Ruhig, unaufgeregt – und trotzdem unter die Haut gehend. Was macht uns menschlich?
Wie schreibt man glaubwürdig aus der Perspektive einer künstlichen Intelligenz, die die Welt erst kennenlernen muss? Kazuo Ishiguro weiß es. Klara ist naiv wie ein Kind, liebenswert, aufmerksam – und man kann nicht aufhören, ihr zu folgen.
Die ersten 58 Seiten verbringen wir mit ihr im Laden, wo sie die Außenwelt durch ein Schaufenster beobachtet und in sich aufsaugt. Das kann wenig aufregend wirken – und doch will man wissen, wie es mit diesem einzigartigen Wesen weitergeht. Als Klara auf Seite 59 endlich gekauft wird und Teil einer Familie wird, habe ich mit ihr gehofft. Und war glücklich.
Klaras Beschreibungen verlangen Aufmerksamkeit – man rätselt mit, was sie wohl gerade sieht, und entdeckt dabei Stück für Stück die Welt in der sie lebt. Eine kleine, ruhige Welt. Und trotzdem fesselnd.
Was mich bewegt und manchmal traurig gemacht hat: Klara gehorcht, erträgt, denkt sich ihren Teil – und denkt dabei nie etwas Böses. Sie wird für Entscheidungen bestraft, die ihr befohlen wurden. Und sie opfert sich auf, liebt ihre Familie bis zum Schluss. Bedingungslos. Das tut weh.
„Tatsächlich möchte ich jetzt, da ich besser verstehe, alles tun, um Ricks und Josies Plan zu unterstützen.”
Eine KI, die menschlicher ist, als viele Menschen - unaufgeregt regt diese Dystopie zum Nachdenken an
Das Buch hat mir gut gefallen, auch wenn es zwischendurch ein paar Längen hatte. Außerdem hätte ich gerne mehr über die aktuelle Welt erfahren, in der wir uns in der Geschichte befinden.
Ehrlich? Ich habe mir viel von diesem Buch erwartet. Vielleicht zu viel?
Der Roman spielt in einer dystopischen Welt. In dieser Welt können Eltern entscheiden, ob sie ihre Kinder gentechnisch optimieren wollen, oder nicht. Aber jede Entscheidung hat Konsequenzen, die von Hierarchie oder Isolation bestimmt werden.
In dieser Welt “lebt” die künstliche Freundin Klara. Ihre einzige (Lebens)aufgabe besteht darin, ihrer Besitzerin Josi die bestmögliche Freundin zu sein, die ein Kind je haben kann. Zuerst naiv und mit beschränktem Denkhorizont entwickelt Klara allmälich ein sehr tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Menschen, indem auch Josis Mutter eine sehr große Rolle spielt.
“Klara und die Sonne” hat für mich leider nicht das Potenzial ausgeschöpft, das ich erwartet hätte. Trotz feinfühliger Bildsprache hatte ich beim Lesen leider so gar keine Bilder vor Augen und ja, es gab vielleicht eine Charakterentwicklung. Aber war die so gut? Und kann man bei einer KI überhaupt von einem Charakter sprechen?
Ich kann dem Buch nichtmal eine Message zuschreiben, da es meiner Meinung nach keine gibt. Oder ich habe sie nicht verstanden, kann auch sein.
Jedenfalls, wenn ihr mich fragt, ein Buch, das man nicht gelesen haben muss.
Dieses Buch ist minimalistisch, leichtfüßig und zugleich poetisch durchdrungen von existenziellen Fragen. Die Sonne steht hier sinnbildlich für Lebenskraft, Hoffnung und Bewusstsein. Und genau diese Symbolik zieht sich durch das gesamte Buch. Ishiguro erzählt ruhig, beinahe zurückhaltend. Ohne große Effekte, aber mit einer Klarheit, die unter die Haut geht.
Klara ist eine sogenannte KF – eine „Künstliche Freundin“ aus einer älteren B2-Reihe. Sie ist ein Roboter, entwickelt, um Kinder zu begleiten. Nach Wochen im Geschäft wird sie endlich von einer Familie ausgewählt. Ihre Aufgabe: sich um die kranke Josie kümmern, ihre Lücke füllen, präsent sein. Was folgt, ist keine klassische Science-Fiction-Geschichte, sondern eine zarte Beobachtung darüber, was Menschlichkeit eigentlich bedeutet. Klara analysiert, beobachtet, interpretiert und stellt dabei Fragen, die zutiefst philosophisch sind. Kann sie Freundschaft empfinden? Kann sie lieben? Oder imitiert sie nur, was sie gelernt hat?
Der Roman bewegt sich in einer nahen Zukunft, in der genetische „Optimierung“, gesellschaftliches Klassendenken und subtile Ausgrenzung längst normalisiert sind. Themen wie Erwachsenwerden, Einsamkeit und soziale Spaltung werden mit einer ruhigen Ernsthaftigkeit verhandelt. Manchmal wirkt das Buch wie eine Ode an die Zerbrechlichkeit des Lebens. Es erinnert daran, wie empfänglich wir für Details sein können – für Licht, Farben, kleine Gesten.
Kritisch sehe ich allerdings die Figur der Mutter. Ihre Liebe wirkt kontrollierend, übergriffig und kühl – und wird dennoch als aufopfernd dargestellt. Auch die Idee, dass Josies mögliche Genesung stark mit einer bestimmten „Sonneneinstrahlung“ verknüpft wird, erscheint stellenweise konstruiert. Trotz dieser Kritikpunkte bleibt Klara und die Sonne ein bemerkenswert stilles Buch. Es geht weniger um Technologie als um das, was uns menschlich macht.
