Ich möchte auch mal wieder was anderes lesen als Krimis oder Thriller und da kam dieses Buch genau richtig. Katherine Arden hat einen tollen Schreibstil. Das Buch hat mich berührt, beschäftigt, aufgewühlt, war voller Hoffnung und auch wieder nicht. Ich wünsche mir mehr von Katherine Arden in dieser Richtung. Das Nachwort ist sogar empfehlenswert. 5 Sterne für diese Geistergeschichte, die so viel mehr ist.
Ich starre das Buch an und habe das Gefühl, der Roman starrt zurück. Nachdem er mir so viel über das Leid und den Verlust des Krieges erzählt hat, über die Düsternis und über die Verlorenheit der Menschen, die auf den Schlachtfeldern starben oder weiterlebten. „The warm Hands of ghosts“ ist kein leichtes Buch, das hatte ich auch nicht erwartet. Aber ich war nicht gefasst auf die Hoffnungslosigkeit und Zerissenheit, die mich überspülte und forttrug. Es geht um das Band von Geschwistern. Der erste Erzählstrang berichtet von der kanadischen Krankenschwester Laura, die sich nach einem Granatenangriff zu Hause erholt hat. Eines Tages kommt ein Päckchen mit der Kleidung ihres Bruders mitsamt beiden Erkennungsmarken. Alles deutet darauf hin, dass ihr Bruder tot ist - aber ein Gefühl sagt ihr, dass er noch lebt. Der zweite Erzählstrang gehört Freddie, ihrem Bruder, und er vereinnahmt ihn mit seiner Kraft, mit der er sich mit den Erinnerungen an seine Schwester, an die Kameradschaft auf dem Schlachtfeld gegen das Vergessen stemmt. Mir war bewusst, dass es kein helles Buch wird. Doch mit der Dunkelheit hätte ich nicht gerechnet - oder mit den wenigen Lichtfleckchen auf dem steinigen Weg von Laura und Freddie. Damit musste ich erst einmal klar kommen. Katherine Arden schreibt eindrücklich so über Kriegsneurosen, dass es mir unter die Haut kroch und sich fest setzte. Die Schrecken des Krieges konnte ich bei beiden Geschwistern verfolgen. Wobei mir vor allen Dingen Freddie ans Herz gewachsen ist, bei seinem Weg durch die Schlachtfelder, durch Schlamm, Blut und Grauen. Ich hätte ihn am liebsten festgehalten, damit er sich nicht selbst verliert. Auf Lauras Seite habe ich vor allen Dingen die Frauenfreundschaft zwischen ihr, Mary, die ein Krankenhaus gegründet hat, und Prim, die ganz eigene Gründe hatte, mit ihnen nach Belgien zu kommen, gefeiert, Laura selbst blieb mir ein bisschen ferner als Freddie, obwohl ich ihre Beweggründe und ihre Emotionen gut verstanden habe. Die Geisterkomponente wurde durch ein lockendes Geisterspiel und einen Handel mit Erinnern und Vergessen personifiziert. Spannend und verwirrend gleichermaßen. Diese Komponente blieb im ganzen Buch eher vage - obwohl ich die Beweggründe von Arden nachvollziehen kann, die Person gerade so anzulegen, wie sie angelegt wurde, blieb ich bis zuletzt neugierig auf einen endgültige Lösung dieses Handlungsortes zwischen fiebrigen Traum und Realität. Es ist ein wichtiges Buch, das sich dem Thema des 1. Weltkriegs über das Fantasy-Genre nährt und die Thematik anschaulich und grauenerregend verarbeitet. Auf einer gewissen Ebene konnte es mich jedoch nicht gänzlich abholen. 4 Sterne für eine außergewöhnliche Geschichte.

Nicht wirklich überzeugend
🔥Spannung: 2/5 🧠Tiefe: 2/5 👁️ Atmosphäre: 2/5 🔎Figuren: 3/5 Bewertung: 🌟🌟✨/5 Wir lesen einen historischen Geisterroman vor der Kulisse des 1. Weltkrieges in 1917- 1918. Zwei Zeitebenen, die sich langsam annähern, bis sie schließlich ineinander übergehen. Klingt stark. Und ehrlich? Am Anfang hat es sich auch so angefühlt. Der Einstieg hat mich direkt abgeholt. Richtig bedrückend. Oder war es eher bedrückend ruhig? Die gezeichneten Bilder im Lazarett waren verstörend und auch die Figuren hatten Potenzial. Nun kommt jedoch das große „Aber“. Relativ schnell hat das Ganze an Tiefe verloren. Die Story wurde zunehmend leerer, der Schreibstil kühl und distanziert- fast schon mechanisch. Es fehlten innere Konflikte und greifbare Gefühle. Der Wahnsinn des Krieges blieb seltsam weit entfernt. Leider passierte über einen großen Teil des Buches einfach… Nichts. Die Geschichte plätschert dahin, ohne mich einfangen zu können. Für mein Gefühl gähnend langweilig. Das Ende konnte nochmal einiges gut machen. Die letzten Seiten fühlten sich wieder nach dem an, was ich mir erhofft hatte: etwas atmosphärischer, greifbarer und spannender. Aber auch hier blieb das Buch hinter seinen Möglichkeiten zurück, weil die emotionale Tiefe weiterhin gefehlt hat. Fazit: Kann man lesen, besonders wenn man das Setting mag. Mich jedoch konnte es leider nicht erreichen.

