Literarisch zweifellos hochwertig. Dennoch leider stinklangweilig.
Das war nichts.
Puh, ich hatte mir echt mehr erhofft. Die Grundidee war eigentlich ganz spannend, aber das war’s dann leider auch schon. Für ein Fantasy-Buch hat mir da einiges total gefehlt – und das, obwohl es Drachen gibt! Es passiert gefühlt nichts, alles wird bis ins kleinste Detail erklärt und zieht sich wie Kaugummi. Für mich leider ein totaler Flop.
Häh
Also es ist 60% nur Familie di Regulai und ich hätte schwören können, dass es am Ende darum geht, das Davico Arzt wird LOL Keine Ahnung, pacing issues, der Verrat war jetzt irgendwie auch nicht das wahre am Ende
Abbruch nach 25%: Wie langweilig kann man in eine Geschichte einsteigen? Es wird unglaublich viel erklärt, aber eigentlich passiert nichts
Für Fans von Gamebof Thrones
Navola war ganz anders als ich es erwartet habe. Ich hatte Lust auf eine klassische Drachen-fantasy ohne Lovestory. Bekommen habe ich eine klassische "Mittelerde Fantasy" ohne Lovestory mit (leider) in diesem Band etwas wenig " Drachen"(daher nur 4 Sterne). ABER ☝🏼 Die Story an sich war super packend. Ich konnte nicht aufhören und wollte unbedingt wissen was in Navola alles los ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Story etwas ist für Leser komplexeren Stories ist da viel intrigiert . Es geht viel um Sex,Nicht detailiert beschrieben wie in Romantasy, außer ein einziges Mal,sondern in Bezug auf das knüpfen von politischen Beziehungen und Machtverschiebungen. Und natürlich Intrigen. Jedes Adlige Haus in einer Zeit wie dieser schmiedet seine Komplotte ,wenn auch nicht immer mit fairen Mitteln. Mir gefiel die angepasste Sprache , je nachdem wer grade " gesprochen hat . Manchmal waren die Beschreibungen standesgemäß gesittet, manchmal sehr raus. Das fand ich sehr authentisch!Vieles wurde relativ detailiert ausgeführt. Das wunderschöne Auge auf dem Cover kam mir etwas zu kurz. Davon hätte ich mir mehr gewünscht. Da es aber eindeutig einen weiteren Band geben wird, habe ich Hoffnung dann mehr " Drache" zu bekommen. Nun heißt es warten auf den nächsten Band.
Ein Buch was viel verspricht und am Ende nichts davon hält
Natürlich ist es langatmig, das half allerdings sich sehr gut in die Welt reinzufühlen. Eine schöne Abwechslung zu moderner Fantasy. Als Game of Thrones Fan haben mich vor allem die politischen Aspekte und Intrigen überzeugt. Auch die italienischen Sätze haben Spaß beim Leben gebracht. Die erotischen Szenen wurden auch sehr elegant beschrieben. Alles andere als geschmacklos, wie es hier schon ein paarmal genannt wurde. Leider wartet man gebannt aufs Ende und am Ende passiert NIX. Selten habe ich so eine Leere nach einem 800 Seiten Roman gefühlt.