Origineller Blickwinkel, nicht ganz so starke Umsetzung
„Klara und die Sonne“ überzeugt vor allem durch seine außergewöhnliche Erzählperspektive:
Die Geschichte wird aus der Sicht eines gefühlsfähigen Roboters erzählt, der als Begleiter für Kinder entwickelt wurde. Diese unschuldige, beinahe naive Wahrnehmung der Welt verleiht dem Roman eine besondere Atmosphäre und macht viele Szenen überraschend berührend.
Gerade durch Klaras Blick entstehen ruhige, eindringliche Momente, in denen große Themen und ethische Probleme wie Einsamkeit, Liebe, Krankheit und technologische Abhängigkeit auf subtile Weise verhandelt werden. Besonders der oft problematische Umgang der Menschen mit einer solchen künstlichen Intelligenz wird kritisch, aber nie aufdringlich dargestellt. Hier zeigt der Roman seine Stärke:
Er regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken.
Dennoch bleibt die Geschichte für mich insgesamt etwas zu oberflächlich. Im Vergleich zu ähnlichen Werken aus dem Sci-Fi-Genre schöpft der Roman sein inhaltliches Potenzial nicht vollständig aus. Einige Erzählstränge wirken deplatziert oder zumindest nicht konsequent zu Ende geführt. Manches, was emotional oder thematisch vertieft werden könnte, wird nur angerissen.
Im dystopischen Roman „Klara und die Sonne“ von Kazuo Ishiguro erleben wir die Geschichte aus der Perspektive einer Künstlichen Intelligenz namens Klara.
Klara wird von der schwerkranken Josie als Freundin und Begleiterin ausgewählt. Durch ihre außergewöhnliche Auffassungs-und Beobachtungsgabe versucht sie, die Menschen um sich herum zu verstehen, und entwickelt dabei etwas, das menschenähnlichen Gefühlen ähnelt. Gleichzeitig gerät sie in manchen Situationen an ihre Grenzen: Ihre Wahrnehmung zerfällt, sie fühlt sich überfordert, und die Welt erscheint ihr nicht mehr als zusammenhängendes Ganzes. Die KI-Perspektive ist dabei sehr eindrucksvoll und glaubwürdig dargestellt. Ich empfand beim lesen häufig Mitgefühl für Klara.
Andere Figuren hingegen wirken vergleichsweise kühl und distanziert, was es teilweise erschwert, sich vollständig in die Geschichte hineinzufühlen.
Mit dem Roman wirft Ishiguro zentrale Fragen auf:
Wie menschlich kann eine Künstliche Intelligenz überhaupt sein?
Würde man einen geliebten Menschen nach dessen Tod durch eine KI ersetzen wollen, um den eigenen Schmerz zu lindern?
Wie viel Egoismus oder Selbstzweck ist moralisch vertretbar?
So regt der Roman dazu an, über Menschlichkeit, Verlust und ethische Grenzen technologischer Möglichkeiten nachzudenken.
Ein bewegendes Buch über Menschlichkeit, Kindsein und Selbstaufopferung
Selten hat ein Buch einen so bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Die beschriebene Welt ist eine Dystopie, in der die Gemeinschaft immer stärker fragmentiert, Menschen nach gentechnischer Optimierung hierarchisiert und isoliert werden – und in der Umweltverschmutzung zum Alltag gehört.
Hier lernen wir Klara kennen. Als Androidin hat sie die Aufgabe, allein für ihre Besitzerin – die schwer kranke Josie – als „Künstliche Freundin“ da zu sein. Ishiguro gelingt eine meisterhafte Charakterisierung: Klara verfügt über einen beschränkten Denkhorizont, interpretiert die Welt naiv und gelegentlich falsch, entwickelt aber nach und nach ein tiefes Verständnis für die Menschen und deren Bedürfnisse. All das macht sie menschlich – vielleicht, weil wir die Welt neu wie aus Kinderaugen kennenlernen dürfen.
Die Handlung kommt ohne große Spannungsmomente oder Wendungen aus. Stattdessen gibt uns Ishiguro Zeit, das Zusammenleben in der Familie wirklich zu erleben. Seine Bildsprache ist feinfühlig, sie pendelt zwischen Komik und Tragik. Von der dystopischen Welt bekommen wir nur am Rande etwas mit – weil der kleine Kosmos der Familie einen ganz eigenen Sog entwickelt.
So erschafft Ishiguro eine zutiefst sympathische Protagonistin, deren Fürsorglichkeit zugleich ein Dilemma aufwirft: Klara gibt sich völlig für Josie auf, nimmt jede Zurückweisung widerspruchslos hin und akzeptiert jedes Opfer, das nötig ist. Ein schädlicher Altruismus – vielleicht aber auch das, was Menschsein letztlich ausmacht.
Ein bewegender Roman mit einer außergewöhnlichen Hauptfigur. Für mich ein absolutes Highlight der letzten Jahre.