Ein interessanter & atmosphärischer Roman, der die Grenzen zwischen Realität und übernatürlichem verschwimmen lässt.
Danke an den Festa-Verlag, der mir dieses Buch im Rahmen eines Gewinnspiels zugesendet hat. In "The Warm Hands of Ghosts" begleiten wir Laura Iven, die eines Tages eine Kiste samt Uniform und weiterer Sachen von ihrem Bruder Freddie erhält. Laura ist Krankenschwester und nach einer Verletzung und dem Verlust ihrer Eltern in ihre Heimat zurückgekehrt. Freddie ist als kanadischer Soldat im Einsatz, die Geschichte spielt um 1917/18, in der Zeit des 1. Weltkriegs. Die Kiste lässt von Beginn an einige Fragen offen, denn obwohl es so aussieht, als wäre Freddie gefallen, sind die Umstände, unter denen Laura die Kiste erhält ungewöhnlich, allem voran, weil es kein Informationsschreiben darüber gab, was mit Freddie passiert ist. Deshalb macht sich Laura entschlossen auf die Suche nach Antworten und merkt schnell, dass nicht alles so ist, wie es scheint und die Grenzen zwischen Realität und (vermeintlichem) Wahn fließend sind. Es ist das 1. Mal, dass ich ein Buch gelesen habe, in dem die Protagonistin denselben Vornamen trägt wie ich (wenn man von Lauras Stern als Kind mal absieht). Das war am Anfang ungewohnt, hatte aber auch was cooles. Die Protagonistin wirkt sympathisch und lässt nicht von ihrem Ziel, mehr über den Verbleib ihres Bruders zu erfahren, ab. Ihr Handeln und Denken war für mich als Leserin recht gut nachzuvollziehen. Die ganze Geschichte ist atmosphärisch dicht, düster und transportiert die dunklen Stunden, die Ängste, die Trauer und all die Emotionen, die mit einem solchen Krieg einhergehen, eindrücklich. Die Charaktere sind authentisch, die Grenzen zum unnatürlichen fließend. Kleiner Fakt am Rande: bei Faland handelt es sich um einen alten deutschen Begriff für Teufel oder Dämon. Ich hatte bisher noch nichts von Katherine Arden gelesen, wurde jedoch von ihrem Stil überzeugt. Die Geschichte lies sich flüssig lesen, hatte eine gewisse Sogwirkung und einen minimalen, aber beständigen Gänsehautfaktor. Die letzte Zeit "breche" ich vermehrt aus meinen gewohnten Genre aus und muss sagen, dass sich das als sehr angenehm und positiv herausstellt. Ohne den Zufall wäre ich vielleicht nie auf dieses Buch gestoßen, aber ich bin froh, dass ich es gelesen habe und würde es weiterempfehlen.

