Spannende Umgebung, starker weiblicher Hauptcharakter
This story takes place in the mid and late 18th century which was by all means a man‘s world - in which the main character, midwife Martha Ballard, stands out, seeking justice for women and being a fierce advocate for their rights that were not yet acknowledged by the law. The book tells an important story inspired by the real life Martha Ballard. At times, especially in the first half of the book, I was missing some drive to the story and got lost in the different places and side characters. I found it a bit difficult to build an emotional connection to the main character. However, I did share all her rage concerning the utter injustice the women in the story had to face. I highly recommend reading the Author‘s note, it provides really interesting insights into the real life aspects of the story and the writing process.
Großartig. Spannend, mitreißend, empowering. Rezension geplant.
Wir schreiben das Jahr 1789. Die erfahrene Hebamme Martha Ballard lebt mit ihrer Familie in Hallowell, Maine. Kürzlich musste sie sich um die Pfarrersfrau Rebecca kümmern, die in Abwesenheit ihres Mannes von zwei Männern brutal vergewaltigt wurde. Ob diese je dafür belangt werden, ist offen. Einer von ihnen ist zudem ein angesehener Offizier und der Richter der Stadt. Als ein paar Männer im zufrierenden Kennebec River einbrechen, stoßen sie auf eine Leiche. Es ist der andere der beiden Vergewaltiger. „‚No one will believe you‘. It’s the line spoken by every man who has ever used a woman in this way.“ Ein zentraler Satz in Ariel Lawhons historischem Roman um die historische Hebamme Martha Ballard, deren akribisch geführte Tagebücher erhalten sind und auf denen diese fiktionalisierte Geschichte beruht. Ich feiere diesen Roman schon allein dafür, dass seine Heldin in fortgeschrittenem (meinem!) Alter ist, sie ist zum Zeitpunkt der Handlung 54 Jahre alt. Es geht um Gerechtigkeit in diesem Buch und darum, wie Männer sich das, was sie wollen, oft einfach unbehelligt nehmen konnten und können. Wer jetzt Männer-Bashing befürchtet: keineswegs. Marthas Ehemann ist fast zu gut, um wahr zu sein, und auch ihre Söhne und die meisten männlichen Bewohner der Stadt sind anständige Kerls. Allein schon die Schilderungen von Marthas Arbeit machen das Buch lesenswert. Es ist eine Hommage an den Beruf der Hebamme, die über Jahrhunderte hinweg unschätzbare Dienste geleistet haben und leider heute immer noch unterschätzt und wenig gewürdigt werden, wie es die Politik erst neulich wieder bewiesen hat. Es ist aber auch eine spannende, vielschichtige Kriminalgeschichte mit einer großartigen Frau im Mittelpunkt. Einer Frau, die selbst einiges durchlitten hat: drei ihrer Töchter starben in der Kindheit an Diphtherie, was mich besonders bewegt hat, denn auch meine Großmutter hat einen ihrer Söhne wegen dieser Krankheit im Alter von 2 Jahren begraben müssen. Meinem Vater kamen noch 70 Jahre später die Tränen, wenn er davon erzählte. Von Marthas jüngeren Jahren erfahren wir immer wieder in eingeschobenen Rückblicken, die natürlich stark fiktionalisiert sind. „The Frozen River“ war für mich ein echtes Jahreshighlight. Ich habe mir gleich die von der Autorin in ihrem umfangreichen Nachwort empfohlene Biografie über Martha Ballard heruntergeladen. Kann ich uneingeschränkt empfehlen.
Spannender Einblick ins 18. Jahrhundert
Der historische Roman handelt von Martha Ballard. Ich wusste beim Lesen nicht, dass die Person wirklich existiert hat. Es ist natürlich Fiktion und die Autorin meint im Schlusswort, dass nur circa 70% stimmen in diesem Buch, aber ich hab dennoch das Gefühl ich hab was gelernt. Martha ist Hebamme und ich muss sagen diesen Einblick fand ich sehr schön. Auch wie dort über Geburt gesprochen wird fand ich toll. Ich glaube als Teenie hatte mich das Buch für den Beruf begeistert. Es war nicht die ganze Zeit übertrieben spannend (weil im Buch auch ein Mord passiert der aufgeklärt wird), aber das fand ich beim Lesen überhaupt nicht schlimm. Es war nämlich dennoch dauerhaft interessant 😊. Schönes Buch!