Gut…mit Abstrichen🫶
…ich wollte das Buch richtig gerne mögen. Ich fand den Klappentext total interessant und das Cover so schön, aber so richtig packen konnte mich das Buch nicht. Ich bin von Anfang bis Ende nicht so richtig in die Story rein gekommen…die auch ihre Längen hatte. Habe es dann mit der Buch,- Hörbuchkombi probiert, die mir dann schon mehr zugesagt hat. Trotz allem war ich irgendwie froh als das Buch zuende war😵💫🫣
In dem Statdtstaat Navola thront die Bank der di Regulai über allem. Der junge Davico di Regulai muss in große Fußstapfen seiner Vorfahren treten um seinem Erbe gerecht zu werden und sich dabei durch Ränkespiele, Intrigen und Diplomatie navigieren. Und was hat es mit dem Symbol der Familie, einem versteinerten Drachenauge, auf sich? Dieses Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich habe es immer wieder gerne in die Hand genommen um zu erfahren, wie es weitergeht. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt, wobei Davico der Erzähler ist. Er spricht den Leser dabei auch mehrere Male direkt an. Es ist also klar, dass er aus der Zukunft berichtet. Nicht ganz klar ist dabei allerdings der zeitliche Rahmen. Wir verfolgen Davico jedoch von Kindesalter an bis zu einem jungen Erwachsenen. Damit einher gehen allerlei Gedanken und Gefühle, die einen Jungen in dem Alter bewegen, vor allem in Bezug auf das weibliche Geschlecht. Aber das ist aufgrund des Alters unseres Protagonisten allzu verständlich. Es dreht sich aber nicht alles nur um Mädchen sondern auch um den Druck, den Davico spürt, das Erbe seiner Familie anzutreten, die alle bedeutende Persönlichkeiten in der Geschichte Navolas gewesen sind. Navola ist ein Ort an dem man immer "an der Planke sitzt". In jedem Gespräch wird man bewertet, alle tragen ein falsches Gesicht und spielen Ränke. Ich habe ständig die Motive der Charaktere hinterfragt und hinter allem irgendeine List vermutet. Wer dieses Spiel des "faccioscuro" nicht beherrscht, wird als schwach angesehen und das kann tödlich enden. Apropos faccioscuro: das Buch steckt voller unbekannter Begriffe, die entweder eine Sprache dieser Fantasywelt oder einfach italienisch(?) darstellen (ich war mir nie ganz sicher. So oder so, die Begriffe werden in der Regel nicht genau erläutert, werden jedoch durch den Kontext meist klar. Im letzten Drittel des Buches kommt es zu einem klaren Bruch, ab dem ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte und es unbedingt zu Ende lesen musste. So eine krasse Veränderung für den Hauptcharakter habe ich vorher noch nie gelesen, seine Perspektive ändert sich danach total und war ungemein spannend zu lesen. Es handelt sich hier um keine abgeschlossene Geschichte und daher ist für mich klar, dass Band 2 höchste Priorität haben wird, wenn er erscheint. Ich muss einfach unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ein kleiner Makel waren allerdings ein paar fehlende Wörter oder, dass sich bei Namen teilweise die Schreibweise geändert hat.
»Ich weiß nicht.« »Dann denkt darüber nach. Denkt scharf nach. Ihr lest doch gerne alte Sagen. Die Tagebücher des Marcel von Bis. Avviccos Reisen. Ich weiß, Ihr mögt die Legenden der alten Götter. Sind sie wahr? Spielt es eine Rolle, ob sie wahr sind? Oder ist nur von Bedeutung, dass sie wahrhaftige Gefühle in Euch wecken?« Ein Zitat dass so nichtig & sogleich deep af ist. Ist es nicht genau der Grund weshalb wir lesen? Die Gefühle & die Worte die uns berühren? Geschichten die im Geiste nachhallen über Tage, Wochen oder nicht seltenst Jahren. Begebenheiten ob nun wahr oder gesponnen, die das Denken verändern, wachrütteln oder motivieren…. ? Ist es nicht das was es wert macht in die Welten abzutauchen ein um das andere mal stets aufs Neue ?