„𝐷𝑜 𝑦𝑜𝑢 𝑏𝑒𝑙𝑖𝑒𝑣𝑒 𝑖𝑛 𝑡h𝑒 h𝑢𝑚𝑎𝑛 h𝑒𝑎𝑟𝑡? 𝐼 𝑑𝑜𝑛’𝑡 𝑚𝑒𝑎𝑛 𝑠𝑖𝑚𝑝𝑙𝑦 𝑡h𝑒 𝑜𝑟𝑔𝑎𝑛, 𝑜𝑏𝑣𝑖𝑜𝑢𝑠𝑙𝑦. 𝐼‘𝑚 𝑠𝑝𝑒𝑎𝑘𝑖𝑛𝑔 𝑖𝑛 𝑡h𝑒 𝑝𝑜𝑒𝑡𝑖𝑐 𝑠𝑒𝑛𝑠𝑒. 𝑇h𝑒 h𝑢𝑚𝑎𝑛 h𝑒𝑎𝑟𝑡. 𝐷𝑜 𝑦𝑜𝑢 𝑡h𝑖𝑛𝑘 𝑡h𝑒𝑟𝑒 𝑖𝑠 𝑠𝑢𝑐h 𝑎 𝑡h𝑖𝑛𝑔? 𝑆𝑜𝑚𝑒𝑡h𝑖𝑛𝑔 𝑡h𝑎𝑡 𝑚𝑎𝑘𝑒𝑠 𝑒𝑎𝑐h 𝑜𝑓 𝑢𝑠 𝑠𝑝𝑒𝑐𝑖𝑎𝑙 𝑎𝑛𝑑 𝑖𝑛𝑑𝑖𝑣𝑖𝑑𝑢𝑎𝑙?"
3,5/5 ⭐️
Klara und die Sonne hat sich insgesamt sehr gut angefühlt beim Lesen, auch wenn ich länger dafür gebraucht habe, als ich eigentlich wollte. Der Text ist zwar einfach geschrieben, aber ich bin trotzdem nicht ganz so flüssig durchgekommen, was ich mir bis heute nicht ganz erklären kann.
Klara als Erzählerin habe ich dafür umso mehr ins Herz geschlossen: sie ist unglaublich liebevoll, aufmerksam und nimmt die Welt auf eine Weise wahr, die man so nicht kennt. Gerade dieser Blick einer künstlichen Intelligenz auf menschliche Beziehungen, Gefühle und Routinen fand ich extrem spannend.
Der Zwiespalt zwischen „Maschine“ und „Mensch“ hat mich sehr nachdenklich gemacht – Klara zeigt so viel Empathie und Hingabe, dass man sich ständig fragt, ob das wirklich nur Programmierung sein kann. Besonders das Ende mit ihr hat mich traurig gemacht, weil sie so lange ein Teil von Josys Leben war und dann plötzlich allein zurückbleibt, obwohl ich dachte, dass sie ein fixer Teil der Familie ist.
Meine größte Kritik ist, dass mir vieles zu wenig erklärt wurde: Begriffe wie das „Heben“ der Kinder, die Krankheit, die gesellschaftlichen Zustände oder auch die Außenwelt bleiben sehr vage. Ich verstehe, dass das mit Klaras Perspektive zusammenhängt, aber als Leserin hätte ich mir hier mehr Kontext gewünscht. Insgesamt hat mir das Buch trotzdem gut gefallen, auch wenn es nicht ganz so stark nachhallt, wie ich es mir erhofft hatte.
At first I was like, “nah, I don’t feel like reading 300 pages from a robot’s POV,” but once I had grown accustomed to the way Klara showed us the world, I actually wanted to sink deeper into the story.
And while there surely are a few details about the book that I couldn’t fully decipher (English's not my first language + a genre I've never read before), it raised questions that still live rent-free in my head. Hence, I’m curious to read more of Kazuo Ishiguro’s work.
Especially the whole discourse on whether the “essence” of our humanity can or cannot be replaced by technology / the AFs. Up until now, I would have stuck to the opinion that our souls, consciousness, hearts, etc. are unique to us human beings. Hence, it made me feel a little “queasy” how Klara seemed so “human” at times—picking up on her surroundings and creating well-thought-through plans of her own.
Same thing with how normalized AFs were in this (questionable) future, especially compared to daily interactions with real people. Is that really where we’re leading our world? Because with all of these new developments of the last years, it doesn’t seem so far-fetched anymore.
Ich weiß nicht wie es so viele gute Bewertungen zu diesem Buch geben kann. Ich fand es total langweilig und einfach nur katastrophal. Das schlimmste Buch, das ich in der Schule bisher lesen musste!
🎧 Eine Künstliche Freundin die mir direkt ans Herz gewachsen ist
Klaras Blick auf Menschen, Gefühle, Natur und die Sonne lassen einem das Herz aufgehen. Klar und liebenswert zugleich. Unglaublich wie hingebungsvoll diese KF (Künstliche Freundin) beschreibt.
Ich habe es mir als Hörbuch von Johanna Wokalek vorlesen lassen und war großartig.
Auch wenn plottechnisch nicht wahnsinnig viel passiert und es kaum klassische Spannungsmomente gibt, hat mich dieses Buch außerordentlich berührt.
Klara and the Sun ist sehr leise erzählt, fast unscheinbar... und genau dadurch so wirkungsvoll. Es lebt von Beobachtungen, Gedanken und Zwischentönen und regt permanent dazu an, selbst darüber nachzudenken, was Menschlichkeit eigentlich ist und wo die Grenzen zwischen Mensch und KI liegen oder vielleicht schon verschwimmen. Gerade in der heutigen Zeit ein unglaublich wichtiges Thema.
