dieser Gegensätze und welch groteske Szenen sich abspielen, wenn sich beide vermischen, ergibt ein alptraumhaftes Meisterwerk der Erzählkunst.  Die Autorin beschreibt mit schnörkelloser Nüchternheit die tiefsten menschlichen Abgründe, die man sich nur vorstellen kann. „Lapvona“ bricht mit den letzten Tabus unserer Zeit – ohne sie je als solche zu benennen. Die Personen begehen fast beiläufig die schlimmsten Gräueltaten und finden für jeden Verstoß gegen ihre eigene Menschlichkeit scheinbar gute Erklärungen.  Die Dorfbewohner sind allesamt bizarr und dabei gleichsam faszinierend. Mehr als ein Mal hat es mich vor Abscheu und Ekel geschüttet. Weiterlesen musste ich trotzdem. Wie Ottessa Moshfeghs es schafft, die Verderbtheit ihrer Figuren dermaßen gekonnt in Worte zu fassen, needs to be studied. Sie hat mit Lapvona ein Buch geschrieben, dass man nur hinter vorgehaltener Hand weiterempfehlen kann, um keine Fragen über den eigenen Charakter aufzuwerfen. 🫢

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
22. Feb.
Rating:4.5

Ein Roman, der verletzt, aber nicht verzeiht.

Lapvona ist kein Buch für schwache Mägen. Es ist eine künstlerische Provokation, die die Grenzen der Literatur auslotet. Ob es mehr ist als bloße Schockwirkung, bleibt offen, doch genau das ist der Punkt. Moshfegh zwingt den Leser, sich mit der Absurdität menschlicher Existenz auseinanderzusetzen. Die letzte Szene, in der Marek das Kind in die Tiefe wirft, bleibt als symbolhafte Zerstörung der Hoffnung haften. Ein Buch, das man nicht vergisst und vielleicht auch nicht möchte.

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
19. Feb.
Rating:5

INSANE

Hab alle Charaktere gehasst, mich extrem geekelt und fml hab selten ein Buch so schnell beendet (innerhalb 9 Stunden 😮‍💨) Jahreshighlight bisher ohne Frage, hab direkt die englische Ausgabe noch gekauft Schlimm und noch schlimmer und all hail ottessa moshfegh!! 🐑👑💩🍇🧙🏻‍♀️🌪️

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
10. Feb.
Rating:3

I was initially surprised by how tactile this book feels. It’s visceral in its drastic depiction. For example, when the protagonist, Marek, twists his crippled spine, I felt my own spine tensing. The contrast between the filth of the setting and the simplicity of the prose creates an interesting texture. My general issue with Ottessa Moshfegh, however, is that she is not very deep. She touches on interesting subjects, but she doesn't seem to have much to say about them or take a particular stance. So... fun read with some really grotesque scenes and droll characters.

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
8. Jan.
Rating:4.5

Widerwärtig, verstörend und irgendwie … komisch?

An diesem Buch ist nichts schön, warm oder angenehm. Das Gegenteil ist der Fall. Alles an dieser Geschichte ist grotesk und ekelhaft. Lapvona ist ein Ort voller widerwärtiger Menschen, die widerwärtige Taten begehen und alles daran ist ganz normal. Denn, wenn man genau hinsieht, erkennt man hinter der überzeichneten widerlichen Satire das Spiegelbild all dessen in dem wir leben. Traurig, bedrückend - und trotzdem konnte ich dieses Buch nicht weglegen und habe es (trotz Fieber) in einem Stück weggelesen. Ich bin verstört und hoffe, dass ich nicht von Lapvona und erst recht nicht von seinen Bürgern träumen muss.

