21. Dez.
Rating:3

Bereits im Jahr 2008 veröffentlichte Michelle Rowen, damals noch unter ihrem Pseudonym Michelle Maddox den Roman Countdown. Irgendwann entschied sich die Autorin dazu, ihren Roman neu zu überarbeiten und ihn in einen Jugendroman zu verwandeln. Sie machte die Hauptprotagonisten ein paar Jahre jünger, veränderte hier und da etwas und so entstand die Neuauflage ihres Romans Countdown, zu Deutsch: Level 6 Unsterbliche liebe. Hier möchte ich kurz anmerken, dass mir der deutsche Titel überhaupt nicht gefällt. Ich finde Countdown sehr passend. Sehr schade, dass der Titel abgeändert wurde. Manchmal frag ich mich wirklich, was das für einen Sinn haben soll. Nachdem ich jetzt das Buch zu Ende gelesen habe (ich habe es innerhalb von ca. 5 Stunden in einem Rutsch durchgelesen) hat sich meine Neugierde auf den Ursprungsroman wirklich sehr verstärkt und ich hoffe, dass ich vielleicht irgendwann dazu komme, die alte Auflage der Geschichte auch noch zu lesen. Die Story an sich hat mich sehr interessiert. Alleine der Klappentext hat dazu ausgereicht, mich unglaublich neugierig auf diese Geschichte zu machen. Die Story ist nichts absolut Neues. Irgendwie hat es mich ein wenig an die Hunger Games Reihe erinnert - aber nichts desto trotz, ist dieses Buch unglaublich spannend und zwar von der ersten Seite an. Das Gefühl, dieses Spiel selbst mitzuerleben; selbst daran teilzunehmen und zu hoffen und zu beten, dass man das nächste Level überlebt, war während des Lesens konstant vorhanden. Mit jeder Seite wurde die Spannung fast unerträglicher, besonders während der einzelnen Level, die die beiden Hauptprotagonisten Kira und Rogan absolvieren mussten. Es war unglaublich aufregend, Kira und Rogan auf ihrer Reise in die Freiheit zu begleiten. Ich mochte beide Buchcharaktere wirklich unglaublich. Rogan wirkt nach außen hin hart und zäh. Vor vielen Jahren hat er angefangen, diese undurchdringliche Mauer zu errichten, die bisher niemand geschafft hatte zu durchdringen. Auch Kira hat in ihrem Leben schon viel durchmachen müssen. Zwei Jahre lang hat sie auf der Straße gelebt und sich versucht, durch dieses völlig heruntergekommene Leben durchzuschlagen und zu überleben. Die beiden sind zwar unglaublich starke, gleichzeitig aber auch innerlich vollkommen zerrüttete Charaktere, die es wahrscheinlich mehr als alle anderen verdient haben, dieses Spiel zu gewinnen. Sie kämpfen was das Zeug hält; geben nicht auf und klammern sich an jedem noch so kleinen Funken Hoffnung fest. Trotz einiger Schwierigkeiten, die sich ihnen in den Weg stellen, halten sie zusammen. Sie lassen nicht zu, dass sie irgendjemand oder irgendetwas auseinander bringt. Sie sind ein Team und tun das, was getan werden muss. Ich habe die beiden gleich von Anfang an in mein Herz geschlossen. Sie sind nicht wie die meisten Buchcharaktere und Kira ist endlich mal keine weibliche Hauptprotagonistin, die nichts anderes kann als herumzujammern und zu heulen. Sie zieht nicht einfach den Kopf ein, wenn es hart auf hart kommt. Sie kämpft; kämpft ums Überleben, für sich und Rogan und genau das ist es, was mich an ihrer Beziehung, die sich von Seite zu Seite mehr weiter entwickelt, so beeindruckt hat. Genau das ist es, was ihre Beziehung zu etwas besonderem macht. Die Geschichte spielt in einer Zeit in einer weit entfernten Zukunft. Die Welt ist zerstört. Eine Plage hat die Menschheit heimgesucht und mehr als die Hälfte von ihnen ausgerottet. Die, die noch übrig geblieben sind, versuchen ihr Leben so gut es geht inmitten von Mördern, Vergewaltigern, Dieben, Schmutz, Dreck und Krankheiten zu leben nur mit dem einen Ziel: die Kolonie zu erreichen. Die Kolonie ist ein Ort des