Ich hatte schon geahnt, dass es eine eher leichte Lektüre ohne viel Tiefgang würde, aber zwischendrin dann doch auf mehr gehofft.
Sprachlich ist das Buch eigentlich einfach, aber zwischendrin hat es mich total verloren. Manche Stellen sind so kompliziert beschrieben, dass ich echt nicht mit kam. Wo an der Klippe war nun was genau passiert, in welchem Winkel und wo stand die Sonne dabei? So in die Richtung ging das teilweise. Da wollte jemand sehr genau beschreiben und hat damit das Gegenteil erreicht.
Die Charaktere bleiben merkwürdig blass, was super schade ist, weil vor allem die drei Frauen in ihrer Unterschiedlichkeit viel Identifikationspotential gehabt hätten.
Die Pointe am Ende überrascht nicht wirklich, aber hat mich ein bisschen mit der Geschichte versöhnt.
Nee also kein Highlight, aber schon ok für zwischendurch.
"swimming lessons" managed to draw me in from the first page. it had the right amount of mystery, family drama and melancholy. i really like slow-moving, character-focused novels like this, and something that always "gets" me is a clever play with past and present, which this book absolutely had. also GOOD ENDINGS!! i'm so picky about endings but this was just perfect! it wasn't a new favourite of mine although i can imagine reading it again and giving it another chance to become one.
The length of time it has taken me to finish this book is a clear indication of how exhausting it has been to read it.
I literally couldn’t keep my concentration on the book. It was tedious to finish and honestly I just kept going because I need to up my book count to meet my goal.
The story was unimpressive and I was confused till halfway when I figured out the letters and present perspective. But still it’s so bad. I honestly don’t know how I’m giving this book 2⭐️s.
Fuller war bisher nie eine Enttäuschung. Auch hier passiert wieder so viel in den Details, zwischen den Zeilen. Die Geschichte einer Mutter, die keine sein will und die einer ganzen Familie, in der jeder seine eigene Wahrheit mit sich trägt - dramatisch, tragisch, literarisch und echt.
»Vergessen Sie den ganzen Quatsch mit den Erstausgaben und signierten Exemplaren. Belletristik hat mit Lesern zu tun. Gibt es keine Leser, haben all die Bücher keinen Sinn - deshalb sind die Bücher genauso wichtig wie der Autor, wenn nicht wichtiger. Aber manchmal erfährt man nur etwas darüber, was der Leser gedacht hat, wie er gelebt hat, als er das Buch gelesen hat, wenn man sich das ansicht, was er zurücklässt. All diese Wörter« - Gil machte eine Bewegung mit dem Arm, die den Tisch, das Zimmer, das Haus umfasste - »haben mit dem Leser zu tun. Mit der Einzelperson - Mann, Frau oder Kind -, die etwas von sich in dem Buch gelassen hat.« Zitat Seite 137 / 138
3,5 Sterne. Es war sehr literarisch und gehört zu den Büchern, die ich vielleicht lieber in einer Gruppe gelesen hätte. Der Gedankenaustausch wäre sicher hilfreich gewesen. Alle Charaktere hatten ihre eigene Geschichte und Tiefe, der Schreibstil war toll und die Geschichte ein Familiendrama, dass mir sehr real erschien. Aber ich habe noch ein paar Fragen....
Das Buch war gut zu lesen😊 mir hat die Idee mit dem Wechsel zwischen Ingrids Briefen der Vergangenheit und der eigentlichen Geschichte viele Jahre später gut gefallen🫶🏻 das Buch war etwas anspruchsvoller und die Themen sehr bewegend🥺🫶🏻 ich persönlich habe nur mit manchen Figuren etwas gehadert, weil ich ihre Entscheidungen absolut nicht nachvollziehen konnte🙈 das Ende fand ich sehr passend gewählt, auch wenn die Autorin manche Fragen ungeklärt lässt🙃
Kurzmeinung:
Genre: Belletristik
Handlung: Eine Familie, die nach dem Verschwinden von Ehefrau und Mutter nie richtig zur Ruhe gekommen ist. Viele Jahre später keimt ein kleiner Funke Hoffnung auf, dass Ingrid vielleicht doch noch lebt, da Gil glaubt, sie kurz gesehen zu haben. Dies ist der "Startschuss" für zwei sehr interessante und aufeinander gelungen abgestimmte Handlungsstränge.Der eine widmet sich der Gegenwart, wie Gil und die Töchter Nan und Flora auf diese Neuigkeit des möglichen Wiederauftauchens von Ingrid reagieren und wie sie damit umgehen. Der zweite wird kunstvoll in den ersten eingeflochten, der durch Ingrids Briefe an Gil dem Leser / Hörer die ganze Vergangenheit, bis zu ihrem Verschwinden, darstellt und Ingrid und Gils Kennenlernen und Zusammenkommen wiedergibt. An einsamen Tagen und Nächten schreibt sich Ingrid ihren Kummer von der Seele. Die geliebten Bücher Gils bewahren das Geheimnis auf.