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
15. Dez.
Rating:4

📚 Inhalt Marek hat kein einfaches Leben. Von seinem Vater wird er misshandelt, von der Mutter war er nie gewollt, er ist von Geburt an beeinträchtigt und zusätzlich ist seine Mutter bei der Geburt verstorben. Keine guten Voraussetzungen, besonders nicht in der harten, kalten Welt von Lapvona. Aber Marek hat seinen Glauben und daran klammert er sich fest. Umso schlechter es ihm im erdlichen Leben ergeht, desto besser wird es ihm im Jenseits gehen. Doch da ist auch noch Ina, die blinde Dorfamme, die fast alle Kinder ernährt hat. Doch auch Ina ist nicht nur eine gewöhnliche Frau. Sie verfügt über einzigartige Gaben, die ihr mehr Wissen zur Verfügung stellen, als anderen Menschen. Das Bedürfnis der Bewohnenden von Lapvona nach Glauben und Sicherheit ist enorm. Die Menschen sind Gott treu ergeben, selbst in diesem Jahr der besonderen Dürre und Hungersnot. Der Glaube der Bewohnenden scheint unerschütterlich. Während dieser Zeit kommt Marek der Herrenfamilie von Lapvona unglaublich nahe. Dadurch wird die göttliche Ordnung gehörig durcheinander gebracht. 📖 Meinung Immer wieder ist dieses Buch an meinem Lesehorizont aufgetaucht. Ich wusste eigentlich gar nichts darüber, nicht einmal, in welcher Zeit es spielt oder welches Genre abgedeckt wird. Aber irgendwie hat mich das Cover angesprochen und so haben wir zueinander gefunden. Dass ich mich sehr gefreut habe, dass wir uns in einer mittelalterlichen Zeit befinden, muss ich wohl gar nicht gross ausführen. Das hat mir wirklich sehr gefallen und ich bin schnell in die Geschichte reingekommen. Mir gefällt besonders das mehrheitlich realistische Setting, das doch immer wieder durch kleine übernatürliche oder okkulte Dinge in Frage gestellt wird. Das bringt einen gewissen Charme ins Buch, der mir sehr gefallen hat. Auch hat mir die unterschwellige Gesellschaftskritik der Autorin sehr gefallen. Sie stellt die Religion immer wieder in Frage und zeigt auf, dass Religion sowohl Segen als auch Fluch sein soll. Marek als Protagonist beispielsweise ist in meinen Augen keinesfalls sympathisch. Aber er fordert mich auf, nachzudenken. Ich habe seine Handlungen immer wieder hinterfragt und verurteilt und mich dann aber reflektiert: wieso urteile ich über einen anderen Menschen, dessen Situation ich weder kenne noch nachvollziehen kann? Ebenfalls begegnet der Leserin immer wieder Ekel oder abstossende Situationen. Diese Stilmittel ziehen sich wirklich durch das ganze Buch hindurch und ich habe mich immer wieder geekelt. Doch auch hier zeigt die Autorin, wie Macht Menschen zu abscheulichen Dingen und Handlungen treiben kann. Abschliessend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gefallen hat. Ich fand es wirklich spannend und einfach anders. Allerdings bin ich überzeugt, dass das Buch nicht allen gefallen wird. Ich kann verstehen, wenn man sich fragt, wieso die widerlichen Szenen so detailliert beschrieben werden. Aber wenn man offen ist, sich auf eine andere Art der Gesellschaftskritik einzulassen, dann ist «Lapvona» genau das richtige.

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
9. Sept.
Rating:3.5

»Was ist los mit dir?<< >>Weiß ich nicht.<< »Tut dir der Räuber leid?<< >>Ja.<< >>Und warum?<< »Vielleicht hatte er auch einen Sohn.<< >>Diesen Räubern ist nichts heilig, nicht mal die eigene Fa- milie. Sie sind die Kinder des Teufels. Vergiss ihn. Der schmort jetzt in der Hölle. Den sollen die Würmer fressen. Wollen wir auf dem Heimweg ein paar Blumen pflücken?<< >>Ja.<<

