
„Die Unhoneymooners“ von Christina Lauren – Eine humorvolle Reise mit zwei Gesichtern
Als großer Fan von Fake Dating und Forced Proximity klang „Die Unhoneymooners“ sehr vielversprechend . Und ich muss sagen: Die erste Hälfte des Buches hat mich auch begeistert! Das Schlagabtausch zwischen Olive und Ethan ist unglaublich witzig. Die Dynamik ist anfangs glaubhaft, der Humor vorhanden und das Urlaubsfeeling greifbar. Doch nach der Rückkehr aus dem Paradies ändert sich die Dynamik drastisch. Ab der Hälfte war es mir einfach zu viel von allem. Eine Geschichte, zwei völlig verschiedene Bücher Es fühlt sich fast so an, als hätte das Autorenduo hier zwei komplett unterschiedliche Bücher unter einem Titel vereint. Sobald Olive und Ethan wieder zu Hause sind, mutiert die lockere Liebeskomödie zu einem überladenen Drama. Plötzlich prasseln etliche Konflikte gleichzeitig auf die Charaktere ein: • Karriere-Krisen • Vertrauensbrüche • Familiendramen • Beziehungsprobleme Das alles auf den letzten rund 100 Seiten zu lösen, wirkt extrem gehetzt und aufgesetzt. Es ist kaum realistisch, dass eine notorische Pessimistin wie Olive ihr gesamtes Leben, ihre Karriere und ihre Lebenseinstellung in so kurzer Zeit radikal umkrempelt. Schwächen im Pacing und der Charakterentwicklung Hier merkt man leider das Co-Writing negativ: Das Erzähltempo ist durchgehend inkonsistent. Manchmal zieht sich die Handlung wie Kaugummi, nur um an anderer Stelle alles auf einmal auf 3 Seiten zu quetschen. Anstatt dass die Handlung organisch aus den Emotionen der Figuren herauswächst, wirken viele Wendungen einfach nur künstlich kreiert – einfach, damit die Charaktere da ankommen, wo das Skript sie gerade braucht. Auch Olives große Großfamilie wird in der zweiten Hälfte stark eingebunden. Leider verpufft der emotionale Mehrwert hier völlig. Es gibt kaum Szenen, die wirklich das Herz berühren; stattdessen dient die Familie eher als Mittel zum Zweck, um die Handlung bequem voranzutreiben. Fazit: „Die Unhoneymooners“ punktet mit einer lustigen ersten Hälfte, verliert sich danach aber in einem chaotischen und übertriebenen Drama-Marathon. Wer über ein holpriges Pacing hinwegsehen kann, bekommt trotzdem eine unterhaltsame, kurzweilige Rom-Com für zwischendurch. Mir persönlich hat der spaßige Teil in den Flitterwochen deutlich besser gefallen


























