Klara als Erzählerin hat mich sofort fasziniert. Sie ist aufmerksam, ruhig, loyal und beobachtet die Menschen oft klarer, als sie sich selbst sehen. Ihre Art, die Welt zu erfassen, ist anders, aber nicht kälter. Im Gegenteil: Ihre Hingabe, ihre Fürsorge und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, wirken erschreckend menschlich. Gleichzeitig macht das Buch sehr deutlich, dass Menschlichkeit nicht einfach imitierbar ist. Nicht wegen äußerer Merkmale und Verhaltenweisen, sondern wegen der Gefühle, Beziehungen und Erinnerungen, die Menschen miteinander verbinden.
Besonders stark fand ich, wie das Buch mit Themen wie Verlust, Angst, Einsamkeit und Hoffnung umgeht. Ohne großes Drama, ohne moralischen Zeigefinger. Vieles bleibt unausgesprochen und wird erst durch die Gedanken des Lesers vervollständigt, die zwischen den Zeilen entstehen.
Einer der Sätze, die mir besonders im Kopf geblieben sind, lautet:
“Perhaps all humans are lonely. At least potentially.”
Dieser Gedanke zieht sich für mich durch das ganze Buch. Einsamkeit als ständige Möglichkeit, aber nicht als Makel. Nähe als etwas Fragiles. Liebe als etwas, das nicht kontrollierbar ist.
Das Ende fühlt sich ruhig, fast friedlich an. Nicht spektakulär, aber sehr stimmig. Ich habe das Buch mit einem überraschend warmen Gefühl beendet. Und mit dem Eindruck, etwas sehr Zartes und gleichzeitig sehr Bedeutendes gelesen zu haben.
"But even within my mind, I spoke These words softly because I knew the Sun had departed."
Klara und die Sonne liest sich nicht wie eine Geschichte, sondern wie ein stilles Kunstwerk, das man betritt. Zwischen Licht und Schatten entfaltet sich eine Tiefe, die traurig macht, ohne laut zu klagen, und eine Düsternis, die zart bleibt. Das Buch flüstert, dass große Liebe immer den Preis des großen Verlusts trägt, unausweichlich, beinahe würdevoll. Man wächst in eine Bindung zu einem Roboter hinein, so selbstverständlich, wie es unserer Zeit entspricht, und erschrickt dabei weniger über die Maschine als über die eigene Fähigkeit zu fühlen. Am Ende bleibt kein Plot im Gedächtnis, sondern eine Stimmung, ein Nachhall, als hätte man ein Gemälde betrachtet, das einen leise verändert hat.
"There was something very special, but it wasn't inside Josie. It was inside those who loved her."
Andere Rezensionen schreibem das Buch fühle sich flach/unvollständig an und man wisse nicht wo der Autor gedanklich hinwollte. Das Gefühl hatte ich auch. Das macht das Buch nicht gleich schlecht.. aber ich verstehe es nicht und bin verwirrt.
„Ein künstliches Mädchen, das menschlicher fühlt als viele Menschen“
Klara und die Sonne von Kazuo Ishiguro ist ein stilles, langsames Buch, das lange nachwirkt. Erzählt wird aus der Sicht von Klara, einer „künstlichen Freundin“, die für ein krankes Mädchen ausgewählt wird. Sie beobachtet die Welt mit einer Mischung aus kindlicher Neugier und beinahe religiösem Glauben an die Sonne – und genau dieser Blick von außen macht das Menschliche so sichtbar: Liebe, Eifersucht, Krankheit, Hoffnung, das Bedürfnis, besonders zu sein.
Es passiert nach außen gar nicht so viel, aber innerlich sehr viel: Man fängt an, über Freundschaft, Opfer, technisierte Zukunft und die Frage nachzudenken, was einen Menschen eigentlich ausmacht. Kein lauter Pageturner, eher ein leises, empfindsames Buch, das einen sehr sanft trifft – und dann nicht mehr ganz loslässt.
„Klara und die Sonne“ ist kein Buch, das man einfach liest – es ist ein zarter Herzschlag aus Licht und Melancholie. Kazuo Ishiguro hat hier etwas geschaffen, das sich leise in die Seele webt: eine Geschichte über Hoffnung, Menschlichkeit und den unstillbaren Wunsch, Bedeutung zu haben. 🌞
Klara, die künstliche Freundin, sieht die Welt durch Augen, die noch nie geblendet wurden von Zynismus oder Selbstsucht. Sie beobachtet, lernt, glaubt – und liebt auf eine Art, die schmerzlich schön ist. Während die Menschen um sie herum in ihrem Streben nach Perfektion und Sicherheit ihre eigene Wärme verlieren, bleibt Klara ein stiller Beweis dafür, dass Mitgefühl kein Programm, sondern ein Zustand des Seins ist.
Dieses Buch ist ruhig, beinahe flüsternd – aber jedes Wort sitzt, jedes Bild leuchtet nach. Ishiguro schreibt mit einer Zärtlichkeit, die einen unbewusst atemlos macht. Seine Sprache ist so rein, dass sie an manchen Stellen weh tut, weil sie uns den Spiegel vorhält.
✨ Warum ich es liebe:
🌿 Weil Klara uns zeigt, wie zerbrechlich und doch kostbar Menschlichkeit ist.
🌿 Weil die Sonne hier mehr ist als ein Himmelskörper – sie ist Hoffnung.
🌿 Weil das Buch uns lehrt, dass selbst künstliche Herzen träumen dürfen.
💫 Für wen geeignet:
🧡 Für Leserinnen und Leser, die Poesie zwischen den Zeilen finden.
🧡 Für alle, die sich für künstliche Intelligenz und Menschlichkeit gleichermaßen interessieren.