Ein unfassbar kraftvoller Roman. 🥀
— Dieses Buch hat mir wirklich nochmal das Gefühl gegeben "Ja, deshalb liebe ich es zu lesen!" Ein düstere Geister Geschichte mit historischen Elementen. Ardens Schreibstil ist perfekt. Ihre Beschreibungen versetzen einen direkt in die Atmosphäre des Schlachtfeldes, man fühlt den Terror, die Qual, sogar Geräusche und Gerüchte des Krieges. Man wird in Freddies dunklen und blutigen Überlebenskampf involviert, bis zum bitteren Ende. ⠀ — Freddie begegnet einem Mann? einem Gott? einem Teufel? der die Fähigkeit besitzt die Schrecken des Krieges aus seinen Erinnerungen verschwinden zu lassen. Doch zu welchem Preis? Die Kapitel mit dem Mann und seiner Geige waren ein Highlight innerhalb eines Romans der an sich schon ein Highlight ist. ⠀ — 𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓: Ich habe jede Seites dieses Meisterwerks geliebt. Ein berührende und bittersüße Story um Freundschaft, bedingungslose Hoffnung und Liebe, die pure Gewalt des Krieges. Ein Buch, welches mir noch sehr lange im Gedächtnis bleiben wird! 𝐁𝐄𝐖𝐄𝐑𝐓𝐔𝐍𝐆: 5+ / 5 ✨️
Faland (mhd. vâlant, auch feiland, foland) ist ein veralteter deutscher Begriff für Teufel, Dämon oder Ungeheuer. Dieser spielt in Katherine Ardens Buch eine zentrale Rolle. Wir befinden uns im Jahr 1918. Laura Iven war während des 1. Weltkrieges Krankenschwester in Belgien, ist nach einer Verwundung aber in ihre Heimat Halifax zurückgekehrt. Ihr Bruder Freddie kämpft noch für die kanadische Armee. Eines Tages bekommt Laura eine Kiste mit Freddies Uniformjacke und seinen Marken, aber ohne Nachricht über seinen Tod. Sie kehrt zurück nach Belgien, um mehr über das Schicksal ihres Bruders in Erfahrung zu bringen. Gleichzeitig erfahren wir im zweiten Handlungsstrang Freddies Schicksal. Diese Odyssee bringt die Schrecken des Krieges ganz nah an den Leser, beschreibt den Wahnsinn, den Soldaten durchleben müssen. Lauras Suche birgt aber nicht nur weltlichen Terror - die Geisterwelt und viele Figuren aus Mythen und Fabeln spielen ebenfalls eine Rolle, oft nur angedeutet (die griechischen Moiren, Dantes Inferno, die Apokalypse), aber immer unterschwellig im Hintergrund. Ein Buch mit bedrückender Grundstimmung, immer wieder durchzogen mit geisterhaften Figuren, das aber auch immer wieder Hoffnung durchschimmern lässt. Eine absolut fesselnde Geschichte von der Autorin der Winternacht-Trilogie.

✨ Rezension ✨ The Warm Hands of Ghost von Katherine Arden (Special Edition aus dem @festaverlag, auch als nicht limitierte Edition erhältlich) Diese Geschichte hat mich vor allem durch ihre dichte, fast greifbare Atmosphäre abgeholt. Der Erste Weltkrieg bildet hier nicht nur den Hintergrund, sondern fühlt sich durchgehend präsent an – roh, düster und bedrückend. Gleichzeitig schwingen immer wieder mysteriöse, übernatürliche Elemente mit, die dem Ganzen eine ganz besondere Tiefe geben. Im Zentrum stehen mehrere Schicksale, die sich nach und nach miteinander verweben. Themen wie Verlust, Erinnerung und die Frage, was der Krieg mit Menschen macht, ziehen sich durch die Handlung. Besonders spannend fand ich die Idee rund um Erinnerungen und den Umgang mit traumatischen Erlebnissen – gerade was Freddie und Winter durch machen müssen 🤯 - das hat dem Buch für mich nochmal eine eigene, nachdenklichere Ebene gegeben. Im Mittelteil hatte die Geschichte für mich ein paar kleinere Längen, aber insgesamt hat es der Story keinen großen Abbruch getan. Die Figuren wirken authentisch und nahbar, und gerade das Ende hat mir richtig gut gefallen. ✨ Fazit: Eine atmosphärisch starke Geschichte, die Krieg und Mystik gekonnt verbindet und dabei sowohl interessant als auch berührend ist. ⭐ 4/5 Sterne

„Hast du schon gehört?“ fragte Freddie. „So ein armer Erzherzog wurde letzte Woche in Sarajevo erschossen.“
Katherine Arden schafft es wieder perfekt Realität und Mystik miteinander zu verbinden, dass man nicht das Gefühl hat ein Fantasy Roman zu lesen. Das Buch handelt von dem 1. Weltkrieg und begleitete ein Krankenschwester auf der Suche nach ihrem verloren geglaubten Bruder. Jede Seite fühlte sich echt an und lässt die Schrecken eines Krieges und wie dieser Menschen verändert klar werden. In meinen Augen ein gelungenes Werk, das ein super Einstieg in das Geister Genre ist.