Jedes Mal wenn ich weiter lesen "wollte", murmelte ich: "Ich hasse dieses Buch." Es hat mir keinen Spass gemacht, das heißt aber nicht, daß es schlecht geschrieben wäre, es ist nur anders. Der Ekel Faktor war allerdings gar nicht das Problem für mich, sondern dass ich für keine Person wirklich mitfühlen konnte bzw. wollte, was mir normalerweise sehr leicht fällt. Doch ich habe die Personen alle mehr oder weniger verachtet. Auch wenn manche Schicksale objektiv tragisch waren, empfand ich keine Empathie für den Charakter. Das ist, denke ich, gewollt. Der Erzählstil ist beschreibend, man erfährt die Gedanken und Taten ohne wirkliche Wertung. Es ist eben einfach so. Es geht um die Abgründe der Menschen, egal woher sie kommen. Sie sind entweder selbstgerechte Heuchler, gierige kindische Herrscher, uneinsichtige ordinäre Vergewaltiger, stolze oder bigote und unwissende "Gläubige". Sie alle haben eine Leere, einen Hunger zu stillen, und tun dies auf meist schändliche und eklige Art und Weise. Es ist eine kleine düstere Welt voller Gewalt, Doppelmoral, Machtmissbrauch, Ignoranz, und den Schranken zwischen Arm und Reich.

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
14. Aug.
Rating:5

What the h…

This book is not for the faint hearted! Disgustingly vile description at times, which also makes this interesting. The story is at times a bit confusing, but I liked it. The grotesqueness of this book made me enjoy it. Nevertheless there are many critics and I get it. You should definitely see for urself!

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
23. Juli
Rating:4

Ich wollte das Buch zwischenzeitlich wirklich weglegen und vergessen

Ein Achterbahn der Gefühle. Hauptsächlich mit einem Gefühl. Ekel. Das Buch hat mich in Situationen versetzt, wo ich gezwungen war zuzuschauen. Als Außenstehender, in einer Welt voller Leid und Missgunst, versetzte es mir zwischenzeitlich Bauchschmerzen. Und führte mich zu einer Frage: Ab wann? Ab wann ist Empathie und Moral nebensächlich? Ab wann ist das eigene Überleben wichtiger, als alles andere? Lapvona zwingt einen genau zu dieser Frage. Ich fühlte mich oft unwohl beim Lesen. Nicht, weil es schlecht geschrieben wäre. Sondern, weil es der Autorin so gut gelingt, das Abgründige zu zeigen, ohne zu erklären und ohne zu rechtfertigen. Es ist, als würde man durch ein Schlüsselloch auf eine Realität blicken, in der Menschlichkeit optional ist. Und irgendwann merkt man: Man sieht nicht nur zu, nein, man beginnt, zu verstehen. Und da fing bei mir der wahre Horror an.

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
10. Juli
Rating:0.5

i truly fucking hated this book

a poorly researched faux-fantasy with a heathen’s knowledge of catholicism sprinkled on top, this is misery porn with characters so flat they aren’t even two dimensional anymore. there is no fucking plot. i hate this so goddamn much what was the point of this first draft if a book (20.06.-01.07.2025)

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
20. Juni
„I feel stupid when I pray.“ - „Anyone,“ Demi Lovato
Rating:4

„I feel stupid when I pray.“ - „Anyone,“ Demi Lovato

Ich fühle mich dumm, da die Deutsche Übersetzung ohne den Epigraph von Demi Lovato auskommen muss. Ottessa Moshfegh, bitte, was war das? Selten habe ich so ein ekelerregendes, furchtbares und gleichzeitig absurdes Buch gelesen. Grotesk und morbide zeichnet die Autorin die Bevölkerung von Lapvona. Kein Charakter ist liebenswert, doch sind nicht alle nur Täter, sondern auch Opfer ihrer Umstände und Mitmenschen und jede Abscheulichkeit der Menschlichkeit wird hier schonungslos beschrieben, in typischer „moshfeghischen“ Prosa. Lapvona ist so schonungslos dunkel, die Menschen miserabel, kein einziger Lichtblick durchzieht diese Geschichte. Daher habe ich das Buch bei schönstem Sonnenschein gelesen, während meine Beine zum Abkühlen im Pool steckten. Kann ich so nur empfehlen!