This book gripped me from the very first sentence. The writing style of this author tickles my brain in the best possible way and the plot unfolding had me grip the book tight, jump in the air and punch a wall multiple times. All the characters felt very fleshed out to me and especially the protagonist was such an amazing but also flawed character! Possibly my favorite read of the year!
The Frozen River is a stunning piece of history that - I'm sure - very few of you have heard of! Maine, 1789: It's deepest of winter when a man's body is found in the Kennebec River. That same night, Martha Ballard is called to investigate the cause of death. Martha is the only midwife in town and is also considered a healer by many. In her diary, she records events of her daily life, every birth and every death in the town. Just a few months earlier, she documented the details of her friend's rape by two of the town's most respected men; neither was questioned or charged. Martha is able to identify the body from the river as one of those men. She sees a connection immediately and is certain that the man was murdered. Was it revenge? Or is there more to it? As a woman in the 18th century, she is recognized as a midwife, but is denied any solid medical knowledge. When a local doctor arrives in town and refutes her conclusion, he declares the death an accident. Martha finds herself compelled to investigate the murder herself. I liked Martha from the sratch! She is smart, fearless, emotional, and will settle for nothing less than the truth. I found the book incredibly exciting, with repeated surprising twists and turns, and I also thought the resolution at the end was very good, only to discover that my assumptions were completely wrong. Martha Ballard, her family, and many other people in the book really existed. Pulitzer Prize-winning author Laurel Thatcher Ulrich wrote a comprehensive biography of Martha's life based on her diaries, titled "A Midwife's Tale." Lawhorn says of her book that about 75% is historically accurate; the rest "is my version of what could have happened." She worked on Frozen River for over 10 years: "I want you to know her name. I want you to tell your friends. I hope that you too are astonished by her life. I want the world to remember that small acts, done in love, matter as much as the ones that make the newspaper and the history books." That's why I'm sharing Martha's story with you now.
ich hatte wirklich die ganze Zeit Tränen in den Augen. meist aus Wut. wegen dieser unglaublichen Ungerechtigkeit. eine unfassbar gute und wundervoll geschriebene Geschichte.
Tolle, starke Protagonistin
Das Buch (als Hörbuch) hat mir sehr gut gefallen. Es spielt im 18. Jahrhundert, aber behandelt Themen, die heute immer noch relevant sind (leider), wie zum Beispiel Machtmissbrauch und Gewalt von Männern gegenüber Frauen. Auch viele Familiendynamiken scheinen zeitlos. Spannend ist es auch immer wieder gewesen, die Protagonistin bei ihrer Arbeit als Hebamme und Heilerin zu begleiten. Diese basiert auf Martha Ballard, die zu dieser Zeit wirklich in Maine tätig war und deren Tagebücher noch heute ein großer historischer Schatz sind, um das Leben von Frauen zu der Zeit zu rekonstruieren. Auch viele Charaktere habe ich sehr ins Herz geschlossen. Obwohl das Buch erst zum Schluss stärkeren Spannungsbogen aufweist, habe ich jedes Kapitel durch die wunderbare Erzählweise genossen.
Krimi des 18. Jahrhunderts
Sehr spannend und sehr gut - eine Krimihandlung im Amerika des 18. Jhd. im Winter. Atmosphärisch, sehr glaubhafte Charaktere und eine intelligente und furchtlose Protagonistin. Hat mir sehr gut gefallen.
Ein wirklich tolles Buch, das mich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen hat. Eine Mischung aus Krimi, Thriller, Liebesgeschichte und historischem Roman. Man merkt die Liebe zum Geschichten-Erzählen.