🧡 Für ruhige Abende, an denen man bereit ist, nachzudenken – und sich berühren zu lassen.
💭 Für wen nicht geeignet:
⚡ Für alle, die Action, Spannung oder klare Antworten erwarten.
⚡ Für Ungeduldige, die Geschichten lieber konsumieren als fühlen.
⚡ Für Leser, die kein Interesse an leisen Zwischentönen oder philosophischen Fragen haben.
Die künstliche Freundin (KI) Klara wird von Josie auserwählt, ihre Gefährtin zu werden. Klara hat nun die Aufgabe Josie in ihrer Jugendzeit zu begleiten. Dabei versucht sie die Menschen mit ihrem Verhalten und ihren Beziehungen zu verstehen und alles richtig zu machen.
Eine Dystopie, ein Coming-of-Age-Roman, ein philosophischer Roman oder einfach ein Buch eines Nobelpreisträgers für Literatur? Thematisch beschäftigt sich dieses Buch nicht nur mit Künstlicher Intelligenz, sondern stellt auch die großen Fragen des Lebens: Was bedeutet Liebe, Freundschaft, Familie, Menschlichkeit, Glaube usw. ?
Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an. Für mich war die Erzählerin Klara mit ihrer einzigartigen Wahrnehmung das Highlight des Buchs. Allerdings finde ich auch faszinierend, wie viele Themen Ishiguro in der Geschichte untergebracht hat.
Insgesamt ein sehr berührendes Buch, bei dem ich keine Kritikpunkte finden konnte.
Ein Roman, der zum Nachdenken anregt und einen auch nach dem Lesen nicht los lässt.
Der Roman spielt in einer dystopischen Welt, in der sich Eltern dazu entscheiden können, ihre Kinder genmodifizieren zu lassen und diese dadurch klassifiziert werden - für die Kinder, deren Eltern sich dagegen entscheiden, hat das Leben nicht viel zu bieten, aber auch die Entscheidung dafür bleibt oft nicht ohne weitreichende Konsequenzen.
Die KF (künstliche Freundin) Klara steht im Schaufenster des Ladens ihrer Managerin und wartet darauf, endlich von einem Teenager erwählt und dorthin verkauft zu werden, um diesem eine gute Freundin zu sein.
Eines Tages wird sie von Josie erwählt und darf bei ihr und ihrer Mutter einziehen. Dort erfährt man schnell, dass Josie sehr krank ist - eine mögliche Konsequenz der Entscheidung ihrer Eltern - und Klara macht es sich zum Ziel, einen Weg zu finden um Josie zu heilen.
Wenn gleich sie auch nicht das neuste Modell unter den KFs ist, überzeugt sie mit einer unglaublich guten Beobachtungs- und Auffassungsgabe. Sie möchte erlernen wie es ist Mensch zu sein und manchmal scheint es, dass ihr das besser (und mit mehr Gefühl) gelingt als so manchem der tatsächlichen Menschen in diesem Buch.
Ishiguro hat hier einen Roman erschaffen, der leise vor sich hinplätschert ohne dabei zu langweilen, aber durchaus sehr zu berühren.
Es bleiben zwar ganz viele Fragen offen, die vor allem die Welt betreffen, in der Klara und Josies Familie leben, das wurde aber zumindest von mir nicht als störend empfunden.
Dafür rückten ganz andere philosophische Fragen in den Fokus wie zB: Was macht das Mensch sein eigentlich aus und inwiefern ist dieser ersetzbar/austauschbar? Wie weitreichend können Entscheidungen sein, die man als Eltern treffen muss, ohne die Möglichkeit zu haben, die Kinder danach zu fragen? Rechtfertigt eine gesicherte Zukunft für das Kind, so weitreichenden Entscheidungen zu treffen, die mit Risiken das Leben betreffend einhergehen können?
Wie weit darf Liebe gehen?
Aber auch das Auseinandersetzen mit KI und deren Möglichkeiten bleiben nicht aus - gerade im Hinblick darauf, wie sich KI schon heute gestaltet. Wie menschlich kann KI sein? Inwiefern kann KI einen Weggefährten/Freund ersetzen?
Als Leser setzt man sich mit derartigen Fragen auseinander, ohne dabei wirklich abschließend eine Antwort in dem Buch zu finden. Dafür regen diese Fragen zum Nachdenken über das Ende hinaus an und beschäftigen einen noch sehr lange danach. Es bleibt dem Leser insgesamt unglaublich viel Interpretationsspielraum.
Etwas, was ich bei diesem Buch als alles andere als negativ empfunden habe und es für mich umso lesenswerter macht.
Einzig das Ende hat mich etwas unbefriedigt und ziemlich betrübt/ratlos zurück gelassen.
Das war mal ein ganz anderes Buch. Das KI Thema ist sowieso interessant, aus der Sicht der KI zu lesen erst recht. Die Alternative Zukunft war so interessant und vor allem, sie mit der KI gleichzeitig und durch ihre Augen zu entdecken. Es gab auch sowas wie einen Mystery sub plot bei dem man herausfinden wollte was seltsames in dieser Familie abgeht. Der Schreibstil war super einfach aber auch gut, sodass ich durch das Buch geflogen bin.