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
10. Juni
Rating:4.5

Eine brutale Geschichte über das Leben, wie es in seiner schrecklichsten Form sein. Eine Stadt im Mittelalter, die Kirche, Dürre, Ekelige Dinge, und noch viel mehr. 🪾

Selbst für meine Verhältnisse war dieses Buch echt ekelerregend an manchen Stellen. Es gab Kannibalismus, Vergew*tigung, alle möglichen Körperflüssigkeiten und Gewalt. Trotzdem laß ich es sehr schnell und flüssig durch. Ich fand es interessant, wie mit Themen rund um Glaube, Religion, Macht und Glück/Sinn umgegangen wurde. Hat mir gut gefallen. Ich denke ich werde auch weiterhin die Bücher der Authorin lesen. Aber ich empfehle euch, nichts zu essen während ihr dieses Buch lest ^^

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
2. Juni
Rating:4

Wahrscheinlich eines der ekelhaftesten Bücher, die ich je gelesen habe

Ich bin sehr verwirrt von diesem Buch. Und ich kann es absolut nicht empfehlen. Aber es hat mir trotzdem sehr gut gefallen. Ich weiß wirklich nicht was ich denken soll. Einerseits behandelt dieses Buch alles an Themen, was auch nur potentiell eine Triggerwarnung haben könnte. Egal an welche Grausamkeit ihr denkt, in diesem Buch kommt sie safe vor. Gleichzeitig sind die Charaktere alle moralisch auf der grauen Seite. Sie tun und denken schreckliche Dinge, aber meistens nie unbegründet und nicht aus reiner Boshaftigkeit. Das als Autor hinzubekommen ist echt eine krasse Leistung. Ich habe sooo Respekt für Ottessa Moshfegh. Ihr Schreibstil war unglaublich fesselnd, leicht und genau richtig beschreibend. Das wird definitiv nicht mein letztes Buch von ihr gewesen sein. Also lest das Buch nicht? Oder lest es wenn ihr Interesse dran habt? Aber erwartet keine schnucklige Geschichte

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
2. Juni
Fazit: Menschen waren, sind & werden immer bekloppt sein
Rating:2

Fazit: Menschen waren, sind & werden immer bekloppt sein

Dieses Buch lässt mich ziemlich ratlos zurück. Ich verstehe, dass die Autorin zeigen möchte, dass Reichtum & Überfluss allein nicht glücklich machen. Dass man auch in Armut & durch Verzicht & Demut das Schöne in der Welt erkennen kann. Dass der menschliche Geist durch falsche Rollenbilder & ohne Aussicht auf eine bessere Zukunft abstumpfen bzw. verkümmern kann. Dass Gewohnheit, Selbstmitleid & Gefühlsarmut den Menschen stumpfsinnig & brutal werden lassen, aber WAS GENAU will mir die Autorin mit diesem literarischen Autounfall mitteilen??? Warum einige Leser & Leserinnen das Buch als "nichts für schwache Nerven" bezeichnen, ist mir ebenfalls schleierhaft. Die Sprache ist stellenweise obszön & unverblümt, ja, aber selbst da habe ich schon bei Weitem schlimmere Inhalte gelesen (Grüße gehen raus nach Hof Gutenberg). Vllt fehlt mir für diese Literatur eine Art philosophisches Grundverständnis ...

