
Gute Idee, mit dem schreibstil bin ich leider nicht warm geworden

Gute Idee, mit dem schreibstil bin ich leider nicht warm geworden
In der klassischen Odyssee wird Odysseus als listiger, cleverer und mutiger Held dargestellt, der unzählige Gefahren überwindet. Er ist der unangefochtene Protagonist, und seine Taten sind heroisch. In Büchern wie hier, die die Geschichte aus der Sicht von anderen Figuren wie Penelope erzählen, ändert sich die Perspektive jedoch radikal. Für Penelope war seine 20-jährige Abwesenheit nicht nur eine lange Reise, sondern auch eine Zeit voller Schmerz, Ungewissheit und Bedrohung. Aus ihrer Sicht könnte seine Rückkehr als zu lange hinausgezögert erscheinen, und seine Abenteuer werden als egoistische Umwege statt als heroische Taten wahrgenommen. Penelope musste ihr Königreich regieren, ihren Sohn Telemachos beschützen und die aufdringlichen Freier mit List abwehren. Ihre Intelligenz und ihr Überlebenswille sind die eigentliche Geschichte. Im Vergleich dazu könnten Odysseus' Heldentaten, die er oft durch Täuschung oder Gewalt erreicht, weniger beeindruckend wirken oder sogar negativ beleuchtet werden. Als Odysseus schließlich zurückkehrt, tötet er die Freier und auch die Mägde, die seiner Familie untreu waren. Aus Penelopes Perspektive könnte diese extreme Rache als unnötig brutal oder ungerecht erscheinen. Bücher wie "The Last Song of Penelope" erlauben es uns, die Motive und die Persönlichkeit von Figuren wie Odysseus neu zu bewerten. Sie zeigen, dass in der Welt der griechischen Mythologie nicht immer alles schwarz oder weiß war, und dass die "Helden" aus der Sicht derer, die sie zurückließen, ganz anders wirken können.
Not war for the sake of war, but war for the *story*, for the dream of a world made anew. It will take centuries. Maybe thousands of years. But I will do it.
Der letzte Band der Reihe wird aus Athenes Sicht erzählt, einer Göttin, deren Stolz in ihrer Weisheit liegt und die sich kalt wie eine Statue gibt, um nicht verletzlich zu sein. Aber sie fühlt. Sie fühlt mit Penelope und wie es ist, als Frau übersehen zu werden, auch wenn man einen besseren Job als die Männer macht. Sie fühlt Mitleid mit den Mägden und Sklavinnen, die in den Augen der Männer nicht mehr sind als Huren und Betrügerinnen. Sie fühlt Trauer mit einer Kriegerin, die ihr Leben gibt für einen letzten, verzweifelten Vorstoß. Mehr noch als die ersten beiden Bände erzählt "The Last Song of Penelope" von der Macht und Stärke, die Frauen nur untereinander haben können. Doch es ist Penelope, die Ithaka 20 Jahre lang am Laufen gehalten hat. Es ist Penelope, die die Inseln und ihre Politik kennt. Penelope ist mehr als die Ehefrau, die auf Odysseus' Rückkehr wartet. Sie ist eine Königin, wenn sie sich auch nicht so nennen darf. Das Buch hat mich mit vielen Gedanken und Gefühlen zurückgelassen, die ich noch nicht benennen kann.