Hach, was für ein schönes, herzerwärmendes Buch! Obwohl traurig, manchmal gar erschreckend, dennoch leicht und voller Hoffnung. Klara wird mir in Erinnerung bleiben.
it is written in an approachable, easy-to-read style, which makes the prose flow smoothly. I also found it fascinating to experience the story from the perspective of an artificial intelligence. Klara’s way of observing and interpreting the world feels unique.. At the same time because she is programmed to be a child, her perspective sometimes comes across as less intelligent than expected, which can be both interesting and confusing.
downside for me: the dystopian world-building feels underdeveloped. although the novel is set in the future, it doesn’t create a strong sense of a different reality and at times feels more like the present, which can be confusing. also some questions were never really deeply touched such as what "being lifted" really means and details about Josie's sickness are unswered.
The pacing is also uneven: the beginning moves very slowly, while the ending develops too quickly and feels somewhat rushed compared to the long buildup
ein wirklich besonderes buch, das ich auf irgendeine weise nicht ganz greifen kann und vielleicht deshalb auch sehr mochte - eine spannende perspektive auf menschlichkeit und technologischen fortschritt!
Endlich fertig!!!
Habe mich so durch das Buch gezwungen - hätte es sicher nicht beendet, wenn es kein Buchclub Buch gewesen wäre.
Kann gar nicht nachvollziehen, wieso das Buch so gehyped ist/war. Weder der Schreibstil noch die story waren irgendwie gut.
EDIT: Uprating zu 3,5.
Wie Annushka so ganz toll gesagt hat, traut Ishiguro seinen Leserinnen hier sehr viel zu und das macht es am Ende auch nobelpreiswürdig. Denn es braucht viel Fantasie, viel Vorstellungsvermögen, und viel Offenheit, um sich in dieser gleichzeitig subtilen und doch krassen Geschichte zurecht zu finden. Durch Marion konnte ich nochmal einen ordentlichen Schwung mehr Leichtigkeit und Pragmatismus in meine Leseerfahrung bringen, danke! Ich glaube, wenn einem diese Aspekte fehlen, kann Klara und die Sonne schnell langatmig und vor allem auch frustrierend werden (Charlotte, Julius, und Chris erinnern sich bestimmt, wie ich im Bus in Wien darüber gelästert habe, wie denn eine solche KI nicht wissen kann, dass Menschen nicht solarbasiert sind, bis hin zu wilden anderen Theorien). Die Idee, dass es letzten Endes gar keine rationale Erklärung (geschweige denn einen Fehler in der Geschichte) gibt, sondern, dass die Sonne ganz einfach Klara’s Gott ist (!!!), kam mir schlicht einfach gar nicht. Ishiguro schreibt so subtil, ganz große philosophische Themen, wie Gottesanbetung oder das Klonen von Menschen, werden als ganz selbstverständlich in den Raum geworfen, was diesen Roman, wie Fabienne auf den Punkt gebracht hat, sehr visionär und frech, machen! Ich verstehe nun viel besser, warum wir dieses Buch bei Literat in der Kategorie Nobelpreisträger gelesen haben.
Tolle Idee, allerdings gewöhnungsbedürftiger Schreibstil bei dem ich leider nicht am Ball bleiben konnte.
Manchmal versuche ich mich außerhalb meiner leserischen Komfortzone auch mal an anderen Büchern. So auch hier bei „Klara und die Sonne“.
Die Grundidee einer Geschichte gesehen aus den Augen der „KF“ - künstlichen Freundin Klara zu sehen, fand ich irgendwie spannend.
Auch den Aufbau der Welt mit den KF‘s war echt interessant.
Allerdings war für mich der Schreibstil gewöhnungsbedürftig. Ich wurde irgendwie nicht wirklich warm mit dem Buch, so dass es auch einige Jahre auf meinem Stapel angefangener Bücher landete und nicht angerührt wurde.
Nun nahm ich es noch mal in Angriff um das ganze zu beenden und leider wurde die Geschichte und der Stil nicht wirklich besser. Die Idee und auch alles was mit dem Buch aufgedrückt wird ist wirklich gut aber für mich war es einfach super schwierig dran zu bleiben. Daher leider für mich nur bedingt empfehlenswert.
Eine ganz wunderbare Geschichte.
Durch die Erzählweise, die voraussetzt, dass man in einem gewissen Maße mit der Realität des Buches vertraut ist (was ja nicht der Fall ist), wird eine Spannung aufgebaut, die sich das ganze Buch über hält.
Die Zukunft, oder besser Dystopie, in der die Geschichte spielt, ist super interessant und ich wollte so viel wie möglich erfahren.
Allerdings wurden nicht alle Fragen am Ende (oder auf dem Weg dahin) geklärt, aber das ist total okay. Die Grundaussagen des Buches wurden auch so klar herausgearbeitet!
Die Erzählerin, Klara, habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen.
„Klara and the Sun“ hat mir richtig gut gefallen.
Es erzählt aus der Perspektive von Kara, einem Artificial Friend, wie sie als Freundin für die kleine Josie gekauft wird. Josie ist oft sehr krank und ihr Schicksal ist ungewiss - weil ihre Mutter sich dazu entschieden hat, Josie „liften“ zu lassen - was das bedeutet, erfährt man natürlich mit der Zeit.
Ich habe den Roman sehr gerne gelesen, und finde, es ist eine tolle Geschichte über Liebe, Verantwortung und Freundschaft. Der dystopische Charakter des Romans ist natürlich nicht zu leugnen, macht aber natürlich den Reiz beim Lesen aus.
Am Ende fand ich eine Sache etwas zu einfach gelöst, sonst hätte ich auch fünf Sterne gegeben. 😉
Das Buch handelt von Klara, einer Art Robotor, die als künstliche Freundin für die 13-jährige Josie dient.