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
22. Mai
Rating:4.5

Nichts für schwache Nerven

Lapvona ist wie ein Unfall, bei dem man den Blick nicht abwenden kann – grausam, verstörend, und doch fesselnd. Ottessa Moshfegh entwirft ein düsteres Mittelalter-Szenario, das gleichermaßen abstößt wie fasziniert. Die Geschichte ist roh, oft vulgär, aber dabei immer wieder durchzogen von poetischen, fast zarten Momenten. Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Gewalt, Missbrauch, religiöser Wahn – die Themen sind schwer, die Bilder teils drastisch. Wer sich auf Lapvona einlässt, sollte Triggerwarnungen unbedingt ernst nehmen. Und doch: So oft ich schockiert war, so sehr war ich auch unterhalten. Moshfegh schafft es, das Groteske mit dem Schönen zu verweben, das Abgründige mit feiner Sprache zu durchdringen. Ein ungewöhnliches, extremes Leseerlebnis – sperrig, unbequem, aber auf seltsame Weise faszinierend.

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
8. Mai
ꜱᴄʜᴏᴇɴʜᴇɪᴛ ɪꜱᴛ ᴅᴇʀ ꜱᴄʜᴀᴛᴛᴇɴ ᴅᴇꜱ ᴛᴇᴜꜰᴇʟꜱ
Rating:4

ꜱᴄʜᴏᴇɴʜᴇɪᴛ ɪꜱᴛ ᴅᴇʀ ꜱᴄʜᴀᴛᴛᴇɴ ᴅᴇꜱ ᴛᴇᴜꜰᴇʟꜱ

Wie man dem Klappentext schon entnehmen kann, geht es in dieser Geschichte primär um Marek. Marek ist schon seit seiner Geburt missgestaltet und lebt alleine mit seinem Vater, verlassen von der Mutter, in einem Dorf. Geplagt von Armut und ein sehr einfaches Leben lebend. Bis Marek vom Fürsten von Lapvona aufgenommen und wie sein eigener Sohn angenommen wird. Denn der Sohn von Fürsten selbst ist nicht mehr am Leben und es muss ein neuer Trohnfolger her. Auf diese Buch bin ich durch „Recherchen“ gestoßen. Seit ich Bunny gelesen habe, bin ich auf den Geschmack „weirder“ komischer Bücher gekommen und Lapvona ist definitiv so eins. Ich hatte ja keine genaue Vorstellung was mich erwartet und ich bin teils noch immer angeekelt von manchen Situationen in diesem Buch. Die Kluft zwischen Reich und Arm wird hier thematisiert. Wie Reichtum zu Langeweile führt und was aus Langeweile entsteht. Dieses Buch ist definitiv so gar nichts für schwache Gemüter. Man sollte Ekel abkönnen. Was ich hier super fand, dass es oft um verschiedene Protagonisten geht und nicht um Marek allein. So liest man in verschiedene Sichtweisen der Dorfbewohner, aber auch der Bediensteten hinein. Ich habe bereits ein anderes Buch der Schriftstellerin auf der Wunschliste: „Mein Jahr der Ruhe und Entspannung“. Ich hoffe ja sehr, dass es dem Stil ähnelt. Ich mochte das nämlich. Es ist gut geschrieben. Mir hat die Sprache gefallen und es hat sich gut lesen lassen. Aber! Defenitiv nix für jedermann. Von mir erhält das Buch vier von fünf ✨ weils mir dann teilweise doch auch mal zu eklig wurde 🥲

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
28. Apr.
Rating:2

Abbruch - leider nichts für mich

Nein. Das war nichts für mich. Ich hatte bereits einiges über dieses Buch gelesen, ich war unheimlich neugierig darauf, doch ich habe es nach knapp 100 Seiten abgebrochen. Zwei Lese-Anläufe, zwei Chancen, mit einigen Tagen Abstand, aber ich kam einfach nicht rein, mochte die Story nicht, Marek und die anderen Charaktere waren mir eher unsympathisch. Quäle ich mich hier durch und lese das Buch zu Ende? Nein. Für andere mag es ein Meisterwerk sein. Eine gelungene Gesellschaftskritik. Ein sprachliches Glanzstück. Für mich war es leider nichts. Sorry

