20. Mai
Rating:3

Kritik: Cover: Das eigentliche Cover ist schwarz-weiß mit dem Portrait eines Mädchens, wahrscheinlich Charlie. Daneben bunte Blumen, Unbeschwertheit. Jugend. Das suggeriert das Cover. Ein Jugendroman. Eindrücke/Inhalt: Dies ist eine eher ruhige Geschichte ohne großen Spannungsbogen, ohne viel Aufhebens. Es geht um Freundschaft, um Liebe, um Familie. Es geht ums Erwachsenwerden, die Probleme der Pubertät, um das Gefühl von Zugehörigkeit. Um das Bedürfnis einen Platz in dieser Welt, in einer Gruppe zu finden. Die Geschichte war nicht direkt schlecht, aber irgendwie hab ich die erste Hälfte des Buches keinen Draht zu den Figuren gefunden, mich zu Tode gelangweilt und mich so durch das Buch gequält. Die zweite Hälfte war dann besser. Dennoch war es für mich kein Buch, das mir in Erinnerung bleiben wird. Schön waren Charlie Lieder, die immer wieder Einblick in ihre Gefühlswelt gaben. Charaktere: Es gibt hier mehrere Hauptcharaktere. Zunächst natürlich Charlie aus der Großstadt. Die schüchterne etwas andere musikliebende Nachbarin von Rose. Von ihren Altersgenossen immer eher gehänselt. Sie hat seit dem Tod ihrer Mutter ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater, der sie eher ignoriert. Ihre Gefühle drückt sie in ihrer Musik aus, die sie aber auch überwiegend für sich behält. Ihre Musik leitet uns durch den Roman. Ruhig und emotional, poetisch. Der andere Hauptcharakter ist Rose. Sie und ihre beiden Freunde Luke und Dave sind eine eingeschworene Clique. Auch nicht gerade die coolsten und angesagtesten Jugendlichen in der Schule, aber immer noch beliebter als Charlie. Als Kinder haben sie Charlie gehänselt, sie nie miteinbezogen. Doch nun will Rose in die Großstadt, wo sie ein Stipendium an einer sehr guten Schule bekommen hat. Rose ist naturwissenschaftlich sehr interessiert und begabt. Dass sie sehr intelligent ist, kommt find ich häufig nicht so rüber. Da sie sich eher dumm verhält. Luke ist ihr Freund-Freund, ihre große Liebe. Er ist eher durchschnittlich begabt, dennoch haben die beiden einen Draht zueinander und passen auch gut zusammen. Viel erfahren wir aber nicht über Luke. Die letzte Hauptfigur ist Dave, Lukes bester Freund. Er hat ebenfalls ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater, der ihn nicht ignoriert, sondern sehr streng und gefühllos mit ihm ist. Charlie findet einen Weg in Daves Herz und die beiden kommen sich näher. Stil/Gliederung: Sehr prägnante kurze Kapitel. Mit jedem Kapitel wechselt die Perspektive von Charlie zu Rose und zurück. Mir waren die Kapitel manchmal schon zu kurz. Ich kam dann manchmal nicht mehr mit dem Wechsel mit und wusste nicht mehr aus welcher Perspektive ich gerade lese. Das kann aber auch an meiner etwas schlechten Konzentration bei diesem Buch liegen. Fazit: Ruhiges Buch über Freundschaft, Liebe und Familie. Leider hab ich keinen richtigen Draht zu den Figuren bekommen, so dass ich mich zeitweise echt durchquälen musste. Das Buch hat gerade durch die Musikelemente und die grundsätzlichen Themen/Motive viel Potential, konnte mich aber letztlich nicht überzeugen. https://lesenundhoeren.wordpress.com/2015/06/09/buch-review-cath-crowleys-a-little-wanting-song-musikalische-ode-an-das-leben/

A Little Wanting Song
A Little Wanting Songby Cath CrowleyKnopf Books for Young Readers