Die Welt der Menschen wird somit aus der Sicht einer künstlichen Intelligenz geschildert. Diese Schilderungen waren zu Beginn gewöhnungsbedürftig und teilweise schwer nachvollziehbar. Man muss sich zunächst an die Schreibweise des Autors gewöhnen.
Viele Fragen, die sich während des Lesens ergeben, bleiben offen, was die Botschaft des Buches leider in den Hintergrund geraten lässt.
Ich fand den Schreibstil ungewöhnlich, aber sehr angenehm. Phasenweise waren die Sätze aber so verschachtelt, dass ich ganze Abschnitte von vorne Lesen musste. Fand ich nicht schlimm, hat den Lesefluss leider nur etwas gestört.
Vom Thema her bzw. dem Werdegang nach dem Laden habe ich mir komplett anders vorgestellt.
Dennoch finde ich die behandelten Themen wirklich interessant und regen mich sehr zum Nachdenken an.
-Wieviel Gesundheit bin ich bereit aufzugeben um mir einen Vorteil im Berufsleben zu schaffen?
-Kann eine KI wie ein Mensch fühlen/denken/glauben?
Dieses Buch ist für mich absolut einzigartig. Man betrachtet die Welt aus Sicht der KF Klara (künstlichen Freundin), die von der Teenagerin Josie ausgewählt wurde und begleitet die beiden ein Stück ihres Weges.
In der Geschichte passiert wenig, sodass einem das Buch durchaus langatmig vorkommt. Die fast schon Sci-Fi-mäßige Idee hinter dem Buch ist eigentlich spannend, kommt in der Geschichte aber stellenweise zu kurz. So hat man zwei halbe Sachen, die sich irgendwie kein Ganzes ergeben. 🥴
Die Geschichte ist langweilig und immer, wenn es sich anbahnt interessanter zu werden, wird es doch nur wieder langweiliger.
Die KF Klara wird vermenschlicht, aber dann dich wieder nicht.
Es bleiben unglaublich viele Fragen offen und das Ende ist absolut seltsam. Ist die Scheune sowas wie ein Gnadenhof? Und warum trifft sie dort DIE Managerin wieder? (Noch so eine Sache: warum fehlen überall dir Artikel?!)
Die Sonne hingegen - immer mit Artikel - wirkt, als wäre sie eine Gottheit. Warum kann die heilen?
Mir hat das Buch nicht gefallen. Vielleicht verstehe ich aber auch einfach den Sinn dahinter nicht.
Ich habe nicht viele sachliche und objektive Gedanken zu dem Buch gerade. Aber es hat mir sehr gefallen Klara auf ihrer Reise zu begleiten. Es war ein Vergnügen von vorne bis hinten.
Klara ist eine KF - eine künstliche Freundin. Sie ist dafür da, dass das Kind, das sie betreut, nie einsam ist. Doch was ist Einsamkeit überhaupt und was Liebe? Wie geht man mit Ungerechtigkeit um und mit Hoffnung?
Klara und die Sonne ist ein berührender Roman mit viel Tiefe und Interpretationsmöglichkeit. In vielem lässt er die Leserin jedoch im Unklaren. An einigen Stellen wünschte ich mir mehr Details, an anderen wiederum weniger Ausführlichkeit. Insgesamt hat mich das Buch nicht so mitgenommen wie andere, trotzdem habe ich es mit viel Freude, Begeisterung und Neugier gelesen!
Klara ist eine sogenannte Künstliche Freundin (KF), ein Roboter mit Künstlicher Intelligenz, geschaffen, um einem Kind beim Aufwachsen Gesellschaft zu leisten. Lange Zeit lebt sie im Laden ihrer Managerin, beobachtet durch das Schaufenster die Menschen und versucht, sie zu entschlüsseln. Dabei ist Klara auf die Sonne angewiesen, denn sie ist solarbetrieben und denkt, die Sonne habe eine besondere Nahrung für sie. Als sie endlich von der Jugendlichen Josie ausgewählt wird, beginnt für Klara ein neues Leben in einem abgelegen Haus an ihrer Seite. Klara soll jedoch nicht nur Josies Einsamkeit entgegenwirken, sondern sie auch genau im Auge behalten, denn Josie wurde gehoben und leidet deshalb an einem fragilen Gesundheitszustand. Als sich dieser verschlechtert, möchte Klara alles dafür tun, um Josie zu heilen.
Kazuo Ishiguro gibt den Lesenden in "Klara und die Sonne" eine sehr besondere Protagonistin an die Hand: Klara, eine Künstliche Freundin. Ihre Perspektive ähnelt der eines Kindes, sie hat eine ausgeprägte Auffassungsgabe und möchte das Menschsein lernen, um optimal auf Josies Bedürfnisse reagieren zu können. Die Geschichte spielt dabei in einer dystopischen Zukunft, in der begabte Kinder "gehoben", also genmodifiziert werden. Wer nicht an dieser Modifizierung teilnimmt, hat keine Chance auf eine gutes Leben. Doch die Genmodifizierung geht mit vielen gesundheitlichen Risiken einher, was auch Josie zu schaffen macht. Kazuo Ishiguro wirft in seinem Roman viele essentielle Fragen auf: Was macht einen Menschen zum Menschen? Wie weit sind wir bereit zu gehen, um unseren Kindern eine gesicherte Zukunft in Wohlstand zu ermöglichen? Geht Selbstoptimierung über alles, auch über die Gesundheit? Keine der Fragen wird abschließend beantwortet, doch bleibt der Roman gerade deshalb in den Gedanken haften. Auch wenn das Buch für mich einige Längen hatte und ich gerne noch mehr über die Gesellschaft, in der Klara und Josie leben, erfahren hätte, finde ich "Klara und die Sonne" sehr lesenswert. Könnt ihr mir weitere Bücher des Autors empfehlen?