⛓️⛓️⛓️⚔️⚔️⚔️💎💎💎🔴 NAVOLA Das Erwachen des Drachen Zuerst möchte ich mich bedanken denn dieses Buch war ein Geschenk. Ein so wundervolles Geschenk. Ich liebe es Bücher geschenkt zu bekomme. Jaja lieben wir alle ich weiß schon, doch meine ich das anders. Es gibt „Buchgeschenke“ & dann gibt es die Geschichten bei denen du merkst dass man sich Gedanken um dich gemacht hat, gewählt überlegt hat ob es dein vibe ist. Die Bücher die einem geschenkt werden & du dich dann während des Lesens umarmt fühlst. Daher nochmals danke ❣️ Nun zum Buch; Oh ich verstehe die unterschiedlichen Bewertungen & ich weiß woher es rührt. Herzlich Willkommen zur „ Alte - Männer -Fantasy“ & oh wie ich es liebe 😍 Ja Freunde das ist Fantasy, in ihrer Ursprungsform. Keine Romantasy, kein Glitzerstaub & wir haben einen männlichen jungen Protagonisten. Bacigalupi präsentiert uns hier ein prachtvoll opulentes Worldbuilding in wahrhaft ausufernden Wortauschmückungen. Das Setting ist eine bildstarke Augenweide, stilistische Renaissance im italienischen Flair mit einem Hauch von griechischer Antike & ner Briese Gothic. So kämen wir zu dem großen Kritikpunkt, nicht meiner, es ist so langatmig. Ja & nein. Ich verstehe die Irritation. Zu oft wird sich am Untertitel eines Buches aufgehängt. Die Geschichte ist genau das: Geschichte. Das Leben & Aufwachsen des Jungen Davico di Regulai da Navola & zwar von Kindesbeinen bis ins junge erwachsen Alter. Die Geschichte von Navola & der Nachbarländer. Wir lernen das Wesen der Protagonisten & die listige Mentalität des Volkes kennen. Ein verkommenes & brutales Patriarchat gut versteckt in Glanz & Gloria. Die tragende Storyline sind im wesentlichen die unbeschreiblich raffinierten politischen Intrigen der Familie Regulai. Ihr tückischer Aufstieg & ihre enorme Macht. Nicht nur einmal werden hier „der Pate „ vibes verteilt. Ein Plottwist der nicht gemeiner sein könnte macht die Geschichte von Davico authentisch. Sein Leiden zieht sich über ein Drittel des Buches & das ist auch wirklich gut so, denn hier findet eine, wie schon lang nicht mehr gelesen, nachvollziehbare Charakterentwicklung statt. Spannende, nervige, eklige, interessante & allerlei verdorbene Charaktere gibt es hier zu entdecken. Furia eine meiner liebsten. Die Männlichkeit & anzügliche Gespräche kommen nicht zu kurz, nach einer Weile konnte ich das Wort Rute nicht mehr lesen & als die Perle dazu kam war ich raus 😅 bin euch ehrlich, hab n Trauma. 😂 Der Drache; es ist sein Erwachen & nur der Untertitel. Das Erwachen findet statt, zum richtigen Zeitpunkt & nicht in der Form die wir in den letzten Jahren serviert bekamen. Was ich persönlich als äußerst erfrischend empfand. Wer sich also nicht aufhängt am Untertitel sondern akzeptiert dass es hier um Navola geht, der lässt sich auf einen ungemein interessanten Einstieg in eine vielversprechende & ungewöhnliche Fantasy ein. Fazit; Schreibstil wundervoll ausschmückend ( bis auf die Rute) Spannung ist stets der Geschichte angemessen & interessant gestalten. Ein hervorragender Einstieg aus dem Hause Tor & für die Liebhaber genau dieses Verlages effektiv unumgänglich. Für mich ein klares Ja ❣️

Was für ein Werk! Das letzte Viertel hat mich viel gekostet. Mir scheint, dies nur der Beginn von etwas Großem. Sehr langsam erzählt, schlau aufgebaut, überraschend und doch habe ich manches geahnt. Diese Geschichte MUSS einfach weitergehen. Sehr politisch, teils derb, voller Intrigen und geheimer Pläne. Ich mochte es sehr, einige Wörter weniger hätten dem Roman dennoch gut getan.
Zu ausschweifend Etwas langatmig und nicht so spannend wie gedacht

Politische Fantasy, wie ich sie liebe!
