28. Nov.
Rating:4

Uneingeschränkte Leseempfehlung!

Ich glaube ja schon lange daran, dass bestimmte Traumata von Generation zu Generation weitergegeben werden. Dieser sogenannte "rote Faden", der weit mehr als nur die Mitglieder der eigenen Familie miteinander verbindet. Das Wissen darüber, dass wir Traumata in uns tragen (nicht nur unsere eigenen, sondern auch die Traumata anderer) und uns bewusst mit ihnen auseinandersetzen, halte ich persönlich für immens wichtig, um auch die uns nachfolgenden Generationen so gut wie möglich schützen und vor Leid bewahren zu können. Wie oft sehe ich unglückliche Kinder, die im Grunde nur deshalb unglücklich sind, weil ihre Eltern es ebenfalls sind. Kinder wollen sie ja gefühlt alle, obwohl es Einigen von ihnen schlichtweg an der mentalen Stabilität und Reife fehlt, sich überhaupt um ein Kind kümmern zu können. Das macht mich jedes Mal so unglaublich wütend!! Du kannst nicht einen lieblosen Vater gehabt haben und dir trotzdem denken: "Hey, ich bringe Kinder zur Welt. Weil, das macht man halt so, man lebt nur einmal, man muss das Leben voll auskosten", und so weiter und so fort.. Du kannst nicht einen alkoholkranken Vater gehabt haben und trotzdem Kinder zeugen, nur weil deine Frau das so will! Du solltest kein zweites oder drittes Kind zur Welt bringen, nur weil du dir denkst: "Das kann doch jetzt nicht alles in meinem Leben gewesen sein!" Kinder zu bekommen entsteht aus einem egoistischen Bedürfnis heraus, denn du kannst dein ungeborenes Kind ja schließlich nicht fragen, ob es trotz der gegebenen Umstände auf die Welt kommen will oder nicht. Aber wenn du schon so egoistisch sein musst, dann sorge bitte auch dafür, dass es deinem Kind in allen Belangen seines oder ihres Lebens gut geht!! Huiii, man merkt, das Buch war in vielerlei Hinsicht, emotional herausfordernd für mich, nicht nur in Bezug auf das "Kinder-Thema".. Ich habe beispielsweise auch verstanden, dass mein "inneres Kind" in genau dem Zeitraum steckengeblieben ist, andem es tief verletzt wurde. Dass ich in Folge dessen stark an diesem verletzten Selbst festhalte und im Grunde kein anderes Selbstbild zulasse. Das hat mich gleichermaßen traurig gemacht, mich mir Selbst aber auch wieder ein Stück weit näher gebracht, weil es so Vieles erklärt, für das ich bislang keine Erklärung gefunden habe. Genau aus diesem Grund habe ich mich (fast schon rein instinktiv) relativ früh dafür entschieden, keine eigenen Kinder bekommen zu wollen. Ich bin mittlerweile ü40 und trotzdem nach wie vor damit beschäftigt, bestimmte Traumata abzuarbeiten und zu versuchen mich selbst zu heilen. Insofern wäre ich die falsche Person wenn es darum geht, sich um einen kleinen Menschen zu kümmern. Punkt. Um mal etwas sachlicher zu werden, ich fand das Buch sehr gut. Es zeigt auf, wie wichtig es ist, den Menschen als Ganzes zu betrachten. Denn er besteht aus Körper, Geist und Seele. Eine Tatsache die im Bereich der Schulmedizin bis heute nicht berücksichtigt wird. Dabei dürfte mittlerweile bekannt sein, dass sich eine Erkrankung des Darms beispielsweise auch negativ auf die mentale Gesundheit auswirken kann und umgekehrt. Den Begriff "Darmflora" habe ich von meinen diversen Hausärzten bis zum heutigen Tag nicht gehört.. Zur Behandlung des Geistes empfiehlt Mariel Buqué regelmäßig zu meditieren und führt hier auch einige Meditationstechniken wie beispielsweise die Klangschalen-Therapie auf. Dieses Themenfeld hat mich nicht so sehr angesprochen, weil ich meine eigenen Mittel und Wege habe, mich zu erden, zu reflektieren oder in mich zu gehen. Selbst Lesen ist für mich eine Art der Meditation. Bei anderen Themen wiederum hätte ich mir ein paar mehr Informationen gewünscht, aber das hätte wahrscheinlich den Rahmen gesprengt, wenn man bedenkt, wie individuell, vielseitig, komplex und breit gefächert das Thema "Traumata" ist. Abgesehen davon war das Buch aber eine Art Offenbarung für mich, aus dem ich sehr viel mitnehmen konnte. Uneingeschränkte Leseempfehlung von meiner Seite!

Break the Cycle
Break the Cycleby Mariel BuquéPenguin Publishing Group
16. Feb.
Lesenswert für Menschen die an der Psychologie interessiert sind
Rating:4

Lesenswert für Menschen die an der Psychologie interessiert sind

Es handelt sich um ein Buch welches sich mit vererbten Traumata beschäftigt. Ich denke das jeder einzelne Person eine dunkle Seiten in sich trägt, die aus unterschiedlichen Gründen/Ursachen geprägt worden sind. Und sich auch im Buch wiederfinden wird. Denn ein Trauma muss nicht immer etwas extremes sein. Dieses Buch beschreibt wie familiäre Traumata vererbt, umgangen und auch wieder geheilt werden können. Es sind viele Übungen enthalten von denen ich glaube das sie sehr wirksam sein können ( Ich persönlich habe diese Übungen aber nicht gemacht). Ich denke es ist ein gute Start sich dieser Thematik zu nähren. Eine Therapie wird es natürlich nicht ersetzen können. Es sind zusätzliche Meditationen per QR Code zugänglich, jedoch leider nur auf Englisch. Das ich doch als schade empfunden habe.