Neuanfangs. Hier wurde eine neue Welt aufgebaut; es gibt Schulen, Krankenhäuser, jede Menge Jobs, Freunde und Familie ... eine völlig neue Heimat, von der auch Kira träumt seit sie ihre Familie verloren hat und auf der Straße lebt. Die Vorstellung an eine solche Welt hat mir Gänsehaut bereitet. Auch die Tatsache, dass diese neue zukünftige Welt beherrscht wird von Maschinen und Computern. Die Technologie dort ist sehr weit fortgeschritten, was letztendlich auch der Knackpunkt der Geschichte ist. Dieser Aspekt hat mir ehrlich gesagt nicht so gut gefallen. Ich kann mich einfach nicht mit diesem Genre anfreunden, mit Robotern, Maschinen, irgendwelchen computerartigen Monster, die versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Ich denke das ist allerdings das einzige, was mir an diesem Buch so überhaupt nicht gefallen hat. Ich denke man hätte die Geschichte auch anders mindestens genauso spannend schreiben können - ohne diesen ganzen Roboter-Quatsch. Das ist mir dann doch ein wenig zu viel Science-Fiction. Trotz alledem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es war spannend, aufregend, nervenaufreibend und sogar ein wenig romantisch, was mir sehr gut gefallen hat. Es hat der Geschichte das gewisse Etwas verliehen und nicht bloß einen mörderischen Wettlauf gegen die Zeit aus diesem Buch gemacht. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es ist nichts besonderes; der Stil ist einfach, unverblümt, ohne große Beschreibungen oder extrem emotionale Situationen. Manchmal hat mir dieses Gänsehautfeeling einfach gefehlt ... Was mir gar nicht gefällt ist das Cover. Abgesehen von den Gesichtern, die meiner Meinung nach absolut gar nicht zu Kira und Rogan passen, finde ich das Cover alles andere als aussagekräftig. Auch die Schrift ist mir einfach zu groß, zu penetrant und das pink - auch wenn ich pink als Farbe sehr sehr liebe - passt meiner Meinung nach gar nicht. In diesem Buch herrscht Endzeitstimmung; die Welt ist heruntergekommen, schmutzig, verdreckt, dunkel ... da gefällt mir das Originalcover um einiges besser. Die Farben sind perfekt und die Atmosphäre strahlt genau das aus, worum es in dem Buch geht. Schade, dass das Cover nicht übernommen wurde. In der Buchhandlung - da bin ich mir sicher - wäre ich an dem Buch wahrscheinlich einfach ohne große Beachtung vorbei gelaufen. Eine spannende, aufregende und sehr intensive Geschichte ums Überleben. Das Buch ist ein wirklich nettes und spannendes Abenteuer für zwischendurch. Die Story ist wirklich klasse, die Idee dahinter ebenfalls, auch wenn es nichts absolut neues ist. Hin und wieder denkt man hier auch schon mal an The Cube oder auch an Saw. Für Fans hiervon ist das Buch sicherlich ein absoluter Genuss. Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen, besonders für Science-Fiction Fans!

Countdown (Harlequin Teen)
Countdown (Harlequin Teen)by Michelle RowenHarlequin Teen
7. Sept.
Rating:3

Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Das Spiel "Countdown" wurde spannend erzählt, allerdings hat mir die Auflösung bzw. die Richtung in die alles ging dann nicht mehr so gut gefallen. Wirkte für mich etwas weit hergeholt und nicht wirklich plausibel. Der Schreibstil war gut und angenehm zu lesen. Würde auf jeden Fall mehr von der Autorin lesen. Die Charaktere waren wirklich sehr sympathisch und kamen authentisch rüber. Wenn ich an Oliver denke, blutet mir immer noch das Herz. Er ist einfach so putzig und tut einem unheimlich leid. Ja, ich bin anfällig für sowas ;) Insgesamt ist das Buch eine kurzweilige Unterhaltung, die ohne viel Herzschmerz auskommt.

Countdown (Harlequin Teen)
Countdown (Harlequin Teen)by Michelle RowenHarlequin Teen