Dieses Buch hat mich regelrecht verschlungen, sodass ich es in zwei Tagen durchgelesen habe, was für mich als teils langsame Leserin, ein großes Ding ist, wenn ein Buch es schafft, mich so zu packen.
Es hat mich an sehr vielen Stellen an eigene, persönliche Geschichten erinnert und das ist ja irgendwie auch der Sinn des Ganzen, denn wir alle wissen, wie die Welt funktioniert.
Es stellt Frauen in unserer Gesellschaft dar und wie sie trotz aller Bemühungen oftmals auf Grund bestehender Strukturen leiden und zurückstecken.
Es besteht ein großer emotionaler Gap zwischen den Frauen dieses Romans, die irgendwie alle versuchen voranzukommen, alle intelligent sind und von den unfairen Bedingungen wissen, daraus dennoch ihren Profit ziehen, um selbst voranzukommen.
Gegen Ende hat das Buch mich fassungslos gemacht, wütend und erschüttert.
Eine Geschichte, die bewegt, erzürnt, aber auch zum Schmunzeln bringt. Eine Geschichte, von der du weißt, dass sie existiert und die dich dennoch in ihren Bann zieht und wissend mit dem Kopf nicken lässt.
I really don’t know how to feel about this - the first half felt like it was written by Dolly Alderton, witty and funny. The middle part was just… weird? Confusing? And the ending was really good. Good messages, good and grippy writing, some very relatable character traits, some very questionable actions and deeply confusing storylines.. all in all, weird, but I actually really liked it!
I really don’t know how to feel about this - the first half felt like it was written by Dolly Alderton, witty and funny. The middle part was just… weird? Confusing? And the ending was really good. Good messages, good and grippy writing, some very relatable character traits, some very questionable actions and deeply confusing storylines.. all in all, weird, but I actually really liked it!
Caroline O'Donoghues „Promising Young Women“ ist ein Buch, das sich mit feministischen Themen auseinandersetzt, ohne dabei den Humor oder eine kritische Distanz zu verlieren. Die Geschichte folgt einer Protagonistin, die einerseits unglaublich reflektiert, aufgeklärt und wachsam gegenüber den strukturellen Ungerechtigkeiten der Gesellschaft ist – insbesondere den Machtmechanismen, die Männern im Berufsleben zugutekommen und die sie oft auf erschreckende Weise missbrauchen. Andererseits kann sie sich den Manipulationen, die sie umgeben, auch nicht vollständig entziehen und ist selbst gefangen in gesellschaftlichen Zwängen und angelernten Denkmustern, die sie zurückhalten und sich von Männern abhängig machen lassen. Es ist eine ambivalente, manchmal tragische Reise, auf der sie zwischen Selbstbewusstsein und innerer Unsicherheit schwankt.
Was das Buch besonders macht, ist der Tonfall, der zwischen kritischer Reflexion und Humor wechselt. O'Donoghue schafft es, scharfsinnige Beobachtungen in eine Geschichte zu verweben, die sowohl unangenehm als auch spannend bleibt. Die Handlung entwickelt sich von einem eher langsamen Einstieg, der an eine RomCom erinnert, zu einem rasanten, unaufhaltsamen Tempo, das die Leser in seinen Bann zieht und eher Richtung Thriller tendiert.
Die Beziehungen der Protagonistin zu anderen Frauen sind ein weiterer zentraler Aspekt des Romans. Diese Verbindungen bringen zwar Lichtblicke und Hoffnung, bleiben jedoch eher oberflächlich und lassen sowohl bei den Figuren als auch der Leserin das Gefühl zurück, dass mehr möglich und auch sehr nötig gewesen wäre. Es ist eine bittere, aber realistische Darstellung der komplexen Dynamik zwischen Frauen in einer von Männern dominierten Welt.
Die eingeschobenen Blogeinträge der Protagonistin lockern die Stimmung auf und fügen eine persönliche Ebene hinzu, die perfekt zur Entwicklung der Geschichte passt. Sie bieten dem Leser einen faszinierenden Einblick in die Gedankenwelt der Protagonistin und unterstreichen ihre Bemühungen, sich selbst und ihre Welt zu verstehen.
Insgesamt ist „Promising Young Women“ ein fesselnder, tiefgründiger Roman, der dazu anregt, über die Themen Macht, Manipulation und die Herausforderungen des Feminismus im Alltag nachzudenken, ohne belehrend oder übertrieben zu sein.
Oft musste ich beim Lesen schmunzeln, häufig hätte ich aber auch gern geschrien vor Wut und Hilflosigkeit und stellenweise war ich einfach nur schockiert.