Break the Cycle
Break the Cycleby Mariel BuquéPenguin Publishing Group
8. Dez.
Sehr informativ
Rating:4

Sehr informativ

Trauma ist ein Thema was mich sehr interessiert. Wir haben ja alle irgendwelche Erfahrungen sammeln müssen, die nicht so schön sind. Trauma setzt sich durch viele verschiedene Aspekte zusammen und ich wollte mehr darüber lesen und erfahren. . Das Buch besticht durch seine leichte Schreibweise. Auch für Menschen die mit Fremdwörtern oder medizinischen Äußerungen nichts anfangen können, ist das Buch geeignet. . Das eigene Trauma spielt hier keine zentrale Rolle, denn auch Generationsübergreifend bekommen wir einiges mit. Von den Eltern, Großeltern oder noch weiter in der Vergangenheit zurück. Wie setzt es sich in uns fest? Welche Verhaltensweisen übernehmen wir? Und wie kann man damit umgehen und es auch auflösen? Sehr interessanter Ansatz in diesem Buch, ist den Körper und die Seele als Ganzheitlich zu sehen. Die Herangehensweise der Autorin hat mir viele Fragen beantwortet. Da ich mich auch von Natur aus schon mit dem Ganzen beschäftige, waren mir einige Ansätze bekannt und haben meine Meinung gefestigt. . Das Buch ist aber nicht nur Ratgeber sondern auch Arbeitsbuch. Die Autorin bringt immer wieder Übungen an, die man selbst gut und einfach durchführen kann. Auch lädt jedes Kapitel dazu ein, einmal selbst in sich hineinzuhören und sich mit seinen Gefühlen auseinander zu setzten. Das Buch bringt einige neue Erkenntnisse aber auch Wissen aus längst vergangener Zeit. Denn schon unsere Vorfahren haben sich mit dem Thema Trauma beschäftigt. . Ich kann das Buch an alle Betroffene empfehlen aber auch an Interessierte. Ein Buch was aufrüttelt, viele Informationen weitergibt und zum nachdenken anregt. Man kann vieles besser verstehen und die Muster erkennen.

Break the Cycle
Break the Cycleby Mariel BuquéPenguin Publishing Group
20. Nov.
Rating:4

Trauma selbstwirksam heilen? Mit Break the Circle gibt uns Dr. Mariel Buque ein Buch in die Hand um unsere tiefsitzenden und teilweise vererbten Traumata anzugehen. Das Buch gliedert sich dabei in drei Teile, welche sich mit unserem vererbten Trauma, den körperlichen Veränderungen die darauf resultieren und letztlich deren Bewältigung befassen. Schritt für Schritt soll es dem Leser somit gelingen, das eigene Trauma zu erkennen und zu verarbeiten. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, der Schreibstil ist einfach und auch kompliziertere Thematiken sind für den Leser einfach erklärt, auch ohne Vorerfahrung in dem Bereich. Um sich des Traumas überhaupt erstmal bewusst zu werden, und sich mit diesem zu beschäftigen und Lösungen zu finden damit umzugehen, finde ich das Buch sehr gelungen. Dennoch ist es eher etwas, das der Leser neben einer Therapie hinzuziehen sollte. Das ist für mich auch der einzige Kritikpunkt, denn das Buch vermittelt immer wieder, dass wir es aus reiner eigenen Kraft schaffen können ein Trauma zu bewältigen, dieses finde ich jedoch eher unglücklich formuliert. Auch wenn es sicher eine gute Motivation darstellt das Thema anzugehen, kann er Leser nicht erwarten, dieses Buch zu lesen und am Ende geheilt zu sein, vielmehr würde es Sinn machen ein Trauma therapeutisch von einer Fachkraft begleiten zu lassen und das Buch als Arbeitsmittel oder Hausaufgabe für daheim zu verwenden, um sich noch tiefer mit dem Thema zu beschäftigen. Das Thema wurde dennoch sehr gut aufgearbeitet und ich denke, dass es auch ohne Therapie schon eine Menge bewirken kann. Würde es auf jeden Fall empfehlen.

Break the Cycle
Break the Cycleby Mariel BuquéPenguin Publishing Group
10. Nov.
Rating:4

Interessant

Das Buch Break the Cycle von Dr. Mariel Boqué ist interessant. Das einzige Manko was es hat ist, dass Break the Cycle und generationenübergreifend viel zu oft drin vor kommen. Gerade bei generationenübergreifend hat man Phasenweise das Gefühl es kommt in jedem zweiten oder dritten Satz drin vor. Das macht das hören oder lesen des Buches anstrengender. Ansonsten ist es super um den Fokus einfach auch auf die Aspekte zu lenken die uns von Anfang an beeinflusst haben, ob jetzt genetisch oder durch unsere Umwelt. Wenn wir dann die Programme die in uns selbst ablaufen besser verstehen können wir unsere Schattenthemen ganz anders behandeln. Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass sie halt auch wirklich darauf hinweist, dass man Pausen machen soll um all das zu verarbeiten, was man durch die Hilfe des Buches realisiert und bearbeitet hat.

Break the Cycle
Break the Cycleby Mariel BuquéPenguin Publishing Group
16. Aug.
Rating:5

This book is written with intention! If you are looking for a book as a newbie about intergenerational trauma this is a good start. I enjoyed it very much, it is field with exercises and reflection sections to really work through your own trauma. I will come back to it and re-read some parts.

Break the Cycle
Break the Cycleby Mariel BuquéPenguin Publishing Group