
Vom Zufallsfund zum blutigen Pageturner 🩸
Der erste Teil der „Market of Monsters“-Reihe von Rebecca Schaeffer stand eigentlich überhaupt nicht auf meiner Wunschliste und wäre im normalen Buchladen wohl glatt an mir vorbeigegangen. Weder der Klappentext noch das Cover lassen nämlich wirklich erahnen, was für eine Story sich hier eigentlich verbirgt. Am Ende habe ich das Buch über ein Überraschungs-Paket erhalten - und was soll ich sagen? Glück gehabt! Denn die Geschichte hat mich positiv überrascht. 📖 Handlung und Erwartbarkeit Die Geschichte dreht sich um Nita, die auf dem Schwarzmarkt für magische Wesen landet - allerdings nicht als Käuferin sondern als Sensation. Im Verlauf der Geschichte plant sie ihre Flucht und stößt dabei wiederholt auf Widerstände. Die ganze Geschichte ist definitiv um einiges düsterer, blutiger und moralisch zweifelhafter als der harmlose Einband oder der Klappentext vermuten lassen. Die Autorin geizt entsprechend nicht mit detaillierten Beschreibungen von Gewalt, abgetrennten Gliedmaßen und jeder Menge Blut. Inmitten dieser Brutalität wirft das Buch aber auch gute Fragen zu den Themen moralische Grenzen und tief sitzende Vorurteile auf. Der Einstieg fesselt durch eine enorme Sogwirkung, da das Setting ziemlich einzigartig ist. Allerdings muss ich zugeben, dass die Dynamik ab dem Mittelteil einen kleinen Dämpfer verpasst bekommt. Das liegt mit Sicherheit auch am gleichbleibenden Schauplatz. 🎭 Charaktereindrücke und Dynamik Protagonistin Nita ist als Charakter spannend entworfen. Sie ist alles andere als perfekt - sie ist eine vielschichtige und reale Persönlichkeit. Ich habe schon auf den ersten Seiten eine Verbindung zu ihr aufgebaut und konnte ihre Gedanken und Motive nachvollziehen. Im weiteren Geschichtsverlauf besticht ihr Charakter durch innere Konflikte und Entwicklungen. Der Nebencharakter Kovit steht ihr in Sachen Faszination in nichts nach. Ich wusste bis zum Schluss oft nicht, ob er vertrauenswürdig ist oder nicht. Das machte die Dynamik an einigen Stellen unvorhersehbar. Schön ist auch, dass viele andere Nebenfiguren ebenfalls ihre eigene Bühne bekommen und sinnvoll in das große Ganze eingewoben werden. 🖋️ Schreibstil Rebecca Schaeffer schreibt sehr angenehm und bildhaft. Ich bin ab der ersten Seite in einen richtig guten Lesefluss gekommen und hatte zu keiner Zeit Verständnisprobleme. Die Dialoge wirken realistisch und transportieren die Stimmung gut. Die Kapitel sind sehr kurz, aber trotzdem in absolut logische und spannende Abschnitte eingeteilt. Das Worldbuilding hat mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn es mir am Anfang echt schwerfiel, mich auf diese Art von „Monstern“ einzulassen. Der Grat zwischen Realität und Fantasie ist hier verdammt filigran gewählt. Die Wesen sind an verschiedene internationale Fabelwesen angelehnt, wurden in ihren Grundzügen aber vermenschlicht. 🎯 Mein Fazit Alles in allem hat mich dieses Buch wirklich positiv überrascht. Trotz der kurzen Findungsphase zu Beginn und der kleinen Längen im Mittelteil hat die Autorin es geschafft, den Spannungsbogen der Geschichte bis zum Ende hochzuhalten. Die Geschichte besticht für mich vor allem durch die Einzigartigkeit, die dunklen Elemente und eine starke Charakterdynamik. Für mich ist das ein gelungenes und empfehlenswertes Debüt!









































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