Tolle Alltagsbeobachtungen, aber zu wenig Handlung ⭐️⭐️1/2⭐️
Am Anfang fand ich das Buch ganz toll. Die vielen kleinen Alltagsbeobachtungen wirkten inspirierend und vielversprechend. Jedoch wartete ich vergebens auf den Beginn des Plots. Im Prinzip kann „either/or“ als Tagebuch einer amerikanischen Studentin mit türkischem familiären Hintergrund gesehen werden, die noch dabei ist, sich selbst zu finden. Auf 360 Seiten war mir das etwas zu langwierig. Während Selins Reise am Ende des Buches werden türkische Männer wiederholt als (u.a. sexuell) übergriffig dargestellt. Ich hätte mich gefreut, wenn solch ein Vorurteil hier nicht reproduziert würde. Andererseits wehrt die Protagonistin sich auch nicht dagegen. Also: am Anfang, aber Tendenz leider sinkend.