Übersetzt von Barbara Schaden
Ich bin durch den Film „Alles was wir geben mussten“ (der mir sehr gut gefallen hat) auf den Autor gestoßen. Als Fan von Dystopie und KI war das Buch also besonders ansprechend für mich. Ich mochte die Art und Weise wie in dem Buch miteinander kommuniziert wurde und generell, dass die Story aus der Perspektive einer KI erzählt wurde. Für mich blieben gegen Ende hin einfach zu viele Fragen offen und auch sonst hatte ich das Gefühl, dass die letzten 100 Seiten ein ziemliches durcheinander waren und somit ganz anders als die eher beruhigenden ersten 3 Teile. Ich mochte die Charaktere und auch sonst lässt sich über das Buch und die „Message“ viel philosophieren. Das Buch beinhaltet Themen die in naher Zukunft relevanter werden könnten, besonders im Hinblick auf ethische Konflikte. Es war etwas anstrengend zu lesen, aber irgendwie bin ich auch zufrieden - ich hatte aufgrund des Films „Alles was wir geben mussten“, hohe Erwartungen, die nur teilweise erfüllt wurden. Vielleicht ergeht es Lesern die den Film nicht kennen oder nicht mögen anders. 📚
What even was the point of this book? This probably was the most boring, unnecessary and superficial sci-fi story I have ever read.
The author touched on potential interesting topics like genetic enhancement, AI replacing humans and grief, but the story never really went there. Instead we were stuck in Klara's head with her naive and boring thoughts, constantly thinking about the sun - it was exhausting.
We were told that Klara is so intelligent and advanced, but she came across dumb and wasn't even able to talk like a real person. But then, also the humans weren't able to talk like real people...
Beginnt relativ langsam und entwickelt dann erst eine eigene Dynamik. Die Perspektive eines AF ist super erzählt, die Geschichte lebt von der Spannung, dass nicht alles erzählt wird. Aber trotzdem, insgesamt doch etwas flach, da ginge mehr
"Klara und die Sonne" von Kazuo Ishiguro ist ein faszinierendes und tiefgründiges Werk, das die Leser in eine dystopische Zukunft entführt. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Klara erzählt, einer künstlichen Freundin (AF), die für die Begleitung von Kindern entwickelt wurde. Ishiguro gelingt es meisterhaft, die Grenze zwischen Mensch und Maschine zu verwischen und dabei tiefgehende Fragen über das Wesen der Menschlichkeit zu stellen.
Die Handlung dreht sich um Klara, die von kranken Josie gekauft wird. Klara entwickelt eine besondere Bindung zur jungen Josie und zeigt dabei eine bemerkenswerte Fähigkeit, menschliche Emotionen und Verhaltensweisen zu verstehen. Und man fragt sich viele Male, ob Klara genauso programmiert wurde oder sie sich echte, menschliche Emotionen angeeignet hat. Ihre Beobachtungen und Interaktionen mit den Menschen um sie herum sind sowohl berührend als auch aufschlussreich.
Ishiguros Schreibstil ist ruhig und einfühlsam, was perfekt zu der introspektiven Natur der Geschichte passt. Die Welt, die er erschafft, ist sowohl vertraut als auch fremd, was die Leser dazu einlädt, über die Implikationen technologischer Fortschritte und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft nachzudenken. Man fragt sich mehr als einmal zu welcher Zeit die Handlung überhaupt spielt, was jedoch nie aufgedeckt wird. Während dieser Umstand in den meisten Geschichten vermutlich negativ auffallen würde, trägt es hier zur Weckung des Interesses bei.
"Klara und die Sonne" ist nicht nur eine Geschichte über künstliche Intelligenz, sondern auch eine tiefgründige Meditation über Liebe, Verlust und die Suche nach dem, was uns menschlich macht. Es ist ein Buch, das lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt und zum Nachdenken anregt.
P.S.: Das Buch ist hoch qualitativ verarbeitet, sowohl das Material als auch der Druck sind einwandfrei. Ein Buch, was ich durch seine Beschaffenheit äußerst gern in der Hand hatte. Auch das Cover finde ich nicht zuletzt durch die Farbgebung äußerst ansprechend, während es durch seine Einfachheit perfekt zu Ishiguros Schreibstil passt.
Ein sehr schönes Buch, wenn es für einen okay ist, nicht alle Fragen, die man sich womöglich stellt, beantwortet zu bekommen.
Ich empfand es als eine wirklich wunderbare Geschichte. Sehr entspannt und angenehm zu lesen, manchmal auch melancholisch aber trotzdem auch spannend.
Ich hätte Klara selbst gerne als KF. 🥰
Die Geschichte von Klara, eine KI, welche unbedingt von einem Kind "adoptiert" werden möchte hat mich irgendwie echt gecatched.
Gar nicht, weil es so eine aufregende Geschichte ist (ist es nicht), sondern weil ich den einfachen, kindlichen Gedankengängen von Klara gerne gefolgt bin. Einfach eine ganz andere Sicht annehmen und die Welt aus ihrem Blickwinkel sehen.
Der Schreibstil ist entspannt und entschleunigend, die Geschichte einfach, fast banal. Aber die Zwischenräume haben für mich dieses Buch ausgemacht.