Ich liebe Susan Elizabeth Philipps, aber ….
Ich liebe Susan Elizabeth Philipps, aber dieses Buch gehört nicht zu ihren besseren. Philipps Bücher lese ich wirklich gerne, weil sie locker, leicht und lustig und (wie ich finde) teilweise unvorhergesehen sind. Mir gefällt auch sehr gut, dass die Figuren meistens Mitte 20 bis Ende 30 sind, wodurch für mich alles etwas realistischer ist. Natürlich ist auch immer viel Drama dabei, aber ihr Schreibstil ist gut, flüssig und die Perspektivwechsel fließend. Gerade im Sommer kaufe ich mir gerne ein Buch, weil es eine gewisse Leichtigkeit versprüht. Dieses Buch wurde neu aufgelegt, die Erstaufflage ist aus 1996 und das spürt man leider auch. Ich hab die Neuauflage aus diesem Jahr gelesen, gefühlt wurde der Inhalt jedoch nicht neu lektoriert. Was hat mich gestört: - mehrfach kam die rassistische Bezeichnung für Roma und Sinti vor - es ist ein Klassiker bei Phillips, dass die Frau etwas „warmherziger“ ist und den „kälteren“ Mann erweicht - hier ist das nicht anderes, aber Alex empfand ich hier als extrem respektlos Daisy gegenüber und das nicht nur in seinen Gedanken. Das war mir zu viel! - außerdem waren mir die Sexszenen teilweise nicht consenual genug - das kann ja teilweise auch ein Trope sein, wenn es immer etwas hin und her ist, aber hier konnte Alex Daisys Consent häufig gar nicht wissen, weil sie es nur gedacht hat - das war immer echt zu übergriffig teilweise. Es gab hintenraus noch eine Szene, die an eine Vergewaltigung grenzte - das kann Philipps echt deutlich besser! Wie immer fand ich das Buch sehr flüssig und gut zu lesen, gute Wendungen und eine inhaltlich sehr detaillierte Weise alles zu beschreiben. Phillips taucht immer gut in fremde Welten ein. Zirkus war für mich ein völlig neues Gebiet! Es wird sich definitiv nicht das letzte Buch von ihr sein, aber ihre neueren Werke sind deutlich besser :)