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
15. Apr.
Griesgrämiger Lesegenuss, der nichts für schwache Nerven ist 🌪
Rating:3.5

Griesgrämiger Lesegenuss, der nichts für schwache Nerven ist 🌪

Es war schon ein wilder Ritt durch dieses Buch - zum einen erschüttern mich die wilden Beschreibungen von Land, Leben und Eigenheiten der Lapvoner Bevölkerung, zum anderen zeigt Ottessa Moshfegh durch düstere Metaphern (teilweise) Missstände unserer Gesellschaft bildhaft auf. Einige der skuril-ekelerregenden Passagen erinnerten mich an das Buch "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche, zumindest lösten sie einen ähnlichen inneren Ekel in mir aus. Es ist schon ein komisches Buch, aber gerade das macht es wiederum lesenswert. Man muss es allerdings auch vertragen können... hierzu möcht ich noch erwähnen, dass Triggerwarnungen zu Beginn angebracht gewesen wären (Pädophilie, Kannibalismus, ...). Alles in Allem ein spannender Read, der aufrüttelt und auch unangenehme Emotionen zulässt. Man muss sich darauf einlassen können. 💭

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
7. Apr.
Rating:4

Wie ein Unfall.

Puh, ganz ehrlich ist es mir schon lange nicht mehr so schwer gefallen eine Rezension zu verfassen. Wir begleiten den missgebildeten Marek im augenscheinlich mittelalterlichen Dorf Lapvona, wo er als Sohn des Schafhirten ein Leben voller Prügel und Entbehrungen führt, bis er aufgrund eines tragischen Vorfalls ins Schloss des Landvogt Villiam einziehen darf.  Was in Lapvona passiert ist definitiv nicht für zart besaitete, denn was man hier liest ist harter Tobak.  Folter, Vergewaltigung, Kannibalismus, ...  Dieses Buch ist abstoßend, ekelhaft, absurd, grotesk, morbide, bizarr ...  ich habe definitiv noch nichts vergleichbares gelesen und dennoch habe ich mich bestens unterhalten gefühlt. Ob ich das wirklich gut fand? Ich weiss es nicht genau und muss noch einige Zeit darüber nachdenken. Klar ist, dieses Buch bleibt im Gedächtnis und auf irgendeine Art und Weise fand ich es schon genial, auch wenn ich insgeheim die Befürchtung hege, dass die Autorin ein klein wenig irre ist und jede/r der das gut findet auch.

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
27. März
Rating:5

„Denn noch ahnt er nicht, wie grausam nicht nur die Not, sondern auch die Sättigung den Menschen macht.“

Ottessa Moshfegh hat mit „Lapvona“ ein groteskes Meisterwerk geschaffen und es ist mit Sicherheit nicht das letzte Buch, was ich von ihr lesen werde. Die Szenerie in Moshfeghs Roman wechselt zwischen dem verdammten & gottverlassenen Ort Lapvona und dem prunkvollen Schloss von Lapvonas Fürsten, zeitlich befinden wir uns im Mittelalter. Über die Handlung möchte ich nicht allzu viel verraten, allerdings gleicht diese einem wahrhaftigen Fiebertraum. Wer in Bezug auf harte Themen eher dünnhäutig ist, sollte die Finger von diesem Roman lassen oder sich mindestens die Triggerwarning vorher im Netz anschauen! Von Kannibalismus über stumpfe Gewalteinwirkung bis hin zu Pädophilie und Abtreibung, ist in Lapvona jeder erdenkliche menschliche Abgrund enthalten. Ottessa Moshfegh beschreibt diese Themen mit einer so bildgewaltigen Sprache, dass man das Gefühl hat selbst in dem von Exkremten und Verwesung stinkendem Lapvona zu sein. Wer vielleicht schon Patrick Süskinds „Das Parfüm“ gelesen hat, weiß was ich meine, wenn ich sage, dass man einen Roman „riechen“ kann - Lapvona ist einer davon. Doch schnell wird klar: Moshfegh hat diesen Roman nicht so geschrieben, um bloß ein so abstoßendes Buch wie möglich zu schreiben - Lapvona ist eine glasklare Gesellschaftskritik oder noch allgemeiner eine Kritik an den Gelüsten und dem Wesen des Menschen. Moshfegh entwirft ein erschreckendes Portrait der Menschheit und zeigt uns nicht bloß auf, wie der Mensch einmal war, sondern wie er schon immer gewesen ist! Lapvona gehört definitiv zu meinen liebsten Büchern, die ich je gelesen habe, und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!!