Protagonisten: Am besten porträtiert wird Gil, da wir ihn als jungen und älteren Mann vorgestellt bekommen. Ingrids Briefe zeigen einen frischen, verliebten, in die Zukunft schauenden und Pläne schmiedenden Gil, der aber auch egoistisch, hinterhältig, ängstlich, verunsichert, verletzend und gleichgültig sein kann. Als Leserin und Frau mochte ich Gil mit fortlaufender Geschichte immer weniger. Desto mehr und mehr über das Leben bzw. Ehe- und Familienleben von Gil und Ingrid, aus Ingrids Sicht, über die Briefe aufgedeckt wurde, gehörten meine Sympathien ihr. Ingrid schaffte es mein ganzes Mitleid für sie zu vereinnahmen. Die absolut gegensätzlichen Schwestern Nan und Flora sind ebenso interessante Figuren, da sie im Laufe der Geschichte an Stärke und Charakter gewinnen. Claire Fuller hat ein Händchen für ihre Protagonisten bewiesen. Selbst für Gil, für den ich bis kurz vor Ende Verachtung empfand, konnte ich zum Schluss noch was abgewinnen. Nicht nur das, er hatte seine Achtung zurückgewonnen.
Spannung: Obwohl kein Krimi, da es primär nicht um die Aufdeckung von Ingrids Verschwinden geht, baut die Autorin eine subtile Spannung auf, und der Leser / Hörer weiß bis zum Schluss nicht, was mit Ingrid eigentlich passiert ist und ob die geschriebenen Briefe, die die ganze Wahrheit enthalten, jemals von Gil entdeckt und gelesen wurden und ob, insbesondere Flora, die Antworten auf ihre Fragen bekommt. Als Leser / Hörer hat man nie einen Wissensvorsprung, da man durch die Briefe, die sich auf die Vergangenheit beziehen, langsam und chronologisch informiert wird und sich daher einige Überraschungen entfalten, die die Geschichte immer wieder aufwerten.
Stichworte: Verschwinden, England, Briefe, Bücher
Ende: Das Ende finde ich absolut genial! Es konnte mich überzeugen, auch wenn nicht alle Fragen beantwortet wurden. Ein richtiger Kunstgriff ist Claire Fuller mit dem Ende gelungen. Ich konnte mich von den Charakteren auf Augenhöhe verabschieden, da die Geschichte eine schöne Entwicklung nahm und diese mich mit dem einen oder anderen versöhnen konnte.
Hörbuch: Das Buch ist als Hörbuch sehr empfehlenswert, da es dem Hörer ein paar wunderschöne Stunden der Ablenkung bereiten kann. Beide Sprecher beherrschen ihre jeweilige Rolle meisterhaft. Während Heikko Deutschmann den Handlungsstrang der Gegenwart erzählt, verliert man sich gerne, durch die Stimme von Leslie Malton, in der Vergangenheit, die durch Ingrids Briefe lebendig wird.
Fazit: Eine besondere Geschichte, die beim Hören eine tolle Stimmung entwickelt. Als Leser / Hörer fühlt man sich nie deplaziert, da man quasi fast parallel, an der Entwicklung in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, teilnimmt. Ein Lesehight in 2017!
Eine wunderschöne, faszinierende Familiengeschichte. Sehr gut komponiert. Zwei Schwestern und ein Vater leiden unter dem Verschwinden der Mutter. Nach und nach bekommt man die Vergangenheit in Briefen der Mutter erzählt, die diese in des Vaters Büchern versteckt hielt. Es eröffnet sich dem Leser diese Sprachlosigkeit in einer Ehe, die wegen der Kinder geschlossen wurde und in der keiner glücklich wurde.