Langsames Storytelling, mit Entwicklungspotential
Unvermittelt fängt das Buch an und man braucht, bis man in die Story und alle ihre Protagonist:innen hineinfindet. Ich würde nun gern sagen, das lohnt sich die fast 580 Seiten zu lesen und dass eine düstere Geschichte auf den:die Leser:in wartet. Aber leider, leider kann ich das nicht. Ja, es gibt einige düstere Vorkommnisse, deren Schrecken teils realer sind, als wir sie uns wünschen, aber irgendwie mag deren Horror nicht überspringen. Das Setting mit einem verfallenden Haus und exzentrischen und aus der Zeit gefallenen Bewohner:innen hätte wirklich sehr gut funktionieren können. Versteht mich nicht falsch, ich fand es interessant all diese Personen mit ihren Lastern kennen zu lernen, aber am Ende war es dann wohl doch zu oberflächlich oder ggfs. Auch langatmig(?), um mich mit ihnen verbunden zu fühlen. Der Grusel kommt auf leisen Sohlen und hat definitiv keine „Jumpscares“. Er klopft nur vorsichtig und… SPOILER!! …im Endeffekt ist es wohl jedem:r Leser:in selbst überlassen, wie man ihn bzw. Dessen Verursacher interpretiert. Das ist zwar ein schöner Kniff und lässt es einem selbst überlassen, was man von den Geschehnissen halten mag, es passt aber zum ganzen Lesegefühl: Im Endeffekt redundant, weil nicht wirklich fesselnd bzw. Sind die Protagonist:innen dafür einfach zu „ungreifbar“ geblieben, um deren Schrecken zu fühlen.