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
1. Jan.
Rating:4

Verstörend, ekelerregend und bitterböse. Keine Ahnung, was in Ottessa Moshfegh gefahren ist, aber die Frau hat einen gewaltigen Sockenschuss. Die Geschichte hat sich wie ein Horrormärchen gelesen, welches den Fokus auf menschliche Abgründe und Abfälle (hust) legt. Der Schreibstil war großartig und ich war bis zum Schluss gut unterhalten. CW (ich werde sicherlich einiges vergessen): sexuelle Gewalt, häusliche Gewalt, (Kindes)missbrauch, Tierleid (nicht explizit), Pädophilie, Kannibalismus, Hungersnot

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
11. Dez.
Rating:5

Ich habe das Buch hier in der App entdeckt und zunächst hat mich die Beschreibung nicht sonderlich angesprochen. Die Bewertungen haben mich dann aber neugierig gemacht - und ich bereue es nicht. Das Buch hat mich nicht nur einmal einen angewiderten Blick aufsetzen lassen, aber ich fand es wirklich irgendwie spannend und vielschichtig. Es gab viele, für mich überraschende, Wendungen oder Auflösungen, wodurch ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Mir hat es gefallen!

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
1. Dez.
Rating:4

I read this book because I really liked „My year of rest and relaxation“ from Ottessa Moshfegh. And while it took me some time to fully dive into the world of Lapvona, which was partly on my account, I was not disappointed by this one. In this book, each character is unhinged in its own unique and exciting way. Many parts of the book are disgusting and cruel which was oddly entertaining. Normally I am quite sceptical about such grotesque books as the path to completely overdoing it with weirdness is a narrow one. But with this book the author perfectly manages to keep the right balance. Finally also deeper meaning behind the whole story is very well transported, for example regards hipocrisy of the church, the gap between poor and rich and the grave consequences in life of mere coincidence.

Lapvona: A Novel
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20. Juli
Rating:5

Neben Eileen für mich das beste Buch von Ottessa Moshfegh

Das Buch spielt in einem fiktiven Dorf in einer fiktiven altertümlichen Zeit mit spannenden Charakteren. Von einer uralten, hexengleichen Amme, die auch noch die Erwachsenen an ihrer Brust nuckeln lässt, über einen eitlen, ausschweifenden Fürsten zu einem devot frömmigen hässlichen Knaben, der unglaublicherweise durch einen Mord sozialen Aufstieg erfährt. Unbedingt lesen, ist manchmal aber nichts für schwache Nerven!

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8. Juni
Rating:1

Wtf did I just read??? This boy is sick in his head I start to believe ottessa is a lil bit to gory for me like wtf he kills his cousin then puts a grape near his bhtt and lets his servant eat it then at the end he kills his brother?? Oh and everyone nuckled at the titts of some random grandma who would sell her piss and breast milk like wtf I don’t wanna think about this book anymore it’s just so disgusting if you think about all of the above

Lapvona: A Novel
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28. März
Rating:3

Hab besseres erwartet 😩

Ich würde dieses Buch zu der Kategorie Weird Girl Book zuordnen. Es gibt viele verstörende Momente in diesem Buch, die viel Potential haben. Ich mag solche Bücher eigentlich echt gern und auch dieses Buch hab ich gerne gelesen aber mit dem Ende war ich einfach nicht zufrieden..

