Zwischen Tradition und Selbstbestimmung
„Aufbrechen“ erzählt die Kindheit eines mutigen und klugen Mädchens im Simbabwe der 1960er- und 70er-Jahre, das patriarchale Strukturen hinterfragt und aufzubrechen versucht. Besonders eindrücklich fand ich die Erkenntnis: „Es hing nicht von Armut ab oder von mangelnder Bildung oder von Tradition. Es hing von keinem der Dinge ab, in denen ich bisher den Grund gesehen hatte. Männer erzeugten Opfer, wohin sie auch gingen.“ Zudem zeigt das Buch sehr authentisch den inneren Konflikt junger Menschen, die zwischen völlig gegensätzlichen Kulturen aufwachsen. Es ist insgesamt ein großartiges Buch, auch wenn es sich nicht immer ganz flüssig lesen lässt. Vor allem die Passagen, in denen über die Zukunft einzelner Familienmitglieder diskutiert und entschieden wird, empfand ich als etwas zäher. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Streit- und Gesprächskultur dort deutlich anders ist, als viele Leser*innen hier es gewohnt sind. Ich bin noch unentschlossen, ob ich auch Teil 2 und 3 lesen werde.