"Wir alle sind nur Treibgut im Mahlstrom unseres Lebens. Allein das Schwimmen ist bereits ein Sieg." Mit "Navola" nimmt uns Paolo Bacigalupi mit in eine atemberaubende Welt, die mich sehr an das Italien zur Blütezeit der Renaissance erinnert hat. Die Zeit der Medici in Florenz, in der Italien aus lauter Stadtstaaten und kleinen Regionen bestand. Es ist großartige politische Fantasy. Übersetzt aus dem Amerikanischen von Alexander Weber. "Haltet diese Nacht gut im Gedächtnis, Prinzling. Bald werdet auch ihr parlobanco sitzen wie Euer Vater, und ihr werdet das Antlitz eines Mannes so gut lesen müssen wie er - und genauso auf der Hut sein, wie di Balcosi es hätte sein sollen. Prägt euch diese Nacht gut ein, mein Junge, denn was ihr da unten seht, ist der Preis des Scheiterns." Davico di Regulai wächst sehr privilegiert und behütet auf. Seiner Familie gehört die Bank im Stadtstaat Navola, die seine Paläste und Türme, seinen Reichtum und seine Macht vor allem Davicos Familie zu verdanken hat. Auch wenn sich die di Regulai gerne unpolitisch geben, ist es doch ihr Geld, ihr Gold und ihre Versprechen die Stadtstaaten und Königreiche stürzen. Doch wie es so ist, Erfolg bringt Neider mit sich. Und zu Davicos Namenstag, der ihn in die Geschäftswelt einführen soll, überschlagen sich die Ereignisse. Davico, der die Hoffnung seiner Familie ist findet sich inmitten von Intrigen der navolanischen Diplomatie wieder und nur das Drachenauge, ein uraltes Artefakt der Familie, wird ihn aus diesem Netz befreien können. "Das war es, was ich verlor, als Mörder mit ihren Schwertern auf mich losgingen. Sie nahmen mir nicht das Leben. Sie nahmen mir mein Vertrauen und meinen Anstand." Bacigalupi hat hier eine wirkliche tolle Welt geschaffen und die vielen italienischen Namen und Begriffe haben das Gefühl für diese Welt noch verstärkt. Benutzt wird hier zum Teil auch ein alter italienischer Dialekt, der ggf. zu Beginn etwas verwirren kann. Erzählt wird die Story aus der Sicht des Hauptcharakters Davico, der uns von seinem Leben und seiner Familie erzählt. Von seinem Weg ins Erwachsenenalter, seinen damals noch kindlichen Wünschen und dem Stolz auf seinen Vater. Aber auch der Angst nicht zu genügen, dem Vater eine Enttäuschung zu sein. Er nimmt uns mit in seine Welt, die geprägt ist von einflussreichen Bankiers und Politikern, von Kunstmäzenen und Assassinen, beeindruckenden Palazzos und wunderschönen Weinbergen. Wir erfahren wie diese zersplitterte politische Landschaft zu ständigen Machtkämpfen untereinander führte und wie die komplizierte Machtverteilung es notwendig machte, Bündnisse einzugehen. Wie zu Beginn bereits erwähnt ist es politische Fantasy und das einzig Fantastische ist das Drachenauge, ein Artefakt und Talisman der Familie, das aber eine besondere Rolle spielt. "Ich schrubbte meine Angst und mein Entsetzen darüber, was meine Familie war und was wir getan hatten, einfach weg, und am Morgen gab ich nichts von allem preis, was in meinem Geiste lauerte." Für mich war das eine wirklich großartige Lektüre, die nur einen halben Punkt verliert, weil ein Glossar hier wirklich angebracht gewesen wäre, zum Prinzip der Regierungsform, aber auch um Namen/Familien und deren Einflussbereich/Stand nachzuschlagen. Ich freue mich sehr darüber, dass Bacigalupi bereits an Band 2 arbeitet. Etwas anderes ist bei diesem Ende auch nicht möglich. Ich kann es kaum erwarten und hoffe natürlich auf eine Übersetzung.