Lapvona: A Novel
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24. März
Rating:4

Was für ein stranges Buch! Insgesamt passiert nicht viel in dem Buch, aber irgendwie will man doch immer wissen wie es weitergeht. Es ist ein absurder Ritt mit der Zeit im Dorf Lapvona. Man wird entführt in ein dunkles, tragisches Zeitalter. Beim Lesen hat mir das Buch ganz bestimmte Vibes gegeben, die ich so noch nie hatte. Es ist schwer zu beschreiben, man muss sich einfach drauf einlassen. Die Leute in Lapvona eigentlich alle desillusioniert und gebrainwaished. Irgendwie ist jeder auf seine eigene Art und Weise völlig bekloppt, wodurch das Dorf zu einem interessanten sozialen Geflecht wird. Mir persönlich war es ein wenig zu viel Gottes lastig… dennoch eine sehr interessante und irgendwie doch lehrreiche Geschichte, die zum nachdenken anregt. Teilweise auch sehr grafisch und pervers, wobei ich aber fand dass es zum Ende in diesem Aspekt wirklich nachgelassen hat. Am Anfang kamen direkt ein paar Schocker, dann ging es aber wieder. Ich frage mich, was Otessa Mosfegh beim Schreiben des Buches genommen hat… :-) wie dem auch sei, das Buch macht Lust auf mehr Geschichten von ihr!

Lapvona: A Novel
Lapvona: A Novelby Ottessa MoshfeghPenguin Books
18. Feb.
Rating:4.5

Eine Allegorie auf unsere moderne Welt

Was für ein Ritt. Das Buch liest sich wie ein Fiebertraum, allerdings auf eine Shakespearesque und tragische Weise. Dies ist ein Buch über die Doppelmoral von Religion und den Menschen, die sie ausüben. Der Spagat eines angeblich liebenden Gottes und seinem Genuss Menschen zu bestrafen. Es geht um die Grausamkeit des Lebens, die Ungerechtigkeit der Geburtenlotterie. Wie Reiche die Welt als ihre Bühne sehen und nutzen. Um die Dämonisierung der Weiblichkeit. Das Buch ist ekelhaft, grotesk, brutal und beschönigt nichts. Alle Charaktere sind moralisch verdorben und gleichzeitig Opfer ihrer Umgebung und Mitmenschen.

Lapvona: A Novel
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16. Feb.
Rating:5

Höllenritt

So grotesk und absurd, dass eine gewisse düstere Komik entsteht. Die abartigen Seiten des Menschseins werden hier offenbart, durch leidende, egozentrische Charaktere. Man hat für diese Mitgefühl und hasst sie zugleich. Ich fand es fesselnd. Ich konnte mich zumindest gedanklich noch nicht davon lösen.

Lapvona: A Novel
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4. Feb.
Rating:5

Es ist eklig, vulgär und makaber, aber ich liebe es! Ein sehr gutes Buch mit passender Kritik an die heutige Gesellschaft. Es geht um Tyrannei, Ungleichheit Korruption und viel mehr. Alles verpackt in die Welt um das Dorf Lapvona und unserem Hauptcharakter Marek. Absolute Empfehlung für jeden, der starke Nerven hat! ^^

Lapvona: A Novel
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4. Jan.
Rating:4.5

War different. Komplett anders im Gegensatz zu anderen Büchern und hatte etwas an sich, das schwer zu beschrieben ist.

Man muss über alles ein bisschen nachdenken um den wirklichen Sinn zu verstehen. Das Ende war echt gut und das Buch ist generell fantastisch geschrieben. Manchmal ein bisschen verstörend, aber das war interessant.

Lapvona: A Novel
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