
Dieses Buch war leider nichts für mich. Der Klappentext klang für mich interessant. Eine bunte Mischung an Figuren, die mehr oder weniger zufällig an einem Ort zusammentreffen. Allerdings habe ich leider überhaupt nicht in den Schreibstil reinfinden können, geschweige denn in die Geschichte. Wenn man dies denn so bezeichnen möchte. Eigentlich findet Im Hotel Interconti die Verleihung eines Literaturpreises statt. Die Figuren nehmen geplant oder ungeplant dann daran teil. Aber es fühlt sich gar nicht so an, als gäbe es eine Verleihung. Die ganze Zeit werden Dialoge untereinander und völlig hin- und herspringend geführt und ich bekam keinerlei Gefühl für das Setting. Es hätte einfach jeder x-beliebiger Ort sein können. Kurz wird mal erwähnt, dass da jemand auf einer Bühne (gab es überhaupt eine Bühne?) spricht, während die 15-jährige trans Tochter vom arabischen Prinz mit auf sein Hotelzimmer genommen wird, um irgendwie intim zu werden. Dem Vater der Tochter, der auch Teil dieser Gesellschaft ist, scheint das völlig egal zu sein. Wie alt ist der Prinz überhaupt? Oder die anderen Teilnehmenden. Zwischen Gesprächen über die eigene (sexuelle) Identität wird dann ständig zu random politischen Themen gesprungen. Ich habe keinen roten Faden erkennen können. Auch nicht, was die Autorin einem mitgeben möchte. Das passte leider für mich alles hinten und vorne nicht. Und so kam es, dass sich die 272 Seiten ewig lang gezogen anfühlten. Ich hatte eine locker erzählte Geschichte während einer Nacht in Berlin erwartet. Am Ende war es nur Zäh und sperrig. 2 von 5 / 4 von 10 🏨🏨🏨🏨