In diesem Buch gibt es sehr viel Politik, Intrigen, Verrat und leider nur wenig Fantasy. Ein Magie-System ist nicht vorhanden, dafür kann man sich viel über die Körperlichen Lüste des Mannes anhören (auch noch aus der Sicht eines jungen Mannes). Insgesamt ist es auch teilweise Recht obszön, aber leider ohne dass dies zu einem höheren Wohl der Geschichte beiträgt. Der Part mit dem Drachen war zu Beginn sehr interessant,wurde aber irgendwann eher Strange und verlor den echten Reiz für mich. Ich hatte hohe Hoffnungen, aber leider war es nicht meins. Please remember Reading is subjective.

Drachenauge im Nebel der Worte
Prunkvolle Paläste, dekadente Feste, tödliche Intrigen – Navola hat alles, was ein Fantasyherz eigentlich höherschlagen lässt. Die Kulisse schreit förmlich nach Intrigen im Stile von Venedig, durchzogen von Machtspielen, scharfen Klingen und einer dicken Prise Gift. Genau das bekommt man auch – allerdings in einer epischen Länge, die eher wie ein nie endender Maskenball wirkt: schillernd, aber irgendwann sehnt man sich nach frischer Luft. Davico di Regulai als Thronfolger einer Bankdynastie hat eigentlich Potenzial für Drama ohne Ende. Verrat in der Familie, Machtspiele zwischen Kaufleuten und das mysteriöse Drachenauge als Symbol – klingt nach einem Festschmaus für Fans von Martin und Sapkowski. Doch zwischen all den detailreichen Beschreibungen von Handelsverträgen, Verhandlungen und den sehr ausufernden Innenmonologen verliert sich die Spannung leider immer wieder. Wer sich gerne in endlosen Dialogen und barocken Beschreibungen suhlt, kommt hier voll auf seine Kosten. Wer Action oder zumindest flotten Erzählfluss erwartet, muss viel Geduld mitbringen. Nicht falsch verstehen: Die Welt ist reich ausgestattet, voller Düfte, Farben und Intrigen – fast schon so opulent, dass man beim Lesen selbst ins Schwitzen kommt. Aber die Figuren bleiben über weite Strecken distanziert. Da zündet der Funke nur selten, und wenn er mal aufflammt, löscht die nächste Seite voller Handelsdebatten ihn gleich wieder. Am Ende bleibt ein Roman, der sich wie eine kunstvoll bestickte Robe anfühlt: beeindruckend, schwer und schön anzusehen, aber unbequem zu tragen. Wer epische Fantasy mit Renaissance-Feeling liebt und die Geduld für ausschweifendes Erzählen mitbringt, darf sich hier ins blutrote Bad fallen lassen. Für mich persönlich war es ein bisschen zu viel Ausschweifung, zu wenig Biss – daher solide drei Sterne.
Paolo Bacigalupi entwirft in Navola ein prunkvolles Setting, das von Handel, Macht und Intrigen bestimmt wird. Die mächtige Bankiersfamilie di Regulai steht im Zentrum des Geschehens, allen voran der Erbe Davico, der zwischen Verantwortung, politischen Spielen und den Erwartungen seines Vaters zerrieben zu werden droht. Hinzu kommt ein geheimnisvolles Artefakt, das Drachenauge, das eine mystische Dimension in die Handlung einbringt. Die größte Stärke des Romans liegt für mich eindeutig in den Intrigen und Machtspielen. Bacigalupi gelingt es, die politischen Verwicklungen einer Stadt darzustellen, voller List, Betrug und taktischen Manövern. Gerade die vielen Wendungen haben mich fasziniert: immer, wenn man dachte, den nächsten Schritt der Figuren zu kennen, änderte sich das Spiel und eröffnete neue Perspektiven. Diese Spannung, die aus den Machtkämpfen entsteht, hat den Roman für mich getragen. Die magischen Elemente, insbesondere das Drachenauge, waren für mich weniger interessant. Sie wirkten wie ein zusätzliches Stilmittel, das die Geschichte zwar bereichern sollte, aber für meinen Lesegeschmack nicht so fesselnd war wie die politischen Aspekte. Außerdem ist das Buch extrem detailreich – Bacigalupi beschreibt minutiös Politik, Gesellschaft, Schauplätze und Figuren. Das ist handwerklich beeindruckend, wirkte für mich aber stellenweise zu ausschweifend. Ich hätte mir eine straffere Erzählweise gewünscht. Das verlangsamte Tempo machte die Lektüre anstrengend, und man braucht tatsächlich viel Geduld, um sich durch die über 800 Seiten zu arbeiten. Navola ist ein intensiver Fantasyroman, der mit seiner dichten Atmosphäre, den vielen Wendungen und vor allem den politischen Intrigen glänzt. Wer Freude daran hat, sich in eine komplexe Welt voller Machtspiele hineinzudenken, wird reich belohnt. Wer aber eine temporeiche Fantasy-Geschichte mit stärkerem Fokus auf Abenteuer oder Magie erwartet, wird hier eher weniger glücklich.