1918 - Erster Weltkrieg. Laura wird wegen einer Verletzung von der Front nach Hause geschickt. Kurze Zeit später sterben ihre beide Eltern bei einem Unfall und sie erhält eine Nachricht vom Tod ihres Bruders. Auf der Suche nach der Wahrheit, kommt sie als Krankenschwester zurück an die Front. Doch der Gegner in den Schützengräben ist nicht der einzige Feind, den sie überwinden muss. Die Geschichte wird zunächst von Laura und Freddie auf zwei Zeitebenen erzählt. Laura hat eine sehr starke Persönlichkeit. Sie ist seit Beginn des Kriegs als Krankenschwester an der Front und hat durch ihre Taten ein Croix de Guerre verliehen bekommen. Freddie ist ihr jüngerer Bruder, der ebenfalls an der Front als Soldat dient. Er ist noch jung, hat allerdings schon alle Schrecken des Krieges hinter sich und ist dadurch innerlich gebrochen. Beide erzählen ihre jeweilige Geschichte im Wechsel, im Abstand von einem Jahr. Durch die vielen charakteristischen Details und Emotionen, konnte ich mich sehr gut in die beiden Figuren versetzen. Die Handlung erinnerte mich entfernt an das Märchen - „Die Schneekönigin“. Auch hier haben wir eine sehr starke Frauenfigur - eine Schwester, die sogar in den Krieg zieht, um ihren Bruder zu finden. Ähnlich ist auch die Geschichte von Freddy, ihrem Bruder, der während seiner Gefangenschaft einen Teil seiner Seele verliert. Von der ersten Seite an habe ich mich in die Atmosphäre verliebt. Sie ist durchsetzt von Melancholie, so wunderschön und doch so traurig-düster zugleich. Dabei wird der Krieg hier in keiner Weise romantisiert. Es sind eher die krassen Kontraste und die Wehmut nach alter Welt, die dieses Gefühl vermitteln. Ich habe mich teilweise selbst wie in einem Schützengraben gefüllt - schlammverkrustet, umhüllt vom Rauch, das donnern der Geschosse in den Ohren. Mein einziger Wermutstropfen war das Ende, hier möchte ich allerdings nichts Spoilern. [ Werbung || Rezensionsexemplar] Ein schauriges Märchen für Erwachsene und mein persönliches Highlight!

Einnehmend, atmosphärisch. Auf mehrere Arten unheimlich
„Vielleicht war dies der Krieg, der allen Kriegen ein Ende machen würde. Vielleicht.“
Was wäre, wenn nicht nur der Erste Weltkrieg das schlimmste Übel auf der Welt wäre? Was wäre, wenn es da noch jemanden gäbe, der den Menschen ihr wichtigstes, aber auch ihr schlimmstes Gut nehmen würde? Der Soldat Freddie, der jüngere Bruder unserer Protagonistin Laura, ist lebendig in einem eingestürzten Bunker begraben. Bei ihm: der deutsche Soldat Winter. Zwei Feinde verbünden sich und kämpfen gemeinsam ums Überleben. Zeitgleich gibt die Krankenschwester Laura ihr Bestes, um die Verwundeten zu versorgen und ihre eigenen Traumata zu verarbeiten. Irgendwann erreicht sie Post, die ihr zu verstehen gibt, dass ihr Bruder gefallen sein könnte. Doch so richtig kann und will sie nicht daran glauben und begibt sich auf eine gefahrenvolle Reise. Die Autorin schafft es auf eindringliche und erschreckende Art und Weise, die Verhältnisse und Ereignisse während des Ersten Weltkrieges aufzuzeichnen und vermischt dies mit einer mythischen und dunkel-märchenhaften Gestalt, die noch mehr Schrecken und Übel in diese Welt sät. Zeitgleich werden Themen wie Traumabewältigung, Zusammenhalt und Freundschaft verarbeitet – inmitten von Tod und Gewalt. Auch wenn das Buch ein bis zwei Längen hatte, war es insgesamt fesselnd und mitreißend geschrieben, nah an der Zeit und mit mystischen Elementen. Und das Ende war so rund, dass sogar ein paar Tränen geflossen sind. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich mit der Thematik des Ersten Weltkrieges auseinandersetzen möchte – gepaart mit „Needful Things“- und „Rattenfänger von Hameln“-Vibes.
