Pet was one of my highlights last year, so I went into Bitter with very high expectations. Although Bitter did not disappoint, I’d say it’s the weaker installment in the series. I love short books, but only when the pacing is right, and in Bitter the pace felt off.
There was a lot of background information added about Bitter as a person, as well as about her relationship with Aloe, which I did enjoy but in my opinion it took up too much space and the rest of the story felt rushed.
Vengeance is very different from Pet, and it makes Bitter’s and Aloe’s resentment toward Pet more understandable (though it doesn’t justify it!).
What I cherished most about Pet were the thorough, almost lyrical conversations that took place throughout the book. I really missed that in Bitter. Actions were taken without much explanation and it left me as a reader with more questions than answers. In Pet, it was clear what topic Emezi wanted to address. In Bitter, it wasn’t although I’m sure there was one. Maybe it just wasn’t clear to me.
'Bitter' fühlt sich an wie ein Safespace als Roman, wie eine wohltuende Umarmung. Es handelt sich um das Prequel zu PET, allerdings funktioniert es auch hervorragend alleinstehend - ich selbst habe PET noch nicht gelesen, bin nun aber neugierig geworden.
In 'Bitter' steht die gleichnamige Protagonistin im Fokus, die zusammen mit ihrer engsten Freundin Blessing an einer Kunstschule studiert. Während sie sich in ihrer geschützten Uni wohlfühlen, spielt sich auf den Straßen ihrer Stadt tagtäglich ein gewaltvoller Kampf zwischen der Polizei und Demonstrant*innen ab. Die Aktivist*innen demonstrieren gegen den Kapitalismus, gegen eine weit auseinanderklaffende Schere von Arm und Reich und ganz konkret gegen den ausbeuterischen Reichtum der Mächtigen in ihrer Stadt. Bitter selbst hält gar nichts von den Protesten, Hoffnung ist für sie nichts als Naivität. Durch ihre Freund*innen gerät sie schließlich doch in die Community der Aktivist*innen und muss sich entscheiden, was sie für richtig oder falsch hält und wie weit sie gehen wird.
Ich habe noch keinen Roman gelesen, in dem die Charaktere so liebevoll und vor allem achtsam miteinander umgehen. Consent wird in jeglichen Beziehungen selbstverständlich eingeflochten, alle Interaktionen finden respektvoll statt, was ich grade bei einem Young Adult Roman sehr vorbildlich finde. Natürlich gibt es trotzdem Konflikte und zu verurteilendes Verhalten, jedoch sieht Emezi von einer simplen Aufteilung in 'Gut und Böse' ab.
Somit empfand ich es als sehr erfrischend, dass manche Beziehungen zwar kein 'Happy Ending' hatten, aber auch nicht in Groll und Rachegefühlen endeten.
Neben dem Community-Gedanken spielen auch Trauma sowie Traumabewältigung eine große Rolle. Manches wurde meinem Empfinden nach etwas zu schnell abgehandelt, insgesamt fand ich den Fokus auf Heilung aber sehr gut.
Ein weiterer interessanter Aspekt war die Namensgebung der Figuren, die in den meisten Fällen wörtlich zu nehmende Personenbeschreibungen sind, z.B. Bitter als zynisches, aber auch aufschreckendes/erweckendes Element, Aloe als heilbringende Kraft, etc.
Für mich ist 'Bitter' zudem eine starke Analogie zu heutigen Klimaaktivist*innen, die sich für eine Verbesserung der Verhältnisse einsetzen, die sie nicht zu verantworten haben, aber für die sie die Konsequenzen tragen müssen.
CN: Schießerei, Tod, Polizeigewalt, Trauma, Gewalt in vielen Formen (u.a. gegen Kinder), Mord, Querfeindlichkeit, Drogenkonsum, Panikattacke