Mehr Palaver als Handlung…
Mehr Palaver als Handlung… Wir sind aktuell auf dem deutschen Buchmarkt gelinde gesagt nicht allzu gesegnet mit Neuerscheinungen an High-Fantasy Titeln. Da muss man nehmen, was man kriegen kann. Oder doch nicht? Mit „Navola“ bekommen wir einen High-Fanatsy Roman mit ganz viel Politik und äußert wenig Fantasy. 60% des Buchs machen ellenlange politische Verhandlungen und Unterredungen aus, die letztendlich zu Nichts führen und einfach nur Palaver sind, 20% handeln von der „Wollūst des Mannes“ und die restlichen 20% passiert mal etwas Entscheidendes bzw. Spannendes. Eine Mischung, die bei mir so garnicht punkten konnte. Auf den ersten 300 Seiten passiert - NICHTS 🤯 Ich mag es, komplexe neue Welten zu entdecken; jedoch wird hier direkt zu Anfang ein regelrechter Info-Dump zur Welt betrieben, der mir überhaupt keinen Spaß gemacht hat und mich auch überrollt hat. Dazu kommen die ellenlangen politischen Unterredungen, Diskussionen, Erörterungen, und Intrigenplanungen, die erstmal zu Nichts führen und verpuffen. Als dann nach 300 Seiten endlich mal etwas Spannendes passierte, war ich durchaus gefesselt und freudiger Erwartung, welche neue Richtung die Geschichte nun einschlagen könnte und war guter Hoffnung. Jedoch hat es der Autor geschafft den Spannungsbogen danach wieder auf den Nullpunkt zu setzen und die Handlung, wie zuvor, vor sich hinplätschern zu lassen. Der Fokus lag dann außerdem auf den pubertären Gelüsten eines jungen heranwachsenden Mannes, die für mich etwas zu ausufernd und unangenehm ausgeschrieben wurden und dazu mit in meinen Augen sehr unglücklichen und grenzwertigen Bezeichnungen übersetzt wurden. Die intimen Darstellungen fand ich kurz gesagt sehr geschmacklos und eklig. Es gibt hier kein Magiesystem, den Fantasy-Anteil macht nur das Drachenauge aus, ein Artefakt. Dafür, dass es Untertitel des Romans ist, kommt es aber nur am Rande vor, was ich ebenfalls etwas enttäuschend fand, denn da wäre so viel mehr drin gewesen. Die letzten 150 Seiten habe ich mir dann geschenkt, da die Handlung so absurd wurde, dass ich noch den letzten Funken an Lesemotivation verloren habe. Es tut mir sehr leid für diese negative Besprechung, jedoch kann ich an diesem Roman nichts Gutes finden und hat er in mir nur unangenehme Gefühle hervorgerufen…
Eine interessante, atmosphärische Fantasiewelt. Dichte Handlung, die Konzentration und Geduld verlangt. Für Fantasie Liebhaber auf jeden Fall empfehlenswert.