Spannend und fesselnd, mit einem Aber
Ich fand das Buch wahnsinnig spannend und ich konnte es tatsächlich gar nicht aus meinen Händen legen! Kathrine Arden schafft es perfekt die Stimmung und die Atmosphäre zu beschreiben, die zu der Zeit geherrscht haben muss und ich habe mich immer wieder an der Charakterstärke der Hauptprotagonistin erfreut und deren Funktionieren verstanden! Auch werden in den Seiten des Buches immer wieder Überraschungen versteckt sein, mit denen wir so nicht rechnen. SPOILER Jetzt kommt mein großes Aber, dass ich nicht beschreiben kann, ohne in der Geschichte vorauszugreifen. Also bitte nur weiter lesen, wenn ihr das Buch gelesen habt oder ggfs. Wissen wollt, was es damit auf Sich hat. Ein großes Fragezeichen hatte ich beim Lesen die ganze Zeit, was die Figur das Faland betrifft. Zuerst dachte ich, dass dies symbolisierend für Freddies geistigen Vorgang ist, die einzelnen Erinnerungen abzuspalten, um so überleben zu können. Da dieser aber auch von mehreren Personen gesehen wird und für die Handlung des Buches oft entscheidend ist, ist dies wohl nicht so. Und das hat sich für mich einfach nicht stimmig angefühlt. Vor allem, weil nie ganz erklärt wird, was er ist und was er macht. In der Anmerkung von Arden wird erklärt, dass die wohl die Verkörperung des Teufels oder des Fährmanns sein soll, der, ob der Schrecken des Krieges selbst, zur ebenbürtigen Wahl eines Auswegs wird. Das ist mir aber zu fadenscheinig und irgendwie… naja. Mir hätte es besser gefallen, ihn aus der Geschichte heraus zu lassen oder ihm eine andere Rolle zuzuschreiben.
Beschreibt die Schrecken des Krieges, die körperlichen und geistigen Folgen und die Sehnsucht, die furchtbaren Erlebnisse für immer zu vergessen emphatisch, bewegend und fantasievoll.
„The Music, it’s familiarity, the reason it hurt to hear. It was himself.“
Eine einzigartige, faszinierende Geschichte. So toll und amosphärisch geschrieben. Die Verbindung von Geschichte und Fantasy war super umgesetzt. Auch die wechselnden PoVs von Laura und Freddie haben sich toll ergänzt. Ich freue mich darauf, mehr Bücher von der Autorin zu lesen.
Sehr schöne Geschichte mit einem gut durchdachten Konzept. Es bleiben immer noch Fragen bezüglich ein, zwei Charakteren, aber das ist denke ich auch gewollt und soll ein Mysterium bleiben.
"The Warm Hands of Ghosts" is about a pair of orphan siblings during WW1. Laura is a retired nurse, struggling to cope with their parents' death. When she gets cryptic information about her brother being missing, but possibly still alive, she sets off back to the war to help out in a private field hospital and find him. Freddie is a soldier that a bomb has buried together with an enemy soldier. They need each other's help to survive and come to like each other in the process. This book has a strong sibling relationship, the real horrors and realities of this real war, the supernatural as ghosts and eldritch beings perfectly fitted to this setting, and a light sprinkling of romance. I very much enjoyed the strong thread of care the siblings had for each other that wove through the whole of the story, even when they got closer to other people as well. I liked the cast of characters that Laura met throughout the story, although not all likeable. They painted a detailed picture of the power dynamics and contrasts at play during the war. I expected more ghosts, to be honest, but this book was more magical realism than historical fantasy, which fit well with the war, and didn't take away from the depictions of the very human horrors of that war. It's just something slightly off, something out of place in the rest of these characters' mostly rational lives, but made more plausible by the situation they find themselves in. 5 stars. Would recommend.
In diesem Buch lässt Katherine Arden die Schrecken des Ersten Weltkrieges wieder auferstehen. Es ist ein berührendes Buch, aber auch ein entsetzliches. Die Geister begleiten uns, lebende wie auch tote. Der Geist der Geschichte folgt uns noch immer. Auch wenn ich Freddies Kapitel ein wenig lieber las als Lauras, so war ich (als Einzelkind aufgewachsen) doch sehr bewegt von der Liebe, die die Geschwister verbindet. Faland ist faszinierend und erschreckend sogleich - die Art von Figur, die Arden enorm gut beherrscht. Und so lesen wir hier eine Geistergeschichte, die Horror ist, aber auch gefühlvoll. Entsetzlich, aber auch schön.
Nach einer langen Flaute mal wieder ein wunderbares Buch! Eine (Geister-)Geschichte im Ersten Weltkrieg. Sehr gefühlvoll geschrieben und mit nahezu atmenden Figuren besetzt. Es geht mehr darum einen verschollenen Soldaten wieder zu finden, als um schaurigen Grusel. Denn die Geister haben warme Hände und führen dich in Sicherheit, wenn du an sie glaubst und danach fragst. Ein wirklich schönes und lesenswertes Buch. Bisher ist es glaub ich noch nicht auf Deutsch erschienen, aber bei der bekannten Autorin muss man vermutlich nur etwas warten.
There's so much to unpack with this book, I can't get give a full review. It's complex and sad and hopeful all at the same time. I loved Meeting Katherine Arden's author's note at the end of the audiobook.


















