Ein wundervoller, fantastischer Abschluss

[Rezension] "Labyrinth's Heart" ist der finale Band der "Rook & Rose" -Trilogie. In diesem Band versuchen Ren, Vargo und Grey die letzten Puzzleteile zu finden, um Nadezra von den schlechten Einflüssen zu befreien, die die Stadt seit Jahrhunderten beeinflussen. Ich habe diese Reihe gerne gelesen. Das Autorinnen-Duo M. A. Carrick hat sich eine komplexe Welt mit viel Geschichte erschaffen. Ich kann mir gut weitere Reihen in dieser Welt vorstellen und selbst dann gäbe es noch viel zu entdecken. Wenn ihr diese Reihe lesen wollt, solltet ihr Geschichten mit viel Lügen und Intrigen mögen. Manchmal hat mir etwas der rote Faden gefehlt, aber insgesamt konnte mich die Reihe überzeugen.
Erst einmal muss ich sagen, dass ich mich des Tags Lesbian (auf goodreads) von Band eins noch immer beraubt fühle. Das war zwar vorhanden, aber naja, mehr halt auch nicht. Irgendwie zwei Küsse von Nebencharakteren, machen es dann für mich echt nicht. Ich wurde betrogen! (XD) Ich wollte die Trilogie ja unbedingt beenden und bin jetzt auch froh, dass ich es geschafft habe. Band drei hat irgendwie ne Menge Emotionen in mir ausgelöst und viele davon waren nicht so positiv. Das erste Drittel des Buches war absolut nicht meins – so gar nicht. Ich habe mich mit der Thematik der, ich nenne es mal ganz weitläufig, „Ritterspiele“ echt seltsam gefühlt? Also nicht das solche Dinge komisch sind, aber in diesem Buch war es für mich einfach nur fehl am Platz und der ganze Strang mit Rens „Mutter“ wirkte auf mich sehr erzwungen. So like „Es muss jetzt was passieren, dass die Identität endlich gelüftet wird und alle sauer sein können“! Die Handlung danach war spannender, aber für mich haben sich zu viele Nebencharaktere im Nichts verloren. Plötzlich war der Fokus zu sehr auf Ren, Grey und Vargo. Klar, das sind unsere Protagonisten, aber sonst wurde auch viel Wert auf die Nebencharaktere gelegt. Die Romanze rund um Ren habe ich absolut nicht gefühlt und ja, ich sage aus Spoilergründen jetzt bewusst den Namen nicht. Ich mochte es, dass es einem nicht permanent so ultra kitschig auf die Nase gebunden wurde, aber die ganze Entwicklung dahin ist und bleibt mir ein Rätsel. Für mich war das irgendwie so eine krasse Freundschafts- oder Geschwisterbeziehung. Weiß nicht. Auch das Thema Heirat und wie schnell das alles bei diversen Personen ging, hat in mir nur ein „wtf“ ausgelöst. Generell, dass sich bestimmte Personen plötzlich zueinander hingezogen gefühlt haben. Als ob am Ende halt jeder mit nem Partner aus der Trilogie gehen musste. Why? Ebenfalls war mir die Auflösung rund um Ren und Grey am Ende zu viel des Guten. Typische Protagonistenauflösung und für mich einfach ... too much. Und zu sehr Friede Freude Eierkuchen. Die ganze Gesellschaft da hat so viele Probleme und dann ... ja ... die Sonne scheint den Leuten halt aufs Haupt. Natürlich war das Buch wieder gut geschrieben, aber ... ich glaube das war echt einfach nicht meine Reihe.


