
„Yeah, well, there’s a reason they call her Rebel.“
Der Roman „Rebel“ von Rebecca Yarros ist der dritte Teil der Renegades Trilogie. Er wurde vom Piatkus Verlag veröffentlicht und hat in der englischen Print-Ausgabe 442 Seiten. Penelope’s physische Verletzungen sind verheilt, doch der Verrat ihrer Schwester und den Zwiespalt den sie ihr Gegenüber empfindet hat tiefe psychische Wunden hinterlassen. Sie erkennt sich nicht mehr wieder und sie zweifelt an ihrem Renegade Titel „Rebel“. In Vegas will sie einen Stunt bringen, um sich selbst zu beweisen, dass sie es noch in sich hat. Doch sie braucht jemanden, der den Stunt mit ihr macht. Gut, dass Cruz an der Bar sitzt und genau der richtige dafür ist. Sie haben eine chemische Verbindung zu einander, die Penelope so noch nie zuvor mit einem Mann hatte. Beide denken, dass sie sich nie wieder sehen würden, bis Cruz dann auf dem Schiff auftaucht und sich als ihr neuer Lehrer vorstellt. „She was fucking fearless, and even if I hadn’t been wearing a parachute, I might have jumped just to stay close to her - she was that magnetic.“ Penelope und Cruz sind von Beginn an sehr ehrlich zu einandern. Dennoch hat Cruz noch eine andere Mission, die ziemlich lange vor uns Geheim gehalten wird. Das bringt Spannung rein. Die Handlung ist natürlich sehr romantisch, hat aber sehr viele ernste Themen, wie zum Beispiel Geschwisterliebe, Wahlverwandtschaften, Feminismus, Frauen im Männersport, Immigration und vieles mehr. Die spicy Szenen sind detailliert und kitschig, deswegen wird auch ziemlich häufig erwähnt wie toll sie sich gegenseitig finden („the sheer perfection of Cruz …“), aber das überwiegt die Handlung zum Glück nicht. Außerdem ist es trotz Kitsch immer noch nachvollziehbar oder anders, realistisch. Die Schriftstellerin nutz eine realistische Wortwahl und bringt uns die Emotionen der Charaktere sehr nahe. Yarros findet immer die richtigen Worte für ihre männlichen Protagonisten. Sie weiß definitiv was Frauen wollen. „Someone as beautiful, as intoxicating as you are never has to beg, especially not when all I want is to worship every inch of you.“ Der Text ist in der ich-Form aus Penelope’s und Cruz’s Sicht geschrieben. Er ist umgangssprachlich und hat schöne Metaphern. „I didn’t want to go back to the puzzle where I used to fit perfectly, knowing my edges had totally changed shape.“ Der Roman endet mit einem Epilog, indem die komplette Reihe ein wundervoll romantisches Ende nimmt. „You are a headstrong, independent, stubborn woman surrounded by a sea of boys, when what you crave - what you need - is a man.“ Es ist eine Weile her, dass ich die ersten beiden Teile gelesen habe, dass war aber in keinem Fall schlimm. Man kommt ziemlich schnell wieder rein in die Welt der Renegades. Ich empfehle euch die Teile in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Diese Reihe ist spannend, romantisch und dramatisch. Bücher, die man nicht mehr weglegen kann.

